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Innenputz fertig - wie Trocknen?

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  1. #1

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    Innenputz fertig - wie Trocknen?

    Hallo zusammen,

    seit heute ist der Innenputz fertig. Ende März soll der Estrich rein.

    Wir scheuen diese Bauheizungen und Bautrockner wg. dem enormen Stromverbrauch.

    Angenommen, es wird in 1-2 Wochen wärmer, haben wir dann gute Chancen den Putz nur durch häufiges Lüften in ca. 4-5 Wochen einigermaßen trocken zu kriegen?

    Derzeit liegt die Aussentemperatur nur knapp über O°C (Voralpenland)

    Unser Archi hat uns mal die Stromkosten ausgerechnet, wenn wir die nächsten Wochen Bautrockner verwenden - mind. 2.000 €. Er meinte, dass es aber auch kleine Heizlüfter tun (haben ca. 2kW), so dass das Haus etwas temperiert wird.

    Was würdet ihr uns raten?

    Danke und lieben Gruß,
    Emma
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  2. Innenputz fertig - wie Trocknen?

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  3. #2

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    Zitat Zitat von Emma Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    Unser Archi hat uns mal die Stromkosten ausgerechnet, wenn wir die nächsten Wochen Bautrockner verwenden - mind. 2.000 €. Er meinte, dass es aber auch kleine Heizlüfter tun (haben ca. 2kW), so dass das Haus etwas temperiert wird.

    Was würdet ihr uns raten?
    Die Aussentemperatur ist, was die schnelle Bautrocknung angeht eher unwichtig, entscheidend ist die Luftfeuchtedifferenz zwischen Drinnen und Draußen. Aus dem, was Du da oben geschrieben hast, kann man evt. schließen, dass noch keine Heizung montiert ist - dann kostet das Zuheizen über Strom natürlich überproportional viel, wenn auch der Außenputz fehlt und andere Undichtigkeitsschweinereien vorhanden sind entsprechend noch mehr.
    Ich frage mich aber, warum wollt Ihr den Feuchtegehalt des Innenputzes in 4-5 Wochen abführen? Da kommt noch mehr Feuchteeintrag ins Haus z.B. Estrich, Fliesen, Außenputz, Malerarbeiten. Die 1-2 Wochen Warmperiode bringen so gut wie gar nix, so oft könnt Ihr gar nicht lüften als dass sich das mit mehr als 2-5 % Luftfeuchtegehalt im Bau (Kristallkugel) auswirken würde. Der Innenputz gibt erstmal eine Menge Wasser an den Mauerstein ab (bei Ziegel ist das etwas weniger als bei Porenbeton oder KS, aber immer noch VIEL und da bleibt das ohne Lüften oder Bautrocknung eine hübsche Ewigkeit). Die kleinen Glühwürmchen mit 2 KW bringen OHNE excessives Stoßlüften soviel wie die 1-2 Wochen sog. Warmwetter. Deinem Archi sind die phys. Hintergründe nicht bekannt oder es ist ihm nicht wichtig.

    Ich würde mir nach Estrich und Außenputz und Sanitär/Heizung ein Konzept für die Bautrocknung überlegen, dann wird es für den Innenausbau erst wichtig.

    Wie der Archi auf seine 2000 Euro kommt würde mich interessieren...
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  4. #3
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    Also unserem Archi sind die pysikalischen Vorgänge durchaus bewusst. Es geht ihm darum, dass der Putz wenigstens etwas an Feuchtigkeit verliert und aushärtet. Ausserdem glaubt er, dass wir asap einziehen wollen, aber sooo eilig haben´s wir gar nicht.

    Der Estrich und der Rest kann dann ja später per Heizung aufgeheizt werden, nur jetzt haben wir so gar keine vernünftige Möglichkeit zum Trocknen. Selber schuld, wenn wir um diese Jahreszeit verputzen ;-)

    Er hat rumgerechnet mit Heizungsgeräten und Bautrockner von 5 kW Leistung, davon 4 Stück, 24 h täglich, 3 Wochen lang, das kostet bei 20 Ct/kWh um die 2.000 €.

