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Rechnerischer Nachweis/Flachdach/verklebt

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  1. #1

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    Rechnerischer Nachweis/Flachdach/verklebt

    Moin,

    (allgemeine Frage/kein konkreter Streitfall (mehr))

    Situation :
    1.)Abdichtung "standard"-Aufbau eines einschaligen, nicht belüfteten Daches ( "Warmdach") also : Beton-VA-Dampfsperre(AL&G200)-EPS Dämmung unkaschiert mit PU Kleber auf DS verklebt-KSU(1.Lage)-Polymerbahn als Oberlage.

    2.)Windlastzone 4 erfordert rechnerischen Nachweis durch Statiker als Einzelnachweis.

    3.)Ich gehe davon aus , daß der auftretende Lastfall errechnet werden kann. Als Ergebnis steht also eine Windsogsituation von X für den konkreten Anwendungsfall im Raum.

    4.)Hintergrund : Ich erhalte vom Hersteller keine Aussage über die Kraft der Verbindung zwischen 1.Lage und Oberlage

    Frage : Wie ermittelt der Statiker , ob MEIN Aufbau dem Lastfall Standhält ?
    Wie kann dann hier ein Nachweis geführt werden, wenn zwar klar ist , welche Kräfte rechnerisch wirken, jedoch keine Aussage getroffen wird, ob das Produkt diesen Kräften Standhält ?

    (der konkrete Fall wurde durch mechanische Befestigung gelöst..)

    Dank & Gruß im Vorwege

    ak
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  2. Rechnerischer Nachweis/Flachdach/verklebt

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  3. #2

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    Ich hab ja schon viel gehört, aber einen rechnerischen Nachweis der Verscheißung einzelner Lagen - ne. Brauchen DD jetzt auch den kleinen (bis 8 m) oder den grossen (bis 20 m) Schweißpass. Bei > 20m mit Zusatzschein??

    Verklebung/Verankerung der Dämmung - ja! Verankerung der Decklagen - ja! Auszugswerte der Verankerung in den Decklagen - ja.
    Aber nicht über die Schweißfläche.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Na ja, wir kriegen auch den Schieferverdienstorden erster Klasse mit Buchenlaub am Dichtband

    Tja, GU hat es gefordert....( 1600 qm) und mir die Flachdachrichtlinien unter die Nase gehalten

    Wenn nix Nachweis, dann nix verklebter Aufbau


    Wir sind uns einig, daß das Anliegen an den Haaren herbeigezogen wurde und daß hier ein Problem "konstruiert" wurde, wo de Fakto keines war.


    Text Flachdachrichtlinien)

    2.6.3.4

    (4)Die Abreißfestigkeit jeder zu klebenden Lage oder Schicht und die Eigenfestigkeit der Klebstoffverbindungen müssen so groß sein, dass die angesetzten Windlasten lagesicher abgeleitet werden können.*
    (5)**Wenn eine der zu klebenden Lagen oder Schichten keine ausreichende Abreißfestigkeit aufweist, sind mechanische Befestigungen oder Auflast anzuwenden.

    Die dann im Anhang greifenden Tabellen gelten nicht für Windlastzone 4 ( Einzelnachweis)


    AK
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  5. #4

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    hallo
    dach dein problem läßt sich nur mit kleben nicht lösen da pro qm fläche nur die kraft xy übertragen werden kann ergo muß das system gewechselt werden. da gibts eine bahn die mit schienensystemen gesichert wird also mechanische befestigung nur der namen is weg. nur 1-mal verwendet vor ca. 20 jahren. auflast wird wohl nicht möglich sein wegen der tragfähigkeit der unterkonstruktion.

    gruss aus de pfalz
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  6. #5
    Themenstarter

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    System = Sarnafil....ist bekannt;
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  7. #6
    Gast360547
    Gast

    ähhh

    Moin,

    Sarnafil gibts bituminös?

    Hannich noch nich jewusst *grübel*

    Grüße

    stefan ibold
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  8. #7
    Themenstarter

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    Nein, wollte nicht "Klugschieten" sarnafil ist natürlich hochpolimer, Problemfeld liegt im Bereich bituminöser Abdichtungen mit Polimerbahnen...


    Mein "Problem" würde folgerichtig dazu führen, daß der gesamte Bereich Zone 4 keine klassischen "Warmdach"-aufbauten mehr gestatten würde. Meine Hoffnung ist, daß die Statiker für diesen Fall eine Stofftabelle mit ablesbaren Werten in petto haben, die mir nicht bekannt ist.
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  9. #8
    Themenstarter

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    @gunther1948
    "dein problem läßt sich nur mit kleben nicht lösen da pro qm fläche nur die kraft xy übertragen werden kann ergo muß das system gewechselt werden."

    Über die Brücke gehe ich im übrigen (noch) nicht. mal abgesehen von der RECHENBARKEIT halte ich einen vollverklebten Aufbau für lagesicherer als z.B. ein System mit mechanischer Saumbefestigung. Das der Windsog zwei Bitumenbahnen (die fachmännisch verlegt sind) auseinanderschält kann ich mir schlechterdings nicht vorstellen...

    Gruß aus Hamburg
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  11. #9

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    hallo
    du hast ja klebeflächen zwischen beton +va dampfsperre und
    zwischen dampfsperre und eps und
    zwischen eps und polymerbahn und im prinzip brauchste überall die haftzugwerte.

    gruss aus de pfalz
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  12. #10
    Themenstarter

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    Moin,
    Einverstanden. Das heisst aber im Umkehrschluß, das bei geschuldetem Rechnerischem Nachweis, also bei Zone 4 und auch bei exponierter Lage, kein verklebter Aufbau mehr zulässig wäre. Es geht sogar noch eiter. Wenn kein "Pauschalwert" angesetzt werden kann, mit dem die Lagen verkleben, kann auch keine Kombination, etwa mit Auflast geplant werden, genauer, es muß die gesamte rechnerische Windlast über Auflast bewältigt werden, demzufolge ist diese dann recht groß. Das kann schnell zu statischen Problemen führen. Der Andere Weg, etwa Saumbefestigungen/mechanisch hat zwei große nachteile:
    1.)Die Bohrlöcher müssen penibel (ohne Restbohrmehl) gebohrt werden, will sagen, es ist kein "fehlerfreundliches" System.

    2.) Das mechanisce System ist nicht hinterströmungssicher, also insofern Riskanter

    Im Ergebnis scheint es wohl so zu sein, das nicht verklebt werden darf.
    Danke soweit und Gruß

    Ak
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