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  1. #1

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    Wiederverfüllung der Arbeitsräume mit bindigem Boden

    Hallo,

    unsere Baugrube wurde von unseren Rohbauer vertragswidrig mit dem bindigen Boden wieder verfüllt (Rotliegendes). Vereinbart war das Verfüllen mit Recycling Material, weil die Problematik des sehr schlecht versickerungsfähigen Bodens ja bekannt war und wir auch Schichtenwasser zu verzeichnen haben, dessen Höhe deutlich über der Bopdenplatte liegt. Dazu kommt noch, dass der Aushub etwa 10 Monate ungeschützt der Witterung ausgesetzt war.

    Wir hatten bereits einige Setzungen um das Haus zu verzeichnen, stehen jetzt aber vor der Pflasterung der Parkflächen/Terrasse und befürchten, dass wir weitere Setzungen bekommen.

    Nachdem, was ich bisher gelesen habe, ist wohl bindiger Boden nicht zur Wiederverfüllung geeignet, da er sich nicht richtig verdichten lässt. Ist dieser Mangel aber so schwerwiegend, dass er einen Austausch des Bodenmaterials rechtfertigt?
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  2. Wiederverfüllung der Arbeitsräume mit bindigem Boden

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Hallo,
    viel schlimmer wird es auswirkung auf die Abdichtung des keller haben. Aus was sind die bodenplatte und kellerwände?
    MFg.
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  4. #3
    Avatar von alex2008
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    und wie wird mit dem Sickerwasser verfahren?
    Drainage? Wenn ja Wo geht die hin und wie ist die ausgeführt?
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  5. #4
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    Hallo,

    vielen Dank für Eure Fragen!

    Der Keller wurde aufgrund der bekannten Schichtenwasser-Problematik als Weiße Wanne aufgeführt. Wie mir jetzt aber jemand erklärt hat, heißt wasserundurchlässig nicht unbedingt wasserdicht. Über Diffusion könne selbst bei einer Weißen Wanne Wasser in das Haus transportiert werden. Und der bindige Boden führe wohl dazu, dass Wasser länger und höher am Haus anstehen würde.

    Eine Drainage haben wir nicht. Die ist bei uns auf verboten (Anschluss an die Kanalisation) Das Wasser müsste auf dem eigenen Grundstück versickert werden und da beißt sich die Katze ja wieder in den Schwanz.
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  6. #5

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    Das (Diffusion) ist richtig. Kann aber mit entsprechender Abdichtung von außen (KMB) verhindert werden. Ist bei Deiner WW außen noch was drauf gekommen?

    Und zum bindigen Boden: Der ist zwar mies was die Versickerung angeht, das muss für Deinen Fall aber nciht von Nachteil sein. Wenn das mit Recyclingmaterial oder ähnlichem aufgefüllt wird, bildet sich eher ein Wassergraben ums Haus, weil in diesem Bereich dann schnell Wasser versickert, aufgrund des umgebenden bindigen Bodens aber weder seitlich noch nach unten weg kann. Unsere WW steht ständig in ca. 1,4 Wasser.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo,

    nein, wir habe kein Zebra ;-) Die WW ist wirklich weiß.

    Mir geht es auch eher um die zu erwartenden Setzungen, denn bindiger Boden soll ja nicht verdichtungsfähig sein, selbst, wenn korrekt gearbeitet wird.
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  8. #7

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    Wir haben auch kein Zebra, obwohl mit KMB beschichtet! Das sind zwei verschiedene Stiefel.

    Zu Setzungen kann ich nicht viel sagen. Grundsätzlich ist wohl auch bindiger Boden verdichtungsfähig (Stachelwalzen), ob das beim Arbeitsraumverfüllen vernünftig machbar ist => keine Ahnung!
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  9. #8
    gast3
    Gast
    Zitat Zitat von Uwe! Beitrag anzeigen
    Und zum bindigen Boden: Der ist zwar mies was die Versickerung angeht, das muss für Deinen Fall aber nciht von Nachteil sein. Wenn das mit Recyclingmaterial oder ähnlichem aufgefüllt wird, bildet sich eher ein Wassergraben ums Haus, weil in diesem Bereich dann schnell Wasser versickert, aufgrund des umgebenden bindigen Bodens aber weder seitlich noch nach unten weg kann. Unsere WW steht ständig in ca. 1,4 Wasser.
    Gut, dass sehe ich bekanntlich anders.

