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  1. #1

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    Haftung beim Vereisen der Erdsonde

    Hallo zusammen,

    wir sind gerade im Begriff unseren Neubau mit einer Erdwärmepumpe auszustatten. Zum Einsatz kommt eine Vaillant VWS 82/2 (8 kW Anlage).

    Ich hab mir jetzt von verschiedenen Bohrunternehmen ein Angebot für eine Sondenbohrung machen lassen. Das einzige, was die Leute interessiert hat war die Heizungsanlage, keinen Energiebedarf, keine Pumpenlaufzeit.

    Nun sind die Angebote eingetroffen und ich muß sagen, dass ich etwas überrascht war. Die Bohrtiefen - und somit auch die Preise- schwanken ziemlich stark. Das günstigste liegt bei 120 m (ca. 8.5000€), das teuerste bei 16.000€ für 160m. Meine Frage nun: wer haftet eigentlich für den Fall des Vereisens der Sonde? Das Bohrunternehmen, oder doch der Heizungsbauer, der die Heizungsanlage event. verkehrt für die Bedürfnisse (Energiebedarf, Pumpenlaufzeit) geplant hat?

    Gruß,

    Christian
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  2. Haftung beim Vereisen der Erdsonde

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  3. #2
    Avatar von lordbauer
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    Hallo,

    hast Du eine Heizlastberechnung machen lassen? Wenn nicht dies dringend nachholen. Mit dieser und den Informationen über die zu erwarteten Schichten kann die Bohrtiefe ermittelt werden.

    Wegen der Haftung keine Ahnung ==> Bauexperten.
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  4. #3

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    Und was sagen die Bohrunternehmen zur Entzugsleistung des Bodens? Was ist da? Sand, Fels?
    Wer hat die Planung der Anlage? Warum gibt es keine VORGABEN zur Entnahmeleistung, die nötig ist?

    Bemessung nach:
    Pi * Daumen hoch Windrichtung/Sonnenstand reziprok zur Anzahl der Wildschweine ????
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  5. #4
    Avatar von lordbauer
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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Und was sagen die Bohrunternehmen zur Entzugsleistung des Bodens?
    Vermutlich 50Watt pro Meter wie immer
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  6. #5

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    Zitat Zitat von lordbauer Beitrag anzeigen
    Vermutlich 50Watt pro Meter wie immer

    Richtig erkannt. 6kW Kälteleistung ,50W/m und schon landen wir bei 120m. Der nächste hat das mit der Kältelistung noch nicht geblickt und nimmt 8kW * 50W/m.
    Und so "plant" jeder gemütlich vor sich hin.

    Also, NOTBREMSE ziehen, und noch einmal von vorne. Planung und dann den Bohrunternhemen exakte Vorgaben machen. Sonst gibt´s sowieso wieder Äpfel mit Birnen usw. usw.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
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    Danke für die schnellen Antworten.
    Hab mir auch schon so einiges gedacht...

    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Und was sagen die Bohrunternehmen zur Entzugsleistung des Bodens? Was ist da? Sand, Fels?
    Wer hat die Planung der Anlage? Warum gibt es keine VORGABEN zur Entnahmeleistung, die nötig ist?

    Bemessung nach:
    Pi * Daumen hoch Windrichtung/Sonnenstand reziprok zur Anzahl der Wildschweine ????
    Ich hab eine Energiebedarfsrechnung vorliegen - hat nicht jeden interessiert.
    Das Grundstück liegt in Hessen und ist laut einer Karten vom "Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie" (Stand 2008)

    Zitat:
    wasserwirtschaftlich und hydrogeologisch günstig

    Gebiete mit mittlerer bis geringer Wasserdurchlässigkeit, ohne eine wesent−
    liche Stockwerkstrennung und ohne Vorkommen von höher mineralisierten
    Grundwässern bzw. CO − Aufstiegszonen bei gleichzeitiger Lage außerhalb
    von Wasser− und Heilquellenschutzgebieten oder in deren weiteren qualita−
    tiven Schutzzonen WSG IIIB und HQSG III/2.


