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  1. #1

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    Infrarotheizung

    Hallo Experten!

    Wollte mal eure Meinung zum Thema Infrarotheizung hören. Würdet Ihr jemanden diese Technik für einen Neubau, ca. 160 m² Wohnfläche, empfehlen?
    Er hatte in anderen Foren recherchiert und ist begeistert. In diesem Forum hab ich nicht wirklich was gefunden was mir weiter helfen würde, ihm das auszureden, daher meine Frage!
    In den anderen Foren liest sich das wie Werbematerial

    Es ist keine anderes Heizsystem geplant, nur Infrarotheizung.

    Danke schon mal im vorraus!
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  2. Infrarotheizung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Heizlüfter sind billiger und haben den gleichen Effekt

    Mal von Wärmepumpen abgesehen, ist Heizen mit Strom meines Erachtens finanziell grober Unfug, vom Umweltaspekt ganz zu schweigen.

    Ausgenommen vielleicht, wir reden hier über ein quasi Nullenergiehaus, wo an einer Woche im Jahr die Heizung angeschaltet werden muss.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von detail Beitrag anzeigen
    In den anderen Foren liest sich das wie Werbematerial
    So ist es.

    IR Strahler erreichen gegenüber anderen Strom-Direktheizungen nur dann eine Einsparung wenn die Raumtemperatur abgesenkt wird. Meist wird das so gerechtfertigt, daß durch die IR-Strahlung ja "gefühlte Wärme" vorhanden ist und somit niedrigere Raumtemperaturen kein Problem sind.
    Das ist falsch !

    Diese gefühlte Wärme ist zwar vorhanden, aber was ist wenn man sich mal außerhalb des "Strahlungsbereichs" befindet?
    Zudem sind die Wände etc. gefühlt "kalt". Bewegt man sich im Raum, dann ergibt sich ein ganz eigenartiges Wärmegefühl. Es ist schon komisch, wenn man den Tisch anfaßt und dieser ist "kalt".

    Gegenüber anderen Heizarten wie Öl, Gas, Wärmepumpen usw. sind die Investitionskosten niedriger, aber dafür die Verbrauchskosten um so höher.

    Ich verwende IR-Strahler nur dann, wenn ich mal kurzfristig ein Büro oder mein Badezimmer aufheizen muss, während die Hauptheizung noch abgeschaltet ist. Wird das Gebäude sowieso beheizt, dann macht die Hauptheizung diese Arbeit kostengünstiger.

    Als Vollheizung für ein Gebäude sind die IR-Strahler denkbar ungeeignet und höchstens dann zu rechtfertigen, wenn das Gebäude eine extrem niedrige Heizlast hat, so daß nur an wenigen Stunden im Jahr "geheizt" werden muss.

    Gruß
    Ralf
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  5. #4

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    Zitat Zitat von detail
    In diesem Forum hab ich nicht wirklich was gefunden was mir weiter helfen würde, ihm das auszureden, daher meine Frage!
    Ganz offensichtlich überhaupt keine Ahnung von dem Heizsystem, aber es jemand anderem ausreden wollen??? Mit welcher Begründung? Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht?

    Zitat Zitat von ghneumann
    Heizlüfter sind billiger und haben den gleichen Effekt
    Bödsinn, es sei denn, diese Aussage ist darauf bezogen etwas warm zu machen...

    Heizlüfter, das impliziert quasi schon der Name, machen die Luft heiß und genau das ist nicht das primäre Ziel eine Infrarotheizung! Sogenannte Wärmewellenheizungen aus dem Baumarkt sind übrigens auch nichts anderes als Heizlüfter...

