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  1. #1

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    dez. Lüftung mit WRG oder ein simples Regel-Air System?

    Hallo,

    wir sanieren zur Zeit unser älteres Haus. Nachdem wir das Haus mit einer WDVS versehen werden, und die Fenster auch "dicht" sind, müssen wir über ein Lüftungssystem nachdenken. Unser Architekt hat uns eine dez. Lüftungsanlage von ******** ans Herz gelegt. Über eine andere Quelle, sowie den Fensterlieferanten, wurde mir das Regel-Air Fensterfalzsystem empfohlen. Da wir Laien sind, und beide Systeme Vor und Nachteile haben, würde ich gerne Eure Meinung dazu hören. Wir sind beide Lärmgeschädigte und hören inzwischen das Gras wachsen... Nur so nebenbei...

    ******** dez. Lüftung:
    Vorteil:
    - Wärmerückgewinnung
    - Effizient
    - Einfache Montage
    Nachteil:
    - Stromkosten nicht gerade gering (ca. 120 Euro bei 800kWh/Jahr)
    - Wartung der Rohre
    - Nicht 100% Schalldicht (Aussenlärm nicht komplett absorbierbar)
    - Optik von aussen und innen

    Regel-Air Fensterfalzlüfter
    Vorteil:
    - Simple Fenster-Montage
    - Kostengünstig
    - 100% Schalldicht
    - Optisch nicht wahrnehmbar, da im Fenster integriert
    - Stromunabhängig
    Nachteil:
    - Wärmerückgewinnung nicht gegeben

    So im Groben scheint Regel-Air im Vorteil zu sein. Ist das auch so??? Auf einer Regel-Air nahen Seite konnte ich das hier finden:
    Kostennutzenvergleich
    Was sagt Ihr dazu???

    P.S: Über den Architekten kam die Info, die wiederum von ******** kam, Regel-Air wäre der letzte Sch**ss... Was soll ich nur davon halten!?

    MfG
    Dam72
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  2. dez. Lüftung mit WRG oder ein simples Regel-Air System?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von Olaf (†)
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    Ich zitiere...

    mal frei den Passivhaus-Papst auf unserem letzten Kongress: "Die Fensterbauer sollten aufhören, in ihre gut wärmedämmenden und dichten Fenster freiwillig wieder Löcher reinzumachen".
    Ich halte von den Dingern nix, was mich z.B. ganz massiv stört: Auswirkung des Einbaus auf den Uw-Wert? Völlig unbekannt. Misst und lässt auch keiner prüfen - ein Schelm der dabei Arges denkt.

    Und warum überhaupt (außer um ev. Wärme rückzugewinnen)? Habt Ihr das Häusel auf Passivhausstandard gebracht, dass die Mindestluftwechselrate unterschritten wird?

    Wir haben einmal so ne Sanierung als AN begleitet - frag nicht wie lange da gebastelt wurde, ehe der BDT bestanden war.

    Also entweder richtig mit Lüftungsanlage oder gar nicht - jedenfalls nicht als Notwendigkeit.

    Sag ich.
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von dam72 Beitrag anzeigen
    [1].. dez. Lüftungsanlage von ..
    [2].. Kostennutzenvergleich..
    zu 1.
    wurde 100mal diskutiert .. und wenn dem architekten nicht mehr dazu einfällt ..
    zu 2.
    den fälscht du dir am besten selber, so wie du das ergebnis haben möchtest
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  5. #4
    Themenstarter

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    @mls,olaf,crax: danke für eure Antworten. Um ehrlich zu sein, bringen die mich nicht wirklich weiter. Ich habe vieles hier im Forum gelesen, über dez. und zent. Lüfungsanlagen, aber überzeugt bin ich nicht wirklich. Als erstes haben wir kein Passivhaus, zumindest weiss ich davon nichts. Wir sanieren ein altes Haus aus 30ern sinnvoll, damit wir unsere Nebenkosten in Zukunft einigermassen kontrolliert halten. Was mich an dieser ganzen Thematik stört ist, dass wie crax geschrieben hat, nirgendwo eine plausible Wirtschaftlichkeitsgegenüverstellung zu finden ist. Im Gegenteil, es wird immer nur auf den Gegenüber bzw. Konkurrenz gelästert und diese schlechtgemacht! Warum? Ist klar, jeder will sein Geschäft machen. Ehrlich gesagt werde ich misstrauisch, wenn ich mitbekomme, dass das Angebot der dez. Lüftungsanlage von einem Spezl unseres Architekten ist, und dieser über das Fensterfalzsystem lästert, is ja auch klar.... Mir geht es um die beste Lösung für uns, und nicht um beste Lösung allgemein. Denn jeder hat andere Kriterien, die ihm wichtig sind. Wir haben nun mal ein Problem mit dem surren des Lüfters. Die richtigen Argumente in Bezug auf Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit, können auch das Surr-Problem überstimmen.
    Der Architekt, meinte nur, dass Regel-Air zwar die Mindestluftwechselrate nach EneV erfüllt, aber wir im "Prinzip" nach aussen Heizen, und dadurch höhere Kosten auf längere Sicht haben, was ja aber angeblich nicht stimmt, da er den höheren Invest und die Stromkosten nicht berücksichtigt. Wenn ich aber nun die Investkosten, Betriebskosten etc. über ein 10-15 Jahre vergleiche, zumindest mit den Parametern (Kostenaufbau,Wartung,Heizparameter I-Net etc) die mir zur Verfügung stehen, haut das mit der dez. Lüftung nicht hin!!! Ich kann hier die Suche betätigen, aber finde nix passendes. Ich würde mir wünschen, dass mich wirklich jemand mal von der dez. Lüftung komplett überzeugt!

