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Hausbau möglich auf Störung?

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  1. #1

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    Hausbau möglich auf Störung?

    Wir haben ein sehr schön gelegenes Grundstück in einem Randbereich der großen Tagebaue hier im Rheinland gefunden (ca. 3km vom Tagebaurand). Allerdings ist es nie bebaut worden, da genau durch dieses Grundstück eine Störung verläuft. Die Störung ist eine steil stehende Bodenschicht, an der sich durch die ständigen Sümpfungen die beiden Seiten unterschiedlich stark setzen. In den letzten Jahren soll es entlang der Linie zu Setzungen im cm Bereich gekommen sein. Die Bebauungen auf den Grundstücken rechts und links sind bereits beschädigt, wurden aber wohl ohne jede Vorkehrungen gebaut.

    Als Laie stelle ich mir vor, daß man mit einer massiven Sohlplatte o.ä. so etwas in den Griff bekommen könnte. Im Extremfall sozusagen ein Bunker unter dem Haus.

    Oder ist das völliger Blödsinn?
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  2. Hausbau möglich auf Störung?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Du glaubst nicht wirklich das du hier einen zuverlässigen Rat bekommst???


    Das soll ein Bodengutachter in Verbindung mit einem fähigen Statiker entscheiden...
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  4. #3
    Avatar von ISYBAU
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    Diese Auskunft soll die Bergbaufolgegesellschaft geben. Hier im Forum wird Ihnen niemand die Frage beantworten können.

    Aber bei den beobachteten Setzungen würde ich Ihren letzten Satz, Frage bejahen.
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  5. #4

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    Wenns nicht gerade aktuelle Ereignisse im Bergbaubereich geben würde, könnt ich die Frage verstehen, aber so...
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  6. #5

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    na ja, man kann ja nicht alles, was im Entferntesten mit Bergbau zu tun hat pauschal verteufeln - die weggerutschten Häuser waren ja direkt am Rand des Tagebaus und nicht 3 km entfernt...
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  7. #6
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    Nein, ich erwarte keine detaillierte Auskunft, die mir einen Gutachter ersparen könnte.

    Aber ich denke doch, daß es Baumaßnahmen geben wird, die aus dem einen oder anderen Grund auf genau solchen Störungen gebaut worden sind und erhoffe mir dazu einige Aussagen.

    Aufgeben ist nicht mein Ding. Wenn es gar nicht geht, dann ist es eben so, aber Schwierigkeiten sind dazu da um sie zu meistern.

    Unser Haustyp soll gerne in Holzbauweise entstehen, eingeschossig, evt. sogar mit Flachdach; damit sollte die Last auf der Gründung recht gering sein. Keller ist nicht notwendig, aber wenn es zur Struktur beiträgt, dann bitteschön.

    Ich habe nichts dagegen, das durch den sehr niedrigen Grundstückspreis gesparte Geld voll in den Keller bzw. die Gründung zu stecken.

    In meiner Vorstellung könnte die Gündung z.B. aus einer 2 Meter dicken Platte bestehen, die aus Gründen der Materialersparnis Hohlräume hat. Diese liessen sich dann ggf. für einen Solarsaisonspeicher nutzen.

    Der Bergbautreibende gibt überhaupt keine Auskunft, da er in der Folge Ärger befürchtet. Die Nachbargrundstücke haben ausdrücklich einen Bergschadenverzicht in den Kaufverträgen stehen.

    Und abrutschen kann da gar nichts, wir sprechen von derzeit 3 km Entfernung, was sich bis auf 1km reduzieren wird. Außerdem sind zwei Bahnlinien und eine Autobahn dazwischen....
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  8. #7
    Avatar von ISYBAU
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    Zitat Zitat von rgbprogressive Beitrag anzeigen
    ... da genau durch dieses Grundstück eine Störung verläuft. Die Störung ist eine steil stehende Bodenschicht, an der sich durch die ständigen Sümpfungen die beiden Seiten unterschiedlich stark setzen.