    Zitat Zitat von R.B.
    Diese gefühlte Wärme ist zwar vorhanden, aber was ist wenn man sich mal außerhalb des "Strahlungsbereichs" befindet?
    Zudem sind die Wände etc. gefühlt "kalt". Bewegt man sich im Raum, dann ergibt sich ein ganz eigenartiges Wärmegefühl. Es ist schon komisch, wenn man den Tisch anfaßt und dieser ist "kalt".
    Was Sie beschreiben klingt nach genau der falschen Anwendung einer Infrarotheizung und das machen leider viele falsch. Eine Infrarotheizung muss zunächste einmal eine Zeit durchlaufen, um die umgebenden Objekte aufzuwärmen. Die Infrarotstrahlung trifft auf die umgebenden Objekte, die je nach Beschaffenheit etwa 60% dieser Strahlung absorbieren und 40% reflektieren, bis die Strahlung auf das nächste Objekt trifft. So geht es weiter, bis alle Energie der Strahlung aufgebraucht ist und somit verteilt sich die Wärme im ganzen Raum. Man soll ja keine glühenden Objekte spüren, das wäre unangenehm. Die Objekte sind einfach wärmer, geben diese Wärme ab und man spürt sie unbewusst. Ab dann sollte die Regelung der Heizung von einem Thermostaten übernommen werden, der die Heizung entsprechend selbst vorgebbaren Parametern ein oder ausschaltet, so dass die Heizung nur noch selten am Tag laufen muss.

    Alle Lebewesen sind seit jahrmillionen gewohnt, durch Infrarotstrahlung gewärmt zu werden, nämlich durch die Sonne. Der positive Einfluss der Sonnenstrahlung auf das eigene Gemüt und Wohlbefinden sollte jedem selbst bewusst sein.

    Doch seit ich schätze mal 200 Jahren meint der Mensch scheinbar, es wäre besser die Luft zu erwärmen, die dadurch austrocknet im Raum zirkuliert und Staub aufwirbelt....

    Noch ein Wort zu den Heizlüftern: diese arbeiten mit sehr hohen Temperaturen, um die Luft möglichst schnell aufzuheizen. Das optimale und sparsamste Heizsystem ist aber das, welches eine möglichst große Fläche bei möglichst kleinem Unterschied der Eigentemperatur zur Umgebungstemperatur aufweist. An erster Stelle steht also eine Fußbodenheizung, wie diese beispielsweise: Fußbodenheizung

    Danach folgen Infrarotheizungen in Hinblick auf die Effektivität. Wer das nicht glaubt kann sich die Zwischenergebnisse eines derzeit laufenden Versuchsaufbaus anschauen oder sich mal näher mit der Infrarotstrahlung an sich befassen und warum man diese nicht pauschal mit anderen Heizungen vergleichen kann. Beide Links gibt es hier: Wissenschaftliches zu Infrarotheizungen

    Ich weiß, dass auch mein Beitrag sich wie Werbematerial anhört, doch scheinbar muss hier noch sehr viel Aufklärungsarbeit geleistet werden, da Einige (vielleicht Firmen, die Ölheizungen herstellen, oder Installateure die befürchten, dass bald alle ihre Heizung selbst in Betrieb nehmen können, weil sie nur noch in eine Steckdose gesteckt werden muss...?) gezielt Falschinformationen streuen, um andere zu verunsichern...
    Geändert von Berni (03.07.2009 um 20:23 Uhr) Grund: Werbung
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Henning S Beitrag anzeigen
    ....Eine Infrarotheizung muss zunächste einmal eine Zeit durchlaufen, um die umgebenden Objekte aufzuwärmen. Die Infrarotstrahlung trifft auf die umgebenden Objekte, die je nach Beschaffenheit etwa 60% dieser Strahlung absorbieren und 40% reflektieren, bis die Strahlung auf das nächste Objekt trifft. So geht es weiter, bis alle Energie der Strahlung aufgebraucht ist und somit verteilt sich die Wärme im ganzen Raum. ....
    Dann gibt es aber auch keine Einsparung, denn die Wärmemenge die benötigt wird um den Raum x auf eine Temperatur y zu erwärmen, bzw. diese Raumtemperatur zu halten, ist immer gleich.....nur mit dem kleinen Unterschied, daß ich für die kWh Strom mehr Geld auf den Tisch legen muss als für die kWh Öl, Gas usw.

