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gebrauchte Häuser: Verhandlungsspielraum bei Kaufpreis?

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  1. #1

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    gebrauchte Häuser: Verhandlungsspielraum bei Kaufpreis?

    Gibt es eigentlich eine Faustregel, wie viel ein (privater) Verkäufer noch am inserierten Kaufpreis nachlassen will / muß?

    Mir wurde jetzt gesagt, im Bremer Raum seien 10 - 15% "automatisch" einkalkuliert. Bei uns (Süddeutschland) scheint der Spielraum eher zwischen 0 und ein paar Tausendern zu liegen, insofern waren wir mit dem Inseratspreis recht nah an dem Preis, den wir für realistisch halten.
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  2. gebrauchte Häuser: Verhandlungsspielraum bei Kaufpreis?

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  3. #2

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    Seit wann MUSS man nachlassen???

    Man KANN bis zu 100% nachlassen.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von capslock Beitrag anzeigen
    Gibt es eigentlich eine Faustregel, wie viel ein (privater) Verkäufer noch am inserierten Kaufpreis nachlassen will / muß?

    Mir wurde jetzt gesagt, im Bremer Raum seien 10 - 15% "automatisch" einkalkuliert. Bei uns (Süddeutschland) scheint der Spielraum eher zwischen 0 und ein paar Tausendern zu liegen, insofern waren wir mit dem Inseratspreis recht nah an dem Preis, den wir für realistisch halten.
    ???

    Wie es in Bremen aussieht...keine Ahnung..

    Die Situation in Süddeutschland dürfte nicht sehr viel unterschiedlich sein zu der Lage im Rhein-Main-Gebiet.
    Einige ganz wenige Häuser günstig (sofort weg, wenn nicht individuelle Gründe dagegen sprechen wie zu wenig Wohnfläche oder zu grosses Grundstück, das viele Leute heute auch nicht mehr haben wollen....)
    Der grosse Rest leider deutlich über Wert angeboten....
    -
    Insofern ist es natürlich schwierig bis aussichtslos dem Verkäufer klarzumachen, dass sein Angebot zB 50-80% über dem realen Wert (vereinfacht: Kaufpreis Altimmobilie plus alle Investitionen zu Handwerkerpreisen=Preis für einen vergleichbaren Neubau ).
    Andererseits ist es kaum möglich auf den realen Preis zu warten...denn es findet sich immer einer der anders kalkuliert (ggf auch schönrechnet) sodass sich ein höherer Marktpreis einstellt.
    -
    Im Grunde musst du ein Haus besichtigen und wissen ob du sofort zuschlagen oder komentarlos gehen musst (um beide Extreme zu nennen).

    PS: Wenn du das Gefühl hast, beim Makler zuschlagen zu müssen....das ist normal
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  5. #4
    MoRüBe
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    Schöne Karikatur...

    ...

    http://www.bgi24.de/

    bis unten runterscrollen...
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  6. #5

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  7. #6
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    Zitat Zitat von bernix Beitrag anzeigen
    PS: Wenn du das Gefühl hast, beim Makler zuschlagen zu müssen....das ist normal

    Beim Makler kaufen oder den Makler verprügeln?

    Unser Haus (hier sind wir die Verkäufer) war jetzt ein Jahr lang über Makler angeboten, der aber nicht professionell gearbeitet hat und die paar Interessenten, die es gab, auch nicht zum Zuschlagen animieren konnte.

    Wir haben die Zusammenarbeit jetzt beendet. Bevor wir es (wegen der großen Entfernung) wieder einem anderen geben, wollten wir es selbst probieren. Die Resonanz auf die bislang einzige Zeitungsanzeige war überraschend gut, allerdings kam auch zweimal die (natürlich zweckdienliche) Bemerkung von Interessenten, es würden alle 10 - 15% teurer anbieten als sie haben wollen.

