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verzinnte Aderenden

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  1. #1

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    verzinnte Aderenden

    Hallo zusammen,
    ist das verzinnen von Aderenden lt. VDE nicht verboten?
    Ich habe letztens in einem schwedischen Möbelhaus ein 3er 12V-Halogenset gekauft bei dem die Aderenden der einzelnen Spots verzinnt waren/sind. Die Aderenden werden werkzeuglos mit dem Trafo verbunden/geklemmt.
    Oder ist es hier erlaubt weil Niedervolt?

    Gruß
    Marcus
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  2. verzinnte Aderenden

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  3. #2

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    Waren die Spitzen verzinnt oder der ganze Klemmbereich?
    Ersteres wäre ok.
    VDE hab' ich grad nicht da, um die genaue Formulierung zu finden.

    Wobei bei Federklemmen das Hauptproblem, nämlich der Kaltfluss relativ egal ist. Das Problem tritt bei Schraubklemmen auf, weil die sich nicht automatisch nachziehen, wenn das Zinn ausweicht.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Ne, das Aderende war/ist im gesamten Klemmbereich verzinnt...

    Ich habs noch so gelernt dass es imho nicht zulässig ist, ist allerdings schon fast 20 Jahre her... ups!
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  5. #4

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    Im NV Bereich ist das Verzinnen kein Problem. Siehe EN60598-1. Müsste im Abschnitt 14 oder 15 stehen.
    Die verzinnten Leiter müssen aber die Wärmeprüfungen bestehen.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Moin,

    gerade mal geschaut, weil ich's bislang auch nur als Zinn = böse kannte.
    5.2.13 bzgl. der inneren Verdrahtung von Leuchten besagt sinngemäß:
    Die Aderenden von Litzenleitern dürfen verzinnt sein (dürfte eher die Verzinnung im Kabelwerk meinen), aber nicht verlötet (= das zusammenbacken der Litzen durch weiteres Zinn).
    Davon wiederum ausgenommen sind Fälle, wo die Kaltfluss-lockerung verhindert ist. ausdrücklich angemerkt sind hier Federklemmen, ausdrücklich ausgeschlossen gegen Lockern gesicherte Schrauben. Letzteres hilft zwar gegen ein rausfallen der Schraube, nicht aber gegen ein ausweisen des Zinns.

    NV soll Niedervolt bedeuten? Im Normtext sehe ich beim überfliegen erstmal keine Einschränkung, da geht's um Leuchten allgemein. Ergäbe IMHO auich keinen Sinn, schließlich sind die Ströme und damit Wärmeverluste an den Klemmstellen bei kleinerer Spannung ja auch entsprechend größer, sodass NV gefährdeter sein sollte, als die 230V-Variante.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Trabi Beitrag anzeigen
    ...., sodass NV gefährdeter sein sollte, als die 230V-Variante.
    Aber NV ist von der Netzspannung "isoliert".

    Interessant ist auch ein Blick auf Bild 28 in der EN60589-1. Dort sieht man, daß die Spitze der Litze verlötet ist, aber nicht über die komplette Länge die geschraubt wird.

    Gruß
    Ralf
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  9. #7

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    Moin,

    das Problem an den Lötstellen ist aber nicht die anliegende Spannung, sondern dass durch den Kaltfluss des Zinns bei nicht selbst nachstellender Klemmung (auf deutsch Schraube) der Übergangswiderstand der Verbindung steigt und sich dann durch den fließenden Strom übermäßig erwärmt bis es irgendwann zu kokeln anfängt. Da ist die Spannung recht egal und ob sie isoliert vom Netz ist oder nicht. Wunderbar schweißen (oder Autos abfackeln) lässt sich auch mit nem 12V-Akku, wenn man ihn (unfreiwillig) kurzschließt. Schränkt wie ich das sehe die Leuchtennorm ja auch gar nicht auf NV ein sondern lässt es allgemein zu.


    > Interessant ist auch ein Blick auf Bild 28 in der EN60589-1.
    > Dort sieht man, daß die Spitze der Litze verlötet ist, aber
    > nicht über die komplette Länge die geschraubt wird.

    Yepp. Schraube ist nicht federbelastet, daher keine wegfließende Lötung drunter zulässig, allerdings als Spleißschutz außerhalb des eigentlichen Klemmbereichs.
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  10. #8

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    Ob Vorschrift oder nicht, man machts halt einfach nicht, daß man Aderenden verzinnt die dann geschraubt oder geklemmt werden. Klemmen geht ja noch, aber schrauben schon gar nicht. Für sowas gibts Aderendhülsen.
    Industriell verzinnte Produkte im NV-Bereich sind meist mit einem härteren Lot verzinnt. Da ist es unproblematischer; ich zwicks aber trotzdem immer ab und mach Aderendhülsen drauf.
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