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  1. #1

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    Frage an die Statiker und Wärmedämmexperten

    Nachdem ich nun durch einen bissl zermürbenden E-Mail-Krieg und Gängen zum Handelsregister etc zu einer Verkaufsmappe gelangt bin, die nun plötzlich wie von Zauberhand da ist und all das enthält, was ich bisher eigentlich gesucht habe, habe ich ein paar Fragen. Mir ist dabei klar, das wahrscheinlich keine exakten Ratschläge gegeben werden können, aber Meinungen wären schon hilfreich.

    Bisher war eine 24 Ytong PPW 2 - 0,35 -Außenwand (Lambda 0,09) ohne Wärmedämmung geplant. Im Prospekt wird deren U-Wert mit 0,34 W/m²K angegeben.
    Nun bin auch auf eine Wand aus 17,5 cm Poroton-Plan T (Lambda 0,18 W/mK) +12 cm WDVS WLG 040 mit einem U-Wert von 0,24 W/m²K gestoßen.
    Zu den Wandstärken vorab: Durch unser schmales Grundstück und Bebauungsgrenzen ist die Hausbreite nur 5,80m (DHH) Innenwand 17,5 Außenwand bisher 24cm. Also 6cm weniger Innenraum könnte ich noch verkraften, mehr wird schmerzhaft. es ist wie es ist.

    Nun sind in den Prospekten einstöckige Häuser mit ausgebautem Dachgeschoss beworben. Wir bauen zweigeschossig + DG

    1. Reicht die 17,5 er Wand statisch auch für 2 Geschosse? (Hausmaße 5,80m x 10m)
    2. Welches Niveau haben die angegebenen u-Werte (Kann die Qualität nicht einschätzen)
    3. Bringt die Senkung des U-Wertes um 0,10 effektiv was? Also naiv gesprochen, lohnt es sich energetisch? (Aufpreise kenne ich leider noch nicht)
    4. Gibt es evtl. eine Übersicht im Netz über aus heutiger Sicht energetisch gute U-Werte für BAuteile wie Fenster, Türen, Wände oder ist das zu bezahlendes Herrschaftswissen?

    Bitte habt Verständnis, das wir über stärkere Wandstärken nicht diskutieren brauchen, denn sonst werden die Abstriche zu groß. (Es sei denn die Vorschläge überzeugen )

    Über antworten würde ich mich freuen. Hämische Kommentare brauche ich allerdings nicht, wir wollen nur langsam mal zu Potte kommen und die bisherige Dampfplauderei des Verkäufers durch klare Fakten beenden.

    Danke
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  2. Frage an die Statiker und Wärmedämmexperten

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    1. Im Prinzip ja, die PPW ist "eher weniger tragfähig"

    2. normale Bandbreite

    3. ja und mit 4. kommt auf die Gesamtbetrachtung an - EnEV Nachweis, wie ist der Rest ausgebildet, Kubatur/Hüllfläche, Heiztechnik, Fensterflächen, Dach, ...
    Ohne Detailkenntnis kann da jede(r) alles behaupten -> wird zu Herrschaftswissen, da man sich dann damit näher beschäftigen muss.
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  4. #3

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    kannst statt WLG 040 ja auch 035 nehmen. Da ist der Preisunterschied nicht riesig und Du verbesserst entweder Deinen U-Wert noch mal, oder bekommst von Deinen 6 cm wieder etwas zurück.
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  5. #4

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Also grundsätzlich sind auch 11,5 cm Mauern zulässig. Man muß nur nachweisen, daß die Tragfähigkeit gegeben ist. Das ist bei lediglich 2 Stockwerken kein Problem.

    Ein WDVS hat eine doppelt so große Dämmwirkung wie der beste Stein bei gleicher Dicke und ist je m³ deutlich billiger als Steine.

    Damit dürfte der Weg vorgezeichnet sein.

    pauline

    PB 4 ist tragfähiger und billiger
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  6. #5

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    Just my 2cents:
    Ich finde 17.5cm KS stabiler. Sieht mehr wie eine Außenwand aus.
    Als Isolation würde ich 15cm WLG035 nehmen. Die Wand würde dann einen U-Wert von 0.21 haben.
    Was bringt ein Unterschied von 0.1W/m²/K?
    Ich würde sagen, ca 10% Unterschied im Jahresheizwärmebedarf.
    Also statt 70kWh/m² dann vielleicht 63kWh/m². Könntest also in die KfW60 Förderung fallen, falls es die noch gibt.

    pauline: Darf man in 11.5cm Wände eigentlich noch Schlitze für die Unterputzleitungen einbringen? Da bleibt nicht mehr viel stehen.
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  7. #6
    Avatar von alex2008
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    U-Wert um 0.1 verbessert gibt in der Fläche rd. 8KWh weniger Heizwärmebedarf pro m².
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von pauline10 Beitrag anzeigen
    .. Damit dürfte der Weg vorgezeichnet sein..
    der weg in den abgrund?
    der weg in den baumurks?
    der weg in unendliche streitereien?

    damit eine 11,5er zum erfolg wird, ist soviel kleingedrucktes und
    scheinbar nebensächliches zu beachten, dass ich, wenn ich die
    vertragskonstellation richtig errate und den ersten satz von marioa
    richtig interpretiere, erhebliche bedenken habe, ob das funktioniert.

    natürlich können menschen fliegen - von der klippe springen und
    mit den armen wackeln reicht.
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  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  10. #8

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    ---Zitat von pauline10---
    .. Damit dürfte der Weg vorgezeichnet sein..
    ---Zitatende---

    der weg in den abgrund?
    der weg in den baumurks?
    der weg in unendliche streitereien?

    damit eine 11,5er zum erfolg wird, ist soviel kleingedrucktes und
    scheinbar nebensächliches zu beachten, dass ich, wenn ich die
    vertragskonstellation richtig errate und den ersten satz von marioa
    richtig interpretiere, erhebliche bedenken habe, ob das funktioniert.

    Gibt es heute keine Maurer mehr, die so etwas mauern können oder gibt es keine Bauleiter mehr, die so etwas überwachen können??


    pauline: Darf man in 11.5cm Wände eigentlich noch Schlitze für die Unterputzleitungen einbringen? Da bleibt nicht mehr viel stehen.

    Die Schlitze sind in Tafel 10 der DIN 1053-1 auf Seite 20 geregelt.

    Waagrechte Schlitze sind nicht zulässig! Aber auch bei 175 mm Wandstärke sind sie nur bis 1,25 m erlaubt. Und immer nur auf einer Wandseite. Bei Langlochziegel sind nach der Fußnote keine(!) Schlitze erlaubt.

    Vertikale Schlitze sind mit 10mm Tiefe und 100mm Breite zulässig. Mit entsprechenden Werkzeugen (Nutfräse) darf auch 20 mm tief gefräst werden.

    Problematisch ist bei PB und geringer Wandstärke der Schallschutz. Besser ist da ein schwerer KS-Stein. Aber für den gelten auch die gleichen Regeln bei Schlitze.

    Ohne Schlitze kann man mit Stegleitung auch die Installation machen. Natürlich nicht unter sondern im Putz. Das ist dann oft eine Frage der Einstellung. Dem Strom ist es gleich.

    pauline
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  11. #9

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Problem könnte es bei einer DHH mit dem Windnachweis nach neuer Norm geben. Man hat festgestellt, daß der Wind viel kräftiger weht.

    Aber bisher ist noch keines der bereits nach alter Norm gebauten Häuser umgefallen.

    pauline
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