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Thema: Teppichkleber entfernen

  1. #1
    wagnersonline
    Gast

    Teppichkleber entfernen

    Hallo,

    ich bin dabei Teppichboden zu entfernen.
    Leider wurde der vor Jahren auf den Estrich geklebt.
    Was ist die beste Methode die Kleberreste zu entfernen?

    Vielleicht hat ja wer eine Idee,
    ich habe bereits alle Reste vom Teppich weggekratzt, jedoch bleibt der Kleber hartnäckig...

    Danke im vorraus für Eure Antworten!
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  2. #2

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    Da bestellt man sich ein männliches Ausziehmodell.
    Sprich - nimm einen Stripper!

    ist eine Art elektrisch angetriebener großer Spachtel.
    Gibts mietweise. Zwar nicht bei den Kontaktanzeigen, aber beim Werkzeugvermieter.
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  3. #3

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    Der Stripper wäre gut gewesen zum abschälen des Belages. der Kleber ist nur durch Schleifen zu entfernen.
    Viel Glück, daß es noch Kontaktkleber ist, dann geht das einigermaßen. Bei Dispersionskleber braucht es viele Schleifblätter, da das Zeug fürchterlich schmiert. Ach ja, eine große Einscheibenmaschine, kein Exzenterschleiferlein. Die gips auch im Maschinenverleih, aber Vorsicht, die fährt am Anfang dahin wo sie hin will, also mitten im Raum starten und üben, erst wenn man's drauf hat das Ding durch Gewichtsverlagerung sicher zu steuern auch in die Außenbezirke zielen.
    Gruß Peter
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  4. #4

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    oder vieleicht ist es eine wasserlösliche fixierung,

    schleifen= wärmeentwicklung = schmieren,

    stripper oder einen nadler würde ich probieren
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  5. #5
    bambule
    Gast

    Kleber erfolgreich entfernt

    In meinem "neuen" alten Haus aus den 70ern war im OG Filzteppich ganzflächig verklebt.

    Dieser musste nun raus.

    Also Filzteppich mit Gewalt rausgerissen. Übrig blieb der komplette, gelbe und stinkende Kleber, wie gesagt, ganzflächig auf dem Estrich.

    Nun habe ich mir eine Tellerschleifmaschine aus dem Baumarkt geliehen und mit 16er Korn versucht, den Kleber abzuschleifen.
    Ergebnis: Ruckzuck waren die Filzreste vom Kleber runter, aber mehr ist auch nach drei Stunden nicht passiert.

    Also nun Handwerker etc. angerufen und versucht, den Auftrag zu vergeben. Dabei habe ich Gelächter und Kopfschütteln geerntet.
    Frage: "Wie bekomme ich bzw. Sie den Kleber runter?" Zitat:" Ha, ha, ha garnicht!":
    Ich habe Angebote bekommen, man müsse 1. den Estrich rausreißen oder 2. ca. 4 mm Spachtel aufbringen.

    Also wieder zum Baumarkt, den mit den drei großen Buchstaben, und die Fassadenenfräse von Baier, BF 222, und einen Industriesauger ausgeliehen.
    Aber drauf achten, dass in der Fräse der Sternfräsersatz und nicht die Diamantscheibe drinnen ist! (wegen der thermischen Belastung des Klebers, schmilzt beim Diamant)
    Kosten: 82 Euro komplett übers WE

    Was soll ich sagen, Fräse auf dem Kleber angesetzt und nach einer Stunde Arbeit waren 10 qm Estrich absolut (!) eben und ohne Kleberreste. Der Estrich sieht aus wie neu!

    Wer jetzt noch mag und die wenigen Reste, die die Fräse nicht aus den Ecken oder unter den Heizkörpern abfräsen konnte, entfernen will, holt sich vom Baumarkt (der mit dem BACH und dem HORN) chemischen Teppichkleberentferner von KLUTHE und streicht die Reste dick mit dem blauen Gel ein und lässte es ne Stunde einwirken. Anschließend das ganze mit'm Spachtel aufnehmen und bei Bedarf mit Wasser und einem Schwamm ganz abwaschen.

