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Ausführung horizontale Abdichtung; Bitte prüfen

Diskutiere Ausführung horizontale Abdichtung; Bitte prüfen im Forum Abdichtungen im Kellerbereich auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Ausführung horizontale Abdichtung; Bitte prüfen

    Hallo Experten,

    meine Frage bezieht sich auf die horizontale Abdichtungsbahn.

    Nach meinem Verständnis sollte diese, um mit der vertikalen Abdichtung verbunden werden zu können, aus dem Wandbereich genügend ausstehen.
    Siehe auch: sv-carden.de

    Hier nun ein Foto und das Detail des Architekten:


    Wie schätzt Ihr diese Ausführung ein?
    Entspricht diese den angewandten Regeln der Technik?

    Kommenden Montag werde ich meinen Architekten diesbezüglich kontaktieren um seine Einschätzung zu hören. Vielen Dank für die Meinungen schon einmal vorab.

    syssiter
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  2. Ausführung horizontale Abdichtung; Bitte prüfen

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    Fragen über Fragen...

    1. Lastfall nach DIN 18195?

    2. Ist die Bodenplatte nur aus "WU-Beton" oder ein "WU-Bauteil" also an sich dicht gegen angreifende und schädigende Wässer?

    3. Höherwertige Nutzung? Wohnraumähnlich? Wo ist die Abdichtung gegen Diffusion?

    4. Soll das eine Dränanlage entsprechend DIN 4095 werden? Wo ist da der Drän?

    5. Wie sieht die vertikaöe Abdichtung aus?

    6. Daraus ergibt sich die Beantwortung der Frage, denn

    6.1 wenn eine Dränanlage entsprechend DIN 4095 (oder auch so) nur den LAstfall der DIN 18195-4 vorliegt gilt:

    6.1.2 Außen- und Innenwände von Gebäuden sind durch mindestens eine waagerechte Abdichtung (Querschnittsabdichtung)
    nach 7.2 gegen aufsteigende Feuchtigkeit zu schützen.

    Ist gegeben

    6.1.3 Die Abdichtung nach 6.1.1 muss unten bis zum Fundamentabsatz reichen und so an die waagerechte Abdichtung
    nach 6.1.2 herangeführt oder mit ihr verklebt werden, dass keine Feuchtigkeitsbrücken, insbesondere im
    Bereich von Putzflächen entstehen können (Putzbrücken).

    Außen beim geschilderten Lastfall kein Problem. Da muss auch nichts wirklich überstehen, denn das große "überstehen" wäre eher ein zu befürchtender Trennriss in außenseitigen Abdichtung.

    Innen wäre zu prüfen wie die Raumnutzung und Abdichtung sein soll.
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  4. #3
    Bauexpertenforum
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    Fragen die viel interessanter sind?

    Ist das eine Schweißbahn?
    Ist die Bahn besandet?
    ist unter der Bahn mit Mörtel abgeglichen?
    Steht die Bahn bei höherwertiger Nutzung innen über?
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hallo Robby,

    vielen Dank für dein Feedback.

    Zu deinen Fragen:

    1. Lastfall nach DIN 18195?
    Im Bodengutachten ist aufstauendes Sickerwasser benannt. Der Boden ist sehr bindig und deshalb gibt es unter der Bodenplatte und umlaufend eine Drainage (die Rohre sind im Detail leider nicht zu sehen...)

    2. Ist die Bodenplatte nur aus "WU-Beton" oder ein "WU-Bauteil" also an sich dicht gegen angreifende und schädigende Wässer?
    Die Bodenplatte ist von der Bewehrung her als WU-Teil gerechnet. Der Beton erfüllt ebenfalls dieses "Kriterium". Ohne deine Begriffe exakt definieren zu können (bin interessierter E-Technik Ingenieur) denke ich, dass es sich um ein WU-Bauteil handelt.

