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  1. #1

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    Rotes Gesicht Kostenvergleich WW-WP zu LW-WP

    Guten Tag zusammen,

    Ich habe ein altes Haus mit 2 Wohnungen komplett zu sanieren.
    Die zu beheizende Fläche ist 150m².
    Die Heizlast beträgt 45W/m²; der Heizwärmebedarf ist mit 18000 kWh/a berechnet.
    Dazu kommt die Warmwasserbereitung für 7-8 Personen.
    Neue Böden mit Fussbodenheizung.

    Bei der Heizung war ich bis dato auf eine (oder zwei getrennte, wegen einfacherer Abrechnung) LuftWasser-WP eingestellt.
    Leistung ~9-12 kW

    Jetzt gehen die Meinung der Fachleute auseinander:
    Die Kosten für 2 getrennte WP´s sind im Vergleich zur einfachen Abrechnung angeblich zu hoch. ??
    Daher solle es jetzt eine WP mit entsprechenden Wärmemengenzählern werden.
    Die Warmwasserbereitung soll in jeder Wohnung getrennt mittels Wärmetauscher direkt erfolgen.

    Im Zuge der Besichtigung meinte ein Experte, dass der am Grundstück befindliche Brunnen (lt. Vorbesitzer und Nachbarn äußerst ergiebig) und ein neu zu bauender Schluckbrunnen kostenmäßig die sinnvollere Variante sein, da die WP um den eingebauten bzw. externen Verdampfer günstiger sein, aber die Folgekosten um ~40% billiger wären.

    Wie hoch sind die Differenzkosten gegebüber der LW-WP bei der WW-WP Variante, wenn ich von bestehenden Förderbrunnen(~12,5m), neuem Schluckbrunnen (~4m), etwas längeren Nutzwasserleitungen (Förder ~10m; Schluck ~25m) ausgehe.
    Wie sehen die Folgekosten im Vergleich der beiden Varianten aus?

    Danke für die Info aus dem Erfahrungsschatz.

    PS: Meist ist der Förderbrunnen der Kostentreiber, oder??

    Familie P.
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  2. Kostenvergleich WW-WP zu LW-WP

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  3. #2

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    Meist ist die unzureichend gedämmte Hütte der Kostentreiber!
    Scheint mir bei Dir auch so zu sein.

    Was soll das, mit "Warmwasser über WT" (also aus dem Heizkreis)???
    Dann doch lieber separate elektrische Warmwasserbereitung!


    Soll vermietet werden?
    Eine Wohneinheit oder beide?
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  4. #3

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    De Lösung mit 2LWP würde ich nur machen wenn diese preisgünstig sind. Ansonsten wird man die höheren Investitionskosten niemals wieder einspielen.

    GW-WP liefert ganzjährig eine hohe Leistungszahl. Ob die bessere JAZ ausreicht um die Kosten für die Bohrung zu amortisieren, kann man anhand der bisherigen Daten nicht sagen.
    Bitte daran denken, daß die Ergiebigkeit des Brunnens nur 1 Kriterium ist. Eine Wasseranalyse sollte Aufschluß darüber geben, ob auch das Wasser für eine GW-WP geeignet ist.

    Ach ja, wie wurde die Heizlast ermittelt? Welche Systemtemperaturen sind geplant?

    Gruß
    Ralf
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  5. #4

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    Zitat Zitat von FamilieP Beitrag anzeigen
    Ich habe ein altes Haus mit 2 Wohnungen komplett zu sanieren.
    Schlagwort: BAFA-Förderung fällt mir sofort ein.

    Ich kenn die Förderzuschüsse bei der Sanierung von Wohngebäuden nicht - aber beim Neubau bekommt man bei 2 Wohneinheiten eine fast doppelt so hohe Förderung wie bei einer Wohneinheit. Vielleicht gibt's auch bei der Sanierung so was ähnliches?
    Zudem gibt's evtl. auch einen besonders hohen Zuschuss bei besonders hoher Effizienz der WP (bei WW sollte die Effizienz sowieso hoch sein )

    Evtl. selbst mal recherchieren oder mal einen Förderungeberater zu Rate ziehen - da geht's gleich mal um ein paar tausend Euronen Zuschuss


