Ergebnis 1 bis 13 von 13
  1. #1

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    Wärmedämmung nur auf der Wetterseite ok, oder Unfug?

    Und zwar bräuchte ich dringend Hilfe.

    Wir haben ein 2-Familien-Haus, Baujahr 1981 mit alten Holzfenstern, die unbedingt erneuert werden müssen. Da auch die Heizung Bj. '81 ist und raus muss, dachten wir auch an einen Vollwärmeschutz für unser Haus.

    Nun aber das Problem: eine Seite des Hauses ist Grenzbebauung und unser "lieber" Nachbar hat etwas dagegen, dass wir dort dämmen. Jetzt dachten wir daran, nur die West- also "Wetterseite" zu dämmen. Ist das sinnvoll? Oder hole ich mir dann den Schimmel ins Haus, wenn die anderen 3 Seiten des Hauses "frei" bleiben? Oder sollten wir nur die Fenster erneuern und keine Seite dämmen? Fragen über Fragen.

    Danke schon mal im Voraus für eure Mühen.

    Gruß
    Floh
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  2. Wärmedämmung nur auf der Wetterseite ok, oder Unfug?

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  3. #2

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    Soweit ich weiß, kann es gut sein, daß Nachbar diese geringe Überbauung dulden muß. Ggf. bekommt er jährlich eine (sehr geringe) Überbaurente dafür.

    Das solltet Ihr von einem Fachmann vor Ort prüfen lassen, weil durchgehende Außendämmung die technisch mit Abstand beste Lösung ist.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Mit Fachmann meinst du da eher den Bauanwalt oder reicht da auch schon ein Bausachverständiger?
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  5. #4
    planfix
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    Ein Bauing. oder Archi, weil der könnte sowohl eine qualifizierte Energiebartung machen, den Bestand einschätzen und notfalls bauliche Änderungen mit dem Nachbarn diskutieren oder auch bei Behörden vorsprechen.
    weil... wenns dem Nachbarn stinkt, rennt der zum Amt.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Danke euch schonmal.

    Mal angenommen es sollte aber nun so sein, dass wir die eine Seite nicht dämmen könnten, was bietet sich denn dann an?

    1. neue Fenster + gar nicht dämmen
    2. neue Fenster + Wetterseite dämmen
    3. neue Fenster + 3 Seiten dämmen

    Nochmal danke im Voraus.
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  7. #6

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    Eine Dämmung ist nur sinnvoll, wenn alles Seiten, Kellerdecke und Dach gedämmt werden.
    Auf den Seiten, bei denen der Nachbar was dagegen hat, könnte man noch an ne Innendämmung denken.

    Aber mal quergedacht: die ENEV ist doch´n Gesetz. Verweigert der Nachbar den Anbau der Dämmung, verstößt er damit nicht gegen dieses Gesetz?

    Micha
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  8. #7
    Themenstarter

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    Ob er es verweigern kann, keine Ahnung. Ich werde mich erkundigen und weiß dann mehr.

    Innendämmung ist an besagter Seite leider nicht möglich, da ich 2 Bäder komplett erneuern müsste.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Holzmicha Beitrag anzeigen
    die ENEV ist doch´n Gesetz.
    Wie der Name EnEV schon sagt, ist sie mitnichten ein Gesetz.
    Das V Steht für Verordnung, die ist im Rang unterhalb eines Gesetzes angesiedelt.
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  10. #9
    Themenstarter

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    Dass das alles immer so kompliziert sein muss.

    Wie schon gesagt, eigentlich müssen nur die Fenster "unbedingt" (da nicht mehr wirklich dicht) raus, die Heizung sowieso. Da das Haus vom Baujahr her ja noch nicht wirklich als "alt" bezeichnet werden kann, dachten wir eigentlich immer ein Fensteraustausch plus Heizung würde ausreichen. Dann guckt man im Internet und liest, dass man neue Fenster nicht ohne ausreichende Außendämmung einbauen sollte. Man holt sich den Maler, der sagt: Wenn vorher kein Schimmel da war, dann kommt der auch später nicht, auch wenn man nur die Wetterseite dämmt. Im Internet findet man selbst einen, der völlig von Dämmung abrät. Ich weiß nicht mehr was ich von allem halten soll.
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  11. #10
    Avatar von applegg
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    ich habe mal sowas ähnliches hier gefragt

    Mir wurde auch geantwortet, dass besser eine Seite als keine.
    Und so mache ich es demnächst auch.

