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  1. #1

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    Meine reale Situation als Machbarkeitsbeispiel

    Hallo,

    da hier oft nach Machbarkeit gefragt wird und ich denke, dass ein Praxisbeispiel da oft hilft, möchte ich hier mal unsere Zahlen offenlegen. Vorab ist zu sagen, dass es so sehr gut funktioniert. Wir haben auch nach dem Hausbau nicht zurückstecken müssen, wobei unsere Ansprüche auch vorher schon moderat waren (halt irgendwie gutbürgerlich, wie man das nennt).

    Lebenssituation:

    2 Erwachsene, verheiratet, 1 Kind (2,5 Jahre), Er ist Alleinverdiener
    1 Kleinwagen (ist völlig ausreichend für uns, zum Dienst kommt er mit öffentlichen Verkehrmitteln durch Arbeitgeber finanziert)
    1 Auslands-Urlaub im Jahr

    Einkommenssituation:

    Gehalt netto: 3.650,-- Eur / Monat (fix, zzgl. Zulagen und Einkommensteuerausgleich, welche allerdings nicht in die Kalkualtion eingeflossen sind)
    Kindergeld: 164,-- Eur / Monat
    Gesamt netto: 3.814,-- Eur / Monat

    Ausgaben monatlich (Bei Jahres- bzw. Quartalsbeiträgen auf den Monat umeglegt):

    Rate Haus: 1.485,--
    Nebenkosten Haus: 401,-- (enthält: Grundsteuer, Wasser, Abwasser, Abfall, Gebäudeversicherungen, Schornsteinfeger, Heizung, Strom, GEZ, Festnetz-Telefon, Internet)
    Auto: 187,-- (enthält: Versicherung, Wartung, Steuer, Benzin, Monatsfahrleistung durchschn. 900 km)
    Sonstige Versicherungen: 270,-- (enthält: Haftpflicht, Rentenzustatz, BU, Rechtschutz, Krankenzusatz, Unfall, einen Teil davon als Direktversicherung)
    Nahrung, Kleidung, Zeitschriften etc.: 940,-- (ermittelt über die letzten 18 Monate inkl. kleinem Sicherheits-/Teuerungsaufschlag)
    Mobiltelefone: 30,--
    Unvorhersehbares: 100,--

    Gesamt Ausgaben: 3.413 ,-- Eur / Monat (dieses Maximum wird allerdings selten errreicht, da in vielen Positionen ein Sicherheitsfaktor eingerechnet ist, insbesondere bei Kleidung, Nahrung etc. kommen wir oft mit unter 800,-- Eur aus).

    Verbleiben pro Monat: min. 401,-- Eur

    Das macht im Jahr ein Plus von min. 4.812,-- Eur zzgl. der Zulagen und Einkommensteuerausgleich, welches für Sondertilgung, Urlaub und Rücklagen für Haus und Auto zur Verfügung steht (Gesamtüberhang / Jahr ca. 10.000,-- Eur).

    Sollte es wirklich mal eng werden, ist auch eine Teilzeitbeschäftigung meiner Frau denkbar. Die nächsten 1-2 Jahre soll (und möchte) Sie sich aber noch um den Nachwuchs kümmern ... mindestens.

    Ich hoffe, dem Ein oder Anderen hiermit eine kleine Entscheidungshilfe gegeben zu haben und ich etwas Transparent erzeugen konnte.

    Aber: Die Finanzierung ist und bleibt eine sehr individuelle Sache!

    Grüße
    Der Agent
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  2. Meine reale Situation als Machbarkeitsbeispiel

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  3. #2

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    Vielen Dank...

    ... für Dein Positivbeispiel!
    Finde ich toll, dass Du es zur Verfügung stellst inkl persönlicher Wertung und mit offensichtlich genauen Werten und vorsichtiger Einschätzung.

    Unsere Situation sieht fast genauso aus, Nettoeinkommen + Ausgaben sind fast identisch (nur haben wir leider kein Kind) Wir sind mitten in der "Optimierungsphase" und noch nicht ganz schlüssig, wie hoch wir die Tilgungsrate ansetzen möchten. Darf ich fragen, wie hoch Eure ist?

