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  1. #1

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    Frage Können wir Bauen ?

    Hallo,

    meine Freundin und ich hatten vor 4 Jahren den Plan 2010 zu bauen.
    Ohne uns groß beraten zu lassen hatte ich damals einen Bausparvertrag über 60000 Euro Bausparsumme abgeschlossen. Dort sind jetzt ungefähr 18000 Euro eingezahlt. Damals bin ich auch recht günstig an ein Baugrundstück
    gekommen (25000Euro). Dieses Grundstück ist vollständig bezahlt.

    Ist es in folgender Situation überhaupt möglich zu bauen ?
    Ich verdiene montalich ca. 1800 Euro Netto. Meine Freundin ist Beamtenanwärterin und bekommt 700 Euro Netto.
    In 1-2 Jahren bekommt sie aber das doppelte.

    Können wir so überhaupt bauen ?
    Was mach ich mit dem Bausparvertrag, da dieser noch nicht Zuteilungsreif ist ? Könnte ich diesen verkleinern auf 40000 Euro Bausparsumme ?
    Ist es möglich Anfangs, wenn meine Freundin nicht soviel verdient kleinere Raten zu Zahlen ?

    Mehr als 800 Euro monatlich gehen denke ich nicht.

    Fragen über Fragen....

    Könnt ihr mir Tipps geben ?
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  2. Können wir Bauen ?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Wie viel soll denn Dein Haus kosten?
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  4. #3

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    Zitat Zitat von keinRat Beitrag anzeigen
    .....
    Mehr als 800 Euro monatlich gehen denke ich nicht.
    Rechnet man mit den üblichen Pauschalwerten, dann ginge auch mehr, ABER kein Pauschalwert kann DEINE realen Kosten berücksichtigen.

    Deswegen gilt: Ausgaben erfassen, falls möglich über ein komplettes Jahr.

    Dann prüfen ob man noch etwas optimieren kann. In diese Aufstellung kann man auch die zu erwartenden Kosten für das neue Haus aufnehmen, beispielweise laufenden Kosten, Instandhaltung, Versicherungen usw. usw. So Dinge wie Grundsteuer etc. sollte man nicht unter den Tisch fallen lassen. Wir haben hierzu schon einige Beiträge verfasst, einfach mal hier im Forum suchen.

    Nun zum BSV. Was man damit anstellt hängt vom Tarif ab. Wird die Bausparsumme reduziert, dann heisst das noch lange nicht, daß morgen das Geld auf dem Konto liegt. Wieviel Zeit Du einplanen solltest, sagt Dir Dein freundlicher "Berater". Er sollte den Vertrag und die Tarifdetails kennen.

    Die Frage ist, wieviel Liquidität kostet Dich der BSV und wäre dieses Geld anderweitig nicht besser angelegt. Evtl. wäre es sinnvoller den BSV zu kündigen und das Geld in die Hausfinanzierung zu stecken. Es wäre zu prüfen, wieviel Lehrgeld diese Strategie kostet......womit wir wieder beim Tarif etc. wären....s.o.

    Gehen wir mal von einer monatlichen Belastung von 1.000,- € aus, dann solltest Du darauf achten, daß das Haus Pi*Daumen < 200T€ kostet. Baunebenkosten nicht vergessen.
    Wird´s teurer, dann wäre das auch noch irgendwie zu schultern, aber eine Finanzierung die auf Kante genäht wird, birgt auch Risiken in sich. Deswegen sollte man den Tilgungsanteil nicht zu niedrig ansetzen (schnelle Entschuldung) und dafür sorgen, daß die Finanzierung flexibel bleibt (Bsp.: Sondertilgungen vereinbaren).

    Ich würde mit dem jetzigen Einkommen rechnen (ca. 2.500,- €/Monat), und wenn in 2 Jahren mehr zur Verfügung steht, dann hat man eben mehr Reserve. Diesen Überschuß kann man dann in Sondertilgungen stecken oder ansparen. Wer weiß, irgendwann sind vielleicht Kinder angesagt, und dann sieht es mit den monatlichen Einnahmen und Ausgaben schon wieder ganz anders aus. Ein paar Euro Reserve können da nicht schaden.

    Gruß
    Ralf
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  5. #4
    Avatar von rainerS.punkt
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    Hallo,

    entscheidend ist nicht, ob ihr denkt, dass ihr 800 Euro im Monat abzahlen könnt, sondern ob die Bank das auch so sieht. Ab da wo deine Freundin verbeamtet ist, läuft das mit dem Kredit sicher deutlich besser ;-)


    Viel Glück!
    Rainer
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  6. #5

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Es soll einen hochrangigen Beamten in Bonn gegeben haben, der Bausparen als Sparen für die Dummen bezeichnet haben soll. Gleichgültig ob diese Ausage getätigt wurde, falsch ist sie sicher nicht.

    Daß bei dem derzeitigen, von den amerikanischen Politikern ausgelösten Problemen an den Finazmärkten, auch besondere Gewinne möglich sind, haben die Bausparer jedenfalls nicht bemerkt.

    Bei etwas Mut und Glück konnte man in den letzten 3 Monaten, sein Geld verdoppeln. Wie lange spart man da am Bausparvertrag???

    Vor 6 Monaten war das sogar noch steuerfrei!!

    Jetzt ist alles steuerpflichtig; aber wir sollen "für das Alter vorsorgen." Die größten und am besten bezahlten Kabarettisten sind eben die Politiker immer noch selbst.

    Natürlich kann man einen BSV von 60 auf 40.000 reduzieren. Aber die Abschlußgebühr wird dabei nicht erstattet. Die hat der "Berater" sich eben schon verdient. Die Zuteilung erfolgt dann bei der geringeren BSS eben schneller. Noch schneller wäre sie bei gleicher Sparleistung erfolgt, wenn man gleich nur für 40.000 abgeschlossen hätte.

