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Gips als Ausfachung?

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  1. #1

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    Gips als Ausfachung?

    Hallo zusammen,

    bei der Sanierung eines "Fachwerkhauses" (2 Stockwerke) bin ich auf eine Ausfachung aus Gipsformen gestoßen. Diese fielen damals in der Glas- und Porzelanindustrie als Abfall an und wurden in einzelnen Regionen häufig als Baumaterial weiterverwendet.

    Folgenden Wandaufbau liegt vor (von innen nach außen):

    Original - ca. 90 Jahre alt (aber soweit ersichtlich, trocken und nicht geschädigt - hoffentlich):

    2-5cm Putz,
    12cm Fachwerk mit Gipsformen und Mörtel ausgefacht,
    Schalung,


    vor ca. 8 Jahren wurde zusätzlich neu aufgebracht:

    Lattung mit 6cm Mineralwolledämmung,
    Konterlattung zur Hinterlüftung,
    Schalung neu,
    diffusionsoffene "Unterspannbahn",
    Naturschiefer.

    Hat jemand mit derartigem Wandaufbau Erfahrungen?

    Meine Frage:
    Reicht die vorhandene Wärmedämmung aus?
    Wie kann sie erhöht werden, ohne das Fachwerk (Tauwasserbildung) zu gefährden?
    Sollte die Ausfachung ausgetauscht werden, was sehr aufwändig wäre.
    Die Außenfassade sollte möglichst nicht verändert werden.

    Eigene Idee:
    Als zusätzliche Wärmedämmung an den Außenwänden von innen eine Vorsatzwand 11,5cm dick ohne Hohlräume direkt an den vorhandenen Putz anmauern, mit Ankern sichern und von innen verputzen.
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  2. Gips als Ausfachung?

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    mir gefällt die jetzige wand und sogar die sanierung vor 8 jahren - warum gutes ändern?
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  4. #3

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    Eben, sehe ich auch so. Die Wand hat eigentlich einen ausreichenden Dämmwert und der Aufbau ist in Ordnung. Wichtiger ist, dass die Wand wirklich trocken ist. MfG
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  5. #4
    Themenstarter

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    H.V.
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    Danke für die zunächst beruhigende Nachricht.

    Was heißt aber "... Wand wirklich trocken ist." und wie kann ich das herausfinden?

    Reicht der Dämmwert langfristig wirklich aus? Die Wand ist doch nur 6cm Mineralwolle+12cm ausgesetztes Fachwerk + zu erneuernder Innenputz dick. (Zum Vergleich, falls erlaubt: Wohngebäude werden derzeit mit 36er Wänden gemauert.)
    Als das Gebäude noch bewohnt war, lag der Heizgasverbrauch, zumindest nach Aussage der damaligen Bewohner doch überdurchschnittlich hoch, trotz neuer Fenster mit Isolierverglasung und zusätzlicher Außendämmung mit 6cm Mineralwolle.

    Was ich noch nicht erwähnt habe:
    Der Innenputz ist stellenweise lose und sehr uneben und sollte soweit möglich durch geeignete Maßnahmen begradigt werden. Die Elektroverkabelung, die Wasserleitungen und die Heizkörperzuleitungen sind veraltet, liegen Aufputz und müssen komplett ausgetauscht werden. Ich will damit sagen, dass gewisse Arbeiten auf jeden Fall erforderlich sind.

    Welche Möglichkeiten hätte ich, diese Arbeiten durchzuführen und gleichzeitig den Dämmwert zu erhöhen?
    Falls ich es richtig verstanden habe, kann ich die Außenfassade und die Ausfachung so lassen.

    Ist die Variante mit der vorgemauerten Wand (z. B. aus Ziegel oder Gasbeton), siehe oben, so abwegig? Welche Varianten gäbe es noch?

    Ich hoffe meine Fragen sind nicht zu lang
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    dämmniveau der wsvo95 .. is doch ned schlecht?
    die innenvormauerung bringt vorrangig viele probleme - thermische, hygrische, statisch-konstruktive ... ich bin bisher "ohne" ausgekommen. installation und egalisierung der wand bekommt man auch anders, zb. mit weichen, elastischen putzen, in den griff, zur not auch mit trockenbau.
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