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  1. #1

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    Finanzieren mit Riester ?

    Hallo Leute,

    ich bin neu hier, möchte mich aber mal aktiv in die ganze Sachen hier einbringen.

    Ich habe mal eine Frage zum Thema Finanzierung einer Selbstgenutzten Immobilie (Haus). Ich habe mir mitlerweile diverse Angebote von unterschiedlichen Anbietern eingeholt. Die Zentrale Frage die sich immer stellt ist, ob man die Wohnriester Geschichte mit einbinden soll oder nicht.

    Die befürworter sagen das es eine nette Färderung gibt, welche man sonst nicht erhalten kann und wenn ich mir entsprechende Kombiprodukte mit langer Laufzeit ansehe auch wesendlich bessere Zinsen. (Für 15 Jahre fest 4,45%).

    Die Gegner sagen, das die Risiken nicht zu unterschätzen sind. Sprich Versteuerung im Alter, Versteuerung und Rückzahlung der Förderung bei Verkauf des Objekts oder Scheidung.

    Hat sich einer von euch eventuell mit dem Thema schonmal beschäftigt ? Ich bin da so ein wenig ratlos ob man das auf dem Weg machen sollte oder nicht. Vielleicht als Ergänzung, die Riester Verträge werden zur Zeit nicht zur Vorsorge im Alter verwendet. Da kommen anderen Geschichten zum Tragen (Rürup Rente und betriebliche Altersvorsorge).

    Ich würde mich über ein paar Anregungen freuen. Rückfragen beantworte ich natürlich auch gerne

    Vielen Dank für eure Mühe

    Gruß

    Haeppchen
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  2. Finanzieren mit Riester ?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von sk8goat
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    Zitat Zitat von haeppchen187 Beitrag anzeigen
    Die befürworter sagen das es eine nette Färderung gibt, welche man sonst nicht erhalten kann
    welche Förderung soll das sein? Ein normaler Riester-Spar-Vertrag erhält die gleichen Förderungen.
    Wenn Lebensituation und Riester-Bedingungen irgendwann mal nicht mehr zusammenpassen sollten, dann kann man einen Sparvertrag stillelegen. Eine Baufinanzierung kann man nicht stilllegen. Also, wenn schon Riester, dann höchstens als Sparer.

    und wenn ich mir entsprechende Kombiprodukte mit langer Laufzeit ansehe auch wesendlich bessere Zinsen. (Für 15 Jahre fest 4,45%).
    wohl nur über die Tricksereien, z.B. vorfinanzierter BSV

    Hat sich einer von euch eventuell mit dem Thema schonmal beschäftigt ?
    Ja, und zwar auch schon bevor das Zeugs überhaupt auf den Markt kam. Mein persönliches Fazit: Lobby-Arbeit und Politik sind manchmal wichtiger als Vernunft. Und manchmal bekommt einer ein dickes Honorar damit er einfach seine Klappe hält.
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  4. #3

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    Also ich halte überhaupt nichts davon. Das bisschen Förderung für das man im Alter dann auch noch Steuern zahlen muss. Wäre mir Persönlich zu heiß.
    Als Rente, ok...und da auch nur in bestimmten Formen.
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  5. #4

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    Unter bestimmten Umständen halte ich ein Riesterdarlehen für sinnvoll. Man tilgt relativ schnell. Die angelaufenen Steuern erträgt man entweder im Alter oder man legt die über die EST-Erklärung zurückbekommenen Gelder gut an (mind. 2 % Zinsen, sonst zahlt man drauf) oder nimmt sie gleich mit für die Tilgung (bester Effekt). So kann man je nach Darlehenssumme um die 3% tilgen und ist nach 20 Jahren fertig.
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  6. #5

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    Das Thema Wohnriester wird hier im Forum ja ziemlich angegriffen.

    Die Risiken die weiter oben beschrieben sind sollte man ganz einfach ausrechnen und beziffern was ohne weiteres möglich ist und dann kann einfach jeder für sich selbst entscheiden, aber man sollte auf keinen Fall das gleich komplett rauslassen.

    Es gibt inzwischen auch Möglichkeit direkt auf klassische Wohnbaudarlehen die Förderung zu bekommen (wenn die Bank die Zertifizierung hat) + Steuervorteil und nicht nur auf Bausparer wenn die jemand nicht mag!

    Der große Vorteil ist, dass man entweder viel Förderung bekommt, also mehr tilgt
    bzw. ich zahl viel Steuern und erhalte dadurch ein nette Steuererstattung die meine Liquidität erhöht oder ich als Sondertilgung mit draufpacke!
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  7. #6

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    Hallo Carolis,

    kann man tatsächlich genau ausrechnen, wie das dann in 30 oder 40 Jahren besteuert wird? Uns konnte das kein Berater befriedigend erklären (oder sie wollten nicht). Gefährlich wird es eben, falls man die Immobilie vorzeitig verkauft, sich vom Ehepartner trennt......

    Was sind die Nachteile von Wohn-Riester?

