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Kosten für Baugrube ermitteln?

Diskutiere Kosten für Baugrube ermitteln? im Forum Tiefbau auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Kosten für Baugrube ermitteln?

    Hallo Zusammen,
    wir stehen vor dem Kauf eines Hanggrundstücks und stehen zur Absicherung des Finanzierungsrahmens vor der Frage, wie hoch die Kosten für die Baugrube ausfallen könnten. Leider ist bislang niemand in der Lage uns wirklich verlässliche Zahlen zu liefern.

    OK, das Grundstück ist auch nicht leicht zu bebauen. Es liegt in mitten eines Baugebiets, das bereits in den 60ern erschlossen wurde. Das Grundstück (oberste Hanglage) ist nicht direkt von der Straße aus begehbar, sondern ist derzeit nur über die Nachbargrundstücke links und rechts davon erreichbar. Zur Sicherung des Hangs befindet sich vor dem Grundstück eine etwa 3,45m hohe Spundwand (Doppel-T Träger und Betonelemente dazwischen), die den Zugang zum Grundstück versperrt.
    Hier müssten zunächst 2 oder 3 Elemente der Spundwand ausgetrennt werden, um überhaupt einen Zugang zu schaffen. Was das kosten könnte, kann schonmal niemand beziffern.
    Ganz zu schweigen von den Kosten für Aushub der Baugrube.

    Das Haus selbst hat eine Grundfläche von ca. 15x10m. Der Boden ist ca. 50cm Mutterboden, danach Schluff (Löß).

    Hat von euch jemand Erfahrung mit der Bebauung von Hanggrundstücken und weiß welcher Aushub bei der angegebenen Hausgrundfläche zu erwarten ist und was das kosten wird?

    1000Dank und Gruß,
    ViperCOM
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  2. Kosten für Baugrube ermitteln?

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  3. #2
    gast3
    Gast
    Zitat Zitat von ViperCOM Beitrag anzeigen
    Hat von euch jemand Erfahrung mit der Bebauung von Hanggrundstücken

    JA

    und weiß welcher Aushub bei der angegebenen Hausgrundfläche zu erwarten ist und was das kosten wird?

    NEIN
    und das wird auch niemand aus der Ferne können ...

    Wie wäre es mit einem kleinen, praktischen Bodengutachten ??


    Gruß

    Helge
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  4. #3
    MoRüBe
    Gast

    in Verbindung mit ...

    Zitat Zitat von thor65 Beitrag anzeigen

    Wie wäre es mit einem kleinen, praktischen Bodengutachten ??
    einem klitzekleinem Nivellement
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  5. #4
    Themenstarter

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    Ein Bodengutachten ist sogar schon erstellt.
    Demnach hat der Hang eine mittlere Neigung von ca. 37%. Unter einer 0,5m mächtigen Mutterbodenschicht steht ein unterschiedlich mächtiges Schluffpaket an, das als pleistozäner Löß zu charakterisieren ist. Im oberen Hangbereit weist der Löß eine Mächtigkeit von 3 bis 4 Meter auf und nimmt talwärts auf mind. 6m zu. Unterhalb dieser Schicht stößt man auf schluffigen Kies, dessen Schicht auf ca. 0,5 bis 1,5m bestimmt werden kann. Darunter findet sich Granit (im oberen Hangbereit zwischen 5 und 7,5m Tiefe, im unteren Bereich zwischen 8 und 9,6m GOK).

    Hilft das weiter?

    thx,
    ViperCOM
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  6. #5
    MoRüBe
    Gast

    Jetzt kommen wir dahin, wo die...

    ... Katze sich in den Schwanz beißt. Nur der Archi und der Statiker wissen, was zu tun ist, bzw. was da rauf kommt. Dementsprechend fallen die Erdarbeiten aus.

    Ich weiß, die Antwort war total hilfreich
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  7. #6
    gast3
    Gast

    kann aber ...

    leider keine andere Anwort geben ...

    wie groß / tief wird deine Baugrube, welche Böschungswinkel, ist Bodenautausch vorgesehen, welche Maßnahmen zur Trockenhaltung, Erschwernis aufgrund der Zugänglichkeit, Entsorgungskosten bei euch usw.usw.usw. ....

    schließe mich MoRüBe an - da muss ich passen (den BG oder Archi mal Fragen)


    Gruß

    Helge
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  8. #7
    Themenstarter

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    OK, ich habe befürchtet, dass ihr das sagen werdet...
    Trotzdem danke schonmal für die Antworten.

    Habt ihr einen Vorschlag für mich, welches die beste Vorgehensweise ist, die Kosten wenigstens auf plus/minus 10000 EUR genau zu bestimmen?
    Oder werden sich die tatsächlichen Kosten erst beim Bau herausstellen?
    -eigentlich ist die Methode "erst sägen, dann messen" nicht wirklich mein Favorit.
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  9. #8
    gast3
    Gast

    Nun ..

    irgendwer wird die Leistungen ja mal ausschreiben. Vielleicht lässt sich derjenige ja zu einer ersten Kostenschätzung hinreißen.

    Ist aber meist schon ein ziemlicher Aufwand (wenn man es vernünftig macht), da die Massenermittlung dann ja schon im Vorfeld erstellt werden muss - und ob das jemand mal "so eben für lau" macht.

