Seite 1 von 4 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 50
  1. #1

    Registriert seit
    05.2007
    Ort
    Hessen
    Beruf
    IT
    Beiträge
    26

    Gekappte Pfette senkt sich

    Sehr geehrte Bauexperten,

    bei einer Renovierung eines Hauses BJ 1963 wurde unter anderem eine Pfette im Dachstuhl gekappt. Sprich es wurde ein Stück (ca. 1,20m) herausgeschnitten. Grund war, dass diese Pfette direkt über der Treppe zum Dachboden war, man musste quasi drunterdurch"krabbeln" um auf den Dachboden zu kommen.

    Die Pfette liegt an einer Seite wo die Kappung durchgeführt wurde auf einer Innenmauer auf. Auf der anderen Seite der Kappung steht die Pfette ca. 2m über. Also die Auflage auf einer Innenmauer kommt 2m nach der Kappstelle. Hier steht die Pfette also wie ein Krakarm über.

    Damit sie sich da nicht absenkt wurde ein Balken im rechten Winkel dazu angebracht, der die Pfette abfangen soll.

    Nun, 1,5 Jahre nach diesem Eingriff senkt sich die Pfette doch. Im Gaubenbereich wo die Stelle ist taucht ein langer Riss im Putz auf. Die Tür die den Dachaufgang verschließt hat sich im Rahmen verzogen.

    Begleitet wurde der Eingriff vom Dachdeckerunternehmen und einem Bauingenieur (der aber hauptsächlich die energetische Sanierung betreut hat, die Pfette war nur ein kleines Nebenthema). Schriftlich habe ich vom Ingenieur nix, vom Dachdecker die Rechnung in der die Kappung erwähnt ist. Personal waren ich, der BauIng. und ein Vorarbeiter bei einem gemeinsamen Gespräch wo die Pfettenkappung besprochen wurde.

    Meine Frage. Habe ich damit eine Handhabe auf eine Beseitigung des Mangels so zu bestehen, dass das Aussicht auf Erfolg hat? Was wären die Konsequenzen, wenn der Dachdecker den Mangel nicht einsieht? Gutachter? Wo finde ich so jemanden?

    Für ein paar Tipps bin ich dankbar.

    Viele Grüße, der Renovator
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Gekappte Pfette senkt sich

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Avatar von Anfauglir
    Registriert seit
    02.2009
    Ort
    Ruppendorf
    Beruf
    Physikstudent
    Beiträge
    903
    !!!!!

    Es geht zwar aus der Beschreibung nicht eindeutig hervor, aber zum einen wird hier wohl aus einem Mehrfeldträger ein Einfeldträger geworden sein. Bei 1,2m Kapplänge hängt evtl. auch ein Sparren in der Luft/ an den Dachlatten.
    Eigentlich will ichs gar nicht sehen, aber wie ist denn die Pfette abgefangen (Foto)? Worauf steht die nachträglich eingezogene Stütze?

    Ich weis schon, der Zimmermann hat einen höheren Stundensatz als der Dachdecker, aber hier hätte es sich gelohnt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Themenstarter

    Registriert seit
    05.2007
    Ort
    Hessen
    Beruf
    IT
    Beiträge
    26
    Mal sehen, ob mir das mit den Fotos geling.

    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Themenstarter

    Registriert seit
    05.2007
    Ort
    Hessen
    Beruf
    IT
    Beiträge
    26
    Zitat Zitat von Anfauglir Beitrag anzeigen
    !!!!!

    Es geht zwar aus der Beschreibung nicht eindeutig hervor, aber zum einen wird hier wohl aus einem Mehrfeldträger ein Einfeldträger geworden sein. Bei 1,2m Kapplänge hängt evtl. auch ein Sparren in der Luft/ an den Dachlatten.
    Eigentlich will ichs gar nicht sehen, aber wie ist denn die Pfette abgefangen (Foto)? Worauf steht die nachträglich eingezogene Stütze?

    Ich weis schon, der Zimmermann hat einen höheren Stundensatz als der Dachdecker, aber hier hätte es sich gelohnt.
    Hallo,

    eine Stütze wurde nicht eingezogen. Sondern der im Foto ersichtliche neue Balken zum "abfangen" hingelegt. An den ist die überhängende Pfette dranbefestigt. Die Pfette hängt also an dem neuen Balken - nach unten ziehend - dran.

    Der Dachdecker, der das komplette Dach gedämmt und neu eingedeckt hat sagte, er mache das mit. Das ein Zimmermann besser geeignet wäre war mir unbekannt. Auch die Kostenfrage stand dabei nicht im Raum.

    Verzogen hat sich der im Bild zu sehende Türrahmen. Die Tür kann nicht mehr geschlossen werden. Und außen rechts vor der Tür, wo die Gaube ist, hat sich ein Riss im Putz gebildet.

    Danke,

    der Renovator
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    03.2004
    Ort
    Franken
    Beruf
    Kabelaffe
    Benutzertitelzusatz
    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    Beiträge
    23,214
    Wo liegt denn der "abfangende" Balken auf?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Themenstarter

    Registriert seit
    05.2007
    Ort
    Hessen
    Beruf
    IT
    Beiträge
    26
    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Wo liegt denn der "abfangende" Balken auf?
    Der liegt in der Gaube - NICHT - auf, sondern nur im nach Vorne aus dem Foto rauskommenden Teil auf dem Dachbodenfussboden. Er ist jedoch seitlich an den Dachsparren befestigt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    Themenstarter

    Registriert seit
    05.2007
    Ort
    Hessen
    Beruf
    IT
    Beiträge
    26


    Der BauIng und der Dachdecker haben da irgendwas von "stabilem Dreieck" oder so ähnlich gesprochen. Mir als Laien erscheint das - vor allem jetzt wo sich etwas senkt - doch eher nicht wirklich optimal gelöst.