    Nicht unterschätzen sollte man aber auch die Versandungsgefahr eines Brunnens ...
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  6. #5
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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Meist ist die unzureichend gedämmte Hütte der Kostentreiber!
    Scheint mir bei Dir auch so zu sein.
    Die Hütte ist von der Substanz Bj.1870; durch die geplante (und berechnete) Dämmung komm ich überhaupt so weit runter.
    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Was soll das, mit "Warmwasser über WT" (also aus dem Heizkreis)???
    Dann doch lieber separate elektrische Warmwasserbereitung!
    Da eine Solar geplant ist, soll ein Schichtspeicher oder seperater Puffer mit entsprechender hygienischer Warmwasserbereitung je Wohnung ausgeführt werden. Weiters hätt ich dadurch die Möglichkeit mit der Solar Heizungsunterstützung zu fahren.
    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Soll vermietet werden?
    Eine Wohneinheit oder beide?
    Ja, beide ! Das heißt die Kosten werden indirekt auf die Mieter umgewälzt.
    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    GW-WP liefert ganzjährig eine hohe Leistungszahl. Ob die bessere JAZ ausreicht um die Kosten für die Bohrung zu amortisieren, kann man anhand der bisherigen Daten nicht sagen.
    Bitte daran denken, daß die Ergiebigkeit des Brunnens nur 1 Kriterium ist. Eine Wasseranalyse sollte Aufschluß darüber geben, ob auch das Wasser für eine GW-WP geeignet ist.
    Der Förderbrunnen ist vorhanden; der Schluckbrunnen (nicht so tief) sollte nicht das Vermögen kosten.
    Die Wasseruntersuchung steht noch aus; die Idee ist erst am vor 3 Tagen geboren worden.
    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Ach ja, wie wurde die Heizlast ermittelt? Welche Systemtemperaturen sind geplant?
    Bei uns in Österreich ist seit 1.1.2009 für alle Häuser die verkauft werden oder vermieten werden sollen, ein Energieausweis verpflichtend. Daher hat ein Energieberater aufgrund der Bausubstanz den Iststand erfasst, und gemäß den geplanten Sanierungsmassnahmen den neuen Sollzustand (auf die geographische Lage abgestimmt) errechnet. Diese Berechnung ergab eine Heizlast von 37W/m²; ich hab mit 45W/m² also schon Reserve dazu getan, da ich soweit wie möglich monovalent fahren will.
    Als Systemtemperaturen ist für die FBH 35°, fürs Warmwasser 55° geplant.
    Zitat Zitat von acensai Beitrag anzeigen
    Schlagwort: BAFA-Förderung fällt mir sofort ein.
    Bei uns in Ö sind die Förderrichtlinien vom Bundesland abhängig;
    im Konkreten gibt es aufgrund des oben erwähnten Energieausweis und der ganzen anderen therm. Sanierung,Fenstertausch, Verwendung ökologischer Baustoffe,... einen 100% Zinszuschuss zum Kredit der die Höhe der Sanierungkosten betragen kann. Von daher also keine Sorge.
    Zitat Zitat von acensai Beitrag anzeigen
    Nicht unterschätzen sollte man aber auch die Versandungsgefahr eines Brunnens ...
    Der Brunnen ist seit 1870 (erste verfügbare Pläne des Hauses) in Betrieb und war solange es keine Ortwasserleitung gab der stärkste Brunnen weit und breit, selbst wenn andere schon ausgetrocknet waren; wenn er also 140 Jahre lief, hab ich weniger Angst.
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  8. #6

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    Zitat Zitat von FamilieP Beitrag anzeigen
    Bei uns in Österreich ist seit 1.1.2009 für alle Häuser die verkauft werden oder vermieten werden sollen, ein Energieausweis verpflichtend. Daher hat ein Energieberater aufgrund der Bausubstanz den Iststand erfasst, und gemäß den geplanten Sanierungsmassnahmen den neuen Sollzustand (auf die geographische Lage abgestimmt) errechnet. Diese Berechnung ergab eine Heizlast von 37W/m²; ich hab mit 45W/m² also schon Reserve dazu getan, da ich soweit wie möglich monovalent fahren will.
    Als Systemtemperaturen ist für die FBH 35°, fürs Warmwasser 55° geplant.
    Stellt sich nur die Frage, ob die Heizlast nach EN12831 (ÖNORM EN12831) + nationalem Anhang gerechnet wurde, und welche Parameter angesetzt wurden.

    Bei 35°C für Heizung und 55°C für WW (besser vielleicht 50°C) wäre eine WP sicherlich eine interessante Alternative.
    Im Fall einer LWP sollte man die Heizleistungskurve der verschiedenen LWP genauer unter die Lupe nehmen, und anhand der Heizlast und den zu erwartenden klimatischen Bedingungen eine Auswahl treffen.
    Dann die Investitionskosten ermitteln und die zu erwartenden Verbrauchskosten abschätzen.

    Parallel dazu eine GW-WP rechnen und danach die Zahlen mit der LWP vergleichen.

    Ich schätze, daß trotz höherer Investitionskosten der GW-WP diese die Nase vorn haben dürfte. Genaueres kann man aber erst sagen wenn die Zahlen vorliegen.

    Da eine Solar geplant ist, soll ein Schichtspeicher oder seperater Puffer mit entsprechender hygienischer Warmwasserbereitung je Wohnung ausgeführt werden.
    Diese Option würde ich mir sehr gründlich überlegen, denn in vielen Fällen rechnet sich das nicht. Ist Geld übrig, dann kann man auch in Solar investieren.

    Gruß
    Ralf
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  9. #7

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    Genau: Wenn hier eine WP zum Einsatz kommt, ist Solar unsinnig und teuer (zumindest bei normalem Verbrauch - Schwimmbecken wäre Sonderfall...).
    Insbesondere bei vermieteten Einheiten halte ich das für groben Unfug.
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