    Und die Beobachtung haben wir bei unserer eigenen Suche (als Käufer) in Süddeutschland so gar nicht teilen können.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von capslock Beitrag anzeigen
    allerdings kam auch zweimal die (natürlich zweckdienliche) Bemerkung von Interessenten, es würden alle 10 - 15% teurer anbieten als sie haben wollen.

    Und die Beobachtung haben wir bei unserer eigenen Suche (als Käufer) in Süddeutschland so gar nicht teilen können.
    ...?

    ging keiner auf den Hinweis (Kaufpreis minus 15%) ein?

    Letztendlich ist es unerheblich ob 15% einkalkuliert sind wenn der Preis insgesamt überhöht ist.....
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  9. #8
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    Mir ging es darum, ob es da für einen regionalen Markt typische Gepflogenheiten gibt, so eine Art ungeschriebenes Gesetz gibt.

    So wie ich die Diskussion bisher lese, scheint das zumindest für andere Märkte nicht der Fall zu sein.


    Andere spannende Frage:
    Spielt ein guter Makler seine Provision wieder rein, indem er z.B. Leute anspricht, die "Qualitätshäuser vom Qualitätsmakler" anschauen und diesen das auch noch gut schmackhaft macht?
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  10. #9

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    Zitat Zitat von capslock Beitrag anzeigen
    Andere spannende Frage:
    Spielt ein guter Makler seine Provision wieder rein, indem er z.B. Leute anspricht, die "Qualitätshäuser vom Qualitätsmakler" anschauen und diesen das auch noch gut schmackhaft macht?
    ...???
    Was könnte da jetzt gemeint sein?

    Ein guter Makler "verkauft" Häuser und verdient dadurch (s)eine Provision.
    Durch entsprechende Marketingmaßnahmen und Fachwissen/Verkaufsgespräche wird er ggf Häuser schneller (oder überhaupt) verkaufen....
    Ob die Summe der Provisionen seine Kosten deckt (als Angestellter ggüber seines Unternehmens bzw als Freiberufler seine eigenen...) zeigt sich jeweils am Monatsende...
    gruss
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  11. #10

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    Hallo,

    wir haben gerade unser Haus im Bremer Raum verkauft, wir haben uns um ca. 3 % runterhandeln lassen.

    Gruß
    Karsten
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  12. #11
    Avatar von MikeR
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    Ich habe gerade ein Haus auf der Ostalb gekauft. Der Makler hat uns gesagt, dass der Preis vom Anbieter ( Verkäufer, der in Hannover wohnt ) vorgegeben wurde. Unsere Offerte lag angesichts der Umbau und Renovierungskosten knapp 30% unter dem angebotenen Wert. Bei knapp 20% haben wir uns dann nach langen und zähen Verhandlungen geeinigt.

    Ich würde mir immer den tatsächlichen Marktwert ansehen, indem ich lokale Angebote vergleiche. Dabei sind natürlich Größe und Lage des Objektes genau wie Zustand und anfallende Arbeiten zu berücksichtigen. Dann etwas aufschlagen, denn verhandelt wird heute auf Teufel komm raus. Wer da keinen großen Nachlass gewährt, bleibt eben drauf sitzen. So habe ich das letztendlich auch gemacht. Man muss als Käufer wissen, wieviel einem das gewählte Objekt tatsächlich wert ist.
    Eines sollte man nie vergessen: Jeden Tag steht mindestens EIN dummer auf
    Einer der zu teuer kauft oder zu billig verkauft
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  13. #12