    Gruß,

    Christian
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  8. #7
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    Ja und? homogene Schichtungen über 500 m Tiefe und 20.000 km² ...

    Heizlast ist notwendig. Die steht nun mal nicht im Energiebedarfsausweís und auch nicht im Wärmeschutznachweis.

    Die Heizlast muss nun mal jmd ausrechnen, schätzen oder hoffen. Die beiden letzteren Aspekte sind nix brauchbares bei Wärmepumpen.

    So schwer?
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Buebo Beitrag anzeigen
    Ich hab eine Energiebedarfsrechnung vorliegen - hat nicht jeden interessiert.
    Jetzt kommt wieder unser Standard-Argument:

    Wo ist die Heizlastermittlung nach EN12831?

    Gruß
    Ralf
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  10. #9
    Themenstarter

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    Ein paar Tage sind vergangen und die Heizlastermittlung liegt mittlerweile vor.

    Norm-Gebäudeheizlast = 6,1kW
    Heizlast Gebäudefläche = 47,8W/m2
    Heizlast Gebäudevolume = 19,1 W/m3
    Wohnfläche (beheizte Fläche) = 130 qm
    Raum-Innentemperatur = 20°C
    Badtemperatur = 24°C

    Norm-Aussentemperatur = -10°C
    Jahresmittel Aussentemperatur = 10°C

    Zusatz-Aufheizleistung und Warmwasserbedarf (2 Personen) wurden nicht berechnet.


    Empfohlen wurde uns, wie schon erwähnt, eine Vaillant VWS 82/2 mit einer Heizleistung von 8 kW. Diese soll eine FBH, sowie die Warmwasseraufbereitung "versorgen".
    Die FBH_Dimensionierung leigt mir nicht vor (Vorlauftemperatur 35° oder 30°C).

    Ein Anruf beim hiesigen Regierungspräsidum brachte die schöne Erkenntnis, dass die bergrechtliche Genehmigung für eine Bohrung >100m nur eine kleine Formalität ist. Welche Bodenschichten hier im "Mainzer Becken" anzutreffen sind, weiß ich leider nicht. Hat jemand eine Quelle?

    Tja, und jetzt liegen immer noch die Angebot vor mir mit vorgeschlagenen Bohrtiefen von 120m..160m!!!??? Alle haben eine Doppel-U-Sonde,32mmx2,9mm, PE100 und Verpressung mit Bentonit gemeinsam.


    Wo ist da die Pumpenlaufzeit berücksichtigt? Die hat doch auch Einfluß auf die Entzugsleistung.

    Bin noch etwas ratlos...

    Christian
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  11. #10
    Avatar von lordbauer
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  12. #11

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    Ich kenne jetzt Deine Heizlastermittlung nicht im Detail, aber meine Glaskugel sagt, 6kW WP mit Bohrung < 100m, wobei ich einen Flächenkollektor bevorzugen würde. Da landen wir bei grob 200-250qm benötigter Fläche.

    Kannst Du mal die Heizlast für die einzelnen Räume hier einstellen?

    Gruß
    Ralf
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  13. #12
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    VL 30 oder 35 ... das geht besser (und macht bei WP auch sinn)
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  14. #13

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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    VL 30 oder 35 ... das geht besser (und macht bei WP auch sinn)
    Unter 30°C wird´s aber knackig.

    Ich habe noch Bauchschmerzen mit der Auslegungstemperatur von -10°C.

    Gruß
    Ralf
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Ich kenne jetzt Deine Heizlastermittlung nicht im Detail, aber meine Glaskugel sagt, 6kW WP mit Bohrung < 100m, wobei ich einen Flächenkollektor bevorzugen würde. Da landen wir bei grob 200-250qm benötigter Fläche.

    Kannst Du mal die Heizlast für die einzelnen Räume hier einstellen?
    Gerne...





    Gruß,

    Christian
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  17. #15

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    Und woher hast Du nun die 6,1kW? Oder habe ich Tomaten auf den Augen?

    Nach der Tabelle würde ich auch eher zu einer 8kW WP tendieren, oder der 6kW eine komfortable Quelle spendieren.

    Gruß
    Ralf
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