    Mal von der "Wasserproblematik" abgesehen, steht zu befürchten, dass beim Einbringen von vernässtem bindigen Boden, der somit nicht verdichtungsfähig ist, lang anhaltende Setzungen erfolgen (5 Jahre sind da locker möglich).

    Ob das für dich einen Mangel darstellt weiß ich nicht, ich bin der Auffassung das ist zudem nicht beauftragt und somit raus, aber ..

    je nach Zähigkeit des Tiefbauers kannst du dich dann auf den entsprechenden Rechtsstreit einstellen (er sagt: alles klasse, du bist in der Nachweispflicht - Sachverständiger usw.)
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  10. #9
    Avatar von alex2008
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    Zitat Zitat von docali Beitrag anzeigen
    Mir geht es auch eher um die zu erwartenden Setzungen, denn bindiger Boden soll ja nicht verdichtungsfähig sein, selbst, wenn korrekt gearbeitet wird.
    Wenn korrekt gearbeitet wird ist auch bindiger Boden verdichtungsfähig.
    Dass funktioniert mit dem (leider) üblichen Verfahren:
    1. Lage bis UK Lichtschacht 2x mit dem Rüttler drüberrumpeln
    2. Lage bis OK Lichtschacht und nochmal ein wenig mit dem Rüttler drüberbügeln natürlich nicht.

    Und dass würde auch mit nichtbindigem an sich gut verdichtungsfähigen Material kein ordentliches Ergebnis bringen.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von thor65 Beitrag anzeigen
    Gut, dass sehe ich bekanntlich anders.
    Da Du der Fachmann dafür bist, glaub ich Dir das erst mal :-)
    Die Wassergrabenproblematik kann ich hier aus eigner Erfahrung aber bestätigen. Ob es mit "ordentlich eingebrachten" bindigen Boden wirklich besser ist, war nur eine Vermutung. Ist es also nicht?
    Das hier der Boden falsch gelagert wurde und daher nicht mehr vernünftig eingebracht werden kann, ist was anderes. Ich wollte mehr auf das hinaus, was auch Alex sagt. Grundsätzlich kann man auch bindigen Boden gut verdichten.
    Hier konkret ist es sicher Murks, da hast Du natürlich Recht!
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  12. #11

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    Grundsätzlich kann man auch bindigen Boden gut verdichten.
    die aussage ist Grundsätzlich falsch!
    man kann ihn nicht gut verdichten und grundsätzlich schon garnicht!
    man kann ihn in ausnahmefällen verdichten, jedoch ist davon meistens abzuraten!
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  13. #12

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    jetzt müssen wir uns noch drauf einigen, ob wir

    "grundsätzlich" im Sinne von "vom Grundsatz her", "im Prinzip", "in der Regel" (Ausnahmen sind möglich)

    oder

    "grundsätzlich" im Sinne von "immer", "aus Prinzip" (keine Ausnahmen)

    meinen.

    Je nach dem haben wir beide Recht!

    Und im Straßenbau wird bindiger Boden z. B. "grundsätzlich" (im Sinne von "in der Regel") nicht ausgetauscht, da viel zu aufwendig.
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  14. #13
    gast3
    Gast
    mal abgesehen von einer grundsätzlichen Grundsatzdiskussion, sehe ich das auch schon wieder anders ..

    Zitat Zitat von Uwe! Beitrag anzeigen
    Und im Straßenbau wird bindiger Boden z. B. "grundsätzlich" (im Sinne von "in der Regel") nicht ausgetauscht, da viel zu aufwendig.
    da ..

    bindiger Boden u.a. nicht frostsicher ist und meist die die Verdichtungsanforderungen (gem. RStO etc.) nicht erfüllt, wird er deshalb gerade im Straßenbau ausgetauscht

    (und sollte der Boden dann in der entsprechenden Tiefe auch noch vernässt sein und der darauf folgende Aufbau nicht entsprechend verdichtet werden können, wird er eben noch tiefer ausgetauscht - auch wenn teuer - günstiger als Reparatur)


    Gruß

    Helge
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    dann einigen wir uns drauf, dass wir uns hier nicht einig sind...
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  17. #15
    gast3
    Gast

    Darauf ...

    Zitat Zitat von Uwe! Beitrag anzeigen
    dann einigen wir uns drauf, dass wir uns hier nicht einig sind...
    können wir uns einigen - so grundsätzlich


    Gruß

    Helge
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