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Luft-Wasser-Wärmepumpe ausreichend?

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  1. #1

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    Luft-Wasser-Wärmepumpe ausreichend?

    Hallo Leute,

    wir haben vor ein Fertighaus (Effizienzhaus 55) in Hanglage zu bauen und das Kellergeschoss da es zur Hälfte "offen" liegt zu einer Einliegerwohnung aus zu bauen.
    DG und EG ungefähr 145qm und ELW im Keller ca. 50qm.
    Nun gibt es Fertighausanbieter, die bieten eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit zentralem Lüftungsgerät und integr. Warmwasserbereitung an. Als Beispiel THZ403 welche noch durch 3 Solar-Flachkollektoren unterstützt werden soll.
    Wir möchten uns so wenig als möglich von fossielen Brennstoffen abhängig machen aber auch nicht gerade arm werden durch das E-Werk.

    Meine Fragen wären folgende:
    - Wie sieht es da mit den Temperaturen in den einzelnen Räumen aus, sind die einzeln regelbar?
    - Ist die Heizleistung ausreichend auch in sehr kalten Jahreszeiten?
    - Wozu braucht man eigentlich die Solarkollektoren?
    - Muss im Winter noch mit Stromheizlüftern zugeheizt weden.
    - Welches Heizsystem würdet ihr empfehlen? Alternativen?


    Die Suche hab ich schon geplagt, hat mir aber nicht die Antworten gebracht, die ich Suche.
    Danke schon mal für eure Hilfe!

    Gruß
    Bottler
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  2. Luft-Wasser-Wärmepumpe ausreichend?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Das genannte Gerät kann schon ausreichen, falls die Heizlast des Gebäudes gering ist. Daher ist eine Heizlastermittlung nach EN12831 PFLICHT.

    Dann in die technischen Unterlagen schauen und die Heizlastlinie mit der Leistungskurve der WP abgleichen. So lässt sich schnell feststellen, bis zu welcher Außentemperatur die WP die Heizlast abdeckt, ohne daß der E-Heizstab eingreifen muss.

    Aus diesem Vergleich kann man auch abschätzen, an wievielen Tagen im Jahr der Heizstab zum Einsatz kommt und mit welchen Stromkosten man rechnen muss.

    Wie sieht es da mit den Temperaturen in den einzelnen Räumen aus, sind die einzeln regelbar?
    Das hat nichts mit der WP zu tun, sondern mit den Raumthermostaten. Stichwort: Einzelraumregelung.
    Bei einem hoch gedämmten Haus sind jedoch stark unterschiedliche Temperaturen in den einzelnen Räumen kaum möglich, denn es findet ein Ausgleich über die Innenwände, Türen etc. statt, während nach Außen aufgund der guten Dämmung (hoffentlich) kaum Wärme abfließt.

    - Ist die Heizleistung ausreichend auch in sehr kalten Jahreszeiten?
    s.o.

    Wozu braucht man eigentlich die Solarkollektoren?
    Gute Frage. Ich müsste mir jetzt die Hydraulikschemen zu o.g. Gerät genauer anschauen. Vermutlich werden die Kollies für die WW Aufbereitung und evtl. auch zur Heizungsunterstützung genutzt.

    Muss im Winter noch mit Stromheizlüftern zugeheizt weden.
    Je nach Heizlast und Leistung der WP wird nur an wenigen Tagen der integrierte E-Heizstab aktiviert. Zusätzliche "Heizlüfter" braucht´s sicherlich nicht.

    Welches Heizsystem würdet ihr empfehlen? Alternativen?
    Empfehlungen sind immer so eine Sache. Eine Heizung muss zu Deinem Haus passen. Eine WP ist sicherlich keine schlechte Entscheidung.
    Als Alternative könnte man auch über eine Sole-WP nachdenken, vorzugsweise mit einem Flächenkollektor sofern das Grundstück über außreichend Platz verfügt.
    Bei einer Sole-WP kann man mit einer höheren Leistungszahl rechnen, aber man sollte nicht nur auf die Leistungszahl schauen, sondern auch die Investitionskosten nicht völlig aus den Augen verlieren.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
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    Hallo R.B.

