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T9 - woran erkennt man einen kompetenten Maurer??

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  1. #1

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    T9 - woran erkennt man einen kompetenten Maurer??

    Hallo zusammen,

    wir würden gern mit dem T9 bauen, habe mittlerweile hier und in anderen Foren ja viel Positives darüber gelesen, leider liest man auch immer wieder von Bauherren, dass sie Probleme mit dem Stein hatten, weil die Handwerker (Maurer) sich damit nicht wirklich auskannten bzw. nicht vorsichtig genug damit umgingen....das ist nun meine Sorge. Unser Architekt meinte, der Rohbauer mit dem er geredet hätte, hätte schon T9 verbaut, würde er auch wieder machen, aber keinen T8 mehr, der wär ja viel zu bröselig und bestünde ja quasi nur noch aus Perlit weil so dünne Stege.....jaaa das klingt ja nun nicht gerade nach nem begeisterten T9 Verbauer oder? Woran erkenne ich denn nun im Vorfeld bei der Ausschreibung für das Gewerk einen wirklich kompetenten und überzeugten T9-Verbauer, wo ich mich auch darauf verlassen kann, dass er das vernünftig macht? Reden kann man ja viel, und ob ich das auf ner Baustelle beurteilen kann ist auch die Frage. Unser Archi baut größtenteils mit KS + WDVS, ist also auch nicht gerade der Experte auf dem Gebiet. Wo ich mich dann auch manchmal frage, ob das dann überhaupt so geschickt ist so zu bauen, wenn der Archi da nicht die Erfahrungen hat. Wir sind ansonsten mit ihm aber sehr zufrieden und haben gute Referenzen, daher möchten wir schon gern mit ihm bauen.
    Kann mir jemand hier Tipps geben, woran man einen guten und zuverlässigen T9-Verbauer erkennt oder welche Fragen man ihm am besten stellen sollte um das besser beurteilen zu können?
    Der T9 ist wirklich ein toller Stein, aber ich habe große Sorge, dass da so einiges schief gehen kann, wenn man nicht aufpasst wie ein Schießhund.....
    leider wohnen wir nicht im Thalhammer-Einzugsgebiet

    Danke schonmal an alle!
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  2. T9 - woran erkennt man einen kompetenten Maurer??

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von fmw6502
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    wir hatten eine BU, der bislang schwerpunktmäßig T9/T14 verarbeitet hat. Bei uns hat er dann einen T7 verwendet ohne Probleme. Frag Deinen BU womit er wieviele Häuser in letzter Zeit gebaut hat und was er warum empfiehlt.
    Schau Dir laufende Baustellen an. Auch ein Laie wie Du und ich kann sich einen Eindruck verschaffen, ob das Mauerwerk (egal welcher Stein) gleichmäßig gemauert ist, oder viele Bastelstellen gibt. Du siehst dann auch, ob er auch das passende Werkzeug (z.B. Steinsäge) verwendet. Achte auf die kritischen Stellen wie Fensterlaibungen, Ecken und Deckenübergänge. Wenn Du zum richtigen Zeitpunkt kommst, wirst Du auch die Bearbeitung und Verwendung geteilter Steine erleben. Unsere Maurer haben möglichst immer den T7 auch in Teilstücken verwendet anstatt auf schlechtere Ziegel zurückzugreifen.
    Ach ja die Ordnung der Baustelle gibt einen Eindruck über die Sorgfalt des BU.

    Wir haben im Vorfeld die kritischen Details (z.B. Ringbalkenübergang) ausplanen lassen und mit dem BU durchgesprochen, dazu die Verarbeitungshinweise vom Hersteller für Laibungen/Ecken... Am Schluß noch darauf geachtet, daß die Mauerer auch die Infos haben und umsetzen. Frag Deinen BU nach solchen Details, wie er sie ausführt...

    Wichtig: auch im Vorfeld mit Nachfolgegewerke wie Sanitär, Fenster, Elektro über die Besonderheiten sprechen und sich deren Befestigungslösungen beschreiben lassen...

    Achja, zur Bröseligkeit des T7/T8-alt will ich eigentlich nix mehr schreiben. Es gab keine Probleme bei sachgerechter Bearbeitung. Beweisbilder habe ich zur Genüge.