    Was kann man da jetzt tun?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    Bauexpertenforum Avatar von mls
    Registriert seit
    10.2002
    Ort
    obb, d, oö
    Beruf
    twp, bp
    Beiträge
    13,790
    ich dachte, in hessen wird alles geprüft, oder zumindest muss ein verantwortlicher twp
    unterschreiben?

    verdeckt der spruch vom "stabilen dreieck" das nichtvorhandensein einer ordentlichen
    bestandsaufnahme, einer statischen berechnung und von ausführungsplänen?

    früher oder später wird´s zeit ..
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    Avatar von Meister_Hans
    Registriert seit
    01.2007
    Ort
    Ansbach/Mfr.
    Beruf
    Zimmermeister
    Beiträge
    252

    Na,

    ich hab grade die Bilder angesehen... Da wurde die Pfette abgesägt, die Last, die eigentlich die Pfette zu tragen hätte wurde in den Sparren eingeleitet (zumindest zum Teil), der dafür nicht vorgesehen ist und der Rest der Last hängt als Auflast an der Kehlbalkenlage...

    Wo hier ein "stabiles Dreieck" herkommen soll ist mir schleierhaft... Das Ganze trägt sich ja noch nicht mal selbst ohne Verformungen...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Avatar von Anfauglir
    Registriert seit
    02.2009
    Ort
    Ruppendorf
    Beruf
    Physikstudent
    Beiträge
    903
    Das sieht auf den ersten Blick gar nicht so schlimm aus wie ich erwartet hatte.

    Möglich wäre folgendes: Wenn der Überzug nur an dem Bolzen hängt (sich also kein Dübel besonderer Bauart in der Fuge befindet), hat er sich evtl. etwas abgesenkt und drückt jetzt auf den hölzernen Türsturz.
    Die verwendeten Unterlegscheiben sind jedenfalls schonmal nicht nach DIN 1052, auch die seitliche Lasteintragung in den Sparren ist nicht gerade günstig.

    Mit Lösungsvorschlägen will ich mich mal bedeckt halten. Die Fotos sind zwar gut, aber es ist einfach zuviel Verkleidung da, auch muss man sich vor Ort einen Gesamtüberblick verschaffen um so etwas richtig beurteilen zu können.

    Ich empfehle dir, in den nächsten Wochen einen Ortstermin mit einem Fachmann zu machen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    Avatar von Anfauglir
    Registriert seit
    02.2009
    Ort
    Ruppendorf
    Beruf
    Physikstudent
    Beiträge
    903
    Hallo Meister Hans,
    so wie ich es verstanden habe, liegt der Überzug im Raum auf einer tragenden Wand, macht also vieleicht "eine Wippe"...
    Da müsste dann etwas Luft unter dem hinteren Ende sein, ist aber eben alles geraten.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12
    Themenstarter

    Registriert seit
    05.2007
    Ort
    Hessen
    Beruf
    IT
    Beiträge
    26
    Zitat Zitat von Anfauglir Beitrag anzeigen
    Ich empfehle dir, in den nächsten Wochen einen Ortstermin mit einem Fachmann zu machen.
    Danke für die Hinweise. Wer (welche Branche/Organisation/Stelle) wäre ein "Fachmann" dafür? Ich bin in Osthessen angesiedelt.

    Lustigerweise dachte ich ja, dass ich mit einem BauIng und einem Dachdeckermeister schon zwei "Fachmänner" dabei hatte als die Pfettenkappung besprochen und dann durchgeführt wurde.

    Danke,

    Renovator
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13
    Themenstarter

    Registriert seit
    05.2007
    Ort
    Hessen
    Beruf
    IT
    Beiträge
    26
    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    ich dachte, in hessen wird alles geprüft, oder zumindest muss ein verantwortlicher twp
    unterschreiben?

    verdeckt der spruch vom "stabilen dreieck" das nichtvorhandensein einer ordentlichen
    bestandsaufnahme, einer statischen berechnung und von ausführungsplänen?

    früher oder später wird´s zeit ..
    Was ist ein "twp"?

    Schriftlich habe ich weder vom BauIng, noch vom Dachdecker etwas "planendes" bekommen. Der BauIng hat seine 500,- € für die Betreuung des KfW CO2 Modernisierungsprogramms erhalten. Der Dachdecker hat für ca. 20.000,- € das Dach gedämmt und neu eingedeckt.

    Danke,

    Renovator
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14
    Avatar von Anfauglir
    Registriert seit
    02.2009
    Ort
    Ruppendorf
    Beruf
    Physikstudent
    Beiträge
    903
    Es ist ja noch nicht 100% klar, das die Senkung von den Dacharbeiten herrührt, wird aber sicher darauf hinauslaufen.
    Bei einem Mangel hat der Dachdecker ein Recht darauf nötige Nachbesserungen selbst auszuführen. Es wäre nicht sinnvoll, hier die Fronten unnötig zu verhärten.
    Auch der Ingenieur sitzt meiner Meinung nach mit im Boot. Er hat es mit geplant, ob es nun seine Aufgabe war oder nicht.
    Ich würde mit dem Dachdecker reden, von ihm vorgeschlagene Lösungen natürlich prüfen lassen.

    Ein geeigneter, unabhäniger Fachmann wäre ein öbuv Sachverständiger (z.B. über die örtliche Handwerkskammer zu bekommen). Der wird dann auch die Statik sehen wollen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15
    Avatar von Anfauglir
    Registriert seit
    02.2009
    Ort
    Ruppendorf
    Beruf
    Physikstudent
    Beiträge
    903
    twp= total wichtige Person/ Tragwerksplaner
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen