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  1. #1

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    Elektroinstallation in Leerrohre oder direkt in die Wand

    Hallo zusammen,

    wir hatten am Freitag noch ein paar Termine bei Elektoinstallationsbetrieben bzgl. unserer E-Installation Neubau EFH. Bei dem einen Elektriker wurde uns gleich gesagt er führe die Installation grundsätzlich nur noch in Leerrohren aus, sei Stand der Technik man könne notfalls noch ein Kabel nachziehen sollte sich noch was an der steuerung ändern usw. naja dachten wir uns klingt ja ned so schlecht. Der zweite Elektro Mensch meinte dann was völlig anderes von wegen Leerrohr verlegung sei totaler Mist kostet nur viel Geld und bringen tuts je nix lieber ein paar Steckdosen mehr installieren und die Leerrohre weglassen, ok bis hierher gings noch aber jetzt kommts er meinte doch tatsächlich wenn man keine Verlegung im Leerrohr sondern direkt das Kabel in die Wand verlegt würde man besser fahren, da man im Leerrohr größere Leitungsquerschnitte benötigt weil die Wand ja im Gegensatz zur direkten Verlegung nicht als Kühlkörper fungieren kann. - Da war dann der Zeitpunkt da wo ich nicht mehr wusste was ich davon halten soll, kanns mir ned vorstellen daß das so wäre aber was sagt ihr denn dazu?

    Gruß
    Markus
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  2. Elektroinstallation in Leerrohre oder direkt in die Wand

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Da haben wohl beide irgendwo recht: Leerrohre sind Komfortabler wenn es geändert werden soll, oder eine Leitung angebohrt wurde. Verlegung von Kommunikationsleitungen grundsätzlich nur im Leerohr!

    Andererseits stimmt es, das gelegentlich ein Querschnitt grösser gewählt werden muss.
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  4. #3

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    Abgesehen davon, daß in einem Leerrohr schon definitionsgemäß nie eine Leitung liegen kann (stattdessen handelt es sich um Installationsrohre, meist in der Form flexibler Isolierrohre), trifft der Einwand mit den gg. erforderlichen höheren Aderquerschnitten durchaus zu!

    Sowas nennt man die Verlegeart.
    Es kommt dabei aber auch noch auf weitere Faktoren an (z.B. Umgebungstemperatur, Material der Wand - in einem Holzhaus werden höhere tendenziell höhere Querschnitte benötigt als in einem Steinhaus, Häufung - das ist, wenn mehrere belastete Leitungen dicht beieinander liegen).
    Ja, es geht soweit, daß z.B. eine an der Decke aufputz verlegte Leitung nur etwas geringer belastet werden darf als die selbe Leitung in der selben Verlegeart an der Wand des selben Raums...

    Die verallgemeinerte Aussage mit "Rohr sei Stand der Technik" ist hingegen Unsinn.

    Richtig ist, daß Fernmeldeleitungen (also Telefon, Antenne, Netzwerk etc.) nach DIN generell auswechselbar zu verlegen sind. Praktisch heißt das (im Wohnungsbau), verrohrt.
    Und das ist auch SEHR sinnvoll.

    Wie hingegen die Energieleitungen verlegt werden, ist einerseit eine Sache traditioneller regionaler Vorlieben und andererseits des Geldbeutels der Bauherrn. Verrohrung ist nämlich meist deutlich teurer.

    Außerdem kann es weitere Probleme geben (da z.B. in modernen Mauerwerken fast nicht mehr horizontal geschlitzt werden darf (aus statischen Gründen).

    Umgekehrt brauchen Mantelleitungen unter dem Estrich vielfach auch Schutzrohre. Und IN Betondecken ebenso.

    Neben der Verrohrung von Einzeladern und der von Mantelleitungen kommt also die direkte Verlegung von Mantelleitungen in Betracht (das ist die heutzutage in Deutschland wohl am meisten verbreitete Methode, während z.B. in Österreich fast alles verrohrt wird). Dritte Variante ist dann die Stegleitung (Achtung: nicht zulässig im Freien, in Feuchträumen und in Badezimmern/Duschräumen).
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  5. #4

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    Also wir Österreicher verlegen eigentlich fast nur mit Einzeladern (YE) in Installtionsrohr.

    Sicherlich ist die Wärmeabfuhr nicht so toll, wie bei NYM direkt in Putz.
    Aber bei einer Absicherung eines Steckdosenstromkreises mit LS B13A, sollte 1.5mm² kein Problem sein.

    Kostenmässig: schwer zu sagen.
    Materialmässig : In unserer Gegend ist wohl Inst-Rohr und Einzelader billiger als Verlegung NYM3x1.5 und NYM5x1.5.
    Arbeitszeitmässig: Verlegung mit Instrohr ist zetlich weit aufwendiger, als direketes verlegen mit NYM (geschätzte doppelte Installationszeit)
    Allerdings wird die Verlegearbeit oftmals nicht vom Fachbetrieb, sondern vom Häuslbauer selbst durchgeführt (natürlich mit BAsprache mit den fachbetrieb).

    Einzeladern haben einen weiteren Vorteil, man kann sich genauestens an sein Farbsystem halten.
    z:b.:
    braun oder schwarz=Aussenleiter
    blau=Neutralleiter
    Gelb/Grün=Schutzleiter
    Violett=Tasterleitungen
    orange=Korrespondierende einer Wechselschaltung
    weiss=Schalterlampendraht


    Bohrt man einen Installationsschlauch mit Einzeladern an, so braucht man die Adern lediglich gegen eine NYM austauschen, und die Sache ist repariert. Bei NYM direkt in Putz, muss man an der betroffenen Stelle aufstemmen.
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  6. #5

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    In unserer gegend wurde/wird auch viel im Rohr installiert.

    Bei einer gut gelegten Decke ist die Rohrinstallation Zeitmässig nicht unbedingt wesentlich langsamer als mit NYM.
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  7. #6

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    Bei einer gut gelegten Decke ist die Rohrinstallation Zeitmässig nicht unbedingt wesentlich langsamer als mit NYM.
    Den Satz verstehe wer will. Aber IN einer Betondecke hat NYM ohne Rohr eh nix verloren.
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  8. #7

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    Zwingt dich auch keiner.

    Sollte soviel bedeuten wie: Wenn Eli gut hat gearbeitet und mitgedacht bei Leerohrverlegung in Betondecke, dann er hinterher viel Zeitsparen bei Installation.

    Von der verlegung von NYM direkt im Ortbeton stand da nichts.
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  9. #8

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    Sollte soviel bedeuten wie: Wenn Eli gut hat gearbeitet und mitgedacht bei Leerohrverlegung in Betondecke, dann er hinterher viel Zeitsparen bei Installation
    Das ich auch verstehen und stimmen tut. Nützen aber alles nix, wenn Bauherrchen oder -frauchen nix wissen was wollen. Will sagen: wenn nix Planung.
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  10. #9

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    Installationsrohr kann ich nur empfehlen!
    Und natürlch Zentraldeckendosen
    Um es mal so auszudrücken:
    Einzeladerverlegung hat durchweg Vorteile, man erspart sich Klemmstellen und bleibt flexibler.
    Der Kostenfaktor ist aber ebenfalls relevant, denn wer mit Installationsrohr arbeitet, der muss auch geeignete Unterputz- und Hohlwanddosen verwenden.
    Wenn nun aber ein Installateur mit diesem billigen geriffelten Geplörre auf 50m-Ring andackelt, dann schick ihn lieber wieder heim!
    Ich habe häufig mit 1/2 und 3/4" Rohren gearbeitet, welche es in zwei unterschiedlichen Stabilitätsgraden gibt - das sind 4m lange Rohre, welche mit Muffen und PVC-Leim verbunden werden. Biegungen realisiert man mittels Biegefeder oder man verwendet vorkonfektionierte Bögen.
    Bitte diese Rohre nicht mit den Rohren für die AP-Montage verwechseln!