    3. Höherwertige Nutzung? Wohnraumähnlich? Wo ist die Abdichtung gegen Diffusion?
    Eine Diffusionssperre ist ausgeschrieben und soll eingebaut werden (heißverklebte Bitumenbahn G 200 S 4)
    ausgeschrieben ist:
    4.1. Abdichtung gegen Diffusion
    heißverklebte Bitumenbahn G 200 S 4 incl. Voranstrich für die Kellersohlplatte alukaschiert auf ge-reinigter Bodenplatte fachgerecht aufbringen


    4. Soll das eine Dränanlage entsprechend DIN 4095 werden? Wo ist da der Drän?
    Leitung soll neben die Sauberkeitsschicht in einer Sickerpackung (vortsetzung des Filterkieses und des Flies der Flächendrainage)

    5. Wie sieht die vertikaöe Abdichtung aus?
    Ausgeschrieben ist:
    4.1. Horizontalabdichtung im Wandaufstandsbereich
    Streifenabdichtung auf vom Auftragnehmer gereinigter, schlämpefreier Betonbodenplatte frei von Zementleim, Schmutz, Staub, Öl, Fett und losen sowie haftungsmindernden Bestandteilen, im Wandaufsatzbereich (Außen- und Innenwände) mit ca. 5 cm seitlichem Überstand nach dem Remmers Kiesol System bestehend aus:
    - 1 x Grundverkieselung (Aufsprühen von Kiesol 1:1 in Wasser u. anschl. Aufschlämmen von Rem-mers Dichtschlämme nach 15min. Wartezeit „frisch in frisch“; laut Verarbeitungsrichtlinie)
    - 1 x Schlämmauftrag (laut Verarbeitungsrichtlinie)
    einbauen und die erste Mauerwerksschicht mit Mörtel herstellen

    4.2. Senkrechte Flächenabdichtung
    Den Untergrund Kalksandsteinmauerwerk des Kellergeschosses mit Kiesol 1:1 verdünnt mit Wasser grundieren (aufsprühen) und
    - mit einer Kratzspachtelung zur Untergrundegalisierung versehen
    - Dickbeschichtung auf durchgetrocknete Kratzspachtelung bzw. lufttrockene Kiesol Oberfläche zweischichtig Auftragen
    - die Verarbeitungshinweise des Herstellers sind zu beachten

    4.3. [A] Flexible Flächenabdichtung
    Flexible Flächenabdichtung, gegen aufstauendes drückendes Wasser, auf Kalksandsteinso-ckel.Mauerwerk fachgerecht aufbringen, h = 2,70m, bestehend aus:
    - Voranstrich mit Europlan 3 K 1:10 mit Wasser verdünnt
    - Deckspachtelung nach Auftrocknung des Voranstrichs mit Superflex 10; Schichtdicke 6mm;
    - Für die Flächenabdichtungsarbeiten müssen die Verarbeitungsrichtlinien der Fa. Deitermann Chemie beachtet werden und sie sind Vertragsbestandteil, d.h. insbesondere vollfugiges Mauerwerk, keine Grate, Säuberung der Fundamentvorsprünge von Erdreich, Schmutz, Mörtelresten, offene Fugen mit Plastikol füllen, Füllspachtelung von Lunkerflächen mit Superflex 10;



    So, hab gerade deine weiteren Fragen gesehen, also dann...

    Ist das eine Schweißbahn?
    Ist die Bahn besandet?
    ist unter der Bahn mit Mörtel abgeglichen?
    Steht die Bahn bei höherwertiger Nutzung innen über?


    Bitte schau Dir die beiden Bilder an.


    Das Fabrikat der Bahn habe ich nicht ausfindig gemacht... Vielleicht liegt auf der Baustelle noch etwas herum.

    Letztendlich steht immernoch die Frage im Raum, ob die Ausführung bis hierher (ist ja noch nicht abgeschlossen) "korrekt" ist.

    syssiter
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  6. #5
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    Ich sehe
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    4.

    Sind gut

    5. in der Beschreibung mit DIchtschlämme nicht DIN konform und nicht aRdT

    Anderes:

    Sieht aus wie Schweißbahn mit Vorstrich = Gleitschicht wenn es so wäre gleich Schadenträchtig und unzulässig!