    Fragen kostet nichts


    Gruß


    Helge
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  10. #9
    Themenstarter

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    leider ist genau dies das Problem...

    Natürlich wird derjenige, den ich mit dem Bau beauftrage, auch eine Ausschreibung machen, bei der die teilnehmenden Firmen sich verbindlich auf Preise festlegen müssen (zumindest partiell).

    Mein Problem ist nur, dass ich das Grundstück erst dann kaufen möchte, wenn ich weiß, dass die Bebauung auch noch in mein Budget passt.
    Fuck off - der erste Schritt kann also erst erfolgen, wenn ich weiß, was mich der zweite kosten wird. Da es wirklich kein einfaches Grundstück ist, habe ich Bedenken, dass mich die Baunebenkosten, also insbesondere der Aushub, auffressen.
    Hinzu kommen noch so ungeklärte Dinge wie z.B. ob eine Pfahlgründung notwendig wird oder ein Streifenfundament ausreicht. Sofern man im oberen Bereich des Hanges mit der Bodenplatte in den Einflussbereich des Granits kommt kann es sonst zu Setzungsunterschieden kommen. Und wie ich gelernt habe, reden wir hier nicht nur von +5000 EUR, sondern gleich mal +30.000 EUR oder mehr...

    1000Dank,
    ViperCOM

    ViperCOM
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  11. #10
    gast3
    Gast

    Sach mal ..

    wenn du ein Bodengutachten hast, dann verstehe ich DAS nicht

    Zitat Zitat von ViperCOM Beitrag anzeigen
    Hinzu kommen noch so ungeklärte Dinge wie z.B. ob eine Pfahlgründung notwendig wird oder ein Streifenfundament ausreicht. Sofern man im oberen Bereich des Hanges mit der Bodenplatte in den Einflussbereich des Granits kommt kann es sonst zu Setzungsunterschieden kommen.
    Da wird doch wohl was zur Gründung drinn stehen

    Also ich würde meinen Bodengutachter fragen (obwohl, wenn da nichts zur Gründung drin steht - vielleicht doch meinen Opa oder Gemüsehändler ), was er für eine Kostenermittlung will, der sollte zumindest alles was mit Erd- / Tiefbau zu tun hat hinkriegen


    Gruß

    Helge
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  12. #11
    Themenstarter

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    Ja, es steht hierzu auch etwas im Gutachten. Es heißt:
    "Angesichts dieser Baugrundverhältnisse wird die Gründung mittels Streifenfundamenten empfohlen"
    allerdings auch:
    "Auf Grund der zu erwartenden Setzungsunterschiede der Fundamente ist im Vorfeld der Nachweis zu führen, dass die auftretenden Setzungen für das Gebäude unschädlich sind und dass Grundbruchsicherheit gewährleistet ist"
    zudem:
    "Auf einen Nachweis der Grundbruchsicherheit kann verzichtet werden, falls die talwärts gelegenen Streifenfundamente mittels Pfählen auf dem tragfähigen Granit gegründet werden."

    Auf deutsch also: "mal schauen, könnte sein, oder aber auch nicht." ;-)
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  13. #12
    gast3
    Gast

    Frag ..

    deinen Gemüsehändler nach der Kostenschätzung.

    Sorry, aber -

    da bin ich erst mal sprachlos






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  14. #13

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    Ziemlich wesentlich

    wäre da z.B., wie der Granit ansteht. Sehr oft ist es so, dass erstmal Granitgrus kommt. Der ist leicht zu graben und super als Baugrund. Wenn dagegen der Fels abgemeisselt werden muss, sieht das schon ganz anders aus.
    Dann kommen eben Kosten zur Hangsicherung dazu, die auch nicht ohne sind.
    Hilfreich wäre es für Dich, wenn Du mal die Nachbarn am Hang fragst, wie das bei denen gelaufen ist.
    Die Zitate aus dem Baugrundgutachten lassen vermuten, dass das nur eine erste generell Erkundung war und nicht für die Ausschreibung und Ausführung ausreichen wird.
    Ist ja in der Phase der Kaufentscheidung auch verständlich.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    MoRüBe
    Gast

    Nur mal ins unreine Gedacht...

    ... da ist sehr viel Risikopotential in dem Grundstück. Abbruch, Pfahlgründung, Bodenaustausch, hastenichtgesehn. Entweder ist das eine so saugeile Lage a la Schwarzwaldklinik, oder der Preis ist genial (relativiert sich natürlich). oder ich würd ganz einfach die Finger davon lassen.
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  17. #15
    Bauexpertenforum
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    ich seh da eigentlich nur zwei Wege:
    1. entweder vorab Geld für eine (nennen wir es mal) "Machbarkeitsstudie mit Kostenangabe" in die Hand nehmen und dafür einen wirklich versierten Planer nehmen. Dann gibt es eine Chance, einen auf eine zu definierende Schwankungsbreite genauen Kostenrahmen zu finden. 10.000 Euro Schwankungsbreite sind aber evtl. zu wenig. Wenns dann tatsächlich weitergeht sollte der Planer dies bei der Berechnung seines späteren Gesamthonorars berücksichtigen können.
    2. oder die Finger von lassen
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