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  1. #1

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    Frage Ofenrohr so ok oder doch besser direkt verlegen?

    Hallo,
    ich habe eine Frage zur Ofenrohr-Verlegung.

    In meiner Wohnung ist im Wohnzimmer ein Kaminofen. Länge des Ofenrohres ab OK Ofen bis mitte Ofenrohr ca. 100 cm - mitte Ofenrohr bis mitte Kaminwandanschluss ca. 130 cm.

    Hier mal ein Bild der ganzen Situation:


    Der Ofen steht im 1. OG. Darüber ist nur ein Dachboden ohne Kniestock, also dürfte der Kamin ab der Öffnung unseres Ofenrohres maximal noch 3 Meter nach oben gehen.

    Angeschlossen sind im Keller am gleichen Kaminzug ein alter Waschzuber, der aber so gut wie nie in Betrieb ist. Im EG steht noch ein Holzherd, weil darunter die Küche ist, ebenfalls am gleichen Kaminzug angeschlossen. Der Herd wird noch regelmäßig befeuert.

    Kaminkehrer hat alles gesehen und nichts beanstandet.


    Ich meine aber, dass unser Ofen nicht so recht funktioniert bzw. zieht. Er macht schon gut warm und zieht bei offenem Zug auch gut (wenn das Ofenrohr regelmäßig gereinigt wird). Aber im Vergleich zu anderen Kaminöfen von Bekannten macht unserer schon enorm viel Dreck. Die Scheibe wird oft schwarz und bei jedem Nachheizen fleigt einiges an Flugasche in den Raum. Wir bedienen den genauso wie unsere Bekannten, haben auch schon viel ausprobiert.
    Aber bei anderen Leuten macht der Ofen nur einen Bruchteil des Drecks von unserem.

    Kann das evtl. auch an unserem langen Ofenrohr liegen? Vielleicht wäre es ja besser, wenn ich ab OK Ofen schräg zum Wandanschluss gehen würde?
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  2. Ofenrohr so ok oder doch besser direkt verlegen?

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  3. #2

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    Ja, das wäre strömungstechnisch besser.

    Aber es könnte auch an einem billigen Baumarkt-Ofen liegen...
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  4. #3
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    Mein Ofen (Wamsler Norden, 799,- €) ist zwar aus dem Baumarkt, hat aber das doppelte von den Öfen meiner Bekannten gekostet, die liegen alle so bei 400 €.
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  5. #4

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    3 m Zug ist auch nicht so dolle. Was steht denn zum Ofen, wieviel Zughöhe will der haben?
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  6. #5

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    Zug (in Sinne der Druckdifferenz) wird nicht in m gemessen, sondern in hPa.
    Im Zweifel muß man ihn eben mal messen!

    Richtig ist, daß bei so geringer wirksamer Schornsteinhöhe und der diversen Nebenluft aus den übrigen angeschlossenen Feuerstätten die vorhandene Länge und Führung des Rauchrohrs schon kritisch sein können.
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  7. #6
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    Wie kann man das denn messen, wieviel Zug der Kamin bzw. Ofen hat?

    Gibts da Messgeräte? So ähnlich wie bei einem Blower Door Test? Werde mich dann wohl an einen Heizungsfachbetrieb wenden müssen?

    Aber vielleicht würde es ja schon reichen, wenn ich das Ofenrohr anders verlege... Wüsste nämlich nicht, was ich sonst viel ändern könnte. Das Haus gehört mir nämlich nicht und ich werde da sicher kein Geld reinstecken.


    EDIT: Hab gerade nchgeschaut. 11 Pa sollte der Ofen wohl haben.
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  8. #7

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    Mein "Zug" bezog sich auch nicht auf die Druckdifferenz, sondern - wie man unschwer an der Einheit Meter erkennen kann, an der Höhe zwischen Eintritt des Ofenrohres und Oberkante des Schornsteines. Und da der Laie - und auch nicht jeder Schorni - im allgemeinen keine Möglichkeit hat, die Druckdifferenz direkt zu messen, wird in entsprechenden Anleitungen zu Feuerungsanlagen die erforderliche Mindesthöhe in Abhängigkeit vom Innendurchmesser des Schornsteines angegeben. Und die sollte halt nicht unterschritten werden.

    Aber darauf sollte eigentlich der Schronsteinfeger achten, der das abgenommen hat.
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  9. #8
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    Also Abnahme war halt so: Der Schornsteinfeger kam zur regelmäßigen Kaminreinigung und ich sagte, dass wir einen Holzofen hätten. Er schaute einmal kurz in alle Zimmer unserer Wohnung, meinte dann nur ich müsse einen Funkschalter für die Dunstabzugshaube einbauen und das wars.

    Ist das eine Abnahme? Oder bekommt man da normalerweise schriftlich eine Bestätigung, dass der Ofen überprüft wurde und dass alles i.O. sei?

    Gemessen oder so hat er überhaupt nichts.
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  10. #9
    Avatar von OldBo
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    Also ich würde einen Ofen nie so anschließen. Die lange waagerechte Strecke könnte schon nach einigen Wochen dicht sein. In diesem Fall sollte der Ofen in der Ecke stehen und direkt senkrecht oben rein, zumal die wirksame Schornsteinhöhe aufgrund der DG-Aufstellung sehr gering ist. Wie kann ein Schorni soetwas abnehmen?

    Gruß

    Bruno
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  11. #10
    Themenstarter

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    Gut, dann werd ich wohl ein wenig umbauen. Eckaufstellung geht nicht, weil da eine Tür im Weg ist. Aber ich werde die Rohrführung gleich ab OK Ofen um 45° nach links laufen lassen und den Ofen ein paar cm näher an die Kaminöffnung schieben. Gibts auch Rohre, die man im Winkel verstellen kann? Also z.B. 55°? Ich kenn nur Bögen mit 90° und 45°.

    Soll ich die Klappe, gleich am Ofen eigentlich drin lassen? Was hat die für einen Sinn? Hab die eigentlich noch nie benutzt.
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  12. #11
    Avatar von OldBo
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    Nee, die senkrechte Anlaufstrecke sollte schon bleiben. Immer erst senkrecht und dann waagerecht, aber es kommt auf das Verhältnis an. Und immer Reinigunsöffnungen vorsehen. Zur Reinigung muss man gut rankommen können.

    Gruß

    Bruno
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12
    Avatar von OldBo
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    Ich sehe gerade, dass im HTD-Forum die gleichen Antworten kommen

    Gruß

    Bruno
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  15. #13

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    Die wirksame Höhe soll ab, gemessen ab Oberkante Feuerraum mindetens 3,80m bis Oberkante Schornstein betragen.
    Abgasrohe niemals waagerecht, sondern mit leichter Steigung ca. 2 -3 Grad zum Schornstein hin verlegen, maximal 3m und 3 Bögen
    Brennholz mit maximaler Restfeuchte von 20% benutzen, bevorzugt Buche, da Eiche schlechter brennt und viel Luft und Gut benötigt.
    Holzscheite nicht mit Stirnseite zur Scheibe legen, da dort die Restfeuchte austritt und sich an der Scheibe absetzt.
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