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Toleranzen Styrodur unter Bodenplatte?

Diskutiere Toleranzen Styrodur unter Bodenplatte? im Forum Beton- und Stahlbetonarbeiten auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Toleranzen Styrodur unter Bodenplatte?

    Wir bekommen eine WU-Bodenplatte 24 cm, die bei den Bodenverhältnissen häufiger mal 100 cm unter aufgestautem Wasser liegen dürfte.

    Aufbau von unten:
    - Ton
    - 10 cm Kiesplanum
    - 10 cm Styrodur mit Stufenfalz (auch zusätzlich als stirnseitige Dämmung mit Tannenbäumchen eingelegt)
    - Folie
    - Beton (Drunterleisten, je 2 Lagen Stahl unter- und oberseitig)

    Das Styrodur wurde heute zu 90% verlegt, gerade eben habe ich geguckt und fotografiert. Folgende Punkte sind mir aufgefallen:

    positiv:
    - Platten ohne Kreuzstöße verlegt
    - unbelastet stehen einzelne Stöße maximal 5 mm hoch, wenn man drauftritt, sind es maximal 2 mm
    - Fugen in stirnseitiger Dämmung in der Regel 1 mm

    negativ:
    1. Eine giebelparallele Reihe fast in der Mitte des Hauses besteht von einer Außenseite beginnend zu 2/3 ihrer Länge aus Reststücken. Diese sind zwischen 15 und 30 cm breit haben an ihren 120 cm langen Seiten keinen Stufenfalz, sind aber schön rechtwinklig gesägt und haben praktisch überall nur 1 mm Fuge.

    2. Die 90°-Fuge zwischen der unter- und der stirnseitigen Dämmung ist an mehreren Stellen 5 mm breit, an zweien sogar 1 cm.

    3. Einige Pakete waren wohl gestaucht, weshalb der obere Stufenfalz eingedrückt ist. Dies macht an vielen Stellen Fugen von 10 - 15 mm aus, an manchen sogar 22 mm.

    4. Die stirnseitige Dämmung steht an vielen Stellen nur 23,5 bis 23,7 cm über die mit meinem Gewicht belastete unterseitige Dämmung auf, an einer Stelle nur 23 cm.


    BEVOR ICH MORGEN AUFGEREGT MEINEN BAULEITER ANRUFE, IST SOWAS NORMAL?

    Meine Ideen zu:
    1. Zumindest unter der Außenwand (höchster Lastabtrag) die gestückelten Teile durch zwei normale Platten ersetzen.

    2./3. Fugen über 5 mm mit Ortschaum oder zugeschnittenen Styrodurkeilen schießen?

    4. Die 23,7 cm gleichen sich durch das Gewicht der Bodenplatte wohl aus, aber das Element mit 23 cm sollte ersetzt werden?

    Vielen Dank im Voraus für Eure Einschätzung, bevor ich mich zum Affen mache
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  2. Toleranzen Styrodur unter Bodenplatte?

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  3. #2
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    gestückelte Dämmung

    Die gestückelte Reihe liegt bei ca. 40% der Länge des Hauses und geht vom linken Bildrand (Bodenplatte, die 20 cm weiter als Außenwand Keller geht) bis zur schrägliegenden Dämmplatte:



    Hier die kürzeste Stückelplatte:

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  4. #3
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    Stauchfuge

    Die obere Hälfte des Stufenfalzes ist gestaucht, die untere Hälfte ist ok (das hier ist die schlimmste Stelle, die meisten haben nur 10 - 15 mm):


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  5. #4
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    Fuge unterseitige zu stirnseitiger Dämmung

    Davon gibt es ein halbes Dutzend Platten:



    Davon nur zwei:
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  6. #5
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    hier nochmal ein anderer Blick auf die gestückelte Reihe

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  7. #6
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    DAs einzige was mir so nicht gefällt sind die Drunterleisten wenn sie wie geliefert verbaut werden, ansonsten ist es Physisch kein Problem
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  8. #7
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    Danke für die schnelle Rückmeldung. Was ist an den Drunterleisten das Problem (ich nehme mal an, die Pakete werden noch ausgepackt)?

    Die Fugen von 1 - 2 cm machen doch Wärmebrücken, insbesondere bei guter Wasserdurchspülung? Und die eine Dämmplatte, die nur 23 cm hoch steht, begrenzt die Bodenplatte doch auf 23 cm + Eindrücken der unterseitigen Dämmplatten?
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  9. #8
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    @Robby hier gefällts dir besser?

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  10. #9
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  11. #10
    Avatar von sk8goat
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    Also ich finde, dass das Styrodur auf den Fotos echt gut aussieht. Es sind zwar keine Prospekttauglichen Fotos, aber es ist überdurchschnittlich.

    Gewöhn dich schonmal daran, dass du noch viel schlimmeres aus deinem Bau sehen wirst. Und erwarte nicht von Polier und Maurer, dass sie in Dimensionen von 1-2cm denken.
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  12. #11
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    Wer Faserzement haben will - soll Faserzement bestellen.
    Kosten schließlich eine Menge mehr.
    Die DBV MB kennen diese Art der Drunterleisten.
    In einigen Fachregeln werden zwar Linienartige Unterstützungen verpönt, doch ich kenne keine Schäden hieraus, wenn diese wenigstens zu einander versetzt werden. Tauglich und stark genug müssen die natürlich für den Verwendungsfall sein. Da gibt es auch echten Mist bei. Faserbeton natürlich bei Überforderung der DL durch hohe Belastungen.
    Da sind diese dünnen 0,2 mm Folien direkt unter der BP eher kritisch zu hinterfragen.

