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  1. #1

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    Lehm zum Hinterfüllen der Baugrube?

    Hallo!

    Ich baue ein Einfamilienhaus auf einen Baugrund mit nicht versickerungsfähigen Lehmboden (bis ca. 12m Tiefe ist Lehm), der Grundwasserspiegel ist relativ hoch, in etwa gleich hoch wie der Wasserstand bei dem am Grundstückrand verlaufenden Bach.

    Diese Umstände waren mir schon vor dem Bauen bekannt, und es wurde einiges vor dem Bauen berücksichtigt (zB Bauen ohne Keller, Höhe der Haustürschwelle über Hochwasserrisikolinie von HW30, HW100 u. HW5000, Tiefe der Fundamente, Bau eines Regenwasserkanals bis in den Bach mit allen Genehmigungen).

    Der Rohbau ist fertig und nun wird das Grundstück begradigt und im Bereich des Hauses ca. 1m aufgeschüttet.

    Vom Höhenaufbau schaut das so aus:
    - 50x80cm Streifenundament (BxT) unter allen tragenden Wände
    - 40cm hohe Sockelwand über allen Streifenfundamenten (2 Reihen 20cm hohe Schalsteine mit Beton gefüllt)
    - 20cm starke Bodenplatte
    - mit GV45 Bahn lückenlos geflämmt auf der gesamten Bodenplattefläche und unter jeder Ziegelwand.
    - 30cm Bodenaufbau bis zu Fertigfussbodenoberkante (EPS, Heiz-Estrich)

    Entlang des Wandsockels (Schalsteine) wurde ein Glattstrich gemacht mit frostfesten Fliesenkleber, dann Bitumenanstrich (2x plus Voranstrich) gemacht und dann kommt ein 10cm starkes XPS angedübelt und Noppenbahn.

    Jetzt geht es um den Bereich rund um das Haus, wie der an der Sockelwand anliegende Boden zu hinterfüllen wäre beim Aufschütten.

    Hier bekam ich folgende Meinungen von Baumeistern:

    Meinung 1.)
    Bei Lehmboden und ohne Keller braucht man keine Drainage und hintefüllt wieder mit Lehm damit alles dicht bleibt.

    Meinung 2.)
    Drainage auf jetzigen Niveau legen, diese in Regenwasserkanal einleiten, 100cm Schotter drauf und damit komplett bis nach oben mit Schotter hinterfüllen bis zur Oberkante der Bodenplatte damit kein feuchter Lehmboden am Haus anliegen kann.


    Meinung 3.)
    Drainage auf jetzigen Niveau legen, diese in Regenwasserkanal einleiten, 20cm Schotter auf die Drainage, dann Vlies und die restlichen 80cm mit Lehmboden verfüllen (2x 40cm jeweils verichten) bis zur Oberkante der Bodenplatte. Durch die Bitumenabdichtung und XPS und ohne Keller kommt eh keine Feuchtigkeit in das Haus. Wenn ich eine bis nach oben laufende Schottergrube rund um das Haus mache, dann ist das bei meinem nicht versickerungsfähigen Boden kontraproduktiv weil sich dort IMMER wasser sammelt und die drainage sogar gegenteiliges bewirkt, nämlich mit Bachwasser/Grundwasser mein Sockelmauerwerk ständig bei Regen umschwemmt wird. Bei Lehm bleibt alles dicht.


    Ich verstehe zwar die jeweiligen Nachteile der Meinungen und bin jetzt völlig verunsichert. Welcher Nachteil wird mit weniger Wahrscheinlichkeit eintreten??

    Oder anders gefragt: Ist es OK, Lehm an das Sockelmauerwerk zu legen, wenn eh Bitumenanstrich, XPS und Noppenbahn da sind und kein Keller dahinter kein Wohnraum/Keller ist?
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  2. Lehm zum Hinterfüllen der Baugrube?

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    Lustig an einer Abdichtung nachher was anzudübeln Wozu da üebrhaupt eine Abdichtung des Fundamentes? Oder des Sockels? Klingt wunderbar (Vorsicht Ironie?)

    1. Und wie will man Lehm sinnvoll verdichten also ohne das das Gelände demnächst ein wenig Wellaform wird??? Zur Abdichtung s.o.

    2. Feuchter Lehmboden darf anliegen dafür gibt es ja die Abdichtung? Nur das Verdichten? Und ist das einleiten von Dränwasser denn genehmigt? ISt es dann eine Dränanlage mit allem drum und dran? Also Spüö und Revisionsschächte, vertikaler Dränschicht, Übergabeschacht usw usw

    3. Wie 2. Und wenn Grundwasser die Dränanlage erreichen kann ist das ganze nicht nur Schwachsinn sondern auch gefährlich!


