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  1. #1
    Katja76
    Gast

    Elektroinstallation ... DIN oder VDE?!?

    Hallo,

    in meiner Baubeschreibung steht bzgl. der Elektroinstallation:

    "Elektroanlage nach VDE-Richtlinien inkl. Zählerschrank im Hausanschlussraum mit erforderlicher Automatensicherung und FI-Schalter ..."

    Nun meine Frage, es gibt ja die DIN 18015-2, welche die Art und den Umfang der Mindestausstattung Elektrischer Anlagen in Wohngebäude regelt.

    Geht es für den Bauträger so einfach, die DIN auszuhebeln, indem er nach den VDE-Richtlinien installiert (mit wesentl. weniger Steckdosen und anderen Anschlüssen) oder kann ich die DIN-Ausstattung ohne Aufpreis verlangen.

    Einen Kaufvertrag habe ich noch nicht unterschrieben.

    Danke für eure Antworten.
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  2. Elektroinstallation ... DIN oder VDE?!?

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    VDE gibt die technische Ausführung vor, DIN die Mindestausstattung.

    Mindestausstattung sollte schon drin sein!!!!
    Das hat garnix mit der VDE zu tun!!!

    Autovergleich: TÜV sagt was fahren darf, Hersteller sagt ob mit oder ohne Klima.

    Grüsse
    Jonny
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  4. #3

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    342
    Du solltest die genaue Ausstattung schon festschreiben lassen, nicht nur nach DIN oder dergl. Da sollte festgelegt sein, wieviel Steckdosen, Schalter, TV-Anschlüsse usw usf. Eine Ausstattung nach DIN reicht den meisten Leuten heute nicht mehr bzw. sie haben eigene Vorstellungen wie z.B. das Kinderzimmer wird als Arbeitszimmer genutzt und soll dann statt 3 halt 8Steckdosen haben und dergl. mehr.
    Solange noch nichts unterschrieben ist kann man wesentlich besser handeln bzw. bekommt die eigenen Zusatzwünsche zu einem besseren Preis als wenn man das dann später über Nachträge macht oder versucht es mit dem Eli selbst auszuhandeln-das gibt wie man hier immer wieder lesen kann häufiger Probs, daher möglichst vorher genau beschreiben was man will und sich dafür einen Preis nennen lassen.
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  5. #4

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    Wenn nichts Abweichendes vereinbart, muß er nach DIN UND nach VDE arbeiten.
    Auch bei der Dir vorgelegten Formulierung wäre die Mindestausstattung nach DIN geschuldet.

    Aber um Ärger (Streit um Gültigkeit und Einhaltung der DIN) und Enttäuschungen (Mindestaustattung nach DIN ist heute für einen Neubau absolut undiskutabel, da völlig unzureichend) zu vermeiden, bitte den Tipp von Jonny beherzigen und ALLE DETAILS vorher vereinbaren!
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  6. #5
    Katja76
    Gast
    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Wenn nichts Abweichendes vereinbart, muß er nach DIN UND nach VDE arbeiten.
    Auch bei der Dir vorgelegten Formulierung wäre die Mindestausstattung nach DIN geschuldet.
    Ersteinmal an euch alle: danke für eure Tipps!!! Ich habe der Dame vom Bauträger schon gesagt, dass mir diese Austattung bei weitem nicht reicht und ich hier und da noch so einige Steckdose etc. haben möchte, nur das lassen die sich richtig bezahlen.

    Aus diesem Grund hatte ich die Frage, ob ich zumindest die DIN 18015-2 verlangen kann, um so den Aufpreis n bissl geringer zu halten.

    Ich hatte dummerweise vergessen, dass neben dem Einleitungssatz: "Elektroanlage nach VDE-Richtlinien inkl. Zählerschrank im Hausanschlussraum mit erforderlicher Automatensicherung und FI-Schalter ..." weiter unten in dem Kapitel Elektroinstallation die einzelnen Räume mit der dazugehörigen Ausstattung aufgelistet sind ***AscheaufsHaupt***, z. B. Küche: 1 Brennstelle als Deckenauslass, 1 Lichtschalter neben der Tür mit Steckdose unter dem Schalter, 3 Einzelsteckdosen ... Schlafzimmer: 1 Brennstelle als Deckenauslass, 1 Lichtschalter neben der Tür mit Steckdose unter dem Schalter, 2 Einzelsteckdosen, ... mehr steht dann aber bzgl. der Ausstattung von Steckdosen/Licht in den einzelnen Räumen nicht. Die 1 Antennen-Leerdose, 1 Telefon-Dose, 1 Waschmaschinensteckdose, 1 Herdanschlussdose, 1 Klingel sind unter "Sonstige Arbeiten am Gewerk" aufgelistet, da man teilweise die Wahl zwischen mehreren Räumen für die Installation hat.