    das ist ja schon mal eine Antwort mit der ich was anfangen kann.
    Ich werde sehen, dass ich die Technischen Daten der Heizanlage bekomme und einen auf unser Bauvorhaben zutreffenden Energiepass. Dort sollte die Heizlast ja zu ermitteln sein, oder?
    Die Wärmepumpe wird in Kombination mit 3 Solarkollektoren angeboten. Wozu genau die Kollektoren vorgesehen sind, ist aus der Broschüre nicht klar zu erkennen. Da der Brauchwasserspeicher von 270l Anschlüsse für eine Solaranlage hat, dürfte eben das Brauchwasser damit geheizt werden.
    Wie gesagt, ich werd mal näher nachbohren und vielleicht mal nen Verkäufer mit meinen Fragen löchern.
    Ich denke aber dass ich hier im Form bessere Antworten bekomme, da ein Verkäufer nie nachteilig über ein Produkt, welches er verkaufen möchte, reden würde.

    Vielen Dank für deine Antwort, ich werd mich wieder melden, wenn ich technische Daten der Heizung habe und mehr Infos zur Heizlastermittlung.

    Gruß
    Bottler
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  5. #4

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    Nein!

    Der Energiepaß hat NICHTS mit der Heizlastermittlung zu tun.
    Die muß gesondert erfolgen.

    Denn die Berechnung für den Paß geht nicht nur von einem deutschlandweiten Einheitsklima aus, sondern gesteht auch nur 19°C Temperatur für ALLE Räume zu...

    Das hat also nichts mit der Realität zu tun, sondern dient nur dem Vergleich von Häusern untereinander.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Bottler Beitrag anzeigen
    Die Wärmepumpe wird in Kombination mit 3 Solarkollektoren angeboten. Wozu genau die Kollektoren vorgesehen sind, ist aus der Broschüre nicht klar zu erkennen. Da der Brauchwasserspeicher von 270l Anschlüsse für eine Solaranlage hat, dürfte eben das Brauchwasser damit geheizt werden.
    Ich vermute auch, daß damit nur die WW-Aufbereitung unterstützt wird.
    Kann sinnvoll sein wenn sich der Mehraufwand für die Kollektoren (Investitionskosten) in Grenzen hält. Ansonsten machen die hohen Kosten eine Rentabilität in absehbarer Zeit unmöglich.

    Eine Solaranlage kann sich nur rentieren wenn:

    a.) die Investitionsksoten niedrig bleiben
    b.) Die geernteten Erträge auch genutzt werden können

    im schlimmsten Fall hat man eine teure Anlage auf dem Dach in der die Brühe nur so vor sich hin kocht.

    Zur Heizlastemrittlung hat Julius schon was geschrieben.
    Es sollten bei der Ermittlung EURE Wünsche berücksichtigt werden, also Eure Wohlfühltemperaturen.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6

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    Luft Wasser Wärmepumpe

    Liebe/r ....
    das A + O ist die Wärmedämmung der Außenhaut !!!!!!!!!!!!!!! und Fenster !!!!!!!!! 3-fach Verglasung mit Edelgas.(Dahinnein primär) investieren
    Nachdem dort festgestellt und errechnet wurde wie gut die maximale Wärmedämmung ist bzw.ausgelegt werden kann, können zusätzliche Massnahmen geplant/festgelegt werden.Je nach Wohnlage und Bodenbeschaffenheit (notwendige oder mögliche Bohrtiefe) ist die Wasserwärmepumpe auf jeden Fall vorzuziehen.

    Gruß und viel Erfolg

    PS Solaranlagen sind derzeit noch zu teuer und nicht ausgereift(persönliche Meinung) bzw. die meisten Kessel sind zu klein.
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  8. #7

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    Die THZ ist nach meinem Verständnis so gebaut, das die Solarthermiekollektoren auch Energie ins Heizsystem abgeben können, es ist aber natürlich so, dass von 3 Kollektorfeldern nicht soo viel Energie runterkommt :-)

    Man sollte die Kollektoren nehmen, die von Tecalor/Stiebel Eltron geliefert werden, keine anderen, sonst kann es Ärger geben, wenn was ist und Tecalor dann sagt "die Kollektoren sind aber nicht von uns".

    Ansonsten wie oben gesagt: das Haus muss zur Anlage passten :-) dann geht das auch. Ich würde mein Haus immer auf eine kleine Heizlast optimieren, dann nur Energie, die man nicht braucht, ist gute Energie. Und Lüftung ist toll, toll, toll.
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  9. #8
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    Also hier kommen ja schon viele Antworten, klasse.