    In den letzten Jahren soll es entlang der Linie zu Setzungen im cm Bereich gekommen sein. Die Bebauungen auf den Grundstücken rechts und links sind bereits beschädigt, ...
    Nun gut, es gibt Setzungen die auf die Bergbauaktivitäten zurückzuführen sind? Kennen wir den genauen Zusammenhang?
    Was ist das für eine "Bodenschicht"? Wie tief, wie breit, welches Material?

    Auswirkungen auf den Wasserhaushalt und unterschiedliche Setzungen?
    Grundwassersituation?

    Es gibt bereits Gebäudeschäden?
    Welche? Über welchen Zeitraum?

    Sind es lokale Setzungen an der Oberfläche? Oder in welcher Tiefe beginnen diese? Sind es nur Setzungen aufgrund der "Sümpfung" oder auch Bergbausetzungen? Gibt es Stollen unter dem Grundstück, wenn ja in welcher Tiefe? Wie wird die Wasserhaltung in der Zukunft aussehen?

    Fragen über Fragen, die nur die Bergbaugesellschaft und ein Bodengutachter nach entsprechend umfangreichen Recherchen und Lokalkennntnissen beantworten können. Vielleicht beantworten können, vielleicht aber auch nicht mit letzter Sicherheit.
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  9. #8
    Avatar von ISYBAU
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    Ergänzung:

    Und solange die Ursachen und Wirkzusammenhänge nicht bekannt sind, - also das Problem nicht genau spezifiziert werden kann, solange kann man auch nicht an Lösungen des Problems arbeiten.
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  10. #9
    Avatar von ISYBAU
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    In Analogie zu Ihrem Beruf:

    Die Maschine der Baureihe produziert Schäden. (ohne zu sagen welche)
    In drei Kilometern Entfernung ist ein Atomkraftwerk.

    Die Funkverbindung war gestört.
    Kann ich eine Maschine schwarz anstreichen um das Problem zu lösen?
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  11. #10
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    Zitat Zitat von rgbprogressive Beitrag anzeigen
    Nein, ich erwarte keine detaillierte Auskunft, die mir einen Gutachter ersparen könnte.

    Aber ich denke doch, daß es Baumaßnahmen geben wird, die aus dem einen oder anderen Grund auf genau solchen Störungen gebaut worden sind und erhoffe mir dazu einige Aussagen.

    Aufgeben ist nicht mein Ding. Wenn es gar nicht geht, dann ist es eben so, aber Schwierigkeiten sind dazu da um sie zu meistern.

    Koste es was es wolle?

    Unser Haustyp soll gerne in Holzbauweise entstehen, eingeschossig, evt. sogar mit Flachdach; damit sollte die Last auf der Gründung recht gering sein. Keller ist nicht notwendig, aber wenn es zur Struktur beiträgt, dann bitteschön.

    Ich habe nichts dagegen, das durch den sehr niedrigen Grundstückspreis gesparte Geld voll in den Keller bzw. die Gründung zu stecken.

    so oben, kann ausufern

    In meiner Vorstellung könnte die Gündung z.B. aus einer 2 Meter dicken Platte bestehen, die aus Gründen der Materialersparnis Hohlräume hat. Diese liessen sich dann ggf. für einen Solarsaisonspeicher nutzen.

    das nennt man dann Kellerkasten

    Der Bergbautreibende gibt überhaupt keine Auskunft, da er in der Folge Ärger befürchtet. Die Nachbargrundstücke haben ausdrücklich einen Bergschadenverzicht in den Kaufverträgen stehen.

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    Und abrutschen kann da gar nichts,

    AWG Hormone

    wir sprechen von derzeit 3 km Entfernung, was sich bis auf 1km reduzieren wird. Außerdem sind zwei Bahnlinien und eine Autobahn dazwischen....
    Ohne eine fundierte Auskunft eines Baugrundgutachters, der sich in dem Gebiet auskennt, kann man alles toll oder schlecht reden.