    Auch die steuerliche Bindung muß man beachten. Allerdings nur , wenn man jetzt das Geld abhebt, an der Börse anlegt und später damit bauen will. Wer das Geld direkt zum bauen verwendet, ist von den Fristen nicht betroffen.

    Wer beim Bausparen "schnellspart" soll besonders geringe Vorteile damit haben. Aber das untersuchen gelegentlich Finazmathematiker wie V. Lohmann aus Reutlingen.

    pauline
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  7. #6
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    ist es eigentlich sinnvoll im monat ca. 800 euro abzuzahlen und falls man mehr zahlen kann dieses geld einmal im jahr in form von sondertilgungen abzahlt ?

    so hat man den betrag genauso schnell abgezahlt, hat aber noch etwas geld reserven falls sich was an der persönlichen situation ändert und man nicht mehr soviel geld zur verfügung hat ( z.b. arbeitslosigkeit ).
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  8. #7

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    Zitat Zitat von keinRat Beitrag anzeigen
    ist es eigentlich sinnvoll im monat ca. 800 euro abzuzahlen und falls man mehr zahlen kann dieses geld einmal im jahr in form von sondertilgungen abzahlt ?
    Jeder getilgte Euro spart Zinsen, und zwar ab dem Zeitpunkt an dem die Tilgung erfolgt. Es wäre daher unsinnig das Geld länger zu parken, wenn man dadurch keine Rendite erzielt die über den Schuldzinsen liegt.

    ABER Tilgungen sollten nicht dazu führen, daß man keine Liquidität mehr hat und im Notfall das Geld teuer bei der Bank leihen muss.

    Deswegen sollten die Raten zwar mit einer möglichst hohen Tilgung versehen werden, aber es muss noch ausreichend Luft zum Leben bleiben. Ob man über diese Liquidität hinaus noch weitere Reserven aufbauen sollte, hängt von der Risikoeinschätzung jedes Einzelnen ab.

    Man muss also Prioritäten setzen die auch von der persönlichen Einstellung abhängen.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8
    Themenstarter

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    falls meine freundin irgendwann mal nicht mehr arbeiten geht ( mutterschaftsurlaub o.ä.) muss ja zum abbezahlen auch ein gehalt reichen, das wären dann ca. 1800 euro. Wenn man dann bedenkt, dass davon 1000 euro am darlehen abgezahlt werden und man auch noch 200 - 300 Euro für nebenkosten weglegen muss, wird das denke ich ziemlich knapp. deshalb dachte ich 800 euro wären erheblich besser.

    zu den zeiten, wenn meine freundin normal arbeitet und auch ich normal arbeite ( ist ja momentan keine selbstverständlichkeit -> arbeite in der automobilbranche ) könnten wir natürlich mehr rückzahlen. gibt es da noch eine möglichkeit außer sondertilgung.
    ich denke dadurch sind wir dann ziemlich flexibel.
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  10. #9
    Avatar von rainerS.punkt
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    Hi,

    mehr Möglichkeit als die Sondertilgung brauchst du eigentlich nicht mehr. Solltest du im Lotto gewinnen und nicht wissen, wohin mit dem ganzen Geld, kannst du mit der Bank sicher über alles verhandeln, aber andererseits kann dir dann auch jede monatliche Rate egal sein .

    Du musst auch immer sehen: Ihr wollt die nächsten 30 Jahre vielleicht nicht NUR fürs Haus leben, sondern vielleicht auch mal Urlaub machen, euch was Größeres leisten etc.

    Viele Grüße
    Rainer
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  11. #10
    Avatar von rainerS.punkt
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    PS: ... oder KInd bekommen: Das ist exakt bei uns derzeit die Situation: Finanzierung insgesamt auf zwei volle Einkommen geplant, Kind bekommen, Teil des Einkommens entsprechend "verschwunden". Dann guter Beratung und ein wenig Puffer funktioniert das jetzt trotzdem, aber mit einem Portugalurlaub wird es dieses Jahr nix und auch die "richtige" Terrasse wurde erstmal vertagt .

    r.
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  12. #11
    Themenstarter

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    herzlichen glückwunsch zu eurem kleinen...

    wie hoch ist üblicherweise die sondertilgungsmöglichkeit ?

    ich denke, wenn ich monatlich 800 euro zahle und bis zu 5000 euro sondertilgen kann, wären wir ziemlich flexibel.
    ist es üblich "nur" 800 euro am kredit abzubezahlen oder ist das in der regel viel mehr. das haus soll den preis von 200000 euro nicht übersteigen.
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  13. #12
    Avatar von rainerS.punkt
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    Wenn allein das Haus schon 200Tsd kostet, wird das nix . Wir können bis zu 6Tsd im Jahr sondertilgen, haben aber auch KfW-Kredite mit drin, die diese Möglichkeiten bis zur sofortigen Komplettablösung (Lottogewinn ) eh bieten.

    800 Euro ist sicher eine gute und realistische Größenordnung. Die Frage ist natürlich auch, was ihr bspw. über Eigenleistungen erschlagen könnt oder als Eigenkapital schon vorhanden ist.

    Und danke! ;-)
    Rainer
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13

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    Zitat Zitat von keinRat Beitrag anzeigen
    wie hoch ist üblicherweise die sondertilgungsmöglichkeit ?
    Je nach Bank verschieden, üblich sind 5%-10% der Darlehenssumme.
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  16. #14
    Igel
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    Von mir herzlichen Glückwunsch zu einem Grundstück in Hamburg für 25.000 Euro.
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