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Putz im Altbau

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  1. #1
    Muthmann
    Gast

    Putz im Altbau

    Hallo Forum,

    wie beurteilt ihr folgenden Innenputz bei der Altbausanierung:
    Vollziegelwand
    -alter Kalkputz (gut haftend)
    -darauf Malerfertig gespachtelt (Gipsspachtel)
    darein:
    gestemmte Schlitze mit Kupferheizungsrohren
    -verschlossen mit Zementputz (P II) Deckung ca. 2-3 cm
    -und wieder Gipsspachtel.

    Besteht hier Rissgefahr? und wenn, warum?
    Grüße
    Florian
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  2. Putz im Altbau

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  3. #2

    Registriert seit
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    Beruf
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    Beiträge
    55
    Hallo

    Wie alt ist denn das Haus?

    Der Putzaufbau, den Sie beschreiben: Kalk, Gips, Zement, Gips (bei den Leitungen) entspricht nicht der a.a.R.d.T. So macht man das eigentlich nicht. Wenn sie das Haus doch sanieren, würde ich das gleich mitmachen, und zwar dann fachgerecht. Amsonsten Gipsputz auf Kalk geht normalerweise. Also der weichere Putz auf den härteren, nicht umgekehrt.

    Mir fiel der Zementputz zuerst ins Auge.

    Früher (so die letzten 50 Jahre) hat man ja gerne reingeschmiert und verbaut, was grad so zwischen die Finger kam.

    Normalerweise sollte man sich im Altbau mit der Verwendung von Zement aus wenigstens zwei Gründen ein bißchen zurückhalten.

    Zum einen kann man immer davon ausgehen, das wahrscheinlich irgendwo Gips verwendet wurde. Gips und Zement vertragen sich nicht besonders. Dabei entsteht ein Salz (die chem. Bezeichnung habe ich nicht parat), das natürlich ist hygroskopisch, und Hygroskopie (durch Versalzung) ist eine von mehreren möglichen Ursachen für Baufeuchte. Aber gut, vereinzelt, oberflächlich und außerdem im Innenbereich, entwickelt sich das nicht zu einem ernsten Problem.

    Der nächste Grund ist statischer Natur. Nicht gerade mein Gebiet, daher die Erklärung unter Vorbehalt:

    Zement hat eine wesentlich höhere Festigkeit als die üblicherweise verwendeten Baustoffe im Altbau. Durch das Einbringen von Zement treten eben dort möglicherweise (aufgrund dieser erhöhten Festigkeit) im Laufe der Zeit Punklasten auf, und im Mauerwerk hat es plötzlich unausgeglichene und untypische Lastfälle, welche langfristig zur Schädigung des Mauerwerks, und damit des ganzen Gebäudes führen können.

    Dieses Schadensbild hat man allerdings eigentlich nur bei falsch ausgeführten Reparaturmaßnahmen (eben mit Zement) zur Verdichtung, Verfestigung oder Verfüllung von historischem Mauerwerk.

    Also, war zwar nicht ganz ihre Frage, aber ich würde, wenn Sie schon sanieren auf jedem Fall alle Zementplomben entfernen, ich finde einfach auch, so was gehört da nicht rein. Aber gut, das ist eine Frage des Aufwands und außerdem Ansichtsache.

    MfG
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  4. #3
    Muthmann
    Gast
    Hallo Josue,

    danke für die schnelle Antwort.
    Der Altbau ist 5-geschossig und ca. 100 Jahre alt. Die Sanierung mit den Schlitzen wird gerade vom Bauträger vorgenommen und ich vertrete die Käufer, die ordentliche Qualität für ihr Geld wollen.
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  5. #4

    Registriert seit
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    55
    Gerne geschehen.....trotzdem braucht's für so was einen Fachmann vor Ort, da immer (und nur) die dortigen Randbedingung über die nötigen Maßnahmen entscheiden.

    Wer ist denn mit der Sanierung beauftragt?

    Haben sie vielleicht ein Bild des Gebäudes, würde mich mal davon unabhängig interessieren.

    MfG
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