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Heizlast 2 Berechnungen, welche ist richtig?

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  1. #1
    Avatar von skydiver75
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    Heizlast 2 Berechnungen, welche ist richtig?

    Hallo,

    wir hatten uns im Rahmen des Hausbaus von der Sanitärfirma die Heizlastberechnung nach DIN 12831 zu kommen lassen. Kürzlich habe ich beim Bauträger aus nach der Berechnung der Fußbodenheizung gefragt und habe in diesem Zusammenhang nochmals die Heizlastberechnung erhalten. Vergleiche ich beide, unterscheiden sie sich in der Heizlast :

    Heizungsbauer: Normgebäudeheizlast: 7,256 kW
    Bauträger: Normgebäudeheizlast: 5,174 kW

    Zugegeben ich kenne mich da nicht sonderlich aus, aber der Unterschied kommt meines Ertrachtens nach aus den verwendeten Raumtemperaturen und den daraus resultierenden "Einzelheizlasten": Im folgenden die vom Heiz und Bauträger verwendeten Temperaturen:

    Heizungsbauer: / Bauträger:
    EG:
    WC (Gäste) 21°C / 20°C
    HAR 15°C / 15°C
    Abstellraum 20°C / 20°C
    Wohnen 21°C / 20°C
    Küche 21°C / 20°C
    Diele 21°C/ 20 °C

    DG:
    Badezimmer 24°C / 24°C
    Kind 2 21°C / 20°C
    Kind 1 21°C / 20°C
    Eltern 21°C / 20°C
    Flur 15°C / 20°C

    Sind beide Rechnungen vertretbar, wohl kaum, oder? Der Verlegeabstand der Rohre der FBH sind beim Heizungsbauer 10 cm, beim Bauträger 20 cm. Der Hintergrund der ganzen Sache ist, dass ich abklären wollte in wieweit die ursprünglich vorhandenen 20 cm Verlegeabstand der Rohre die Leistung überhaupt erbringen können. Nun stehe ich da und sehe, dass zwar beide mit der gleichen Software gerechnet haben, sich die Normgebäudeheizlast aber um fast 30% unterscheidet.....

    Exemplarisch: EG:
    Bauträger: 20 cm VA, Länge, 430 m, Vorlauf 40, Rücklauf 30,3°C

    Heizungsbauer: 10 cm VA, Länge Länge 708 m, Vorlauf 35, Rücklauf 30°C

    Hat einer einen Fehler gemacht? Wenn ja wer?
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  2. Heizlast 2 Berechnungen, welche ist richtig?

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  3. #2

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    Vielleicht wurde nicht nur mit unterschiedlichen Temperaturen, sondern auch mit unterschiedlichem Luftwechsel gerechnet. Dann noch ein paar Abweichungen bei den U-Werten und schon isses passiert.

    Wobei für die 40% Abweichungen schon einiges an Faktoren zusammenkommen muss.

    Was die Dimensionierung der FBH betrifft, so würde ich auf jeden Fall die 35/30 Variante nehmen.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3

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    und die Raumtemperaturen würde ich an beide gemäß Deinen Wünschen vorgeben!

    Heizungsbauer nimmt auch für Schlafzimmer 21°, da reichen 20° locker, auch 19° sind noch ok.
    Dafür nimmt der Bauträger für's Wohnzimmer nur 20°, finde ich persönlich zum gemütlich rumsitzen zu kalt.
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  5. #4

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    Die Raumtemperaturen müssen mit dem Bauherren abgestimmt werden. 20° wären "normal", im Flur 15 °C, im Bad 24 °C. (Bei einem offenen Grundriss kann man die 15 °C sowieso knicken)
    Richtige Aussentemperatur genommen?

    Die FBH ist davon erst mal unabhängig, wobei die Dimensionierung des Heizungsbauers sicher die sinnvollere ist.
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  6. #5

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    ok, die anderen waren schneller
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  7. #6
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    Avatar von skydiver75
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    Also die Hütte steht und wir haben das System mit 10 cm VA genommen.

    Habe nochmals nachgeschaut: Der Wärmeverlustkoeff. beim Heizi beträgt 133,6 W/mK beim Bauträger 91 W/mK, also ein Unterschied von über 30%. die Luftwechselrate ist gleich.

    Letztendlich ist die Hütte über den Winter warm geworden, die Kosten sind ebenfalls überschaubar, obwohl WP (8kW) noch optimiert werden kann. Finde es halt nur sehr sehr merkwürdig, dass sich die Heizlast um 30 % unterscheidet. Wollte man da evtl. seitens des Bauträgers was schön rechnen? Keine Ahnung....
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  8. #7

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    Na gut, gerade bei WP sollte man nicht zu knapp rechnen.
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  9. #8
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    Avatar von skydiver75
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    Man kann also nicht pauschal sagen, dass da jemand "falsch" gerechnet hat und das 30% Abweichung nicht ungewöhnlich sind?

    Hat dieser Unterschied denn Konsiquenzen? Ist die WP evtl. überdimensioniert, oder was auch immer?
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  11. #9
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    Wenn du definieren kannst wo *NormalNull* liegt, dann kannste auch sagen ob die Anlage entweder beim einen zu klein oder beim anderen etwas zu fett ausgelegt werden würde.
    Ohne die Berechnung *im Detail* durchzugehen kann nichts dazu gesagt werden ... Kaffeesatzlesen geht so ähnlich.

    In der Praxis holste dir in Aufenthalträumen wie Wohn-/Esszimmer und den Kinderzimmern regelmäßig mit dem Normwert von 20 Grad von der Regierung des Bauvorhabens nen Rüffel.

    Auch die Aussage *in Schlafzimmern* sind mehr als 20 Grad Humbug ist kritsch ...
    Wer sagt das die Zimmer *auf immer und ewig* so genutzt werden wie es heute im Plan steht ?
    Aus nem Elternschlafzimmer kann u.U. ganz schnell mal ein Kinderzimmer werden oder es kann vorkommen das jemand als Pflegefall es dort einfach wärmer braucht als die *Kaltschläfer* heute vermuten ...

    Der deftigste Unterschied ergibt sich bei ner Wärmepumpenanlage aus den Vorgaben der Systemtemperaturen ...

    Gruß
    Achim Kaiser
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  12. #10

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    Zitat Zitat von skydiver75 Beitrag anzeigen
    ...Ist die WP evtl. überdimensioniert, oder was auch immer?
    Ich denke mit der 8kW liegst Du auf der sicheren Seite. Mag sein, daß sie ein kleinwenig zu groß ist, aber das ist noch lange kein Beinbruch.
    Da ich aber nicht weiß, was, wo, und wie installiert wurde, kann man dazu auch nicht viel sagen.

    Versuche die Anlage auf Eure Nutzung hin zu optimieren und freue Dich wenn die Kiste effizient das Haus heizt.

    Gruß
    Ralf
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