    Gruß
    Frank Martin
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  4. #3
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    Also unser Architekt und künftiger Bauleiter hat bisher noch nicht mit T9 gebaut, wie gesagt er arbeitet hauptsächlich mit KS oder macht Holzanbauten. Ist das jetzt ein Ausschlusskriterium?? Er ist dem T9 grundsätzlich aufgeschlossen und hat nichts dagegen, damit mit uns zu bauen, aber ob ihm so die Details klar sind, weiß ich nicht. Habe mir mal die Rohbauten in den Neubaugebieten hier so angesehen, da wird schon recht viel Poroton verbaut, aber ungefüllt, wird dann wohl später noch gedämmt schätze ich. Wäre man evtl. auf der "sichereren" Seite, einen T12 o.ä. zu nehmen und den zu dämmen, wenn man dafür dann Handwerker hätte, die sich damit auskennen, als mit dem T9 zu bauen und evtl. Handwerker zu haben, die noch nicht viel damit gebaut haben bzw. die Tücken nicht kennen (oder kennen wollen)??? Kommt man da preislich aufs Gleiche raus?
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  5. #4
    Avatar von fmw6502
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    Unser Planer hatte auch noch nicht mit T7 bauen lassen - wie auch - dafür mit T14, Porenbeton...

    Laß doch Deinen Architekten die Unterlagen von Schlagmann/Wienerberger lesen, ggfs. mit dem Außendienstarbeiter einen Termin machen und Dir eine mögliche Umsetzung erläutern. Wenn er Dir die kritschen Übergänge erläutern kann, warum dies so und so gemacht wird, dann ist das schon ein gutes Zeichen, daß er sich mit der Materie auseinandergesetzt hat und (hoffentlich) versteht.
    Wenn er dies nicht kann, dann würde ich eher gar kein Poroton mit ihm machen...

    Am Schluß mußt Du Dir überlegen, ob die Innovationsfreude (mehr Aufwand!) und Voraussetzungen der allg. handwerklichen Qualität Euer Vorhaben zu einem kalkulierbaren Risiko macht. Ggfs. solltest Du beim TWP auf einen porotonerfahrenen Fachmann achten.

    Am Stein selber liegt es nicht! Meiner Meinung nach ist ein T7/T8/T9 nicht schwerer zu verarbeiten als ein T14 Planziegel. Voraussetzung: fachgerechtes Arbeiten.
    Ein Bautrupp, der einen T14 mit dicker Mörtelschicht krumm und schief setzt, ist da natürlich außen vor. Bei einem BU, der T14 Planziegel o.ä. sauber setzt und das richtige Werkzeug benutzt, würde ich das Risiko in Betracht ziehen.

    Beim T12 wird es schon bröselig, die Stege sind dünner wie beim T9. Zum Glück überdeckt ggfs. das WDVS die schlimmsten Sünden. Dann lieber konsequent KS mit WDVS.
    Für die Nachfolgegewerke gibt es z.B. Dübelhinweise von Schlagmann. Solche Sachen müssen eingefordert und überwacht werden.

    Achja, wir hatten ein paar Gepräche mit den Maurern. Sie "meckerten" über die Größe und das Gewicht des T7, aber nichts wg. Perlite rausrieseln.

    Gruß
    Frank Martin
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    das nicht der architekt den stein vermauert, sollte kein problem sein

    so an schmarrn wie "bröselstein" unfiltriert weiterzugeben, halte ich
    schon eher für problematisch.

    ob dann im gegenzug "mauerwerkshämmer" rechtzeitig ausgeräumt
    oder zumindest erkannt werden, weiss man hinterher.

    zumindest die bereitschaft und die fähigkeit (!), sich beim steinhersteller
    zu informieren, sollte vorher erkennbar sein.
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  7. #6
    Themenstarter

