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  1. #1
    Miko07
    Gast

    Kondensat Kellerwand WW

    Hallo Zusammen,

    ich behaupte jetzt einfach mal, dass es Kondensat ist. Zumindest behauptet es der Bauträger bzw. dessen Unternehmer.

    Zum Hintergrund: Es handelt sich um ein Neubau (Fertigstellung 12/2008). Seit Feb. wohne ich darin. Schon immer war der Keller ein wenig klamm (feuchte Kartons, Kondensat an den Fenstern, Wäsche wurde nicht trocken). Während der letzten Bauphase ist viel Wasser eingedrungen. Dies ist während der Bohrungen für die Hausanschlüsse in den Keller gelangt (stand ca. 1,5cm hoch im gesamten Keller). Zur Abnahme im Feb. war dieser zumindest optisch getrocknet. Ob es überhaupt etwas mit dem aktuellen Problem zu tun hat, kann ich nicht beurteieln.


    Problem: Während der schwülen Tage der letzten Woche, haben wir auf einmal die dunklen Wasserflecken im Sockelbereich bemerkt (s. Bild). Noch nie ist es in diesem Ausmaß aufgetreten. Gleiches Bild bei den Nachbarn. 4 Doppelhäuser. 3 bzw. 6 DHH sind bewohnt. 2 DHH sind unbewohnt, zeigen aber nicht diese Feuchtigkeit. Auch Schimmel weiß-grün ist ebenfalls vorhanden. Ich habe ihn in sämtlichen Kartons und an einer Schrankrückwand.

    Ein Nachbar macht gerade seinen Keller. Die Wand wurde gestrichen und im Sockelbereich trocknete die Farbe nicht. Nach Aufstellen eines Bauentfeuchters holte er ca. 120 Liter in 5 Tagen heraus. Fenster sind zu, wobei die Aussentemperaturen auch schon längst wieder gemäßigt sind. Mein Keller ist zumidest optisch auch wieder trocken. Keine Flecken mehr zu sehen.

    Der Keller ist als Nutzraum deklariert. Die Aussendämmung reicht nur bis zur oberen Wandhälfte. Temp. untere Wandhälfte 12 Grad, Temp obere 17 Grad. Im Vorjahresbauabschnitt (fast identische Häuser) sind die Keller wärmer. Temp. 16 Grad unten, 19 Grad oben. Fenster stehen bspw. immer auf. Es ist hier keine Feuchtigkeit zu erkennen.

    Der Bauträger hat heute eine Feuchtigkeitsmessung durchgeführt. Alles war im grünen Bereich. Sie haben ca. 100mm ins WU gebohrt und die Messsonden reingehalten. Demnach haben sie es auf eine falsche Belüftung geschoben. D. h. 6 Familien mit unterschiedlichem Belüftungsverhalten haben alle unsachgemäß be-/gelüftet???

    Was haltet Ihr davon? Darf dies so sein, dass sich der Bauträger einfach so aus der Verantwortung ziehen darf. Warum ist es bei uns so und in dem Vorjahresbauabschnitt nicht? Muss der Bauträger darauf hinweisen? Wir haben weder mündliche Hinweise erhalten, noch steht es in irgendeiner Baubeschreibung. Ich habe bereits telefonischen Kontakt mit Baugutachtern aufgenommen. Der eine sagt, dass es normal sein kann, also Kondensat durch "falsches" Belüften. Der andere wiederum findet es schon merkwürdig.

    Könnt ihr mir/uns eine Strategie empfehlen, wie ich/wir weiter vorgehen können bzw. Forderungen beim Bauträger geltend machen können?
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  2. Kondensat Kellerwand WW

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    ob es Kondensat ist? Keine Ahnung von hier aus? Wurde berücjksichtigt das beim bohren das Bohrloch in naher Umgebung trocknet? Wie sah der Bohrstaub aus? Welches Messgerät? Fragen über Fragen...
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  4. #3
    Bauexpertenforum
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    Falls die rF im Bohrloch gemessen wurde, mit das Bohrloch mit dem rF Fühler aber (z.B. mit Plastik Fermit)eingedichtet werden.
    Wartezeit ist natürlich auch Pflicht, bis sich der Ausgleich einstellt.

