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Feuchtigkeitsschaden im Fertighaus-Neubau

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  1. #1

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    Böse Feuchtigkeitsschaden im Fertighaus-Neubau

    Guten Abend Allerseits!

    Grundsituation:

    Der Fertighaus-Neubau wurde 2 Wochen vor Weihnachten 08 "aussen regendicht" errichtet. Während des Aufbaus nur minimale Nässe durch etwas Schnee, aber alle Elemente waren abgedeckt.
    Kaltddach-Spitzboden mit Spanplatten als Boden für den späteren Ausbau vorgesehen. First ist nicht luftdicht, Spitzboden kann schön ablüften.
    Deckenbeplankung EG/OG inkl. der Dampfsperrfolie selber gemacht. Mit dem vom Haushersteller mitgelieferten Material. Die verklebte Folie hat der Bauleiter gesehen und für gut befunden. 3-4 Kabel haben wir einzeln durch die Folie führen müssen, und ordenlich mit abgeklebt.
    Bei der anschließenden Beplankung der Decken mit Gipsfaserplatten haben wir die Verklebungen nochmals überprüft.
    Deckenaufbau ist dann folgendermaßen von unten nach oben: Gipspl. - Lattung - Folie - Dämmung zwischen den Riegelbalken 200mm -Spanplatte 13 mm
    Zementestrich mit FBH fertig ausgeheizt, jeden Tag in der Ausheizzeit stoßgelüftet.
    Problem:
    Heut steig ich nach längerer Zeit mal wieder aufm Dachboden (so 2 Wochen war ich nicht mehr oben...) und bemerke eine nach oben gespannte Spanplatte mit Nässe an der Sägefuge. Hmm, das Teil ist nur ein paar mal genagelt, Stemmeisen und Hopp
    Watt datt den? Wie kommt hier soviel Feuchtigkeit zusammen das die Platte Nass ist und schon schimmelt? An andere Stellen mit Sägefugen schauts genau so aus. Wenn man die Dämmung rauszieht, schaut man ja direkt auf die Folie und die ist Trocken. Die Nässe ist direkt an der Plattenunterseite.
    Bauleiter ist samt der Hausbaufirma im Faschingsurlaub und mal wieder nicht zu erreichen (war 2 Wochen lang über Jahreswechsel auch so).
    Ich denk mir schon, die werden sagen: jaa, Folie selber gemacht, kein Wunder....
    Kann es sein, das soviel Feuchtigkeit in den Fertigelementen drin war? Oder haben wir die Folie wirklich falsch gemacht?
    Bin mal gespannt, wann sich der Herr Bauleiter bequemt, auf meine SMS zu antworten...
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  2. Feuchtigkeitsschaden im Fertighaus-Neubau

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    MoRüBe
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    na denn von...

    ... unten nach oben:

    Dicke der GK,
    stärke der Schalung
    Länge der Gipsschrauben

    Art der Folie? Diffdicht?
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  4. #3
    Themenstarter

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    GK 12,5 mm, Lattung und Konterlattung zusammen ca 40 mm, Schrauben 35 mm
    PE-Folie Diffdicht, Gerbandverklebung.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hmm, Folie wird in der Leistungsbeschreibung als "Dampfbremse" beschrieben. Muß ich morgen mal suchen, ob ich nen Rest mit Produktbezeichnung finde.
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  6. #5
    MoRüBe
    Gast

    Wieso denn Lattung...

    ... und Konterlattung? Sind die auch mit 35er Schrauben zusammengeschraubt worden?
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  7. #6

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    Tippe eher auf Kondensat auf Grund von Baufeuchte.

    Wie hoch waren denn schätzungsweise die Raumtemperaturen und die Außentemperatur beim Einbringen des Estrichs?

    Die relative Luftfeuchtigkeit und die Oberflächentemperatur der geschädigten Platten wird wohl niemand gemessen haben, trotzdem kann man ja 'mal die Kristallkugel befragen ...