    Nun noch mal bitte ganz kurz, kann ich nun trotz der bereits vorhandenen Einzelauflistung noch mindestens die DIN 18015-2 verlangen, um so zumindest n bissl den Aufpreis nach unten zu drücken?!?
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  7. #6

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    Nein, da die Einzelauflistung (auch wenn sie eine geringere Ausstattung umfasst) eine zulässige und wirksame Vereinbarung über Abweichung von der Norm darstellt.

    Wenn Du schon unterschrieben hättest, hätte man Dich insoweit in der Hand und könnte nun derartige Mondpreise verlangen.
    Du hättest dann nur noch die Wahl zwischen annehmen (und teuer bezahlen) oder ablehnen (und verzichten).

    Da Du aber (wenn diese Angabe wahr ist) noch nicht unterschrieben hast, kannst Du beliebig verhandeln. Dabei sollten einigermaßen reelle Preise erzielbar sein!

    Trotzdem auch dann den Vertrag insgesamt vor Unterschrift fachlich UND rechtlich (Zahlplan etc). prüfen lassen!

    P.S.
    Die aufgeführte Ausstattung ist (wie zu vermuten stand) für einen heutigen Neubau ein Witz (und zwar kein besonders guter)...
    Gerade im Bereich der Telekommunikation muß da DEUTLICH mehr rein!
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  8. #7
    Katja76
    Gast
    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Nein, da die Einzelauflistung (auch wenn sie eine geringere Ausstattung umfasst) eine zulässige und wirksame Vereinbarung über Abweichung von der Norm darstellt.
    ...
    Da Du aber (wenn diese Angabe wahr ist) noch nicht unterschrieben hast, kannst Du beliebig verhandeln. Dabei sollten einigermaßen reelle Preise erzielbar sein!
    Ich habe wirklich noch nichts unterschrieben, da das Bodengutachten (welches ich im Gott sei dank habe im Vorfeld machen lassen), eine "schöne" Bescherung ans Tageslicht brachte - Bodenaustausch, zur Sicherheit bis 2,5m Tiefe Jetzt warte ich auf die Kostenvoranschläge. Die Zeit will ich aber nutzen, um die Kosten so gut wie möglich zu kalkulieren, damit man die Fehlerqoute, welche sicher auftreten wird, gen null tendieren lässt.

    Zu der Steckdosen-Geschichte: sowas habe ich leider schon geahnt. Naja, dann heißt es in den saueren Apfel beißen und die Aufpreise bezahlen. Habe jetzt schon ca. 40 Steckdosen (aufgeteilt in Doppelten bis Vierer), 10 Lichtschalter und 2 TV-Anschlüsse zusätzlich reingenommen, wollte mir nochmal überlegen, wo evtl. TV-Geräte und Möbel hinkommen und dann nochmal alles durchgehen.

    Der Bauträger nimmt für ne Doppelsteckdose 51,60 EUR, für ne Dreier 70,20 EUR und für ne Vierer 89,- EUR. Der TV-Anschluss schlägt mit 72,- EUR zu Buche. Ich finde die Preise schon ganz schön heftig oder täusche ich mich?!? Was sind denn so durchschnittliche Preise für die Steckdosen/TV-Anschlüsse, damit ich vielleicht noch n bissl verhandeln kann?

    Ich danke euch für die Antworten!!
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  10. #8

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    Zitat Zitat von Katja76 Beitrag anzeigen
    Ich habe wirklich noch nichts unterschrieben... Naja, dann heißt es in den saueren Apfel beißen und die Aufpreise bezahlen.
    ...
    Wieso, wenn du noch nichts unterschrieben hast, dann kannst du doch ebenso Bedingungen aufstellen wie der Bauträger...

    Die genannte Ausstattung ist unterirdisch!

    Das entspricht ungefähr Standdard aus den 70ern...

    Doppelsteckdosen in jeder Zimmerecke+unter Lichtschalter+plus 2-4 Doppelsteckdosen über der Küchenarbeitsplatte + extra Steckdosen für Geschirrspüler und Mikrowelle und Wäschetrockner sind heutzutage Standard und bei seriösen Firmen auch ohne solche Aufpreise zu haben!

    Also lasse doch die Ausstattung wie von dir gewünscht (insbesondere inkl. vernünftiger Absicherung und mehrerer RCD (FI-Schalter) in den Vertragsentwurf mit aufnehmen und zwar ohne Aufpreis...zu einer Vertragsverhandlung gehören schließlich immer beide Seiten, man einigt sich dann irgendwo in der Mitte!
    Aber niemand muss (vor Unterschrift) überzogene Preise und unterirdische Ausstattung eines Bauträgers hinnehmen.

    Mache im Zweifel deutlich dass du zu einer anderen Firma gehst!

    Gruß
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  11. #9

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    Habt ihr an einen Kabel- oder Satanschluss gedacht?Ich würde auf jeden Fall für SAT verkabeln, also sternförmig und mind. 5 Leitungen vom Dach(boden) zum Zentrum. An Netzwerk denken. Zusätzlicher Lichtschalter im Schlafzimmer überm Bett, ..............

    Zu den Kosten können andere mehr erzählen.
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