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    Ich hab in Bremen (Reihenhaus) bei den Preisvorstellungen alles erlebt und
    am Ende mit 2% Nachlaß ohne Makler, aber mit einem Gutachter von
    der Verbraucherzentrale von privat gekauft:
    Von einem Haus, dass berechtigt zum reellen inserten Preis rausging, weil jemand noch vor Ostern zuschlagen wollte und das vom einzigen Makler betreut wurde, der auch eine gewisse Fachkunde bzgl. Kosten fuer Renovierungsmaßnahmen hatte,
    bis hin zu Objekten, wo man angesichts des Sanierungsbedarfs beim
    Preis nur den Kopf schütteln kann. Das war auch unabhängig davon, ob
    ein Makler im Spiel war oder nicht (den man hier als Käufer zahlen muß).
    Daß man als Käufer beim Makler eher einen realistischen Preis bekommt,
    halte ich auch für ein Gerücht. Die handeln hier ganz klar im Interesse des
    Verkäufers, schließlich limitiert die Zahl der Mandate ihren Umsatz und
    Gewinn (von Verdienst will ich in dieser Branche nicht sprechen ...). Der Makler setzt im Zweifelsfall den Preis an, der dem Kunden vorschwebt, so lange das nicht völlig aussichtslos ist. Vertrauen = 0

    Auch als Verkäufer würde ich klar versuchen ohne Makler auszukommen
    (ist ggf. ein früherer Nachbar/Arbeitskollege bereit und in der Lage gegen Entlohnung nach Aufwand das Objekt zu zeigen? Versuchen, Termine am Wochenende zu bündeln) und den Wert in der Verhandlung ggf. transparent zu machen, d.h. seriöse Wertgutachten, bedarfsorientierter Energiepaß, ggf. Angebote für anstehende Renovierungen/Sanierungen. Egal wer von beiden die 6% überweisen muß, dem Geld für den Makler steht keine reelle Gegenleistung gegenüber und die Zahl der Käufer, die nicht rechnen und das Geschwätz der Masse der Makler nicht durchschauen, ist sicherlich auch klar begrenzt.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von JensDecker Beitrag anzeigen
    . Egal wer von beiden die 6% überweisen muß, dem Geld für den Makler steht keine reelle Gegenleistung gegenüber....
    ..das kannst du nicht beurteilen


    die reelle Gegenleistung zu Provision ist das Zustandekommen eines Vertrages ....
    In welchem Verhältnis der Aufwand zum Ergebnis steht würde ich auch gerne mal wissen...bei einigen angebotenen Immobilien die wir kennen, wird schon seit Jahren versucht zu verkaufen....
    gruss
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von MikeR Beitrag anzeigen
    Man muss als Käufer wissen, wieviel einem das gewählte Objekt tatsächlich wert ist.


    Ich finde, das ist der entscheidende Punkt beim Kauf.

    Nachlassen muss schließlich niemand. Und wenn der Verkäufer
    sagt, das ist mein letzter Preis, isses eben so. Dann gilt: lieben
    oder lassen.

    Hilfreich ist es, grob zu wissen, wie die Preise (halbwegs) vergleichbarer
    Objekte sind und was der Bodenrichtwert so sagt. Dann hast Du einen
    guten Anhaltspunkt, um oben zitierte Entscheidung zu treffen.

    Und gib nicht zu viel auf "Rumbrunzer", die gerne und oft erzählen,
    wie viele tausende Euros sie runtergehandelt haben...
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  17. #15

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    Dann war der Makler entweder so blöde, einen Auftrag anzunehmen, bei dem Verkäufer völlig bekloppte Preisvorstellungen hat (DAS sollte ein Makler ja qua Beruf beurteilen können) oder er selber hat den Preis übertrieben.

    Bei Provionshöhen von 4 - 5 % (OHNE MWST) des Kaufpreises sind da mal eben zwischen 7.500 und 15.000 € als Einnahme zu verbuchen.

    Dafür haftet der Makler keinen mm. Immer alles schön unter dem Vorbehalt "Angabe des Verkäufers" blablabla.

    Wenn die anfangen, für das, was in den Exposes drinsteht, auch zu haften - also WF, Nutzfläche (wird gerne mal "verwechselt"), Zeichnungen mit Maßen, alles genehmigt?, Lasten&Rechte aus dem Grundbuch, usw usw - , und dafür auch eine Haftpflicht haben müssen, DANN können wir anfangen über die paar Makler zu reden, die dann am Markt verbleiben.

    Mich hat neulich jemand gefragt, ob ich ihm hier in H einen seriösen Makler nennen könne.
    Konnte ich leider nicht.
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