    Voila, als ob nie Kleber auf dem Estrich war.

    Ich habe so an einem Arbeitstag 50 qm Estrich vom Kleber gereinigt.

    Man kann auch den Tellerschleifer weglassen und gleich die Fräse holen.

    PS: Vielen Dank noch an die Handwerksfirmen, die mir so "tolle"Ratschläge gegeben haben. Wenn man keinen Bock auf einen Auftrag hat, dann soll man das dem Kunden sagen und nicht so'ne Sch..ße erzählen.
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  6. #6

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    Hallo,

    ich stehe momentan vor einem ähnlichen Problem.
    Den Teppichboden habe ich bereits restlos entfernt und nun ist der Kleber sichtbar, kein Schaumstoff.
    Ich habe eine Fußbodenheizung und möchte nun Laminat verlegen.
    Meine Frage: Kann man den Kleber auch einfach so lassen und das Laminat drüberverlegen oder muss er entfernt werden?
    Wenn ja, welche Maschine eignet sich dazu am besten. Das mit der Fassadenfräse klingt ja gut, doch kann die auch ein Laie bedienen oder muss ich mir Sorgen machen Kanten in den Estrich zu fräsen

    Gruß Alex
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  7. #7

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    Niemand eine Idee?

    Zitat Zitat von AlexKA Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich stehe momentan vor einem ähnlichen Problem.
    Den Teppichboden habe ich bereits restlos entfernt und nun ist der Kleber sichtbar, kein Schaumstoff.
    Ich habe eine Fußbodenheizung und möchte nun Laminat verlegen.
    Meine Frage: Kann man den Kleber auch einfach so lassen und das Laminat drüberverlegen oder muss er entfernt werden?
    Wenn ja, welche Maschine eignet sich dazu am besten. Das mit der Fassadenfräse klingt ja gut, doch kann die auch ein Laie bedienen oder muss ich mir Sorgen machen Kanten in den Estrich zu fräsen

    Gruß Alex
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  8. #8

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    Wie weiter oben geschrieben ist es wohl von dem Kleber abhängig - ich habe bisher immer gute Erfahrungen mit dem "Stripper" gemacht, also offenbar Glück gehabt.
    Gruß Stephan

    Das Leben ist zu kurz, um ein langes Gesicht zu machen. (Nossrat Peseschkian)
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  9. #9

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    Zitat Zitat von AlexKA Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich stehe momentan vor einem ähnlichen Problem.
    Den Teppichboden habe ich bereits restlos entfernt und nun ist der Kleber sichtbar, kein Schaumstoff.
    Ich habe eine Fußbodenheizung und möchte nun Laminat verlegen.
    Meine Frage: Kann man den Kleber auch einfach so lassen und das Laminat drüberverlegen oder muss er entfernt werden?
    Wenn ja, welche Maschine eignet sich dazu am besten. Das mit der Fassadenfräse klingt ja gut, doch kann die auch ein Laie bedienen oder muss ich mir Sorgen machen Kanten in den Estrich zu fräsen

    Gruß Alex

    Ich würde den Stripper probieren. Wenn du Laminat legst, mußt du ja auch eine Dampfbremse (Folie) legen, damit der Estrich (bzw. Feuchte) deinen Laminat nicht beschädigt. Diese Folie verhindert m.M. auch, das z.B. Lösemittelreste den Laminat angreifen (wobei, wenn der Kleber da schon einige Jahre liegt, nichts mehr ausdünsten dürfte). Und falls du noch etwas Trittschalldämmung unterlegst, eleminiert das evt. Unebenheiten von Kleber auch. Damit sollte dann alles so passen.
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  10. #10
    Experte im Forum Avatar von Lili Marie
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    Liebe Kinder,

    auch wens manchmal den Anschein hat, nein, das ist hier nicht das Brigittehausfrauenbastelforum. Daher ist obigem Geschreibsel auch bitte nicht all zu viel Bedeutung beizumessen.


