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Raumakustik verbessern, mit Sto Silentyl?

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  1. #1

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    Raumakustik verbessern, mit Sto Silentyl?

    Eine Frage an die Maler- und Putzer-Gemeinde:
    Ich bin in meinem EFH-Neubau gezwungen, die Raumakustik zu verbessern, da die Räume schallhart sind (Bodenbelag = Fliesen, 2.80 m Raumhöhe ab FFOK)

    Hat hier jemand Erfahrung mit der Akustiktapete Sto-Silentyl (nach meiner Recherche gibt es keine Alternativ-Produkte, ich hoffe dass die Namensnennung in Ordnung geht)

    Mich interessiert die Verarbeitung.
    Wie werden Ecken (Innen/Außen) ausgeführt?
    Was kostet der Quadratmeter komplett bei einwandfreiem und grundiertem Untergrund (feine Quarzhaftbrücke) vom Fachbetrieb.
    Wie ist in etwa der Anteil an Materialkosten.

    Und noch besser wäre - gibt es irgendein Alternativprodukt, DEKOZELL und Akustikputze sind bekannt! Danke im voraus.

    herzliche Grüße
    Ralf
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  2. Raumakustik verbessern, mit Sto Silentyl?

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  3. #2

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    Sind denn die inneren Bekleidungsebenen schon alle montiert?

    KPS.EF
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  4. #3

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    Warum nicht das Naheliegende tun, und ne Akustikdecke einbauen? Die hätte den Vorteil relativ breitbandig alle Frequenzen zu dämpfen, während so "dünne" Dämpfungen schon technisch gesehen nur im Hochtonbereich eine Verbesserung bringen können.
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  5. #4
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    @KPS
    mir ist nur aufgefallen, dass lt. Sto-Website bei jeder Ecke (evt. sogar bei Innenecken) spez. Profile gesetzt werden sollen. Wand und Decken-Anschlüsse habe auch ihre eigenen Profile.
    2 Räume haben einen Erker, und das sieht erstmal ungünstig für dieses System aus.
    Wände und Decken haben einen Kalk-Zementputz und sind gestrichen mit quarzhaltigem Putzhaftgrund. Ich denke hiermit bin ich flexibel bei der Wahl des End-Belages.

    @kalauer71
    Ich brauche idealerweise alle Wand- und Deckenflächen.
    Akustikputze haben einen akzeptablen Alpha-W, ihre Schwäche sind die tiefen Frequenzbänder, und genau da habe ich die größten Schwierigkeiten.
    Momentan habe ich einen geschätzten Nachhall von 3 - 4.5 s, schlimmer als in jeder Kathedrale. Telefonieren ist z.B. gar nicht möglich.

    Ich hätte es schön gefunden, wenn Wand- und Deckenflächen einheitlich gewesen wären. Gespritzte Akustikputze haben auch immer den Nachteil, dass sie lange nachrieseln und nicht so prickelig aussehen.

    Aber klar, evt. bliebe noch Akustikputz 15 mm (geglättet), und die Wände als zweilagigen Filzputz oder Deko-Putz.

    Abgehängte Decke kommt nicht in Frage wegen Einbuße der Raumhöhe.
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  6. #5

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    Tja, dann weiterhin viel Spaß mit diesem grob fehlgeplanten Raum...!
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  7. #6

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    Hallo @Bughandle,

    bei der angefragte "Akustiktapete" (mit einer Schichtdicke von beachtlichen 10 mm) wird man für eine fachberechte Montage wohl im Normalfall nicht um die bereits erwähnten Randabschlussprofile herumkommen. Auch wäre dieses Material für die Lösung Deiner speziellen Problematik gewiss nicht optimal.

    Meine zuletzt schalltechnisch begleiteten "Sanierungsprojekte" hatten ähnliche Ausgangswerte bei gleichzeitig hohen optischen/gestalterischen Ansprüchen der Auftraggeber (lagen aber nicht im EFH-Bereich).

    Sollten speziell im tieffrequenten Bereich solch hohen Nachhallwerte anliegen, verlangt die schalltechnische Ertüchtigung ein konzeptionelles Vorgehen.

    Der Ausgangspunkt sollte eine frequenzgang-geführte Nachhallmessung (möglichst mit Terzfilter) sein.

    In Abhängigkeit vom Volumen, der raumbegrenzenden Wand-, Boden- und Deckenkonstuktionen (Lage bzw. Anordnung zueinander, Material- und Oberflächenbeschaffenheit), der späteren Einrichtungsgegenstände, die Nutzungsart der Räume und deren optischen Gestaltungsanforderungen wäre dann gemeinsam eine optimale Sanierungsvariante zu ermitteln und diese auch preislich zu fassen.

    Alles andere bleibt Stückwerk.

    Mit freundlichem Gruß (auch an den Planer Hauses )

    KPS.EF
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  8. #7
    alteis
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    Hallo, ich war heute mit einem ähnlichen Problem befasst, und habe http://www.baswa.com gefunden. Vielleicht hilfts.
    Frohe Pfingsten
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  9. #8

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    Hallo ...

    @alteis,

    danke für den Link.

    Die Suche nach einem für jeden einzelnen Problemfall optimalen Material ist gewiss eine wichtige Lösungskomponente ... jedoch steht vor der Therapie gewiss eine aussagekräftige Diagnose auf der Basis einer ausführlichen Untersuchung .

    Gerade bei tieffrequenten Störpegeln sind zur Feststellung und Beseitigung stehender Wellen weiterführende Überlegungen notwendig.

    @bughandle,

    nehme an, dass alle Wände und Decken für eine weitere "Beschichtung" bereits relativ unveränderlich bereit stehen und die Räume noch keine Einrichtungsgegenstände enthalten !?