    Hat jemand von Euch Regel-Air im Einsatz bzw. kennt jemanden der es im Einsatz hat??? Ich wäre für jeglichen Feedback, positiv wie negativ dankbar!!!
    MfG
    Dam72
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von dam72 Beitrag anzeigen
    .. überzeugt bin ich nicht wirklich.. Ich würde mir wünschen, dass mich wirklich jemand mal von der dez. Lüftung komplett überzeugt! ..
    welch hehres ansinnen.
    da wird sich bestimmt jemand völlig neue und noch nie genannte argumente einfallen
    lassen .. argumente, die die welt noch nicht kennt
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  7. #6
    Themenstarter

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    @crax und mls: Naja, wenn die Hütte luftdicht ist, dann leuchtet auch mir ein, dass es sinnvoll wäre entweder täglich 8 mal stosszulüften, oder zumindest ein Lüftungssystem zu nutzen, die meine Trägheit bzgl. der Lüfterei entgegen käme. Schlechte Luft bzw. Schimmelbildungsförderung möchte ich auch nicht begünstigen. Ich weiss, man muss garnix, schon garnicht was Geld kostet. Daher dachte ich auch an eine minimalsierte Lösung ala Regel-Air. Frische Luft strömt nach, verbrauchte entweicht, macht kein krach und ich habe das was ich wollte. Ok - ein Nachteil, es geht Energie flöten, aber betrachtet man alles aus einem Gesamtkontext, ist es summasumarum ein guter Kompromis, mit dem ich langfristig leben kann. Das Optimale gibts nicht, sage ich mir. Würde ich das "effizientere" dez. Lüftungssystem mit WRG nehmen, würde ich ständig auf das Lüftergeräusch achten, und mit der Zeit würde es mich wahnsinning machen, und dann die höhere Anschaffung, Stromkoste etc...

    Es geht mir nicht darum bei der Sanierung zu knausern, sondern sinnvolle Invests zu tätigen, die sich auf längere Frist bezahlt machen, darüber nachzudenken was ich da mache, und nicht blind dem Architekten zu gehorchen. Wie gesagt, ich habe nichts gegen die dez. Lüftung mit WRG, aber sie überzeugt mich nicht im Gesamtkontext/wirtschaftlichkeit. Und wenn jemand hier klar belegen kann, das Fensterfalz gegenüber der dez Lüftung mit WRG keinen Sinn macht, will ich das gerne glauben. Solch einen Vergleich konnte ich bisher nirgends hier entdecken... Daher meine Hoffnung, hier sind viele Kompetente Leute unterwegs!
    LG
    dam72
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  8. #7
    Avatar von OldBo
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    Tja, was soll man machen. Wenn man schon Vorbehalte hat, dann soll man es lassen. Ob das richtig gelüftet wird, wird man sehen. Hier noch einmal der Vergleich der Lüftungssysteme und einiges über die Raumlufttechnik.

    Gruß

    Bruno
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  9. #8
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von dam72 Beitrag anzeigen
    .. Das Optimale gibts nicht ..
    so jung und so fatalistisch?
    dann kannst du dir auch ne dez. la/wrg kaufen. is doch egal
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  10. #9
    Avatar von Shai Hulud
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    Zitat Zitat von dam72 Beitrag anzeigen
    ******** dez. Lüftung:
    ...
    Nachteil:
    - Stromkosten nicht gerade gering (ca. 120 Euro bei 800kWh/Jahr)
    Bei den Stromkosten bitte berücksichtigen, daß die Lüfter sich innerhalb der Wärmeschutzhülle befinden. Du bist Ing., also kannst du dir die Auswirkungen auf deine Wirtschaftlichkeitsrechnung selbst überlegen.

    So einen Vergleich der Wirtschaftlichkeit kann man machen, wenn man sonst nix anderes Sinnvolles zu tun hat.

    Infos auf den Seiten der Anbieter würde ich immer mit Vorsicht genießen.

    Der ******** gewinnt Feuchte zurück, ein Lüfter mit Kreuzstromwärmetauscher nicht. Altbau ist meistens feucht, also würde ich eher auf Feuchterückgewinnung verzichten wollen.
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  11. #10
    Avatar von Olaf (†)
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    Dich...

    zu irgendwas zu überzeugen dürfte schwierig werden, denn eigentlich läuft Dein Anliegen darauf hinaus, die Fragestellung anders zu formulieren: "Ich habe eine Meinung, bitte bestätigt mir, dass ich recht habe".

