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Gründungsvorschlag des Planers fragwürdig?

Diskutiere Gründungsvorschlag des Planers fragwürdig? im Forum Abdichtungen im Kellerbereich auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Gründungsvorschlag des Planers fragwürdig?

    Hallo in die Runde,

    wie in einem anderen Fred schon angeklungen ist, haben wir wohl etwas mit unserem Planer
    "verwachst"? (Scheint zumindest so, will Ihm aber nicht pauschal Unrecht tun).

    Erst mal zum Objekt:
    36,5 er T-8 Ziegelbau ohne Keller
    rd. 600 Kubik umbauter Raum
    keine Dämmung unter Bodenplatte, nur Randdämmung und auf BoPla
    C30/37 schon von Beginn an geplant, da C20/25 und Konsorten nicht wirklich "WU" seien.
    Tragwerksplanung macht er mit (Bau-Ing. / Referenzen und Versicherungsnachweis für Tragwerksplanung habe ich brav eingeholt.). Hielten wir für das Einfachste, da ein Ansprechpartner (im Nachhinein evtl. etwas unglücklich.)

    1. Verfehlung:

    Nachdem wir dem P. vor Beginn seiner Ausführungen ein Bodengutachten zur Verfügung gestellt hatten, (darin steht verkürzt: 50-60 cm Humusschicht, drunter ist Schluff, feinsandig bis tonig. Grundwasser ca. 1,50, Höststände bei widrigen Witterungsbedingungen bis direkt unter Humusschicht zu erwarten.) haben wir in der Ausschreibung festgestellt, dass die Massen für Bodenaushub- und Austausch/Schotter nicht passen.
    Seine Antwort auf unsere Frage: Wir haben keine 50 cm Humus sondern "üblicherweise" rd. 30cm und so wurde es ausgeschrieben.
    Erst nachdem wir Ihn auf das Grundstück verfrachtet haben und an drei Stellen gebuddelt haben, hat er jetzt die Massen korrigiert (im Klartext: Gutachten wohl nicht gelesen)

    2. Verfehlung:

    Er hat wohl nicht zur Kenntnis genommen, dass die Nachbargrundstücke aufgrund des erhöhten Straßenniveaus aufgeschüttet worden sind. Bei uns hat er aber Oberkante natürliches Gelände als Planungshöhe angenommen. Damit würden wir aber die Oberflächen- und Sickerwässer von den höher liegenden Grunstücken abbekommen.
    Nun wird nach Ortstermin die Höhe auf Nachbarniveau angepasst. für uns insofern vorteilhaft, da wir nun mit unserem Boden wissen wohin
    Bauantragsunterlagen bei Gemeinde müssen aber ergänzt werden.

    3. Die eigentliche Frage (mögliche Verfehlung?)

    Die Gründung will er wie folgt ausführen:

    Bodenaushub
    mit Schotter 16/32 auffüllen
    Frostgräben aus Schotter 16/32 (ohne Flies), anstelle Streifenfundamente
    PE-Folie
    Abstandhalter die mit Beton verfüllt werden (daher Verzicht auf Beton-Sauberkeitsschicht)
    tragende Bodenplatte 25 cm mit Beton C30/37 (ja ja, wie unterm Fernsehturm)
    auf Bodenplatte G200S4

    Wir haben damit Bauchschmerzen, weil wir befürchten, dass:

    1. der Expansionsraum für mögliche Eisbildungen unter der BoPl. bei den genannten Höchtwasserständen völlig absaufen und dann auffrieren könnte!
    Ist das überhaupt a.a.R.d.T. ??? (Mag grundsätzlich wohl gehen, aber bei unserem Fall??)
    2. C30/37 völlig unnötig ist und Überwachungsklasse 2 zu hohen Kosten führt!
    3. Der FuErder in dem Beton (C30/37 iss wohl ab 5 cm dicht) nicht feucht genug wird, um zu "funzen"


    Was haltet Ihr von der Gründungsplanung ?????????? Baumurks????????

    In dem einen Bild sind die Höhen (+ xxx cm) der Nachbarn angegeben


    Danke schonmal und Grüße
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  2. Gründungsvorschlag des Planers fragwürdig?

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  3. #2

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    Hi,

    1. Streifenfundamente, frostfrei gegründet, von mir aus mit magerbeton. Flächen dazwischen ca. 30cm tief ausheben und Sschottern Vlies unter Schotter. Baufolie drauf. Abstandshalter drauf. Bewehrung nach Statik. Beton C20/25, ca. 12cm, weil keine tragende Bopla.