    Nach seinen Urlaub rede ich nochmal mit ihm.

    Danke für deine Anmerkungen. Ich seh´s jetzt auch so, dass wir erst nach dem Estrich zu anderen Mitteln greifen, um einen gewisse Trockenheit für Maler und Fliesenleger gewährleisten zu können.
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  5. #4

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    Hallo!

    Also grundsätzlich sei mal zu sagen(unabhängig von deinem Problem-hoffe ich darf das trotzdem),dass es die letzten Jahre immer schlimmer geworden ist.
    Da wird bei Außentemperaturen im 1 bis 2-stelligen Minusbereich der Innenputz aufgetragen.
    Da gefrieren Wasserschläuche zu und der Putz verstopft im Siloschlauch.
    An den Decken hängen dann wenn geputzt ist Wassertropfen so groß wie 20-Cent Stücke.

    Und sowas wird dann von Architekten geplant....
    Für mich haben die soviel Ahnung wie die Kuh vom Gras mähen.
    In den 50er/60er/70er-Jahren hat man IMMER den Rohbau über einen Winter "ausfrieren" lassen.Das gibts heutzutage leider nicht mehr.Die Leute wundern sind dann allerdings warum nach ein paar Jahren an den Stoßkanten zum Dachstuhl oder sonst wo Risse entstehen.
    Aber Hauptsache schnell gebaut.Für mich unerklärlich.
    Das soll jetzt nicht gegen euch gerichtet sein-nicht falsch verstehen.
    Ich kapier´s nur nicht-Erklärungen sind willkommen.

    Zum Thema:

    Die 2000 Euro kommen ca. hin wenn man wie folgt rechnet:

    4x Geräte mit 5kw(STROMVERBRAUCH) bei 20Cent pro kw/h kosten am Tag ca. 96 Euro.
    (Heizleistungen liegen höher)
    Zumindest könnte man auch eine Öl-Bauheizung mal vergleichen.Keine Ahnung wie hoch da die Heizkosten sind.Ob so kleine 2kW Heizlüfter wirklich was bringen-ich glaubs nicht.

    Beste Grüße
    mfg
    stefan
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hallo,

    als letzte Woche die Putzer da waren, hatte es tagsüber 5-6 °C, es war also nicht wirklich frostig. Unser Rohbau durfte übern Winter ca. 3 Monate ausfrieren, das ist schon mal deutlich länger als bei anderen. Im frühen Sommer müssen wir einziehen, auf 2 Wochen hin oder her kommt´s aber nicht an. Aber wie ihr ja selber wisst, ohne Putz kann man die weiteren Gewerke auch nicht angehen.

    Heute sieht der Putz (ohne Heizung) schon deutlich heller aus. Er trocknet also langsam vor sich hin. Vielleicht hat das auch was Positives? Langsames Trocknen ist besser als schnelles Trocknen?

    LG, Emma
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  7. #6

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    Aber Hauptsache schnell gebaut.Für mich unerklärlich.
    da heutzutage die meisten Bauherren so schnell wie möglich aus dem vorherigen Mietverhältniss raus müssen / wollen um Kosten zu sparen, kann ich das nachvollziehen...
    Langsames Trocknen ist besser als schnelles Trocknen?
    selbstverständlich, da es sich hier um einen Abbindevorgang handelt


    Gipser
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  8. #7

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    Hallo.

    Ist ja verständlich.Alles kostet nicht gerade wenig-ob das allerdings vor 20 Jahren verhältnismäßig um sooo viel besser war?!.....

    Wenn man die Kosten für eine Bautrocknung wirklich mit um die 2000 Euro veranschlagt,dann kann man die Sache auch auf den Sommer hin verlegen.
    Mind. Putztemperatur sollten schon IM Haus um die 5Grad über Null sein-besser wären allerdings 10 Grad.(oder eben noch wärmer).