    Sicher gibt es Lösungen. Nur, ob die mit dem Bauvorhaben der leichten Holzhütte harmonieren, oder so teuer wie dein ganzen Budget werden - nix Genaues weiss man nicht.
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  12. #11

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    Die Frage war völlig falsch gestellt. Ich stelle mal die richtige Frage ein

    Ich kann super schnäppchen billig ein Grunstück erwerben. Der Grund für den geringen Preis ist ein Verzicht auf die Erstattung von Bergschäden und ein gestörter Baugrund
    Das gesparte Geld kann ich locker in das Bauwerk stecken. Was ist meine beste Vorgehensweise?
    Vom gesparten Geld
    1. eine Villa in Marbella kaufen - für den Fall, dass es rutscht hab ich dann ein Dach über dem Kopf
    2. Den Keller als Kugel bauen lassen und mit 30 Pressluftflaschen und 500 Epa-Paketen so herrichten, dass ich 3 Wochen verschüttet überleben kann
    3. 4 Siemens Lufthaken kaufen, um das Haus daran aufzuhängen
    4. Jahrhundertpackung AWG-Hormone kaufen und täglich eine doppelte Dosis einnehmen
    5. 4 Bohrpfähle a 100 m herstellen und gleich als Sonden für die Erdwärmebohrung nehmen
    6. Im Blimp wohnen

    Bitte nennen Sie die Nummer der besten Lösung
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  13. #12

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    Zitat Zitat von shneapfla Beitrag anzeigen
    na ja, man kann ja nicht alles, was im Entferntesten mit Bergbau zu tun hat pauschal verteufeln - die weggerutschten Häuser waren ja direkt am Rand des Tagebaus und nicht 3 km entfernt...
    Die waren 500 m von der Uferlinie entfernt. Schau mal bei Dir, was 500 m entfernt ist und ob Du Dir vorstellen kannst das von dort eine unmittelbare Gefahr für Dein Haus besteht.

    Schau mal auf diese vorher/nachher Bilder !

    http://www.dlr.de/DesktopDefault.asp...86_read-18849/

    Ich kann es mir nicht vorstellen. Und dann kommt hier jemand und fragt, ob er in einem Gebiet wo bereits Risse auftreten, bauen soll
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  14. #13
    Avatar von ISYBAU
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    Hmm ja, die 2m dicke Stahlbetonplatte, vielleicht sogar vorgespannt, wäre beim Abrutschen bestimmt unversehrt geblieben, wie ein Stein --- und einer ungleichmässigen Setzung wäre sie auch brav gefolgt.

    Aber ich denke, es ist bereits alles gesagt worden.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von BJ67 Beitrag anzeigen
    Die waren 500 m von der Uferlinie entfernt. Schau mal bei Dir, was 500 m entfernt ist und ob Du Dir vorstellen kannst das von dort eine unmittelbare Gefahr für Dein Haus besteht.

    Schau mal auf diese vorher/nachher Bilder !

    http://www.dlr.de/DesktopDefault.asp...86_read-18849/


    ok, ok, ich nehme meine Aussage zurück - ich war bisher der Meinung, daß die abgerutschten Häuser direkt am "Ufer" gelegen wären...

    Wenn die Tagebaugrenze dann noch auf 1 km an das potentielle Grundstück des Fragestellers heran"wandert", würde ich mir das auch eher schwer überlegen...
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  17. #15
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    um das
    Zitat Zitat von H.PF Beitrag anzeigen
    .. Das soll ein Bodengutachter in Verbindung mit einem fähigen Statiker entscheiden...
    zu präzisieren:
    das ganze spiel grenzt an genialität oder wahnsinn.
    die klärung der haftungsfrage bereits im vorfeld wird sicher spannend.
    wenn bewegungen des untergrundes der grösse nach einigermassen
    zuverlässig abgeschätzt werden können, lässt sich, wenn man den
    aufwand nicht scheut, ein konzept finden - das konfliktpotential ist
    allerdings hoch.
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