    Es ist so, dass wir ein Fertighaus von ner sehr bekannten Firma kaufen wollen und den Keller , weil Hanglage, zu ner kleinen Einliegerwohnung einrichten möchten.
    Der Fertighausanbieter bietet dieses als Effizienzhaus 55 an. Laut Aussage des Verkäufers beim Erstgespräch, ist für unser Vorhaben nur die o.a. Heitztechnik möglich, weil eben die Kellerwohnung auch noch zu beheizen ist. Das TZH 403 wäre ein Kombigerät,unterstützt durch 3 Solarkollektoren, damit können wir das Lüftungssystem für EG und DG nutzen und in der Einliegerwohnung Fußbodenheizung.
    Hier einige Eckdaten:
    -3-fach Wärmeschutzglas Ug-Wert 0,7W/m2K
    -ÖvoNatur-Wände, Schallschutz 50db, Wärmeschutz Ug 0,15W/m2K

    Da ich hier im Forum schon so viel über die Heitzsysteme gelesen habe, und immer mehr den Überblick verliere, hab ich einfach Sorge, dass meine Frau, die etwas Kälteempfinglich ist und 21°C erst als einigermaßen angenehm empfindet, frieren könnte.
    Wir möchten ja nicht dass wir den Hauptteil über Strom heizen müssen.

    Vielleicht kennt ja jemand dieses Heizsystem aus Erfahrung, weil selber Fertighaushersteller. Möcht den Namen hier nicht nennen, aber ÖvoNatur-Wände glaub ich hat nur eine Firma.

    Danke für eure Antworten, werd nen Termin machen und mal Einzelheiten klären, soweit möglich.

    Gruß
    Bottler
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Bottler Beitrag anzeigen
    ....hab ich einfach Sorge, dass meine Frau, die etwas Kälteempfinglich ist und 21°C erst als einigermaßen angenehm empfindet, frieren könnte.
    Wir möchten ja nicht dass wir den Hauptteil über Strom heizen müssen.
    Dann ist es um so wichtiger, daß eine richtige Heizlastermittlung mit EUREN Vorgaben gemacht wird. Raumtemperatur beispielsweise 21°C oder 22°C. Erst dann kann man beurteilen ob das Gerät passt. Diese Details sollten auch Vertragsbestandteil sein. Nicht daß später so argumentiert wird, daß die 19°C Normtemp. ja erreicht werden und somit kein Mangel vorliegt.....oder man argumentiert "mit Heizstab wird´s ja warm".

    Gruß
    Ralf
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  11. #10

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    Deine Bedenken sind berechtigt.
    Das sollte also alles VORRAB und sorgfältig geklärt werden!
    Im Übrigen ist eine "es geht NUR so"-Aussage unzutreffend. Es gibt IMMER mehrere geeignete Lösungsmöglichkeiten. Bei Heizsystemen sogar ziemlich viele...
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  12. #11

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    Und nicht vergessen, dass gerade bei WP wo die Leistung "auf Kante genäht" ist, die Auslegung der Fussbodenheizung auf die Effizienz entscheidenden Einfluss hat, also ist darauf zu achten, dass die maximale Vorlauftemperatur höchstens bei 35°C liegt.

    Der Heizstab darf im tiefen Winter benötigt werden, aber bitte nur im tiefen Winter, d.h. ein paar Tage pro Jahr.

    Gruß, Hendrik
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Hendrik42 Beitrag anzeigen
    Der Heizstab darf im tiefen Winter benötigt werden, aber bitte nur im tiefen Winter, d.h. ein paar Tage pro Jahr.
    Jepp. Je nach Klimazone den Bivalenzpunkt irgendwo zwischen -5°C und 10°C AT legen.

    Gruß
    Ralf
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  14. #13
    Themenstarter

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    So Leutz,

    ich hab jetzt mal eine Heizlastermittlung bei 21° für unser geplantes Objekt angefordert, mal sehen was da kommt.
    Danke für eure Beiträge, gibt irgenwie das Gefühl, dass man nicht alleine ist.

    Gruß
    Bottler
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Na das wollen wir dann sehen, wenns fertig ist. Nicht vergessen: Aufheizzuschlag kannste weglassen.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Hendrik42 Beitrag anzeigen
    Na das wollen wir dann sehen, wenns fertig ist.
    Jepp. Aber bevor alles schon eingebaut ist.

    Gruß
    Ralf
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