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  11. #11

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    Wozu gibt es die vielen guten, verschieden einsetzbaren Abbeizmittel wie von Hohmann aus Schillingsfürst ?
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  12. #12

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    Toll finde ich die Aussage:
    ich habe in einem Tag 50 m² Estrich sauber gemacht.
    Wenn dafür die Rechnung vom Handwerker kommt, der aus eben diesem Grund dankend abgelehnt hat, dann ist das Geschreie wegen Betrug groß.
    Wann lernen die Leute endlich mal zu den 82 Oiro Verleihkosten die Zeit dazuzurechnen und monetär zu bewerten?
    Gruß Peter
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  13. #13
    Der Jens
    Gast

    Idee

    Threadnekromantie!

    Hallo. Ich meldete mich hier an, um meinen Erfahrungsbericht in Sachen Teppichkleberentfernung zu teilen, nachdem ich bereits von den Tipps in diesem Forum profitiert habe.

    Alles fing damit an, dass wir einen schönen Steinboden verlegenlassen wollten, und wir die richtigen Handwerker dafür auch schon gefunden haben. Bevor diese loslegen können, muss natürlich der alte Teppich raus. Nun geht es los:

    1) Wir entfernen einen Teil des Teppichs und stellen fest, dass der Teppich verleimt wurde. Der Leim ist bretthart. Ich gehe in ein Bauhaus und lasse mich beraten. Man führt mich zu den Schabern und sagt, dass sei das einzige Mittel. Es sei halt viel Arbeit. In einem größeren Markt gebe es auch eine elektrische Version davon, die könne ich ausleihen.

    Versuche mit dem Schaber waren zum Scheitern verurteilt. Genauso könnte man probieren, mit einem Wattebausch eine Steinmauer einzureißen. Also ins Internet geschaut. Ah - es gibt auch chemische Lösungsmittel.

    2) Teppichlöser gekauft und eingesetzt. Erste zaghafte Versuche zeigen den Leim völlig unbeeindruckt. Nach dickem Auftragen des Lösers und einer halben Stunde des Wartens löst sich der Leim wie von selbst. Dummerweise fallen wir dabei fast in Ohnmacht wegen der Dämpfe und wir können immer nur kleine Bereiche auf einmal einschmieren, was bei 40 Quadrameter zu behandelnder Fläche schlicht nicht in Frage kommt. Geht also nicht. Bockmist.

    3) Jetzt beginnt eine Intensivsuche im Internet. Wir stoßen u.a. auf diese Seite. Ah ja. Teppichstripper und Fassadenfräse mit Sternfräseraufsatz sind noch Möglichkeiten. Wir wollen die Fräse.

    Unser hiesiger Baumarkt hat die Fräse nicht, behauptet aber steif und fest, ein Stripper sei eh die richtigere Wahl. Damit ginge das ratzfatz. Naja - ausgeliehen. In ganz Mannheim gab es keinen Laden, der eine Fräse anbieten wollte. Ein Werkzeugverleih weigerte sich sogar. Leimreste würden das Ding ruinieren, das macht er nicht. Schließlich bekommen wir in der Umgebung doch noch ein solches Gerät, mit dem Hinweis, wenn der Kleber zu schmieren anfange, sollen wir halt aufhören. Komischerweise bekommen wir das Ding aber ohne Sauger. Wir fragen nach. Sowas hätten sie nicht und gebe es nicht. Okay. Noch Staubschutzmasken und Gehörschutz dazu. Wir fühlen uns ausgestattet.

    4) Okay - wir setzen den Stripper ein. Der Stripper ruiniert den Teppich. Heißt: er schiebt sich nicht unter den Kleber, auch nicht unter den Teppich, sondern er löst den Teppich von seiner Trägerschicht, die dann mit dem Kleber fest verbunden übrigleibt. Wir reißen den Teppich also von Hand raus. Vorteil: dabei reißt der Teppich teilweise große Stücke vom Leim mit ab. Stipper können also bei den Chippendales alternde Damen in kreischende Mädchen verwandeln, aber keine Teppiche entfernen.