    Zu Ihren Fragen.
    Wo noch viel Feuchtigkeit, schlägt sich auch viel nieder.
    Der Vorjahresbauabschnitt hatte 1 Jahr mehr Zeit zum Austrocknen.
    Ergo - es könnte Kondenswasser sein.
    Muss aber nicht.

    Verschiedene Bauteiltemperaturen - Ursachen.
    - Trockener Baustoffe leiten Wärmer schlechter
    - andere Exposition
    - Mehr Bauteilwärme durch mehr warme Luftzufuhr (Fenster stehen immer offen schrieben Sie)
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Miko07 Beitrag anzeigen



    Der Keller ist als Nutzraum deklariert. Die Aussendämmung reicht nur bis zur oberen Wandhälfte. Temp. untere Wandhälfte 12 Grad, Temp obere 17 Grad. Im Vorjahresbauabschnitt (fast identische Häuser) sind die Keller wärmer. Temp. 16 Grad unten, 19 Grad oben. Fenster stehen bspw. immer auf. Es ist hier keine Feuchtigkeit zu erkennen.
    ....ist doch schon ein deutlicher Hinweis...

    für welche Nutzung ist der Keller denn deklariert?
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  6. #5
    Avatar von drulli
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    Zitat Zitat von Miko07 Beitrag anzeigen
    ...Während der letzten Bauphase ist viel Wasser eingedrungen. Dies ist während der Bohrungen für die Hausanschlüsse in den Keller gelangt (stand ca. 1,5cm hoch im gesamten Keller). Zur Abnahme im Feb. war dieser zumindest optisch getrocknet....
    War da der Estrich schon drin und komplett durchgefeuchtet? Ich halte es für unmöglich, den ohne besondere Maßnahmen im Keller vernünftig zu trocknen. Dämmung habt Ihr vermutlich nicht darunter, wenn die Kellerwand nur zur Hälfte gedämmt ist. Wenn doch, .
    Somit könnte die viele Restfeuchte eine große Nachschubquelle für die Kondensfeuchte an der ungedämmten Wand sein.
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  8. #6
    Miko07
    Gast
    Hallo,

    danke für die bisherigen Antworten.

    @Robby:
    Die Bohrungen wurden einmal in eine feuchte Stelle gemacht und einmal in einem abgetrockneten Abschnitt. Keine Ahnung was das für ein Messgerät war. Man hat hierzu zwei parallele Bohrungen gesetzt und in die jeweilige Bohrung einen Meßstab eingeführt. Der Wert lag bei "49,5" was auch immer für eine Einheit? In der Tabelle stand "trockener Keller". Der Bohrstaub war hell und trocken.

    @Mark:
    Keine Ab-/Eindichtung der Fühler. Es wurde direkt nach dem Bohren gemessen. Wo steckt die Feuchtigkeit, wenn der WU nichts "speichern" kann? Der Nachbar neben mir hat bspw. schon gefliest. Die Fugen sehen hell und trocken aus. Die Decke ist als Filigranbetondecke ausgeführt. Kommt trotzdem Feuchtigkeit aus dem Estrich oder aus den Innenwänden. Hier ist zumindest optisch nichts feucht. Wo kann sich die meiste Feuchtigkeit ansammeln?

    @Drulli
    Der Estrich war damals schon drin. Verbundestrich auf Trennlage heisst es in der Baubeschreibung. Es war damals kurz ein Bautrockner im Keller (2-3 Tage). Hier auch wieder die Frage: Wo steckt die ganze Feuchtigkeit? Das Treppenhaus ist verputzt und die zwei angrenzenden Kellerräume durch Türen getrennt.


    Wie gesagt haben alle umliegenden Neubauten die Feuchtigkeit zur selben Zeit gezeigt. Die Hauptfrage ist nur, ob sich der Bauträger so aus der Verantwortung ziehen kann. Haben wir alle was falsch gemacht? Welche Ursachen kämen denn noch in Frage?
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  9. #7
    Bauexpertenforum
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    Liest sich wie Bürstensonden Messverfahren.
    Eher untypisch für die Messung in Beton.
    Mit der Messmethode kann man Feuchtehorizonte messen und hierbei Anwaltswerte gewinnen ob die Feuchtigkeit von außen, unten oder von innen kommt. (Theoretisch)
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