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Baugrundgutachten hat andere Werte

Diskutiere Baugrundgutachten hat andere Werte im Forum Tiefbau auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Frage Baugrundgutachten hat andere Werte

    Hallo,

    ich bin ein Neuling in Sachen schlüsselfertiges Bauen und hab gleich zu Beginn unseres Vorhabens eine Frage.

    Also: das notwendige Baugrundgutachten wurde durch die Baufirma beauftragt. Die Erdarbeiten für die Bodenplatte durch uns bei einer hier ansässigen Firma. Im Verlauf der Arbeiten stellte sich heraus, das der gewachsene Boden erst in 1,20 m Tiefe, und nicht wie im Gutachten festgestellt in 0,4-0,6 m Tiefe. Frage: Ist so was möglich? Ich ziele hier so ein bisschen auf die Mehrkosten ab, die sich nun zwangsweise durch das Abfahren des Bodens und Auffüllen der Grube ergeben.

    Für eine Antwort schon mal recht vielen Dank.
    VG
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  2. Baugrundgutachten hat andere Werte

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  3. #2

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    Ursachen sind viele denkbar. Es sind schon ganze Häuser auf falschen Grundstücken gebaut worden, warum dann nicht auch mal ein Bodengutachten.
    Oder an der einzigen Stelle, wo die Füllschicht dünn war, die einzige Bohrung
    Oder oder oder...........

    Ob Sie mit der Tatsache, dass der BU das Gutachten hat machen lassen, aus den Kosten raus sind, wir wohl nur ein Anwalt an Hand der Verträge und des Zeitlaufs entscheiden können.
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  4. #3
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    Danke erst mal. Da es sicher nicht das einzige sein wird, was bei unserem Bau passiert , nehme ich das jetzt mal als gegeben hin. Ich glaub, sich wegen so was zu streiten, wäre wohl auch etwas übertrieben zu Beginn eines Baus?!

    Hätte mich als Laie nur mal interessiert, wie so etwas passieren kann. Bohrungen haben wir auf dem Grundstück beim überblicken 3 gesehen.

    Jetzt sind sie grad dabei den Wasseranschluss zu suchen, der eigentlich auch vorhanden sein müsste.

    VG
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  5. #4

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    Och, das die Pläne der Ver- und Entsorger nur "Näherungswerte" bezüglich der Lage der Anschlüsse enthalten, ist aber bekannt.

    Oder seid IHR vielleicht auf dem falschen Grundstück
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  6. #5
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    Hihi, wir können nicht falsch sein. Rechts und links ist bebaut und dahinter ist Garten.

    Die haben den Anschluss unter Nachbar's Einfahrt gefunden. Und das Rohr war auch noch größer als auf'm Plan eingezeichnet...

    Diese blöde extra Aufschüttung wird schätzungsweise rund 3000 € mehr kosten.

    VG
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  7. #6
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    Ich hatte mal einen Geologen als Chef. Der wusste, dass seine Branche auch oft Geolügen genannt wird. Wusste sich aber auch immer rauszureden und meinte das wäre das wichtigste in seinem Job, da eben nur punktuelle Erkundungen gemacht werden und 1 m neben der Bohrung die Welt ganz anders aussehen kann. Meine Berufserfahrung zeigt mir: Er hatte Recht. Weiteres Sprichwort aus der Branche: vor der Schippe ist es schwarz.

    Natürlich sind auch Fehler bei der Probenahme oder der Auswertung möglich.

    Wie auch immer: das Baugrundrisiko liegt eh beim Eigentümer. Und die Kosten wären sowieso angefallen, auch wenn die Infos aus dem Gutachten korrekt gewesen wären. Besser eine gute Gründung für das Haus als später Risse. Die 3.000 Euro fallen nicht mal unter "Lehrgeld", sondern nur unter "Unwägsamkeiten/Unvorhergesehenes"
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  8. #7

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    20 cm Irrtum

    sind immer drin. Gerade aufgefülltes Material wird beim Einrammen der Sonde in dieser zusammengeschoben. Wenn die "Auffüllung" dann aus umgelagertem Bodenmaterial besteht und nur wenige Ziegelstücke o.ä. drin sind, ist es oft schwer, die Grenze überhaupt zu bestimmen. Das letzte Stück Fremdmaterial, was in der Sonde gefunden wird, bestimmt dann die Abgrenzung aufgefüllt/gewachsen.
    Dass man allerdings mit zwei oder drei Sondierungen noch 0,6 m falsch liegt, ist eher ungewöhnlich.
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  9. #8
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    Zitat Zitat von KATMat Beitrag anzeigen
    sind immer drin. Gerade aufgefülltes Material wird beim Einrammen der Sonde in dieser zusammengeschoben. Wenn die "Auffüllung" dann aus umgelagertem Bodenmaterial besteht und nur wenige Ziegelstücke o.ä. drin sind, ist es oft schwer, die Grenze überhaupt zu bestimmen. Das letzte Stück Fremdmaterial, was in der Sonde gefunden wird, bestimmt dann die Abgrenzung aufgefüllt/gewachsen.
    Bis zu welcher Tiefe wird eigentlich für gewöhnlich sondiert? Bis man dann sicher auf gewachsenen Boden auftrifft?
    Zitat Zitat von KATMat Beitrag anzeigen
    Dass man allerdings mit zwei oder drei Sondierungen noch 0,6 m falsch liegt, ist eher ungewöhnlich.
    Das dachte ich dann auch.

    Zu den Kosten: Für manche ist es beim Bau vielleicht Kleckerkram diese 3000€ mehr (bis jetzt geschätzt), aber es geht ja erst los und Kleinvieh macht ja bekanntlich auch Mist...

    VG
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  10. #9

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    4 - 5 m, wenn man so tief reinkommt (Fels). Wenns da auch noch mistig ist oder tiefer Risiken zu erwarten sind (Ortskenntnis), halt tiefer.
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  11. #10
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    Zitat Zitat von teumania Beitrag anzeigen
    Zu den Kosten: Für manche ist es beim Bau vielleicht Kleckerkram diese 3000€ mehr (bis jetzt geschätzt)
    Sagt ja keiner dass das Kleckerskram ist. Sollte nur - weil es eben gerade erst losgeht - ein Hinweis sein, ausreichend Mittel für "Unvorhergesehenes" einzuplanen.
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11
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    Lächeln

    Ich danke euch erst mal für Eure schnellen Antworten.

    Ist ein tolles Forum hier und ich hoffe das ich hier nur noch reinschau, um etwas nachzulesen. Bin mir aber relativ sicher, das es nicht so sein wird und noch die ein oder andere Frage von mir eingestellt wird.

    VG
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  14. #12

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    Die DIN 4020 sacht im Prinzip

    bis 6 m unter Bauwerkssohle ist zu erkunden. Das muss natürlich nicht für jede der drei Bohrungen sein und geht in der Praxis oft auch nicht mit vertretbarem Aufwand.
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