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  1. #1

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    Estrich schalltechnisch entkoppeln

    Hallo! Ich baue gerade mit BT eine DHH mit durchgehender Bodenplatte und doppelter 17,5er Schallschutzziegelwand. Im Keller möchte ich ein kleines Musikzimmer einrichten, befürchte aber Probleme mit der durchgehenden Bodenplatte.

    Nun könnte man, am besten bevor der Estrich reinkommt, sich ein paar Gedanken zur schalltechnischen Entkopplung machen. Leider liest man hier sehr unterschiedliches, z:B. Entkopplung mit Styrodur und wieder dass Styrodur gar nicht dazu geeignet ist.

    Was ist denn nun geeignet?
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  2. Estrich schalltechnisch entkoppeln

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Die Befürchtungen bestehen zu Recht.
    Warum wird bzw. wurde die Bodenplatte nicht getrennt?

    Besonders tieffrequente Störgeräusche können zum bleibenden Problem werden.

    Mögliche Zusatzmaßnahmen zur Beeinflussungen der Schalllängsleitung über die Bodenplatte und des Durchgangsschalls über die Haustrennwand sind in hohem Maße von der Art der Musik sowie natürlich auch von Material und Verarbeitungsqualität der begrenzenden Bauteile ab.

    Wie weit ist denn der Baufortschritt schon vorangegangen?

    KPS.EF
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  4. #3
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    Dem ist nicht so! Eine Trennung ist nicht erforderlich. Auch so ist der erhöhte Schallschutz gemäss DIN 4109 und darüber hinausgehend den a.R.d.T. entsprechend zu erreichen.

    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=12215
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  5. #4
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    Okay, 1:1

    Nun, ich gehe mal davon aus, dass selbst bei dem sogenannten "erhöhten Schallschutz" ein Schlagzeug im Keller nicht unbedingt Freudenrufe bei den Nachbarn auslösen dürfte.

    Im Moment geht es mir wirklich nur um die technische Lösung einer Schallentkopplung des Estrichs, um den Trittschall sehr stark einzudämmen.
    Im Zuge dieser Einrichtung habe ich eben im Forum unterschiedliche Ansichten gefunden und auch im Baugewerbe scheint nicht jeder darüber Bescheid zu wissen.

    Dass dann evtl. noch eine Raum-in-Raum Konstruktion auf den Estrich aufgebaut werden muss, ist der zweite Schritt, den ich von den letztendlich erreichten Gegebenheiten im fertigen Haus abhängig machen werde. Wenn der Estrich aber bereits entkoppelt ist, sollte das kein Problem sein.

    Das Haus ist im Rohbaustatus. Noch keine Leitungen, noch kein Estrich. Es geht mir unter anderem auch darum, lieber jetzt im Zuge des normalen Bauvorgangs den Estrich anständig zu entkoppeln um darauf aufbauen zu können als mit einer dann nachträglich auf den Estrich zu verlegenden Entkopplung Aufbauhöhe für einen Raum im Raum zu verlieren.

    Den Thread schau ich mir gleich mal an. Danke.
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  6. #5

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    Genau so hatte ich es mir schon gedacht!

    Na da freut sich doch jeder Bauträger, wenn er (entgegen seinen Standardkonstruktionen) extreme Schallschutzanforderungen erfüllen darf, für die er natürlich auch gern haftet.

    Haben Sie schon einmal mit dem BT darüber gesprochen?

    Zur Wahrung des nachbarschaftlichen Friedens werden Sie wohl um eine eigene schalltechnische Nachrüstung nicht herum kommen (es sei denn, Sie lassen Ihre Nachbarn mitspielen).

    Der planerisch angesetzte R'w,R - Wert reicht in der Praxis sehr oft nicht aus (selbst wenn er durch eine exaktee Bauausführung erreicht werden sollte), sensible Nachbarn zufrieden zu stellen.

    Diese Unzufriedenheit wird auch dann zurück bleiben, wenn durch eine normgerechte Schallpegelmessung die Einhaltung des Grenzwertes attestiert wird, da insbesondere die im tieffrequenten Bereich anliegenden Störpegel (unter 100 Hz) i.d.R. nicht in die bauakustische Nachweisführung eingehen.

    Selbst wenn es gelingen sollte, durch Materialsubstitution im Estrich-Dämmbereich ein paar dB zu schinden (ohne die an dieser Stelle angedachten Begrenzung des Wärmedurchgangs zu verschlechtern), würde sich dies auf das resultierende Längsschall-Dämm-Maß insgesamt kaum zufriedenstellend auswirken.

