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Gift im Dachstuhl??

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  1. #1

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    Gift im Dachstuhl??

    Hallo
    ich weiß dass sich das Thema jetzt etwas paranoid anhört...
    Aber wir haben uns ein altes Haus (BJ 1905) gekauft. Vor etwa 25 Jahren wurde das Dach renoviert, da sind jetzt ziemlich grüne Balken. Da wir sowieso Dämmen müssen (offene Treppe aus dem Erdgeschoß u.ä.) wollen wir das Dach auch gleich ausbauen. Wir würden aber natürlich gerne vorher wissen, ob da irgendwelche giftigen Substanzen zur Imprägnierung des Holzes verwendet wurden.

    Weiß irgendjemand, ob wenn ja, das nach 20 Jahren sowieso unererheblich, weil ausgedampft ist oder wo man ein entsprechendes Stück Holz auf Holzschutzmittel untersuchen lassen könnte?
    Und nach was man da suchen müßte?

    Wir wollten schließlich nicht erst umbauen und dann überrascht werden...

    Vielen Dank schon mal!!
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  2. Gift im Dachstuhl??

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  3. #2

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    Grün deutet auf Imprägnierung auf Salzbasis hin. Salzimprägnierungen KÖNNEN nicht ausdünsten!!
    Die sind nur gefährlich, wenn man die Balken als Dauerlutscher verwendet .

    Zu genauen Analyse bleibt aber nur ein Prüflabor.
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  4. #3

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    Stiftung Warentest bietet auch Raumluftanalysen an, vielleicht taugt das was?

    Auf deren HP müsste was zu dem Thema zu finden sein.
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  5. #4

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    hatte vor einigen Jahren, bei einem Kunden, die gleiche Frage, der hat beim Landratsamt (evt. Stadtverwaltung, Rathaus, Gemeinde) angerufen und die haben jemand vorbeigeschickt der sich div. Proben genommen und untersucht hat.


    Gipser
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  6. #5

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    vor 20 Jahren

    war gerade so die Grenze. Danach durften keine PCP- bzw. Lindan-haltigen Holzschutzmittel mehr eingesetzt werden.
    Theoretisch ist es also möglich, dass damals noch sowas verwendet wurde.
    Fragen Sie sich aber vor Analyse einer Materialprobe (mind. 20 g Späne von der Oberfläche) schon mal, was Sie im Fall eines positiven Nachweises tun wollen.
    Wenn die Balken ohnehin luftdicht verkleidet werden, sind die Schadstoffe aus dem Wohnraum ausgesperrt.
    Nein, wenn das Holz mit PCP imprägniert wurde ist zwar was ausgedampft - unerheblich sind die verbliebenen Konzentrationen aber im Inneraum trotzdem nicht.
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  7. #6

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    @Katmat
    PCB und Lindan waren Probleme öliger Holzschutzmittel.
    Ich kenne kein öliges Holzschutzmittel aus der Zeit, das grünliche Balken erzeugt hätte.
    Grün und Rot waren Markierungsfarben für die eigentlich farblosen Salzimprägnierungen.
    Und an Hand des Grüns konnte man auch noch die Einbringart unterscheiden.
    Spritzen/Tauchen/Kesseldruck.

    Aber wie gesagt - letzte Gewissheit gips nur von Anna Lyse
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  8. #7

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    stimmt schon

    mit der grünen Farbe. Leider gab´s aber damals auch die Heimwerker, die sowas nochmal imprägniert haben.
    Die Antwort war aber auch eher als Ergänzung bzw. Richtigstellung der Beiträge mit Raumluftanalyse und Stadtverwaltung zu verstehen.
    Anm: qualifizierte Raumluftproben kann man nicht selber nehmen, sind teurer und bringen bei Schwerflüchtern garnix; die Stadtverwaltung hat mit privaten Immobilien nix zu tun und darf auch niemanden vorbeischicken.
    Und PCP/Lindan waren die einzigen HSM, von denen in dem Fall tatsächlich eine Gefährdung ausgehen könnte.
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  10. #8
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    Erst mal ganz vielen Dank für die Antworten...
    Natürlich haben wir auch schon überlegt, was wir tun wenn da was drin ist...
    Balken verkleiden und vielleicht doch die Schlafzimmerplanung mal überdenken...

    Wir werden auf jeden Fall ein Stück Holz untersuchen lassen (Ein Balken wird sowieso ausgestauscht). Das Umweltlabor hier in Bremen hat auch auf Stiftung Warentest verwiesen.
    Aber ich schlafe durchaus ruhiger, wenn ich davon ausgehe, dass da nur Salz dran/drin ist und ich ein negatives Analyseergebnis bekomme.
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  11. #9
    Themenstarter

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    Ich habe mich jetzt informiert.
    Stiftung Warentest macht das aus eingeschickten Holzproben. Gestet wir auf
    PCP, Lindan und DDT und auf
    neuere Holzschutzmittel, wie Tebuconazol, Propiconazol oder Flufenoxuron
    und weitere problematische Wirkstoffe wie Karbolineum,
    Permethrin und Endosulfan.
    Teilnahmekosten: 87 Euro

    Nur falls noch mal jemand so paranoid ist wie ich
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