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  1. #1
    Avatar von parcus
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    Frage Wieviel Sonden sind ideal ?

    ich habe da gerade ein größeres Projekt für welches 400m gebohrt werden sollen. Genehmigung für 400m an Tiefe liegt vor. Bislang war ich immer innerhalb von 100m Tiefe pro Bohrung bei EFH.

    Jetzt kommen mir die Bohrfirmen mit 4 x 100m bis 5 x 80m und stehen auf dem Standpunkt der Wärmeertrag wäre gleich.

    Ich hingegen möchte die kleinste Differenz zur Vorlauftemperatur, also so tief wie möglich. (Einheitspreis als Meterpreis liegt zugrunde)

    Ich kenne zwar die Simulationsprogramme von der Rud.Otto Meyer-Umwelt-Stiftung. Nur ist diese Simulation schon sehr genau und ich habe dafür nicht alle Werte zur Hand.

    Gibt es Webseiten die einen einfacheren Vergleich ermöglichen ?
    z.B. sowas wie Software des Geologischen Dienstes NRW

    Achso, ich unterstelle mal Koaxial-Sonden
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  2. Wieviel Sonden sind ideal ?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von alex2008
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    jetzt such mal diese Seite auf
    http://www.fws.ch/downloads_01.html

    da gibts Merkblätter und vieles mehr.

    Meist werden aber Doppel U Sonden vorgezogen.

    Sonden ist auch immer eine Platzfrage wenn es mehrere sind da sie sich bei ungenügend Abstand beeinflussen können
    Weniger Sonden wäre wohl empfehlenswerter
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  4. #3
    Themenstarter
    Avatar von parcus
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    hinsichtlich des thermischen Kurzschluss ist ohnehin
    ein großer Bohrungsdurchmesser vorteilhaft.
    Hier ein Vergleich zu den Sonden (U / koaxial)
    http://www.energieeffizient-sanieren...hp?topic=215.0

    Mir geht hier aber um die höhere Temperatur in der Tiefe auf 400m von 30-35° gegenüber 100m mit 10-12°.
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  5. #4

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    Hallo parcus,

    Die Erdwärme wird mittels Sonde gewonnen, nicht mit der Bohrung – deshalb: Wenn schon, denn schon größerer Sondendurchmesser … und Du möchtest bestimmt die höchste Differenz Rücklauf- zur Vorlauftemperatur haben, oder?

    Zur Verwendung der verschiedenen Sonden kann ich nur sagen: Mehr als der Boden hergibt kann nicht gewonnen werden. Bildet sich an der Sonde ein Eispanzer weil die Sonde zu kurz ist ( … da diese ja besonders leistungsfähig ist und mit weniger Metern auskommt) und nicht ausreichend Wärme aus dem umgebenden Boden nachströmen kann gibt es eine relativ gute Dämmung um die Sonde aus Eis. Gilt natürlich nicht im trockenen Festgestein.

    Mich würde brennend interessieren ob Du preisgleiche Angebote für 1 x 400 m und 4 x 100 / 5 x 80 m hast? Und weiter welche Sonde bei 1 x 400 m eingebaut werden soll?

    Grüße Hendrik
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  6. #5

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    außerdem sieht in der Praxis manches anders aus, als es die Theorie vorgaugelt. Wenn Du in 400m 30-35° hast (hab nciht nachgeschaut, ob das stimmt) und Du die Sole dadruch vielleicht auf 25-30° erwärmen kannst, wass passiert dann mit der Sole wenn sie den Bereich -100 bis 0 m durchläuft? Richtig, sie gibt die Wärme von unten wieder an das Erdreich ab! Du kühlst also das Erdreich in 400m und heizt das oberflächennahe Erdreich.

    Sicher ist die SoleTemperatur am Ende noch höher als bei einer 100m Bohrung, aber bestimmt nicht so viel, wie man hoffen könnte. Und ob dafür der Aufwand lohnt ist fraglich.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Uwe! Beitrag anzeigen
    ... Wenn Du in 400m 30-35° hast (hab nciht nachgeschaut, ob das stimmt) und Du die Sole dadruch vielleicht auf 25-30° erwärmen kannst,
    Schön wär´s. In 400m Tiefe hat´s vielleicht so um die 20°C. (Anomalien jetzt nicht berücksichtigt).