    Da jedoch i.A. "nichts unmöglich ist", lasse ich mich auch gern vom Gegenteil überzeugen!

    Sie haben auf jeden Fall ein spannendes Thema relativ früh angesprochen!

    Mit freundlichem Gruß
    KPS.EF
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  7. #6
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    Mir ist sehr wohl klar, dass das ein nicht alltäglicher Wunsch bzw. Gebrauch des Raumes ist. Daher will ich mich auch informieren. Notfalls lasse ich in diesem Raum eben komplett erstmal den Estrich weg und "bestücke" im Nachhinein. Der BT ist informiert und auch eher von der hilfreichen Sorte. Es wird aber wohl doch auf eine komplette Akustikplanung im Nachinein herauslaufen.

    Danke für die Anregungen.
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  8. #7

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    Hallo nochmal,

    nur keine Panik. Man sollte wohl nicht gleich, auf die Einbringung des Estrichs bei der Errichtung eines Gebäudes verzichten ...

    Dagegen ist eine (vielleicht in Dicke und Höhe (!) auch überdimensionierte) Ausbildung der Estrich-Randdämmstreifen bereits eine ausreichende Basis für spätere schalltechnische Ertüchtigungen. Gegebenenfalls reicht ein schallentkoppeltest Podest für das Schlagzeug (auch in in einem Raum-im-Raum-Konzept) bereits aus ...

    Ebenso sind gegebenenfalls alle Putzarbeiten im Wand und Deckenbereich wie geplant durchzuführen, wenngleich später Vorsatzschalen und Deckenbekleidungen vorgenommen werden könnten ...

    MfG
    KPS.EF
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  9. #8

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    Zitat Zitat von KPS.EF Beitrag anzeigen

    Dagegen ist eine (vielleicht in Dicke und Höhe (!) auch überdimensionierte) Ausbildung der Estrich-Randdämmstreifen bereits eine ausreichende Basis für spätere schalltechnische Ertüchtigungen. Gegebenenfalls reicht ein schallentkoppeltest Podest für das Schlagzeug (auch in in einem Raum-im-Raum-Konzept) bereits aus ...


    KPS.EF
    Einmal die o.g. Faktoren: Estrichgewicht und Randdämmstreifen sowie einen Trittschallschutz mit möglichst geringer dynamischer Steifigkeit.

    Z.B. Mineralwolle oder gut eleastifizierte Polystorol-Platten. Durch mehrlagige Verlegung und Trennlage zwischen den Lagen wird die dynamische Steifigkeit des Gesamtsystems deutlich verbessert.

    Die Schallleitung hängt dann von den Massen ab, die den übertragenen Schall (den versucht man durch die o.g. Entkopplungsmaßnahmen zu reduzieren) durch Umwandlung in Wärme abbauen können.
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  10. #9

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    Da kann ich natürlich nur zustimmen.

    Meine Überlegungen gingen in die Richtung, mehrlagige Trittschallebenen entsprechend der tatsächlich (später auch messbaren) auftretenden Störpegel in den jeweiligen Frequenzbereichen nachträglich optimal zu dimensionieren.

    KPS.EF
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  11. #10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Also es gibt zunächst mal viele Wege, die der Schall nehmen kann und auch wird. Die durchgehende Bodenplatte wird da den geringsten Teil dazu beitragen. Die 17,5er Wand schon eher. Eine dickere aus besonders schweren KS-Steinen sollte da Besserung bringen.

    Insbesondere kommt es aber auf die Ausführung an. Da darf keine Schallbrücke über die Dämmschicht aus Mörtelresten vorkommen. Das kann ich mir bei einem BT eigentlich nicht vorstellen, daß das funktioniert.

    "BT-Estrich" ist ebenfalls problematisch. Die Kniebretter durchstoßen die Dämmschicht, und dann ist alles nur noch geduldiges Papier.

    "Das machen mir meine Leute nicht", meinte ein ehrlicher Inhaber einer Estrichfirma am Telefon, als ich das anders hergestellt haben wollte. Das muß man dann eben selbst machen.

    Von einem BT kann man eine andere Ausführung eigentlich nicht erwarten.
    Da darf man eben so nicht bauen!!! Ich erwarte ja auch von einem Kleinwagehersteller keine E oder S-Klasse.

    pauline
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  12. #11

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    Man muss schon sehen, dass man zumindest das erhält, was vertraglich zugesichert wurde...