    DIN 18195 - 4

    7.2 Waagerechte Abdichtungen in oder unter Wänden
    Für die waagerechte Abdichtung in oder unter Wänden sind
    – Bitumen-Dachbahnen mit Rohfilzeinlage nach DIN 52128,
    – Bitumen-Dachdichtungsbahnen nach DIN 52130,
    – Kunststoff-Dichtungsbahnen nach Tabelle 5 von DIN 18195-2 : 2000-08
    zu verwenden.
    Nicht bitumenverträgliche Kunststoff-Dichtungsbahnen nach DIN 16938, DIN 16734 und DIN 16735 dürfen nur verwendet
    werden, wenn sie nicht mit Bitumenwerkstoffen in Berührung kommen.
    Die Abdichtungen müssen aus mindestens einer Lage bestehen. Die Auflagerflächen für die Bahnen sind mit dem
    jeweils verwendeten Mauermörtel nach DIN 1053-1 so dick abzugleichen, dass waagerechte Oberflächen ohne für
    die Bahnen schädliche Unebenheiten entstehen.
    Die Bahnen dürfen nicht aufgeklebt werden und müssen eine durchgehende Abdichtungslage bilden. Sie müssen
    sich um mindestens 200 mm überdecken. Die Überdeckungen dürfen verklebt werden. Wenn es aus konstruktiven
    Gründen notwendig ist, können die Abdichtungen in den Wänden z. B. stufenförmig ausgebildet werden, damit
    horizontale Kräfte übertragen werden können


    gegen gleiten sind die Bahnen dann besandet zu wählen
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  7. #6
    Bauexpertenforum
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    Jou - und das wars dann schon
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  8. #7
    Themenstarter

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    OK,

    vielen Dank bis hierher.

    Ich werde mich morgen vormittags auf der Baustelle nach dem Fabrikat der Bahn und dem Voranstrich umsehen.
    Auf einem der Fotos steht ja ein Behältnis...

    Bahn und Voranstrich etwas näher.


    Material:


    syssiter
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  9. #8
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    Dann "viel Spaß"
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  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Bis auf das verwendete "schweißbahn" sieht alles nach saubere Arbeit aus. Die Dichtungsschlämme auf dem ausgleichstein hätte man ganz weg lassen können.

    @syssiter
    BEVOR gemauert wird sollten sie es überprüfen um was für ein bahn es sich handelt!!!
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  11. #10
    Themenstarter

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    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die Hinweise.

    Nachdem ich nun auf der Baustelle war, konnte ich tatsächlich noch ein paar "Muster" der verwendeten Materialien finden.

    Bei der Bitumenbahn handelt es sich um Hassodritt V60 S4 Alukaschiert



    Der Bitumenvoranstrich stammt wohl von BauKing:


    Ob die Bahn nun besandet ist oder nicht, kann ich nicht sagen. Nach meinem laienhaften Verständnis sieht es aber so aus also ob...


    Ist nun also Entwarnung diesbezüglich angesagt?

    syssiter
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  12. #11
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Zitat Zitat von syssiter Beitrag anzeigen

    Ist nun also Entwarnung diesbezüglich angesagt?
    Es ist ein schweißbahn. Schweißbahnen im und unter mauerwerk...
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  13. #12
    Themenstarter

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    Yilmaz,

    nach deinem Hinweis und etwas Recherche im Internet habe ich nun erfahren, dass an dieser Stelle Bauteile wie zum Beispiel eine R 500 besandet
    oder eine G 200 DD oder G 200 S4 auch hier besandet eingebaut werden müsste und eben nicht eine V60 Schweißbahn.

    Fragen über Fragen...
    Was sind nun die Konsequenzen wenn es so bleibt?
    Ist es "üblich" Nachbesserung zu verlangen?
    Wie weit kann ich gehen?

    ein beunruhigter,
    syssiter
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  14. #13
    Bauexpertenforum
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    Schweißbahnen sind sowieso unzulässig und neigen zu ausquellendem Bitumen unter Last. Ebenso dürfen diese nicht aufgeklebt oder geschweißt sein, da dies eine Gleitschicht bildet auf der das MAuerwerk durch seitlichen Erddruck verschoben werden kann.

    Das ist ein Rückbaufall...
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    wie ist der aktuelle stand des bauablaufes?
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  17. #15
    Themenstarter

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    Was mir dabei auch nicht gefällt sind die Plansteine im Wasser, aber das ist wohl das geringere Übel...

    Werde versuchen den Architekten zu erreichen...Er ist ja gleichzeitig für die Leistungsphasen 8 und 9 beauftragt...

    Wie kann ich denn nun am nervenschonendsten Vorgehen?

    syssiter
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