    Also Fenstertausch überall und an der Hausseite, an der es möglich (und notwendig) ist, wird gedämmt.

    Bei meinem Reihenhaus ist das die Rückseite...

    Ach ja, da gab es noch die Idee mit den Faschendämmungen, um die Fenster nach außen zu setzen, das Tauwasser-Risiko in den Laibungen zu minimieren und trotzdem irgendwann vollständig dämmen zu können: http://bauexpertenforum.de/showthread.php?t=33253

    Grüße
    Stefan
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  12. #11
    Themenstarter

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    @applegg:

    Ich denke mal, bei manchen Häusern geht es ja auch nicht anders. Wie es bei uns wird, keine Ahnung, wenn ich aber davon ausgehe, dass ich kein Recht auf Nachbarsseite bekomme, muss ich ja trotzdem die Fenster austauschen und irgendwas machen. (Bleibt dann immer noch die Frage, keine Seite, eine Seite oder drei Seiten?)

    Wie alt ist denn euer Haus? Was macht ihr für eine Dämmung drauf und was für Fenster?

    Gruß
    Stefanie
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  14. #12

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    Wir haben dieselbe Situation:

    Haus aus den 70ern, Grenzbebauung (auf dem Nachbargrundstück soll irgendwann ein Haus gegen unseres gebaut werden, der Besitzer des Grundstücks will verkaufen, aber noch zu viel Geld dafür), Fenster ungenügend und Heizung im Eimer.

    Wir haben neue Fenster (3fach-Verglasung) und drei Seiten gedämmt mit 14 cm WLG 032 (+ Dach Aufsparrendämmung 14cm WLG 022 + Kellerdecke 12 cm WLG 035) in Absprache mit Energieberater. Immerhin erreichen wir so trotz der einen ungedämmten Wand EnEV-Niveau.

    Ist m.E. das einzig Sinnvolle, wenn auch eine neue Heizung rein muss - würde man später dann doch dämmen, wäre die Heizung total überdimensioniert (wir haben da jetzt ein schnuckeligen 11kw-Pelletskessel stehen, der müsste ziemlich genau hinkommen).

    Trotzdem könnte uns dämmungstechnisch natürlich nix Besseres passieren, als wenn nebenan gebaut würde...
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  15. #13
    Avatar von applegg
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    Hallo Floh

    also, wir tauschen 4 Fenster (davon ist eins eigentlich eine Terassentür zu einem Austritt). Das sind alle im ersten OG (unten und Dach ist schon fertig). Davon sind zwei auf der ungedämmten Seite. Dort kommen die Fenster aber in eine bestehende mauermittige Laibung wg. dem Tauwasserproblem.

    Die beiden anderen Fenster werden vergrößert und maueraußenbündig gesetzt. Da man durch das Vergrößern Schaden am Putz macht und eh dafür ein Gerüst gebaut wird, ist der Mehraufwand für die Dämmung überschaubar. Es werden 12 cm mit WLG032 (ich glaube, extra diffussionsoffenes EPS...) Mehr ist nicht drin vom Platz. Dämmung geht aber nur bis OK Gelände, da dort eine Betonplatte gegossen wurde. http://bauexpertenforum.de/showthread.php?t=34973. Sollte erst Mineralwolle werden, aber der Einwand vom User Hundertwasser hat auch unseren Archi überzeugt.

    Fenster sind von Döpfner Holz Alu mit Uw 0,9 (Glas 0,6, Rahmen 1,4) und warmer Kante (dort Serie).

    Ach ja, das Haus ist von 1930. Die zu dämmende Wand ist nur 24 cm Vollziegel. Die anderen sind 36 cm.

    Wenn wir die andere Wand mal dämmen wollen, dann liegen dort die Fenster halt etwas tiefer in der Mauer, aber das scheint mir nicht das Problem. Fenster sind groß genug, dass es keinen Schießscharteneffekt gibt. Außerdem, wer weiß, welche Materialien bis dahin verfügbar sind, dann wird es evtl. auch dünner mit der Dämmung.


    Grüße
    Stefan
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