    5) Leicht angefressen probieren wir nun die Fräse. Zuerst will sie nicht so recht. Dann finden wir ein Stück, wo beim Teppichrausreißen auch ein Stück Leim abgegangen war. Hier findet die Fräse halt und beißst sich rein. Funktioniert gut. Aber der Staub ist unvorstellbar. Wir waren so schlau, Staubschutzmasken einzusetzen, aber da kein Sauger an der Fräse dran war, gab es einen wahren Staubsturm. Brutal! Wir schaffen am ersten Tag knapp die Hälfte, aber die Wohnung sieht aus, wie die Sahara. Eine Mischung aus Erleichterung und Frust macht sich breit.

    6) Am nächsten Morgen nochmals informiert und festgestellt, dass die Fräse einen Anschluss für einen Industriesauger hat. Also nochmal in das Bauhaus, Stipper abgegeben und Sauger geholt. Ein Adapterstück sei erforderlich, der ist aber nicht da. Okay: Universaladapter "Geweklebeband" muss ausreichen. Nach kurzer Beschreibung unserer Situation packt den Angestellten von Bauhaus das Mitleid, er gibt uns einen zweiten Sauger zum reinemachen ohne Mietgebühr mit. Nett. Außerdem sagt uns der Mitarbeiter, dass er nicht verstehe, dass man uns für einen verleimten Teppich einen Stripper mitgegeben habe. Stripper seien für verlegte Teppiche mit Schaumstoffuntergrund gedacht. Aha! Das macht irgendwie Sinn, finden wir.

    7) Na also! Zügiges Arbeiten, wir kommen voran. Unsere Erfahrung macht sich bemerkbar: wir kleben mit Kreppband die Türen ab. Da der feine Staub gleich abgesaugt wird, ist eine leichte Staubbelastung in unserer Wohnung zwar vorhanden, aber wir befinden uns nicht länger im Sandsturm. JETZT kommen wir zum Ende. Beim Abgeben der Fräse geben wir Bescheid, dass das Gerät für Innenarbeiten keinesfalls ohne Industriestaubsauger verliehen, oder zumindest auf die Notwendigkeit hingewiesen werden sollte. Dafür erfahren wir jetzt von dem netten Herren im Baumarkt, dass es wohl mal üblich war, Teppiche mit Zweikomponentenklebern zu verleimen, was heutzutage aber wohl nicht mehr zulässig sein, weil das ein Entfernen kaum möglich mache. Evtl. war das bei uns der Fall.

    Fazit:
    Teppichstripper erwiesen sich für unseren Extremteppich als hilflos. Baumärkte haben viele wirklich nette Mitarbeiter, umfassend informiert wird man meist aber nicht. Als Laie tappt man in so manche Falle. Wir sind den Teppichkleber in der Wohnung los, als Staub wird er uns aber sicher noch eine Weile begleiten und sich für die grobe Entfernung rächen. Ich hoffe, wir können mit unseren Erfahrungen auch anderen Menschen helfen, die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben.
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  14. #14

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    Ich habe eine etwas größere Fläche zu bearbeiten, und zwar ca. 50qm, diese Baier-Fräse, BF 222 ist ein Handgerät, gibt es die auch in Form eines "Rasenmähers" (ich hoffe, ihr wisst, was ich meine...;-)
    vielleicht so etwas wie das in der Schweiz?
    http://ds-d.europrojekt.net/download...70-details.pdf

    Kann man so eine Maschine in einem Baumarkt ausleihen?
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  15. #15

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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Da bestellt man sich ein männliches Ausziehmodell.
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    ist eine Art elektrisch angetriebener großer Spachtel.
    Gibts mietweise. Zwar nicht bei den Kontaktanzeigen, aber beim Werkzeugvermieter.
    Hat bei uns auch super funktioniert, geht bei ner großen Fläche aber ganz schön in Knie und Arme.
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