    Meine Rückfrage:
    Wird das eine WW?
    Wenn ja - OK.
    Wenn Nein - dann die Dämmung an den Stirnseiten wieder abbauen.

    Warum glaubst Du das eine ganze Perimeterdämmplatte besser Flächenlasten abträgt wie 3 geschnittene? Eher noch im Gegenteil - da liegt dann nicht hohl

    Was meinst Du mit "Kiesplanum" (ich frage nur, weil in letzter Zeit irgendwie alle Leute von mir Dämmungen auf kapillarbrechende Schichten wollen)
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  13. #12
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    capslock

    4. Die 23,7 cm gleichen sich durch das Gewicht der Bodenplatte wohl aus, aber das Element mit 23 cm sollte ersetzt werden?
    Woran liegt es nun?
    Toleranzen aus dem Unterbau - oder Winkeltolleranzen im oberem Teil der Stirndämmung????
    Die Sicherstellung der Tragfähigkeit nach DIN 1045-3, Absatz 10 ist bei einer Abweichung von 1,0 cm bei einem Bauteil > 15 cm jedenfalls eingehalten.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von sk8goat Beitrag anzeigen
    Gewöhn dich schonmal daran, dass du noch viel schlimmeres aus deinem Bau sehen wirst. Und erwarte nicht von Polier und Maurer, dass sie in Dimensionen von 1-2cm denken.
    Du weisst doch: Der Tischler arbeitet auf mm genau, der Zimmermann auf cm, und beim Maurer muss man aufpassen, dass er auf dem Grundstück bleibt.
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  16. #14
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    Zitat Zitat von Carden, Mark Beitrag anzeigen
    Tauglich und stark genug müssen die natürlich für den Verwendungsfall sein. Da gibt es auch echten Mist bei.
    [...]
    Da sind diese dünnen 0,2 mm Folien direkt unter der BP eher kritisch zu hinterfragen.
    [...]
    Meine Rückfrage:
    Wird das eine WW?
    Wenn ja - OK.
    Wenn Nein - dann die Dämmung an den Stirnseiten wieder abbauen.

    Warum glaubst Du das eine ganze Perimeterdämmplatte besser Flächenlasten abträgt wie 3 geschnittene? Eher noch im Gegenteil - da liegt dann nicht hohl

    Was meinst Du mit "Kiesplanum" (ich frage nur, weil in letzter Zeit irgendwie alle Leute von mir Dämmungen auf kapillarbrechende Schichten wollen)
    Aufkleber der Leisten:



    Folie: habe ich mit dem Bauunternehmer auch diskutiert. Er meinte, er bekäme die mit den Leisten vernünftig glatt. BASF empfiehlt die auch eindeutig, sowohl wegen Beton, der in die Fugen laufen kann (jetzt ist mir klar, das die ganz schön groß sein können), aber vor allem als Diffusionssperre warm nach kalt. Bei den Downloads gibt es einen Artikel über Langzeitverhalten von Styrodur-Perimeterdämmung. Demnach bringt die Diffusion aus Beton oder Dispersionskleber viel mehr Wasser ins XPS als anstehendes Wasser.

    Ja, es wird eine richtige WW. Wobei es das mit der Umdämmung des Bodenplattenüberstands schon in der Angebotsphase gab, als sie mir noch ihren eigenen Keller mit Abdichtung nach -4 anbieten wollten, obwohl -6 gegeben war. Naja, Arbeitsteilung; der Verkäufer und der Statiker, der die Wärmeschutzberechnungen gemacht hat, waren halt nicht für das Gesamtkonzept zuständig. Oder kann man die KMB auch oberseitig auf den 20 cm Überstand auslaufen lassen?


    Der Lastabtrag ist wohl nur um 2% eingeschränkt, hast recht

    Planum haben wir auch diskutiert. Mir war es nicht so recht, weil künstliche Badewanne. Aber Planer und Bauunternehmer war es lieber als Sauberkeitsschicht aus Magerbeton. Die Grube ist zwar mit einem ungezahnten Löffel ausgehoben worden, aber ich würde auch nicht schwören wollen, daß der Ton vollkommen ungestört geblieben ist und überall gleich dicht ist.
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  17. #15
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    Zitat Zitat von Carden, Mark Beitrag anzeigen
    Woran liegt es nun?
    Toleranzen aus dem Unterbau - oder Winkeltolleranzen im oberem Teil der Stirndämmung????
    Die Sicherstellung der Tragfähigkeit nach DIN 1045-3, Absatz 10 ist bei einer Abweichung von 1,0 cm bei einem Bauteil > 15 cm jedenfalls eingehalten.
    Winkel ist es nicht, an Unterbau glaube ich auch nicht, denn ich habe mich extra auf die angrenzende unterseitige Dämmplatte gestellt. Also eher zu schmal gesägt.

    Mit der Tragfähigkeit habe ich auch kein Problem (WW mit Rißbreitenbeschränkung halt), aber die Mindestdicke von 24 cm ist dann ja unterschritten. Wobei ich mich immer gefragt habe, wo die 24 cm in der RiLi kommen, wenn nach 3-Zonen-Modell 20 cm schon fast übertrieben sind. Jetzt weiß ich es
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