    So wäre es "üblich" vielleicht gibt es Gründem, die Platte stärker auszuführen, aber es macht keinen Sinn, wenn ohne Keller gebaut wird, ohne streifenfundamente zu bauen. Vielleicht ist der Baugrund so übel, dass der Statiker eine tragende Bopla will. Warum er keine Streifenfundamente möchte, versteh ich nicht.

    Warüm überhaupt WU? Da kommt doch eh eine Abdichtung drauf...

    2. Fundamenterder einfach in die Streifenfundamente rein, und alles ist gut.
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  4. #3
    gast3
    Gast
    Streifenfundamente aus Magerbeton ...

    mal laaaangsam mit üblich ...


    Bodenaustausch / Bettungsschicht / Tragfähigkeit ??


    Fangen wir mal vorne an: was sagt denn das Bodengutachten so zur Gründung etc.


    Gruß


    Helge
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  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    @Isolierglas deine empfehlungen und Anworten sind sowas von unerträglich...fast jedesmal kriege ich bauchschmerzen. Sooft hat man dir eine vorm kopf gehauen gelernt hast du es nicht.

    Vollverwirrter Baulaie ohne Ahnung aber mit ausgeprägter Meinung und starkem Mitteilungswillen... ;-)
    Ich respektiere deine meinung aber auf ein bauforum kann man als baulaie keine auskünfte über beton, stahl, statik, wärme, schall, feuchteschutz geben. Sorry!

    jetzt kannst du dich über meine unerträgliche rechtschreibung aufregen
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  6. #5

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    @Yilmaz: Findest Du das "Frostgräben aus Schotter 16/32 (ohne Flies), anstelle Streifenfundamente" normal?

    Glaubst Du, eine solche Lösung ist bei irgendwelchen Bodenverhältnissen dauerhaft?

    Da ich aber immer lernen will: Was habe ich Falsches gesagt?

    P.S. Ich bin mir sicher, dass ich von Wärme und Schall mehr verstehe als 95% der hier anwesenden Profis. Der Rest ist aber durchaus diskussionswürdig... ;-)
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Es geht hier nicht darum was normal ist. Unnormal sind deine Antworten und empfehlungen,
    z.B hier;
    1. Streifenfundamente, frostfrei gegründet, von mir aus mit magerbeton. Flächen dazwischen ca. 30cm tief ausheben und Sschottern Vlies unter Schotter. Baufolie drauf. Abstandshalter drauf. Bewehrung nach Statik. Beton C20/25, ca. 12cm, weil keine tragende Bopla.
    Entweder ca. 12 cm Bodenplatte auf schotter oder bewehrung nach statik. Entweder liegt hier eine statik vor oder man führt es nach bauchgefühl aus.
    Ich bin mir sicher, dass ich von Wärme und Schall mehr verstehe als 95% der hier anwesenden Profis
    Dann hast du meine segen, du bist der Schall,-und Wärmeschutzminister
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  8. #7

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    Vielleicht muss ich aus meiner Signatur folgendes machen:

    Dipl. Phys., mit 3 Jahren Lehrerfahung (KEIN LEHRER!!!), Consultant im Bereich Telekommunikation, Systementwickler und SWArchitekt...

    Durch mein Studiom kann ich grundlegende techn. Sachverhalte gut beurteilen. Sicherlich fehlt mir in Bau bezogenen Dingen das Fachwissen, aber mein Verstand ist meistens recht wach.

    Zurück zum Thema: Ich bin mir sicher, dass in den Schotter im Lauf der Jahre Feinteile des umgebenden Bodens eingespült werden. Damit ist die Schotterschicht nicht mehr in der Lage, eine Frostschürze zu ersetzen. Oder anders formuliert: Ein entsprechend beschaffener Boden bräuchte bei einer tragenden Platte auch keine Schotter Frostschürzen - oder???

    Ich will's dann nur gerne verstehen.
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  9. #8

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    Yilmaz, natürlich nach Statik. Und ich maße mir auch nicht an, per Bauchgefühl die Statik machen zu wollen.

    Nochmal zur Frage des Fragestellers: Würdest Du das so ausführen wollen, oder hättest Du nicht trotz Statik Bedenken?