    KPS.EF
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  8. #7
    Themenstarter

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    War heute noch nicht auf Baustelle,

    von daher noch keine Produktinfos zur Folie.

    Raumtemperatur beim Einbringen vom Estrich so 10-12°C, Außen so 8°C.
    Nach dem Einbringen Raumtemperatur gleichbleibend 13°C bis zum Beginn vom Aufheizprogramm. Dann aber Sauna pur...
    Konterlattung und Lattung deshalb, weil die Fertighausfuzzis ihre Gipsbeplankung nicht weit genug zur Decke gezogen haben.Bei nur einfacher Lattung hätte ich teilweise bis zu 2 cm Fuge an der Wandseite gehabt. Ging manchmal sogar mit Konterlattung grad so aus. Den Mehraufwand zieh ich dann der Firma ab (ich versuchs zumindest....).
    Die erste Lattungslage wurde mit 3,5x35 Holzschrauben durch die Folie in die entsprechenden Sparren bzw. Riegel geschraubt. Die 2. Lattung dann an der selben Stelle auf die 1. aufgeschraubt. Die Schrauben gehen daher nicht "leer" durch die Folie durch. Die Folie wird an den Verschraubungspunkten flächig angepresst. Kann mir nicht vorstellen, dass hier groß Feuchtigkeit durchgeht.

    So denn, ich geh dann mal aufm Bau
    Danke für die Anteilnahme!
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  9. #8

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    3,5x35 Holzschrauben

    BigM... hab ich dich da richtig verstanden !!! Du hast die erste Lattenebene mit 3,5x35 Holzschrauben befestigt
    Ich geh mal von einer Lattenstärke von 20 mm aus, das heißt die schraube reicht 15 mm in das Tragende Teil (Sparren) hinein.


    Das is ja dann mal mächtig zu wenig !!!!!!


    Ich helf mir da meist mit einer Faustformel * mindestens 2/3 der schraube müssen in das tragende Teil reichen * wenn nicht anders verordnet. Sprich die schrauben sollten 60mm lang sein, bei der ersten Ebene.


    Bei der 2. Ebene hast du dann allerdings das Problem, daß du die Folie durchlöcherst, deshalb hätte ich die erste Ebene etwas stärker dimensioniert also ne stärke von 40 mm.

    Mit den Verschraubungspunkten geb ich dir recht wenn die Folie flächig angepresst wird dürfte da kein Problem entstehen.
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  10. #9

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    Da wirst Du wohl die kompletten Spanplatten rausnehmen müssen. Ich hatte das ähnliche Glück mit OSB-Platten und habe es noch rechtzeitig bemerkt. Habe alle Platten mit Abstand auf die Balken gesetzt (ca 6 cm) und am Rand Lüftungsschlitze gelassen. Seitdem habe ich Ruhe mit nassen Platten.


    Tschau Andre
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  11. #10

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    Das Schadensbild lässt eine nicht fachgerecht ausgebildete Luftdichtheitsebene vermuten.
    Das Wasser wird wohl hauptsächlich aus dem Estrich stammen ...

    KPS.EF
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11

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    Kurzer Nachtrag:

    Der im Vormonat erschienene Entwurf der überarbeiteten DIN 4108, Teil 7 enthält gerade zu den hier diskutieren Problemen entscheidende Planungs- und Ausführungshinweise...

    Näheres dazu: hier!

    KPS.EF
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  14. #12

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    das scheint restfeuchte (baufeuchte) zu sein. diese steckt noch im gesamten baukörper, speziell im holz. unsere bauherren wollen auch meistens die fußbodenplatten im spitzboden gleich drauflegen. was einerseits verständlich ist, da sie wenig stauraum haben, wenn ohne keller gebaut wird. einfach ein wenig länger warten oder ein paar platten einfach lose verlegen (mit lüftungsschlitz), welche dann nach ein paar monaten richtig verschraubt werden können
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