    MfG aus Erfurt
    KPS.EF
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  10. #9
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    Zitat Zitat von KPS.EF Beitrag anzeigen
    nehme an, dass alle Wände und Decken für eine weitere "Beschichtung" bereits relativ unveränderlich bereit stehen und die Räume noch keine Einrichtungsgegenstände enthalten !?
    JA, genauso ist es!
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  11. #10

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    Bleibt der Fußboden schallhart?
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  12. #11
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    Zitat Zitat von KPS.EF Beitrag anzeigen
    Bleibt der Fußboden schallhart?
    ja (Fliesen).
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  13. #12

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    Wenn Sie die frequenzganggestützte Nachhallmessung (die ich jedoch dringend anrate) scheuen könnten Sie alternativ versuchen:

    Sich mittels Simulationsprogramm ("Raumakustikrechner")auf Basis der Raum-Maße, der Wand-, Decken- und Fußbodenbeschaffenheit (Materialart, Oberflächenbeschaffenheit, ...) eine grobe Orientierung für mögliche Auswirkungen bzgl. denkbarer Veränderungsvarianten zu verschaffen ...

    Anschließend die Oberflächenbeschichtung dementsprechend fertig zu stellen,...

    Die Räume fertig ein zu richten, ...

    Den verbleibenden störenden Nachhall-Pegel ab zu warten, ...

    Nachträgliche Sanierungsmöglichkeiten zu suchen.


    Messen und (Nach-)Planen ist jedoch in jedem Fall besser!

    Welche zeitlichen Zwangspunkte stehen an?

    KPS.EF

    P.S.: Was sagt eigentlich Ihr Entwurfsverfasser zu Ihren Problemen?
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  14. #13
    Themenstarter

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    danke an KPS.EF!
    Ich habe schon vor dem Rohbau mit einem Raumakustik-Programm, das die Geometriedaten und die Oberflächen berücksichtigt gerechnet.
    Die Ergebnisse spiegeln sich zum Teil mit dem IST-Zustand. Die drastischen Ausreißer kommen evt. von Koinzidenzfrequenzen des Mauersteins (Porenbeton) und dem Innenputz aus Kalk-Zement.
    Die miesen Nachhallzeiten sind subjektiv v.a. in den Tieffrequenzen.

    Da der Raum zu drei Seiten Fenster hat, werden wir mit schweren und großflächigen Vorhängen arbeiten. Das bloße Auslegen des Bodens mit dünnem Filz hat die Nachhallzeiten in den Mitten und den Höhen schon deutlich verbessert.

    Ich hoffe, dass mit og. Maßnahme in Verbindung mit einigen geeigneten Absorbermaterialien wie Couch und evt. einigen Wohnraumkompatiblen Absorber-Matten hinter Bilderrahmen, das Ganze in den Griff zu bekommen ist.

    Zusätzlich werde ich wahrscheinlich einen geglätteten Akustikputz anbringen lassen. Leider sind Maßnahmen über die Decke nur möglich, solange sie mir nur max. 4 cm Deckenhöhe rauben. Daher wird für diese Fläche eh nur Akustikputz in Frage kommen.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Leider berücksichtigen die "normalen" Raumakustik-Rechner kaum eventuellproblematische Raummoden im tieffrequenten Bereich ...

    Wenn nach endgültig feststehender Einrichtung noch Probleme auftreten, könnte man auf jeden Fall noch über abgehängte Deckensegel (z. B. L-förmig in einer Raumecke mit aufgelegtem Absorber) nachdenken!

    Also dann vielleicht doch besser: Erst fertig stellen, dann subjektiv den Erfolg einschätzen und gegebenenfalls Nachbesserungen anstreben!

    Ein Zwischenbericht wäre wünschenswert!

    Danke für die spannende Aufgabenstellung!

    KPS.EF
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  17. #15
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    Hier kurz Rückmeldung über das Ergebnis.

    Das Problem war zweigeteilt, zum Einen erfassen die og. Raumakustik-Programme, wie KPS schon schrieb, die Raummoden nicht. Zum Anderen hatte ich von Anfang an auf einen speziellen gespritzten Dekoputz auf Zellulose-Basis als Wandbelag zur Akustikverbesserung gesetzt, dieser hat einen vom Hersteller ausgewiesenen Alphaw von ca. 0,30.
    Die Nachhallzeit hätte mit dem Material rein rechnerisch sehr gute 0,5 - 0,6 s ergeben.

    Leider enstspricht dies nicht der Realität!
    Nach dem Auftragen des Deko-Akustikputzes hatten sowohl tiefe als auch mittlere Frequenzen (letztere besser, aber immer noch schlecht) indiskutablen Nachhall, alles sehr sakral klingend, Telefonieren war z.B. nicht möglich.

    Dieses Material hatte ich wegen Ausführungsmängeln auch insgesamt zweimal neu auftragen lassen müssen, und am Ende alles wieder entfernen lassen, wegen fehlender Wirkung. Mit ensprechend hohen Kosten.

    Den Nachweis, dass die Hersteller-Angabe vom AlphaW nicht stimmt, hätte ich wohl nur durch aufwändige Gutachten erbringen können mit fragwürdigem Ausgang.
    Läuft unter der Rubrik "Lehrgeld" beim Bau.

    Am Ende habe ich mich für eine Akustik-Decke von Knauf entschieden (Cleaneo D127) mit quadratischer Lochung 8/18 und einer Abhängehöhe von ca. 6 cm, so dass ich am Ende etwa 11 cm Deckenhöhe hergeben mußte, dafür aber eine sehr akzeptable Akustik erhielt.


    Achja, der Wandbelag ist ein Standard-Kalk-Gipsputz geworden!

    Vielleicht hilft das Anderen in ähnlicher Situation.
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