    Zitat Zitat von Gipser Beitrag anzeigen
    da heutzutage die meisten Bauherren so schnell wie möglich aus dem vorherigen Mietverhältniss raus müssen / wollen um Kosten zu sparen, kann ich das nachvollziehen...
    selbstverständlich, da es sich hier um einen Abbindevorgang handelt


    Gipser
    mfg
    stefan
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  9. #8
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    Zitat Zitat von Mann1979 Beitrag anzeigen
    ob das allerdings vor 20 Jahren verhältnismäßig um sooo viel besser war?!.....
    da haben die Leute eben so lange bei den Eltern gewohnt, bis das eigene Haus fertig war

    Wenn ich da meine Verwandtschaft anschaue (Mutter, Tanten, Onkel, etc.): die sind alle erst von zuhause ausgezogen, als deren neues Heim fertig war (ok, sie waren auch keine 40). Vorher in ne eigene Wohnung ziehen? Niemals!
    Heute heisst es "mit 20 noch zuhause wohnen? Niemals!"
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  10. #9

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    Man kann mit zwei, drei Heizlüftern die Sache schon deutlich beschleunigen, ohne gleich so horrende Stromkosten zu bekommen. Hauptsache, die Luft wird etwas wärmer und damit relativ trockener als draussen. Dann kann man mit 2 gekippten Fenstern (Keller und Dach) die Bude irgendwo bei 5..10 Grad Innentemperatur recht schnell trocken bekommen.
    Wenn es sich um Gipsputz handelt, so soll der ohnehin eher schneller austrocknen, der Abbindeprozess dauert da nicht so lange wie bei Kalk- oder Kalkzementputz.
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  11. #10

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    Hallo!

    Das ist immer noch Anssichtssache,wobei man auf sagen wir 10 Jahre (von 20 auf 30) jetzt
    sich keine 100TEuro zusammensparen kann.Ich wüsste zumindest nicht wie das gehen soll.

    Wichtig beim Heizen ist auch,dass man das kontrollierte Lüften (aber das wissen andere besser wie das genau geht) nicht vergisst.

    mfg
    stefan




    Zitat Zitat von Emma Beitrag anzeigen
    da haben die Leute eben so lange bei den Eltern gewohnt, bis das eigene Haus fertig war

    Wenn ich da meine Verwandtschaft anschaue (Mutter, Tanten, Onkel, etc.): die sind alle erst von zuhause ausgezogen, als deren neues Heim fertig war (ok, sie waren auch keine 40). Vorher in ne eigene Wohnung ziehen? Niemals!
    Heute heisst es "mit 20 noch zuhause wohnen? Niemals!"
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  13. #11

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    Frage

    Ich kapier auch manches nicht - und Erklärungen sind ebenfalls willkommen.

    Zitat Zitat von Mann1979 Beitrag anzeigen
    4x Geräte mit 5kw(STROMVERBRAUCH) bei 20Cent pro kw/h kosten am Tag ca. 96 Euro.
    (Heizleistungen liegen höher)
    Ich will gar nicht wissen, was da mit den "höheren Heizleistungen" gemeint ist.
    Und selbst die Leistungsaufnahme als "Stromverbrauch" zu bezeichnen...

    Nur - wieso schreibt ein Elektroinstallateur so nen ausgemachten Unfug von "kw/h"???
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  14. #12

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    Hallo

    Mag sein,dass meine Erklärungen nicht die besten sind.Ist schon eine Weile her,dass ich auf der Schulbank gesessen bin.

    Mit den höheren Heizleistungen meinte ich nicht die elektr. Leistung,sondern die Wärmeabgabe der Heigeräte.

    OK-das mit den 5kw als Verbrauch zu bezeichnen war ein Fehler.Man verzeih mir.
    Ui..da gehört natürlich kein "/".

    Auch ich bin für jede Art von Richtigstellung danbar.
    mfg
    stefan


    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
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    Ich will gar nicht wissen, was da mit den "höheren Heizleistungen" gemeint ist.
    Und selbst die Leistungsaufnahme als "Stromverbrauch" zu bezeichnen...

    Nur - wieso schreibt ein Elektroinstallateur so nen ausgemachten Unfug von "kw/h"???
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