    Abgesehen davon setzen IR-Strahler nur einen Bruchteil der Energie in IR-Strahlung der gewünschten Wellenlänge um. Ein erheblicher Anteil wird als Verluste in Wärme umgewandelt. Genau betrachtet ist das ja auch IR-Strahlung, aber eben nicht in der gewünschten Wellenlänge.
    So erreichen IR-Strahler, auch Dunkelstrahler auf Halbleiterbasis, einen nicht gerade berauschenden Wirkungsgrad. Leicht erkennbar an der Oberflächentemperatur die entsteht.

    Das Reflexions-/Absorptionsverhalten der Oberflächen pauschal mit 60/40 anzusetzen ist auch nicht korrekt. Hier hat das Material bzw. die Oberflächenbeschaffenheit einen erheblichen Einfluß.

    Was die links betrifft......wenn ich IR-Strahler verkaufen müsste, würde ich auch so argumentieren. Letztendlich lässt sich die Physik aber nicht vergewaltigen. kWh bleibt kWh.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
    wasweissich
    Gast
    ist ja suuuper , ein infrarotstrahlerverkäufer erklärt die vorteile einer infrarotstrahlerheizung in dem er auf seine werbeseite verlinkt

    das überzeugt mich ...........
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  8. #7
    Avatar von Shai Hulud
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    Bei gleicher subjektiver Behaglichkeit konnte die Lufttemperatur in den Räumen der IR-beheizten Wohnung um 1 bis 2 Grad niedriger eingestellt werden als in den entsprechenden Räumen der gasbeheizten Wohnung.
    ...
    Die IR-Heizung benötigt also weniger als 40% an Wärmeenergie im Vergleich zur Gasheizung. Damit ist die Untersuchungshypothese grundsätzlich bestätigt. Diese Werte sind jedoch nur ein erster grober Anhaltspunkt, da im Gasverbrauch die gesamte Warmwasserversorgung für beide Wohnungen enthalten ist, im Stromverbrauch des gemessenen Hauptstrangs die gemeinsam genutzten elektrischen Verbraucher Kühltruhe, Waschmaschine und Trockner. Außerdem müssen für den Kostenvergleich die unterschiedlichen Kosten pro Kilowattstunde für Gas und elektrische Energie angesetzt und verschiedene Tarife verglichen werden. Für die CO2-Bilanz müssen beim elektrischen Strom auch noch die Primärenergieträger berücksichtigt werden. Die detaillierte Aufschlüsselung der Ergebnisse ist Gegenstand des ausführlichen Forschungsberichts, der nach Beendigung der Messungen ausgearbeitet wird.
    Noch unwissensachftlicher geht es ja wohl kaum.
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  9. #8
    Avatar von sk8goat
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    Beitrag #4 ist reines Verkäufergeschwafel!

    Aber warum kommt mir dieser Thread so bekannt vor?
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  10. #9

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    Hallo Detail,

    die (übrigens gegen Regeln dieses Forums verstoßende) Eigenwerbung des Verkäufers solcher Anlagen vergessen wir mal ganz schnell.

    Und dann benutztest Du bitte die Suchfunktion:
    Gerade zu diesem Thema haben wir hier im Forum bereits mehrere sehr ausführliche Diskussionen geführt!

    Fazit:
    Es ist hohe Skepsis gegenüber diesen Werbeversprechen angebracht.
    In den meisten Fällen ist solch eine Heizung unwirtschaftlich, da zwar in der Anschaffung etwas billiger, aber im Verbrauch sehr teuer.

    Übrigens darf sie in zahlreichen Gebieten Deutschlands überhaupt nicht als Vollheizung eingesetzt werden. Aber auch das verschweig der Werber geflissentlich...