    Last but not least? Was sagt der Planer und BAuleiter denn?
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  4. #3

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    bzgl. andübeln:
    kann man XPS auch mit spachtelkleber ankleben auf eine mit bitumen bestrichene wand? oder einfach nur mit dem erdreich andrücken/festschütten?

    bzgl. setzungen:
    laut bm hat sein rüttler eine tiefenwirkung von 40cm, daher zwei mal 40cm lehm auftragen und beim jeweiligen arbeitsschritt verdichten. kies-bett und pflastersteine erst nach dem winter herstellen. ist das so ok?

    bzgl. wassereinlietung:
    es gab eine wasserrechtliche genehmigung für das einleiten in den bach, aber nur für oberflächengewässer (dachtraufe, pflasterwege, einfahrt). das haus ist an ein öffentliches kanalnetz angeschlossen wo man wiederum kein regenwasser einleiten darf.

    bzgl. drainage:
    diese ist rundumlaufend mit "sirowell"-rohre, also unten flach und geschlossen und oben rund und geschlitzt. am einleitungspunkt zum regenwasserkanal gibt es einen putzschacht, von dort hat man bis zur bacheinmündung sichtkontakt die traufen laufen mit einem eigenenen (dn100-kg) rohrsystem zum regenwasserkanal zusammen und haben an drei hausecken auch einen putzschacht. eine vertikale drain-schicht erkenn ich bei allen oben angeführten drei meinungs-vorschlägen nicht.

    der beauftragte baumeister ist der meinung 1, und da bin ich sehr skeptisch darum hab ich auch einen baumeister von den nachbarbaustellen gefragt (wir machen gemeinsame bauhütten-feierabende). ich befürchte mein baumeister will da geld sparen...

    wobei mir jetzt die setzungen auch schon egal sind, wichtiger ist die frage ob durch das sockelmauerwerk bis in das haus feuchtigkeit hochziehen kann (trotz noppenbahn, xps, vertikale bitumenabdichtung, horizontale gv45-bahn).
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  5. #4

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    11
    sorry, bin hier mit zwei user (ingowe und fleptin), hab heute den einen nicht gewusst und die cookies haben das vermischt...
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  6. #5
    Bauexpertenforum
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    Und der BM ist der Planer und Überwacher?

    XPS nicht dübeln sondern kleben warum die Abdichtung durchlöchern?

    Eine Drainanlage brauch eine Filterfeste vertikale Dränschicht. Deshalb ist diese auch zu planen, ich frage mich wie das aufstauende Wasser denn zeitnah in den Drän gelangen will wenn man da Lehm reinstampft? Verdichten? s.o. Wenn der BAch steigt? s.o!


    Ob Wasser reinkann? Keine Ahnung denn ich hab die Abdichtung noch nicht verstanden! Was ist GV 45?
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  7. #6
    Avatar von Shai Hulud
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    Zitat Zitat von fleptin Beitrag anzeigen
    sorry, bin hier mit zwei user (ingowe und fleptin), hab heute den einen nicht gewusst und die cookies haben das vermischt...
    Hmmmm, Zeitaccount - Das gibt Ärger...

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  8. #7

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    bzgl. GV45
    GV45 ist eine flämmbahn (flämmpappe) welche ca. 4mm dick ist. wird von mehreren herstellern unter der produktbezeichnung gv45 verkauft.

    bzgl. s.o.
    ich werde aus deinem posting nicht schlau welche der drei meinungen du vertrittst oder welche meinung du dazu hättest.

    der baumeister macht die übergabe bis zur ausführung "belagsfertig", leider ist das hinterfüllen nicht genau in der leistungsbeschreibung definiert und ich glaube er will da sparen. ich machte nur einreichplanung mit einem architekten, ausführungsplanung und bauleitung war sein auftrag. es ist auch nicht meine verantwortung jetzt das zu planen, ich bin halt nur über seinen vorschlag skeptisch und bereit auch mehr zu zahlen für schotter und drainage wenn es was bringt.
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  9. #8

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    @Shai: das war nicht absicht, ich hab meinen alten user nicht mehr gewusst und daher heute nochmals für die frage registriert und dann war der alte user durch die pw-speichern funktion vom firefox wieder eingeblendet. hab nix dagegen wenn ein admin beide user zusammenführt.
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  10. #9
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    Eine Schweißbahn im Mauerwerk? Keinen eigenen Bauleiter?

    Ich vertrete im übrigen keine Meinung denn ich kenn weder die Ausführung noch die Örtlichkeit.
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  11. #10
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    HAb gerade mal gegockelt GV 45 ist eine Östereichische Bezeichnung
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11
    Avatar von Shai Hulud
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    Hallo fleptin / ingowe,

    ein Zusammenführen von Usern ist genauso wie Zweitaccounts nicht vorgesehen.

    Ein Weg aus deiner Identitätskrise wäre, wenn die Forenleitung den alten Zugang deaktiviert und du nur noch den neuen Zugang verwendest. Ist das ok für dich?
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  14. #12
    Avatar von alex2008
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    ich halte eine Drainage in dem Fall für deutlich kontraproduktiv.

    Durch die Drainage kann Wasser ja nicht nur abfliessen sondern auch zufliessen. Wenns nicht direkt durchs Rohr ist in abgeschwächter Form durch den Rohrgraben.
    Mit was für Material ist der RW-Kanal denn verfüllt? Sicherlich zumindest tw. mit nichtbindigem Material.

    Verdichten von bindigem Boden ist allerdings so eine Sache.
    Im Prinzip gibts für kleinere Zwecken 2 bewärte Gerätesorten:

    Grabenstampfer


    Grabenwalze


    Jede Firma die mit Boden baut sollte diese Geräte eigentlich in seinem Gerätepark haben.
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