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Innenanstrich im Neubau - Grundierung usw.

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  1. #1

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    Frage Innenanstrich im Neubau - Grundierung usw.

    Hallo !
    Vorabgesagt, ich bin zwar Handwerker, hab aber mit Putz, Trockenbau und Malerarbeiten nicht direkt zu tun. Entschuldigt deshalb meine laienhaften Erklärungen. So...

    Ich muss demnächst meine neu gebaute 1.Etage und Dachgeschoß streichen (streichen lassen). Es wird nicht tapeziert. Untergrund sind ganz "normal" verputzte Wände und Gipskartondecken im Flur, Bad und Dachgeschoß.

    1. Was sollte man mit dem Untergrund machen ? Gipskartondecken glatt/gerade schleifen und den feinen Staub weg machen und die Wände "abfegen" oder so ? damit die sandkörner abfallen und nicht beim Streichen stören... und die Ränder, Ecken, Fensterumrandungen usw. mit Akryl "schliessen"...

    2. Was für Grundierung würdet ihr empfehlen ? Was haltet ihr von Kalk als Grundierung für alles ? Drüber dann die ganz normale Innenfarbe.

    3. Ich wollte mir auch noch bestimmte Muster mit Wandschablonen beispielsweise im Flur oder eventuell auch im Wohnzimmer machen lassen. Hab da auch verschiedene Schablonen gesehen die allerdings nur ca. 30-40 x 10-15cm sind. Reicht es wenn man eine oder zwei kauft und es immer wieder benutzt ? Ja...oder ?
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  2. Innenanstrich im Neubau - Grundierung usw.

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  3. #2

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    Putzkörner gehören sich abgesandet(Spachtel,Schaber) und abgekehrt.Dann hat man eine schöne saubere,regelmäßige Fläche vor sich.Wenn einfach drübergestrichen wird siehts unregelmäßig aus,mit der Zeit werden manche Stellen durch Berührung glattgerieben.Sollten später Tapeten oder ähnliches angedacht sein,kleben diese nur oberflächlich auf den Spitzen der Putzkörner.Die Körner lassen sich überstrichen nur sehr besch... entfernen.
    Trockenbauplatten vor den Putzflächen streichen, sonst hat man lauter Putzkörnchen auf den sauberen Platten verteilt. Sieht auch besch... aus.
    Kalk auf Trockenbauplatten kannst du absolut vergessen,Kalk mit Dispersion überstreichen ist auch absoluter Käse.
    Besorg dir geeigneten Haftgrund für die Trockenbauplatten und Silikatgrund für die Putzflächen und streich alles mit Innensilikat,dann machst du nichts falsch!
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  4. #3
    Themenstarter

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    Tapezieren ist auch später irgendwann nicht angedacht (auch wenn man nie weiss was passieren kann).

    Wieso wird den in Deutschland immer von Kalk abgeraten würde mich interessieren ?
    (in vielen Ländern war es und ist es immernoch üblich mit Kalk zumindest vor-zu-streichen, teilweise alles damit zu machen und dann mit Innenfarbe drüber zu gehen).

    Silikatgrund... hört sich nach Silikon an... wird dann nicht alles dicht gemacht wovon abgeraten wird ?

    Ich muss dazu sagen, die 1.Etage und Dachgeschoß wären zumindest für die nächsten Jahre in 9-10 von 12 Monaten unbewohnt und geschlossen. Mit Ausnahme von gelegentlichem Lüften.
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  5. #4
    Avatar von dquadrat
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    silikat und silikon sind zwei grundverschiedene sachen.

    silikatfarben sind auf mineralischer basis und haben gerade die eigenschaft, gut diffussionsfähig zu sein.
    wenn du darauf besonderen wert legst ist das genau das was du brauchst. ansonsten reicht auch normale dispersionsfarbe plus grundierung im system.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Ok..alles klar.

    Es bleibt noch die Frage was vom KALK als Grundierung zu halten ist ? Wenn Ablehnung, dann bitte mit Begründung. Danke schön...
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  7. #6
    Avatar von dquadrat
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    1) viele kalkfarben neigen zum kreiden und haben eine geringe oberflächenspannung.
    je nach güte und einstellung der kalkfarbe kann es demzufolge zu haftungsproblemen mit nachfolgenden anstrichen kommen. damit wäre dann u.U. noch ein arbeitsgang mehr (grundierung) erforderlich.

    2) zum anderen lassen sich die mir bekannten fertigen kalkfarben ziemlich schlecht streichen. ein gutes anstrichbild gerade auf glatten untergründen wird schwerlich zu erreichen sein, was auch den nachfolgenden anstrich beeinflusst.