    Ich finde es beruhigend, dass hier auch mal jemand beschreibt, dass und wie es funktionieren kann. Danke.
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  4. #3
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    Hallo Pusteblume,

    schön, dass mein Beispiel jemand gebrauchen kann.

    Die Anfangstilgung lag bei 2%, die EK-Quote bei knapp unter 30%. Die 2% Anfangstilgung haben wir uns lange überlegt, 1% wäre auch zuerst einmal ok gewesen und später hat man (zumindest mit unserem Vertrag) die Option, diese zu erhöhen wenn man genau weiß, wie es ausgabenseitig aussieht. Diese Disziplin sollte man dann aber auch haben, denn mit 1% Anfangstilgung ohne zu erhöhen wird man eigentlich fast nie fertig und zahlt sehr hohe Summen an Zinsen. Das Risiko in der Anschlußfinanzierung steigt auch, denn die zu finanzierende Summe ist mit einer geringen Tilgung natürlich höher und somit würde sich eine Zinssteigerung mehr auswirken.

    Auf jeden Fall sollte man bei den Verträgen darauf achten, das Sondertilgungen und eine Option zum mindestens 2-maligen Ändern des Tilgungsanteiles ohne Zusatzkosten möglich sind.

    Grüße
    der Agent
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  5. #4

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    Richtig...

    ... genau an dem Punkt eiere ich auch herum, bin bei ca 1,5%
    Tilgungshöhe ändern wird bei unserem Vertragspartner nicht gehen, aber SoTi ist immer und sehr hoch möglich. 1% kommt mir auch so endlos vor... Ich werde das Thema Tilgungshöhe verändern aber nochmal ansprechen, mit dem rest fühle ich mich sehr wohl. Das Risiko am LZ Ende verringere ich durch einen Bausparvertrag (lass uns das lieber nicht diskutieren-ein Relikt aus alten Zeiten), mit dem ich fast die Hälfte der Teilschuld ablöse, ggfls mehr - je nach SoTi.
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  6. #5

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    wir hatten eine ähnliche Strategie.
    Erst mit 1% angefangen um auf ein Level zu kommen und dann langsam nach oben. Wir sparen aber jedes Jahr 10tsd€ zusätzlich, so daß wir schnell Sondertilgungen machen können.
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  7. #6
    Avatar von skydiver75
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    Echt interessant,

    aber solch ein Netto ist doch ein Traum........da studiert man Jahre lang......da werde ich fast ein bissel neidisch.....

    Aber ist schon sehr aufschlussreich Deine Zahlen zu sehen.
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  8. #7
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    Zitat Zitat von skydiver75 Beitrag anzeigen
    Echt interessant,

    aber solch ein Netto ist doch ein Traum........da studiert man Jahre lang......da werde ich fast ein bissel neidisch.....

    Aber ist schon sehr aufschlussreich Deine Zahlen zu sehen.

    Hallo Skydiver,

    naja, also hier im Rhein-Main Gebiet liege ich mit diesem Einkommen im Standard-Bereich. An meiner Rechnung kann man auch sehen, dass es viel weniger gar nicht sein dürfte. Bin hier sicher kein "Besserverdiener" und kann auch nicht als ein solcher leben ...

    Edit:Möchte noch hinzufügen, dass ich als verheirateter Alleinverdiener natürlich Steuerklasse 3 habe ..