    Wer die Riester-Förderung für Wohneigentum nutzt, beeinträchtigt seine Altersvorsorge auf dreifache Weise:

    * Er verzichtet auf eine zusätzliche Altersvorsorge, die er deshalb mit höherem Aufwand aufbauen muss,
    * er riskiert eine höhere Steuerbelastung ab 62 Jahren und
    * er investiert sein Kapital in einen Bereich, der künftig an Wert verlieren könnte, weil in schrumpfenden Gesellschaften die Immobilienpreise fallen.

    Außerdem zu bedenken: Stirbt der geförderte Hauseigentümer während der Besteuerungszeit, die längstens bis zum 85. Lebensjahr dauern kann, muss der Erbe die Steuerschuld abtragen.

    Für wen lohnt sich Wohn-Riester?

    Wohn-Riester lohnt sich lediglich für Geringverdiener, die sich ohne diese Förderung sonst kein Wohneigentum leisten könnten.
    Quelle: http://www.steuertipps.de/?softlinkid=11878


    @Carolis
    Es gibt inzwischen auch Möglichkeit direkt auf klassische Wohnbaudarlehen die Förderung zu bekommen (wenn die Bank die Zertifizierung hat) + Steuervorteil und nicht nur auf Bausparer wenn die jemand nicht mag!
    Welches Modell oder Produkt meinst Du? Hast Du da ein konkretes Beispiel?

    Danke und Gruß
    Baldbauherr
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  8. #7

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    Hier noch ein aktueller (20.06.2009) kurzer Fernsehbericht über Wohnriester:
    http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/2595350

    Mein Fazit: Noch gibt es wenig Produkte...
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  9. #8

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    Das Problem an der ganzen Sache ist doch das keiner weiß wie es in Zukunft aussieht. Wohnriester war so ein Schnellschuss der Regierung um was "tolles" für die Bürger zu tun. Wie das mit Besteuerung im Alter aussieht haben die sich glaube ich selbst noch keine Gedanken gemacht.
    Mag sein das es sich lohnt, nur wer sagt einem das schwarz auf weiß? Mehr als ein "müsste sich lohnen" wird man niemand entlocken können und auf Zahlen basiert dies auch nicht. Habe noch niemand gefunden der da bescheid weiß. Für mich bleibt ein Produkt was ich nicht verstehe, oder nicht verstehen kann, ein Produkt welches von mir nicht abgeschlossen wird.
    Produkte die kein Mensch versteht gibt es viel zu viele in diesem Land.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Carolis Beitrag anzeigen
    Die Risiken die weiter oben beschrieben sind sollte man ganz einfach ausrechnen
    Das geht leider nicht, da die Rahmenbedingungen in der Zukunft unklar sind. Man kann also nur mit heutigen Rahmenbedingungen simulieren.

    Ich halte nichts davon Riester in eine BauFi mit einzubauen.
    Lieber die Riesterförderung anderweitig mitnehmen, das gibt mehr Flexibilität.
    Dem Zinsvorteil, den man im Laufe der Zeit durch etwaige Sondertilgungen mittels Steuerrückflüssen hat, steht bei der Sparvariante der Zinseszinseffekt der Anlagen gegenüber.
    Beim derzeitigen Zinsniveau dürfte die Darlehensvariante hier keine Vorteile bringen.
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  11. #10

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    @ Baldbauherr

    Das Produkt ist ein stinknormales Wohnbaudarlehen mit Tilgung und Festzinsdauer nach Wunsch. Die Tilgungsleistungen zählen als Einzahlung für die Riesterförderung

    @derf
    Bei der Ansparvariante Riester hat man durch die Steuererstattung grundsätzlich auch keinen Zinseszinseffekt, weil das Geld nicht auf den Vertrag geht sondern über die Steuererklärung ausbezahlt wird. Aber man kann die natürlich auch mitanlegen oder noch auf den Riester als Sonderzahlung geben


    Die Rahmenbedingungen in 30 Jahren kann natürlich keiner garantieren. Allerdings können mehr wie 100 % von der Rente ja nicht mehr steuerpflichtig werden. Da kann der Staat nicht mehr viel schrauben. Aber die Richtlinien fürs Wohnförderkonto (Besteuerung des Wohn-Riesters im Alter) sind festgelegt. Man sollte auch nicht vergessen, dass außer den alten Altersvorsorgeverträgen die bis 2003 abgeschlossen wurden, so gut wie alles später mal zu versteuern ist!

    Die gute alte Eigenheimzulage kommt halt leider nicht mehr
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11

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    Zitat Zitat von Carolis Beitrag anzeigen
    . Aber man kann die natürlich auch mitanlegen
    Das war mein Gedanke. Nur so kannst ja nen Vergleich machen.
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  14. #12

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    Das Produkt ist ein stinknormales Wohnbaudarlehen mit Tilgung und Festzinsdauer nach Wunsch. Die Tilgungsleistungen zählen als Einzahlung für die Riesterförderung
    Konditionen? Welche Bank hat das im Programm? Gibt es einen Link zum Produkt?
    danke
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