    LG,

    Andreas
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  11. #10

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    Link zu diesen Wunderrohren?
    Und was ist an Wellrohren schlecht?
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  12. #11

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    Link zu den Rohren gibt es massig, aber da ist nichts WUNDERbares dran
    Ich bin mal frech und behaupte: Eine Suchmaschine Deiner Wahl mit "PVC PIJP" füttern ... herauskommen wird dabei sowas:

    Nur ein Anbieter

    Nebenher siehst Du dort auch tolle UP-Dosen - die Teile bekommst Du mit nem Hammer kaum kaputt und die haben so dolle Ringe an denen die Geräte befestigt werden können. In Deutschland verwendet man ja noch die Spreizkrallen, in NL sind die verboten - und auch überflüssig.
    Ähnlich wie bei Hohlraumdosen benutzt man halt die beiden Schrauben links und rechts, nur sind die in NL in einen drehbaren Ring geschraubt. Wenn Schalter, Steckdose oder was auch immer fixiert werden, sitzt auch der Drehring fest.

    Die AP-Dosen sind übrigens auch super, die darf man nämlich in NL generell nicht ohne Werkzeug öffnen können und die haben entweder Einführungen mit zwei Kunststoffmembranen oder eben gleich mit Würgenippeln, also abdichtenden und zugentlastenden Leitungseinführungen.

    Das niederländische Erdkabel aber ist der Hit: Da ist der PE als verzinktes Drahtgeflecht zusätzlich um die innerere Isolierung geführt, wenn da mal was reinhaut ist der PE immer der erste der Kontakt bekommt.

    Kabelkanal ist auch so ein Ding, der hat den doppelten Boden um zu verhindern, dass die Leitung an der Schraube oder Niete scheuert.

    Schau es Dir einfach mal an


    MfG,
    Andreas

    Nachtrag, beinahe vergessen: Den Unterschied bemerkt man, wenn man über 30m eine Leitung einzieht, möglichst noch mit vier bis acht Biegungen ... die Ribbel in Kurven sind schon arg schlimm - meine persönliche Meinung!
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  13. #12

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    Davon das ich den Gockel nach Hollandartikel suchen lassen hätte müssen, hast du nicht geschrieben.

    Warum eine UP Dose resistent gegen Hammerschläge sein soll, ist mir noch nicht ganz klar?

    Die gezeigten AP Dosen kommen übrigens garantiert aus DE:

    http://www.wiska.de/deu/98-2,abzweig...rnis-ip66.html

    Auch Hensel und Spelsberg bietet derlei Dosen an.

    Und das Erdkabel kennen wir auch: NYCY.
    http://www.nexans.de/eservice/German.../NYCY.html#top

    Die gezeigten Kanäle gleichen auf den Bildern den unsigren?

    Und zu den Riffeln der Rohre: Alles ansichtsache, schliesslich minimiert sich auch der Reibungswiderstand aufgrund der wesentlich geringeren Auflagefläche der Leitungen auf der Rohrinnenseite. Den Elektriker augfgrund deiner privaten Meinung gleich als Pfuscher hinzustellen halte ich für frech.

    Wenn du mir mit dem Hollandgedöns angedackelt kämst, würde ich dich auch heimschicken.
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  14. #13
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    In Deutschland verwendet man ja noch die Spreizkrallen,
    sagt wer?

    Nicht alles ist schwarz/weiss, es gibt viele Farben auf dieser Welt.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Okay,
    überredet

    In vielen Teilen der BRD werden nach wie vor gerne die Spreizkrallen verwendet.


    Wenn ich hier einen Satz Steckdosen bestelle, werden die herstellerunabhängig immer mit Spreizkrallen ausgeliefert. Daher behaupte ich kackfrech, dass der deutsche Markt immer noch vorzugsweise mit Spreizkrallen arbeitet.

    LG,
    Andreas
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  17. #15

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