    Welche Heizlast hat denn das betreffende Gebäude?
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Shai Hulud Beitrag anzeigen
    Noch unwissensachftlicher geht es ja wohl kaum.
    Doch!
    Das sind dann die Verkäufer der sagenumwobenen "Teilspeicherheizungen"!
    Auch dazu gibts bereits mehrere, ME ziemlich aussagekräftige Threads hier im Forum.
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  12. #11
    Avatar von Shai Hulud
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    Zitat Zitat von sk8goat Beitrag anzeigen
    Aber warum kommt mir dieser Thread so bekannt vor?
    Meine Internet-Recherchen sind hier auch schon mal mit Stasi-Methoden vergleichen worden... :Roll

    Trotz der erneuten Gefahr verwiese ich auf diesen Thread aus dem Fachwerk Forum:
    Hat hier jemand Erfahrungen mit Infrarotheizungen gemacht?
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12
    Avatar von sk8goat
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    vielleicht deswegen:
    http://www.bauexpertenforum.de/showt...trahler&page=2

    Zwei Vorteile hat diese Heizung:
    1. Im Anschaffungpreis ist es das billigste überhaupt. Allerdings zahlt man langfristig betrachet ein mehrfaches durch die hohen Verbrauchskosten wieder drauf. Bei eine Vollkostenrechnung über 10 o. 20 Jahre ist es mit Abstand die teuerste Art zu heizen.
    2. Diese Heizung erzeugt wirklich einen sehr hohen Anteil an Strahlungswärme und das empfindet man als sehr angenehm. Eine gut gemachte (Wassser-)Wandheizung kriegt das aber genausogut hin, aber die Verbrauchkosten sind niedriger(v.a. mit Wärmepumpe o. Pellets)
    Die von Ralf genannten Effekte(kalter Tisch, unterschiedliche Wandtemperatur) treten nur dann auf wenn man die Heizung nur zeitweise einschlatet. Bei Dauerbetrieb fühlt sich alles sehr angenehm an.

    Denbare Anwendungsbereiche für diese Heizung wären z.B. im Altbau, wenn sich wirklich keine andere Heizung einbauen lässt, oder wenn man zur Miete wohnt und vielleicht nur noch 2-3 Jahre. Oder wenn man den Altbau 'zu Ende' wohnt, also Abriss in ein paar Jahren geplant ist . . .
    In einem Neubau hat diese Heizung aber nichts zu suchen.
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  15. #13

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    Zitat Zitat von sk8goat Beitrag anzeigen
    ....Bei Dauerbetrieb fühlt sich alles sehr angenehm an.
    Das ist korrekt. Ist die Hütte erst auf Temperatur, dann sind auch alle Bauteile annähernd auf Raumtemperatur (Ausnahme Außenwände etc.).
    Bis ich jedoch die Hütte auf Temperatur habe, muss ich xx kWh an el. Strom reinstecken. Danach müssen nur noch die Verluste ausgeglichen werden.

    Ich sagte ja, kWh bleibt kWh. Der IR-Heizer ist da keine Ausnahme.

    Zitat Zitat von sk8goat
    Denbare Anwendungsbereiche für diese Heizung wären z.B. im Altbau, wenn sich wirklich keine andere Heizung einbauen lässt,...
    Auch hier Zustimmung. Ich habe ein weiteres Beispiel in meinem obigen Beitrag genannt.
    Hier bei uns steht ein halbes Dutzend IR-Heizer rum, von verschiedenen Herstellern. Mit Glasplatten, verpiegelten Flächen, auf Halbleiterbasis, oder konventionell mit Glühstäben. Technisch sind die Dinger OK. EMV, El. Sicherheit, alles kein Problen. Aber Wunder vollbringen die Kisten nicht.

    Da sind Modelle dabei, die kosten im Endverkauf bis zu 1.000,- €/kW !!!
    Als Designerstück OK, aber als Vollheizung -> NIEMALS !

    Gruß
    Ralf

    Gruß
    Ralf
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