    Und btw: Auch ich habe eine sehr gute Ausbildung und eine Portion Glück gehört halt auch immer dazu

    Grüße
    Der Agent (der jetzt nicht möchte, dass eine Diskussion über verschiedene Einkommen startet)
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  9. #8

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    @ skydiver

    Zum Ausgleich: Auf die Immobilienpreise in Rhein-Main-Gebiet wirst Du sicher nicht neidisch werden
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  10. #9

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    Danke auch für dein Beispiel.
    Denke auch das dieses für einige hier ähnlich aussehen wird. Mit dem einzigen Unterschied, dass eben 2 fürs gleiche Netto arbeiten

    Und ich dachte ich verdiene gut...
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  11. #10

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    Kurze Frage, wie bekommt man denn einen so hohen Einkommenssteuerausgleich wenn Du schon in Steuerklasse 3 bist?
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  12. #11
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    Zitat Zitat von ricker09 Beitrag anzeigen
    Kurze Frage, wie bekommt man denn einen so hohen Einkommenssteuerausgleich wenn Du schon in Steuerklasse 3 bist?
    Hallo,

    ich habe doch die Höhe meines Einkommensteuerausgleichs gar nicht angegeben ??? Der ist in der Tat nicht so hoch, aber auch nicht null. Wollte damit nur sagen, dass dieser nicht in die Kalkulation eingeflossen ist (auch wenns nur 300 oder 400 Euro im Jahr sind).

    Das macht im Jahr ein Plus von min. 4.812,-- Eur zzgl. der Zulagen und Einkommensteuerausgleich ...

    Bitte ganz genau lesen.


    Und bitte keine Diskussion bzgl . des Einkommens. Da gibt es definitv große regionale Unterschiede, das ist doch klar. Aber wie Pusteblume schon sagte: Nicht nur beim Einkommen gibt es diese Unterschiede sondern auch bei den Kosten. In einer ländlicheren Gegend könnte ich mit dem Einkommen sicher einen kleinen Palast finanzieren (aber dort hätte ich das das Einkommen auch nicht) ... hier lege ich allein 100.000,-- Euro für ein 300m² Grundstück hin!

    Ist auch klar, dass das Beispiel nicht auf jeden paßt.

    Ich möchte nur darstellen, dass es sehr wichtig ist, die Kosten nach dem Hausbau möglichst genau aufzustellen (und das vor der Entscheidung). Man kann dann sehr gut für sich selbst die "Machbarkeit" eines Projektes bestimmen.

    Bei mir hat das sehr gut funktioniert. Nachdem alles abgeschlossen ist, können wir sehen, dass unsere Planung paßte und auch der ein oder andere Sicherheitsaufschlag durchaus berechtigt war. Bei den Spritkosten wurde ich allerdings überrascht, da hatte ich vor 1,5 Jahren noch mit 1,60 gerechnet, wer hätte das gedacht!

    Gruß
    Der Agent
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  13. #12

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    Eine Liquiditätsplanung oder Ein-/Ausgaberechnung

    über 1-2 Jahre kann sehr helfen. Ich habe mir, seit der erste Gedanke an Eigentum aufkeimte, einen Jahresplan gemacht und den akribisch verfolgt, in dem ich A-L-L-E meine Ausgaben eingetragen habe. Insbesondere, um auf das geplante EK in diesem Jahr zu kommen. Das kann sehr helfen. Total ehrlich und konservativ sein, dann kommt man auch so schnell nicht ins Schleudern, wenn unerwartete Forderungen einlaufen, die kann man dann eher kompensieren, als wenn es einen kalt erwischt. Und es gibt ein beruhigendes Gefühl für dieses Riesenprojekt.
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  14. #13

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    Sorry Agent, hatte nicht genau gelesen und Deinen Satz so interpretiert, dass du an Die 5Teuro Steuer wiederbekommst. Da ich auch in III bin und ein ähnliches Gehalt (leider nicht immer, bin provisionsabhängig) habe dachte ich schon, das ich bei meiner Steuererklärung etwas falsch mache.....
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Hi,

    also du bist mit diesem Einkommen sicher im sehr hohen Nettobereich.

    Durchschnitt ist 3K Brutto in Deutschland.

    Gruß

    Schleicher
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  17. #15

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    Ja, Durchschnitt aller. Aber sieh mal den Durchschnitt derer, die überhaupt in Reichweite eines EFH sind.
    Für Ingenieure selbst ohne Personalverantwortung ist das ein realistisches Gehalt und sicherlich nicht ungewöhnlich hoch. Auch im Norden. Und das je nach Vertrag auch bis zu über 15x im Jahr.
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