    Gruß
    Ralf
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  8. #7

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    mir kam's auch etwas viel vor....
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  9. #8

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    Aber wenn man die Sole bei +10°C halten könnte, würde die WP schon mit einer sehr guten Leistungszahl laufen.

    Nachteil: Bei dem Druckverlust braucht´s dann aber schon eine ordentliche Pumpe, die wiederum Strom frisst.

    Wie so oft stellt sich auch hier die Frage der Wirtschaftlichkeit. Die 400m Bohrung gibt´s ja nicht umsonst.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9
    Themenstarter
    Avatar von parcus
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    Sorry, laut geologischen Gutachten ist eine heiße Quelle vorhanden, deshalb die hohe Temperatur.

    @Uwe!
    deshalb dachte ich ja an einen größeren Durchmesser um nach oben hin stärker dämmen zu können.

    @Ralf
    die Druckverluste und Pumpe sind natürlich Argumente.

    Ich denke ich werde mich mal an die TU Darmstadt wenden, da die das CO2 Sonden Projekt Bensheim begleiten.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von parcus Beitrag anzeigen
    deshalb dachte ich ja an einen größeren Durchmesser um nach oben hin stärker dämmen zu können.
    Wie willste das den realisieren? Mit was dämmen?
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  12. #11

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    ... würde mich immer noch interessieren

    ... ob Du preisgleiche Angebote für 1 x 400 m und 4 x 100 / 5 x 80 m hast? Und weiter welche Sonde bei 1 x 400 m eingebaut werden soll?

    Grüße Hendrik
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  13. #12
    Themenstarter
    Avatar von parcus
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    Hallo Hendrik,

    ich habe mir eine 400m Bohrung von den Firmen anbieten lassen, die genannten Alternativen werden zum gleichen Preis angeboten. Es wird nur darauf hingewiesen, das wenn über 400m oberflächennaher Bohrung gebohrt werden muss, dieses dann als Tiefenbohrung berechnet wird.

    Ich habe die Angebote aber auch erst einmal auf Eis gelegt. Bis die Situation geklärt ist.

    Kennst du zufällig den Namen von dem Hochtemperaturbohrverfahren, was in Frankreich erforscht wird ?
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  14. #13

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    Hallo parcus,

    Nein, kenne ich nicht.

    Es gibt da noch Geojetting von den Bochumer Truppenteilen / co. Vaillant - geht aber nur im bestimmten Sedimenten und dann nicht so tief. Das Bohrverfahren ist m.E. ein "ewiges Talent". Im Tunnelbau wird ein ähnliches Verfahren auch bei Festgestein verwendet - da ist aber die Spritze vor der Nase und der Abraum fällt frei herunter. Im Bohrloch bei felsigen Böden hingegen das Bohrgut „wegdrücken“ zu können halte ich für reines Wunschdenken.

    Ab ca. 150 m Bohrtiefe wird mit Lufthebeverfahren gebohrt, das sind dann andere Verfahren, andere Geräte und andere Preise. Zu beachten ist, dass die Sonden entsprechende Betriebsdrücke leisten müssen: 100 m = 10 bar, 150 m = 15 bar ... 400 m = 40 bar uijuijui ... die Sonde hat es schwer. Hydraulische Verluste beim Umwälzen mal gar nicht betrachtet.

    Unter Umständen und je nach Schichtenfolge können mehrere, dafür flachere Bohrungen effektiver für den Betrieb sein. Die Umgebungstemperatur des Gebirges ist das eine, die Wärmeleitfähigkeit der jeweiligen Schichten das andere.
    Zum Beispiel: Wasserführende Kiese oder Sande in den oberen Schichten sind sehr gut nutzbar, je nach Grundwasserstrom regenerieren sich diese Schichten sehr schnell. Ist hingegen ein tiefer Grundwasserstand anzunehmen oder ungünstige Böden, dann ab nach unten.
    Aus dem Bauch heraus würde ich sagen in der Größenordnung von 4 x 100 m zu 5 x 80 m kommt es - wenn überhaupt - zu einem marginalen Unterschied.


    Grüße Hendrik
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter
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    @Uwe!

    zum Thema dämmen ist im oberen Bereich ein Glasschaum- oder Blähglasgranulatbeton in Gespräch. Da die Schweizer aber oft auf 300m bohren müssen, lasse ich mir hier gerade Unterlagen zukommen.
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  17. #15

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    für uns zwar eh zu spät, aber wenn Du Infos hats, würde es mich trotzdem interessieren!
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