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  1. #1

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    Fragen zur Dachdämmung

    Liebe Forengemeinde,

    ich möchte gerne im zuge des DG-Ausbaues meines EFH die Dämmung optimieren / erneuern und bin etwas ratlos. Je mehr Spezialisten ich Frage, desto mehr verschiedene Antworten und Empfehlungen bekomme ich. Vielleicht wird mir in diesem Forum geholfen?

    Zum IST-Zustand:

    Dachaufbau:
    - Dachziegel
    - Lattung
    - Bitumenbahn / Dachpappe (schwarze, zähe Pappe)
    - 2cm Weichholzfaserplatte, unbehandelt

    Darunter die 18er Sparren, und als Zwischensparrendämmung:
    - Hinterlüftung
    - 10cm Mineralwolle, alukaschiert (040er oder schlechter, BJ82 halt)

    Ergänzung:
    Als Fassadenkonstruktion habe ich ein 2schaliges Mauerwerk mit hinterlüfteten Voll-Klinkersteinen und MiWo Dämmung darin.

    Die Luft strömt unten an der Wand durch Schlitze ins Mauerwerk, strömt dann nach oben in den Traufkasten, von dort dann über das Dach in den ungedämmten Dachspitz, dort durch den Dachreiter (oder wie nennt man das?) nach draußen.

    Soweit, sogut.

    Jetzt habe ich folgende Aussagen:
    - Hinterlüftung des Daches muss unbedingt erhalten bleiben weil es im Verbund mit der Klinker-Hinterlüftung ist
    - Kein Problem, eine Volldämmung ist möglich wenn eine Klimamembran (Isover Vario) verwendet wird, Vollklinker braucht eigentlich gar nicht hinterlüftet werden.
    - Kaltdach ist im Sommer kühler, Warmdach wird zur Sauna.

    Variante 1 (Kaltdach):
    - 3cm Hinterlüftung
    - Zwischensparrendämmung 15cm Isover MiWo mit WLG 032
    - Untersparrendämmung 3cm Isover MiWo WLG 032 od. 035
    Gesamt U=0,175 W/m²K

    Variante 2 (Warmdach):
    - 18cm MiWo WLG035 (nur Zwischensparrendämmung)
    - Klimamembran
    Da keine Hinterlüftung mehr wäre, würde die Weichholzplatte auch zum Dämmwert dazugerechnet werden: 2cm Holz WLG 045
    Gesamt U=0,172 W/m²K

    Variante 2 hätte den Vorteil dass keine Untersparrendämmung mehr gemacht wird (mehr Platz bei 45° Dachneigung und 60cm Kniestock) und entsprechend günstiger wäre. Aber wenn mir dann alles zusammenfault oder im Sommer die Hitze unter dem Dach steht würde ich lieber mehr Geld und Arbeit investieren.

    Was meint Ihr?

    Ich bin etwas sehr ratlos.

    Grüße
    Christian
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  2. Fragen zur Dachdämmung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Hallo @Christian,

    eine Beurteilung aus der Ferne ist zum speziellen Fall schwer möglich.
    Auch fehlen bei der Beschreibung noch einige relevante Details, wie raumseitige Bekleidungsausbildung, Aussage zu eventuell schon vorhandenen Feuchteproblemen...

    Deshalb nur ein kurzer Hinweis:
    Wenn es lediglich um die Verbesserung der Wärmedämmung im Dachbereich geht und die Außenwände keine zusätzliche Dämmung erhalten sollen, liegt aus meiner Sicht das Kernproblem im Bereich der lückenlos auszubildenden Luftdichtheitsebene, insbesonder bzgl. des fachgerechten Anschlusses der Mauerkrone zur Dachebene. Auch alle Durchdringungen der inneren Wandschale sind kritisch zu bewerten.

    Mein Rat dazu: Von einen Fachkundigen aus der Region vor Ort ein tragfähiges Sanierungskonzept auf der Basis der Ergebnisse einer differenzdruckgestützten Leckageuntersuchung erstellen lassen und für die Ausführung der konziperten Montagearbeiten eine dafür speziell geschulte Fachfirma beauftragen. Planer wie Ausführender haften gesamtschuldnerisch für den Erfolg.

    Das Unternehmen, was ich für die komplette Planungs- und Ausführungsleistungen aus einer Hand favorisieren würde, sitzt leider entfernungsmäßig zu weit weg.

    Einen ersten Ansprechpartner in Ihrer Nähe finden Sie jedoch bestimmt hier .

    Viel Erfolg!

    Mit freundlichem Gruß aus Erfurt
    KPS.EF
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo & Guten Morgen,

    Angaben zu raumseitige Bekleidungsausbildung und vorhandene Feuchtigkeitsprobleme fehlen, weil beidesn noch nicht vorhanden ist ;-)

    Fast das gesamte DG sind derzeit im gedämmten Rohbauzustand, also Zwischensparren-Dämmung drin, Estrich, Mauern, Fenster. Stand von '82.

    Die Aussenwände können nicht nachträglich gedämmt werden, da es ein 2schaliges verklinkertes Mauerwerk ist. Wegen einer ca. 6cm MiWo Dämmung darin ist eine Einblasdämmung nicht möglich. Für derzeit 150qm beheizte Wohnfläche habe ich einen Heizenergieverbrauch im letzten Winter von ca. 17.850 kWh / 2100l Öl.

    Die nächsten Jahre soll das DG dann Schritt für Schritt für die Kinder ausgebaut werden, möglichst viel in Eigenleistung. Dachfenster und Fenster werden von Fachfirmen eingebaut, Dämmung und Innenausbau muss ich selbst stemmen. Dass die Innendämmung so dicht wie möglich gemacht werden muss, die Fenster und die alte Dämmung rauskommt versteht sich von selbst.

    Generell wäre ich erst mal dankbar eine Auskunft zu bekommen, ob ein hinterlüftetes Dach Sommerhitze mehr draussen lässt als ein Warmdach.


    Gruß
    Christian
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  5. #4

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    Ich würde Variante 1 Wählen
    Die Klimamembran ist zwar schön macht auch Sinn in der 2 Variante wäre mir aber mit der Dachpappe zu Risikoreich in Sachen Feuchteschutz.
    Somal wenn eine Hinterlüftung schon da ist würde ich diese nicht schliessen.

    Zur 1 Variante gehört natürlich noch eine Dampfbremse.

    Zur Untersparendämmung:
    Eine Lattung muss eh auf der Unterseite befestigt werden um evtl Rigipsplatten oder eine Verkleidung zu verschrauben. Zumal vermindert die Untersparrendämmung das Risiko von Wärmebrücken bei einer schlecht verlegten Zwischensparrendämmung(Überänge)
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  6. #5

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    http://de.wikipedia.org/wiki/Kaltdach
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  7. #6

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    schlecht verlegten Zwischensparrendämmung
    das wäre ja Pfusch, den du mit der Untersparrendämmung versteckst, aber die Folgen werden spürbar sein.....


    Gipser
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