    3) wozu soll das gut sein? eventueller mehraufwand und zu erwartendes unbefriedigendes anstrichbild für welchen vorteil? oder wohnst du in einem feuchten altbaukeller?
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  8. #7

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    Du kannst gerne Kalk auf deine Putzwände streichen! Dazu mußt du eine sehr dünne Kalkmilch mit dem Quast 3-4 mal auftragen,dazwischen Trocknungszeiten einhalten. Die Deckkraft kommt erst mit der Trocknung,also nicht täuschen lassen und dick drüber,das führt unweigerlich zum abplatzen da eine zu große Spannung beim trocknen entsteht. Kräftige Farbtöne sind nicht möglich,da mehr als 5% Pigmentzugabe nicht mehr gebunden werden und es zum kreidenden Anstrichsbild kommt. Es sind auch nur Kalkbeständige Pigmente zu verwenden,andere kannst du wegen der Alkalität des Kalks vergessen.Bei einem Kalk-Kaseinanstrich sind kräftigere Töne möglich. Von den Trockenbauplatten kannst du den Kalkanstrich mit den Händen abreiben da der Kalk keine Haftung findet und einfach der falsche Untergrund ist. Überstreichst du den Kalk auf den Putzflächen mit Dispersionsfarben störst du den nötigen Carbonatisierungsprozeß ,und unter dem Dispersionsanstrich wirst du mit der Zeit nur eine mehlige, staubige,nicht mehr tragfähige abplatzende Schicht bekommen.Versuch mal irgendwie das Forumsmitglied "Glühspieß" zu finden und zu kontaktieren,ich denke der kann sich kompetenter als ich zu deinem Vorhaben äußern.
    Geändert von Netzer (08.03.2009 um 16:04 Uhr) Grund: kleine Ergänzung
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  9. #8
    Themenstarter

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    Frage

    Also wie man es vielleicht heraushören konnte, steht das Haus im Ausland (Balkan).

    Und da nimmt man (ändert sich aber auch nach und nach)... Kalk als Grundierung, lässt es wohl paar Tage mit/im Wasser stehen...und streicht damit die Wände vor.
    Manche nehmen es wohl auch dann als Endanstrich wegen der knappen Kasse vermutlich.
    Ich kenne es aber nur vom Erzählen her...

    Ein Maler (der das da schon jahrzehnte macht)... sagte mir das es kein Problem wäre, auch wenn ich Farben drüber machen will. Ich vermute aber das die es mit der Kräfte der Farbtöne nicht so genau nehmen. Vor allem wollte ich auch ne Wohnzimmerwand im kräftigen "dunkelrot" streichen.... lassen. Ich will mich dann nicht mit einem rot oder sogar hellrot zufriedengeben, wegen dem Kalk.

    Wie ist eigentlich der Preisunterschied von den Materialkosten her ?
    Kalkgrundierung (1x vorstreichen) im Vergleich zur normalen Grundierung (Haftgrund und Silikatgrund)

    A ja,.. und nochmal wegen dem Muster. Reicht es wenn ich dem eine Schablone kaufe oder wie macht man normalerweise diese Muster ? Das Problem ist, solche Muster und Schablonen gibt es da nicht zu kaufen.

    Ach und noch ne Schätzfrage an die Profis... was meint ihr für wieviel der Maler das da streichen würde ? (reine Arbeitskosten, Material kauf ich).. 1.Etage + Dachgeschoß... Wohnfläche vielleicht 120qm.
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  11. #9

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    Frag mal nach wo die Jungs auf dem Balkan ihren Kalk herbekommen! Vielleicht hat ja der nächste Landwirt im Hof noch eine eigene Kalkgrube mit Sumpfkalk. Preiswerter wirst du es nirgends bekommen,zumal du mit 20-30 Litern unheimlich weit kommst.
    Schablonen schneid ich mir selber mit einem Skalpell aus Pappe. In zweifacher Ausführung,eine für die Fläche,die andere zum knicken für die Ecken.Leichte Unregelmäßigkeiten nimm ich dabei in Kauf,man kann da ruhig sehen das es sich um eine Handarbeit handelt.Wem es nicht gefällt der soll sich eine Tapetenbordüre dranpappen! Die Pappe streich ich beidseitig mit Leinölfirnis oder mit Klarlack.Dann hält sie länger und läßt sie sich unterm Schablonieren auch leichter reinigen. Die ausgestanzten aus Folien die es zum kaufen gibt,lassen sich schlecht knicken und bringt man schlecht in die Ecken.
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  12. #10
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    Hah, keine Ahnung... aber wenn das mit den Farben so ist das es die aufhellt und sonst wie beeinflusst....dann lass ich mir das mit Kalk nicht aufschwatzen... und lasse es ihn mit Haftgrund und Silikatgrund machen.

    ...und ich kauf dem eine Schablone als Muster, mit der er eben irgendwie mehrere machen kann.


    und um das mit dem Preis abzukürzen.... er verlangt dafür umgerechnet 210euro (!) ... aber so sind die Preise da eben..gibt wohl auch welche die es günstiger machen würden.
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