    Ich fass mal zusammen:
    Weil Du in einem Altbau Fassade und Fenster saniert hast musst Du nicht zwangsläufig über eine Lüftung nachdenken.
    Nachdenken solltest Du nur, wenn Du zusätzlich beim Lüften Wärme rückgeminnen willst.
    Damit ist auch ein Wirtschaftlichkeitsvergleich ein bisschen sinnfrei
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  12. #11
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    zu irgendwas zu überzeugen dürfte schwierig werden, denn eigentlich läuft Dein Anliegen darauf hinaus, die Fragestellung anders zu formulieren: "Ich habe eine Meinung, bitte bestätigt mir, dass ich recht habe".

    Ich fass mal zusammen:
    Weil Du in einem Altbau Fassade und Fenster saniert hast musst Du nicht zwangsläufig über eine Lüftung nachdenken.
    Nachdenken solltest Du nur, wenn Du zusätzlich beim Lüften Wärme rückgeminnen willst.
    Damit ist auch ein Wirtschaftlichkeitsvergleich ein bisschen sinnfrei
    @Olaf, ich gebe dir bedingt recht! Ich habe auch eine Meinung, dennoch lasse mich gerne überzeugen, das ich komplett voreingenommen wäre, wäre übertrieben, da ich in der Findungsphase bin habe ich höchstens einen Favoriten, da mich der Konkurrent nicht überzeugt. Mir gings zuerst garnicht darum was wirtschaftlicher ist, der Architekt hat mich auf diesen Pfad gebracht, da er behauptet das die dez. Lüftung mit WRG wirtschaftlicher wäre, was zu beweisen wäre. Ob ich nun beim Zwangslüften mit dem Fensterfalzlüfter Wärme rückgewinne oder nicht, ist mir ehrlich gesagt wurscht, wenn dagegen der höhere Invest und sonst. Kosten wegfallen. Ich hoffe, ich konnte es ein wenig erklären, was ich meine. Ich werde nochmal benchmarken...

    @Shai Hulud: wenn sich der Lüfter im warmen befindet, ändert das die Leistungsaufnahme!? Wäre mir neu... Habe mich allerdings noch nie mit Strom beschäftigt, ggf. Studium.... zur Ehrenrettung.

    @OldBo: Danke für die links, bin auch schon drüber gestolpert. Alles sehr interessant...
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  13. #12
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    1.
    Zitat Zitat von dam72 Beitrag anzeigen
    .. Invest ..
    willkommen in der gedankenwelt
    der bankster, politiker und manager.
    jau! die bewegen was

    2.
    komisch! zahlreiche schlaumeier wissen, wie untauglich e. la/wrg ist.
    aber keiner von denen hat eine...
    wieviele nutzer zentr./dez. anlagen würden sich davon trennen?
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  14. #13
    Avatar von Shai Hulud
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    Zitat Zitat von dam72 Beitrag anzeigen
    wenn sich der Lüfter im warmen befindet, ändert das die Leistungsaufnahme!? Wäre mir neu...
    Während der Heizperiode (etwa die Hälfte der Zeit) wärmt der verbrauchte Strom das Haus. Dann sind in der Wirtschaftlichkeitsrechnung nur die Differenzkosten zwischen Stromdirektheizung durch die Lüfter und eurer möglicherweise preiswerteren Raumheizung anzusetzen.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter

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    @mls: bitte mich nicht im gleichen Atemzug wie bankster,politiker etc erwähnen. Das wäre ne Beleidigung... Nur weil ich von Invest rede, bin ich noch lange keiner von denen...

    Bin doch nur auf der Suche nach einer Entscheidungshilfe...

    @Shai Hulud: Wenn du im Winter die verbrauchte Stromenergie (Wärme) positiv der Raumheizung dazu zählst, musst es aber fairerweiser im Sommer wiederum den Mehraufwand zum Kühlen berücksichten.
    In einem anderen Thread habe ich gesehen, dass du auch von ******** Geräte im Einsatz hast. Was mich interessieren würde, ist die "reale" Stromaufnahme/verbrauch und die subjektive Wahrnehmung der Flüsterlüfter (was ein dämlicher Name.. sorry) Lautstärke...:Roll
    Danke für Euren feedback!
    Dam72
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  17. #15
    Avatar von Shai Hulud
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    Zitat Zitat von dam72 Beitrag anzeigen
    Wenn du im Winter die verbrauchte Stromenergie (Wärme) positiv der Raumheizung dazu zählst, musst es aber fairerweiser im Sommer wiederum den Mehraufwand zum Kühlen berücksichten.
    Wie kühlst du denn? Mehr Bier?

    Erste Praxisinfos gibt es frühestens zwei Monaten auf diesem Sender.
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