    Deshalb würde ich trotzdem nicht auf die Bodengruppe eines bestellten Kleinwagens verzichten, wenn ich denke, darauf eine "höhere Klasse" aufbauen zu können.

    KPS.EF
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  13. #12
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    Absoluter Unfug!

    Zitat Zitat von pauline10 Beitrag anzeigen
    Also es gibt zunächst mal viele Wege, die der Schall nehmen kann und auch wird. Die durchgehende Bodenplatte wird da den geringsten Teil dazu beitragen. Die 17,5er Wand schon eher. Eine dickere aus besonders schweren KS-Steinen sollte da Besserung bringen.

    Insbesondere kommt es aber auf die Ausführung an. Da darf keine Schallbrücke über die Dämmschicht aus Mörtelresten vorkommen. Das kann ich mir bei einem BT eigentlich nicht vorstellen, daß das funktioniert. Und wieso sollte der selbe Estrichleger bei BT anders Arbeiten als sonst?

    "BT-Estrich" ist ebenfalls problematisch. Die Kniebretter durchstoßen die Dämmschicht, und dann ist alles nur noch geduldiges Papier.
    Die sind schon seit ewigen Zeiten out wegen der Probleme und warum sollte der Estrichleger der die noch nimmt die nur bei BT Bauten einsetzen?

    "Das machen mir meine Leute nicht", meinte ein ehrlicher Inhaber einer Estrichfirma am Telefon, als ich das anders hergestellt haben wollte. Das muß man dann eben selbst machen.

    Von einem BT kann man eine andere Ausführung eigentlich nicht erwarten.
    Da darf man eben so nicht bauen!!! Ich erwarte ja auch von einem Kleinwagehersteller keine E oder S-Klasse.

    Jeder hat ein Gewerk den anerkannten Regeln der Technik entsprechend zu erwarten (wenn nichts anderes vereinbart wurde) Und dann ist es aber sowas von egal ob Einzelvergabe, GU, GÜ, BT


    pauline
    Ich hasse Pauschalisierungen vor allem wenn diese noch unfundiert sind.

    Ich kannte mal ne Hausfrau die konnte nicht kochen = Alle HAusfrauen sind schlechte Köche?
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  14. #13

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Zitat Zitat von Robby Beitrag anzeigen
    Ich hasse Pauschalisierungen vor allem wenn diese noch unfundiert sind.

    Ich kannte mal ne Hausfrau die konnte nicht kochen = Alle HAusfrauen sind schlechte Köche?
    Hallo Robby,

    es sind zunächst mal meine Erfahrungen. Ob die allgemeingültig sind kann ich nicht beurteilen. Aber wenn mir mehrere Estrichfirmen keinen Estrich ohne Kniebretter machen wollen, (es sind schon wieder einige Jahre vergangen) denke ich, das es nicht so selten ist.

    Beim BT sind eben die Kosten sehr knapp kalkuliert; wenn die Firma hinterher überhaupt ihr Geld sieht, warum soll man da nicht flott arbeiten?? Besonders natürlich im Keller, wo keiner darunter wohnt?

    Bezüglich des Dämmstoffes ist ein Mißverständnis entstanden. Ich dachte an den Dämmstoff zwischen den Giebelwänden der Reihenhäuser. Da ist schnell ein Problem durch Mörtelbrücken geschaffen.

    Gruß

    pauline
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Die "Kniebretter" mit "Füßen" hab ich seit zig Jahren nicht mehr gesehen, nun ja es gibt ja auch mittlerweile TK Kost zu kaufen

    Das Mörtelbrückenproblem besteht überall gleich also?

    Und warum soll der Estrichleger mit den "Kniebrettern" schneller sein und daher billiger und nur bei BT? Neee die Argumentation ist nicht schlüssig.
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  17. #15
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    Aaaalso...
    Dass es nicht gut wird, wenn die Ausführung nicht gut ist, erscheint mir logisch. Ist aber nicht das Thema des Threads´. Dass ein Bauträger die meiste Erfahrung mit seinem "Standard" hat, ist auch klar. Der BT hat ja auch nicht versucht, mir hier was anzudrehen und bisher waren die Ausführungen alle korrekt auch wenn wir sicherlich einige Fehler bei der Vertragserstellung gemacht haben, wurden diese bisher nicht "ausgenutzt". Vom Haftungsstandpunkt wäre es sicher das Beste, alles seinen Gang gehen zu lassen, den Schallschutz prüfen zu lassen und dann evtl. später Dämmmaßnahmen für die "Sondernutzung" zu ergreifen.
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