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    danke für eure Meinung! Werde nochmal mit dem Archi sprechen und mal nachfragen, welche Rohbauer er denn so empfiehlt und womit die üblicherweise so bauen....wir haben ja prinzipiell auch nix gegen KS, wird hier lokal auch hergestellt, aber wir haben was gegen Styropor o.ä. Und der Archi meinte was von die alternativen Dämmstoffe wären zu weich oder hätten andere Probleme.....was könnte man denn da alternativ zu Styropor nehmen, was einigermaßen ökologisch und trotzdem bezahlbar ist und einen guten Dämmwert hat, wenn das mit dem T9 nix werden sollte? Wäre ja auch interessant, falls man sich für den T14 entscheiden würde. Aber gibt es bei Kombi Stein+WDVS überhaupt Vorteile von Ziegel gegenüber KS, wenn es schon nicht um den Dämmwert geht, das würde ja dann das Dämmmaterial erfüllen oder? Dann wäre doch eine gute Stabilität und guter Schallschutz eines KS eher von Vorteil oder? Ach herrjee ist das schwierig, je mehr man liest, desto verwirrter wird man.....danke euch schonmal!
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von andy3112 Beitrag anzeigen
    .. der Archi meinte was von die alternativen Dämmstoffe wären zu weich oder hätten andere Probleme ..
    solche pauschalaussagen klingen so, als wäre
    da enorme kompetenz vertreten
    hat der das wirklich so gesagt? geh mal in dich
    eigentlich sollte er in der lage sein, seinem bauherren das kleine 1x1 zu
    verklickern.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von fmw6502 Beitrag anzeigen
    ...

    Am Schluß mußt Du Dir überlegen, ob die Innovationsfreude (mehr Aufwand!) und Voraussetzungen der allg. handwerklichen Qualität Euer Vorhaben zu einem kalkulierbaren Risiko macht. Ggfs. solltest Du beim TWP auf einen porotonerfahrenen Fachmann achten.

    ...
    Welchen Anteil oder Beitrag muß dazu vom TWP kommen? -
    Unserer scheint den gewünschten T8 nicht unbedingt zu mögen, aber der bauleitende Architekt. Welche Konsequenzen muß man fürchten?

    Gruß
    Seev
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  10. #9
    Themenstarter

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    nochmal zum Verständnis: der T8 von Wienerberger, ist das der mit den unterschiedlichen Stegen (also der T7 von Schlagmann) oder sieht der genauso aus wie der T9 nur mit dünneren Stegen? Auf den Webseiten sieht man manchmal beides.
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  11. #10
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    t8 ist unsymmetrisch.
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  12. #11
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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    t8 ist unsymmetrisch.
    wenn ich mir aber den T8 auf der Wienerberger Seite ansehe, ist er symmetrisch also was nu?? Inwieweit macht das denn einen Unterschied, ich denke gerade an den skeptischen Rohbauer, der den T8 nicht mehr verbauen will, ob er da villeicht einen "alten" T8 hatte und der neue asymmetrische besser ist? Wer von den Fachleuten hier kann den dazu was sagen, wie die sich nun genau unterscheiden und was nun stimmt???
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  13. #12

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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    t8 ist unsymmetrisch.
    Nö - war unsymetrisch.
    Der T8 ist MITTLERWEILE symetrisch, der T7 ist weiterhin unsymetrisch
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13
    Themenstarter

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    danke. also so wie man es auf der webseite sieht. Und sind die Stege beim T8 dünner als beim T9 oder woher kommt die Aussage des Rohbauers, er würde den T8 nicht mehr verbauen wollen, weil der ja quasi nur noch aus Perlit bestünde? Oder hat er da vielleicht den asymmetrischen gehabt, der hat ja diese großen Perlitkammern für die Dämmung??
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  16. #14
    Avatar von fmw6502
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    Zitat Zitat von Seev Beitrag anzeigen
    Welchen Anteil oder Beitrag muß dazu vom TWP kommen? -
    Unserer scheint den gewünschten T8 nicht unbedingt zu mögen, aber der bauleitende Architekt. Welche Konsequenzen muß man fürchten?

    Gruß
    Seev
    Ich kann nur von unserem Bau bzw. den Beteiligten berichten. Unser TWP hat beim T7 bzgl. der 12cm Überstand wg. Perimeterdämmung etwas von "Lochbild anschauen, mit Schlagmann darüber reden" gemurmelt und hat dann die Unbedenklichkeit abgeklärt.
    Desweiteren wurde von Ihm, dem Planer und dem BU intensivst u.a. die Details bzgl. Deckenlager und Ringbalkenanschlüssen an das Mauerwerk diskutiert.
    Obwohl ich wenig verstand, wurde klar, daß man über die Eigenschaften der Baustoffe Bescheid wissen muß, um sehr gute und ggfs. angepaßte Lösungen zu erarbeiten.
    Möglicherweise wäre ein einfacher "Statiknachrechner" billiger gewesen, aber das Einbringen der Fachkompetenz und Lösungsvorschlägen hat sehr zur Qualität des Baus beigetragen.

    Vielleicht kann einer der TWPs das Aufgabenfeld mal generell umschreiben.

    Gruß
    Frank Martin
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