    Auch der Ausführende sollte Bedenken anmelden, wenn das Konzept unschlüssig erscheint. (Ist zumindest in meinem Job so,,,)

    Du kannst Dich gerade als Maurer profilieren, wenn Du einen Fehler bemerkst, und zur Lösung beiträgst.

    Gruss, Dirk

    P.S.: Mein Zimmermann hat einen Fehler in der Statik entdeckt. (Falsche Lastannahme) Ich habe die Statik durchgesehen, weil mir in der Vergangenheit ein Fehler aufgefallen ist, diesen aber gar nicht bemerkt. Ich bin meinem Zimmermann für seine Sorgfalt verdammt dankbar, und der Statiker war auch nicht beleidigt...
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Yilmaz Beitrag anzeigen
    Es geht hier nicht darum was normal ist. Unnormal sind deine Antworten und empfehlungen,
    z.B hier;

    Entweder ca. 12 cm Bodenplatte auf schotter oder bewehrung nach statik. Entweder liegt hier eine statik vor oder man führt es nach bauchgefühl aus.

    Dann hast du meine segen, du bist der Schall,-und Wärmeschutzminister
    Hier muss ich mich tatsächlich korrigieren: Bei einer nicht tragenden Platte ist die Bewehrung als "konstruktive Bewehrung" zu sehen - richtig?
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  11. #10
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Mein persönliche meinung; Gründungsplatten bei nicht unterkellerten gebäuden ohne streifenfundamente/frostschürze ist
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  12. #11

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    Zitat Zitat von thor65 Beitrag anzeigen
    Streifenfundamente aus Magerbeton ...

    mal laaaangsam mit üblich ...


    Bodenaustausch / Bettungsschicht / Tragfähigkeit ??


    Fangen wir mal vorne an: was sagt denn das Bodengutachten so zur Gründung etc.
    Wenn die Platte als tragende Platte gerechnet ist, und die Streifenfundamente nur als Frostschutz dienen...
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  13. #12

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    Danke, Yilmaz. Krieg ich jetzt die Absolution?

    Darf ich jetzt

    "Teilverwirrter Baulaie ohne Ahnung aber mit ausgeprägter Meinung und starkem Mitteilungswillen... ;-)"

    benutzen? ;-)

    Schönes WE, und nix für Ungut...
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  14. #13
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    @Dirk ich bin gerne bereit mich mit dir zu unterhalten und mit dir zu diskutieren aber ich möchte das thread nicht zertstören. Rubrick "sonstiges" hat noch viel volumen frei
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Das Bodengutachten sagt:

    ...ausgehend von einer konventionellen Gründung eines nicht unterekllerten Hochbaus über eine tragende, biegesteife BoPla. in Verbindung mit aussen liegenden, zum Latsabtrag mitgenutzen Frostschürzen/Streifenfundamenten oder über bewehrte Streifenfundamente mit einer mittragenden oder freitragenden Sohlplatte.......

    ...die Aufstandsflächen der Fundamenete/Schürzen verlaufen in steifen Schluffen.....die als hinreichend tragfähig angesehehn werden..also ohne weitere Bodenverbesserungsmaßnahmen.

    Abtragsarbeiten zum Schutz des Abtragsplanums im rückschreitenden Verfahren....

    Als Schüttung sind stabilisierende Materialien i.F.v. Schotter 0/45 , Kiessand 0/32 zu verwenden.....

    Unmittelbar unter der Bauwerkssohle wird grundsätzlich der Auftrag einer kapillarbr. Schüttung in Mindeststärke 0,15m empfohlen. Es reicht dann, die Sohle gem DIN 18195 T4
    abzudichten. Der o. g. Bodenauftrag entspricht bereits der erforderl. kapillarbr. Schüttung...

    .. in Lagenstärken von 0.3 m einzubauen und auf mind 100% Proctordichte zu verdichten..

    Werte: Sohldruckbeanspruchung = 150 kN/m2, Setzung ca. 1 cm
    Bettungsmodul = 15 MN/m3 bei mind 0,4 m Sohlenunterbau
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  17. #15
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    er eiert a bissl, der bgga. is aber normal, weil es gibt noch kein mirt dem twp
    abgestimmtes gründungskonzept.
    sobald da mein "fraktionskollege" involviert ist, wird der rest (streifen- vs. flächengrdg.)
    auch noch geklärt.

    was mich interessieren würde: hast du nen objektplanenden bauigel oder nen
    statikenden archi?
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