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Innen Schimmel bei Fassadendämmung?

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  1. #1

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    Innen Schimmel bei Fassadendämmung?

    Hallo zusammen,

    habe mich heute hier im tollen Forum angemeldet und auch gleich eine Frage.

    Wir haben letzten Winter eine Doppelhaushälfte gekauft und teilweise sanieren lassen. Da als nächstes die Fassade dran ist, weil sie nicht mehr schön und fit ist, denken wir über eine Fassadendämmung nach.
    Wir wollen aber nicht das volle Programm fahren und die Heizkörper rausschmeissen.

    Vorab zu unserem Haus:

    Doppelhaushälfte Bj 1970
    2 volle Geschosse + Dach
    Dach ist nicht ausgebaut/gedämmt/isoliert (wird es auch nicht)
    Dachboden wird noch gedämmt
    Wände sind ca. 35mm innen hohl
    neue Kunststofffenster
    alte ungedämmte Rolladenkästen in der Wand
    Balkon
    Voll unterkellert (d.h. ich kann nicht außenrum aufbuddeln + dämmen)

    Zu meiner Frage:

    Wenn ich die Fassade mit Neopor_32 10cm dämmen würde, aber Kältebrücken vorhanden sind (Balkon, ungedämmte Rolladenkästen, Fensterleibung von außen nicht gedämmt, Sockel nicht gedämmt, Kellerdecke nicht gedämmt),
    würde ich dann an den Kältebrücken Schimmel bekommen, weil die enstehende Feuchtigkeit durch 3 Bewohner nicht mehr durch die Wände kann?
    Bis jetzt haben wir keinen Schimmel, würde sich das nach der Dämmung ändern?

    Ich bitte um Rat.
    Vielen Dank für die Antworten.

    Gruß
    Serkan
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  2. Innen Schimmel bei Fassadendämmung?

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  3. #2

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    Die Feuchtigkeit geht auch heute nicht durch die Wände!
    Gedämmt oder ungedämmt ist insoweit egal.

    Die Dämmung würde also trotzdem eine große Verbesserung darstellen.
    Es muß eben unverändert gut (= ausreichend und richtig!) gelüftet werden.

    Was bedeutet "Wände sind ca. 35mm innen hohl"?
    Zweischaliger Aufbau?
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Die Feuchtigkeit geht auch heute nicht durch die Wände!
    Gedämmt oder ungedämmt ist insoweit egal.
    Das sollte aus meiner Sicht so nicht stehen bleiben ...

    KPS.EF
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  5. #4
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    ISt auch falsch...
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  6. #5

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    eben
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  7. #6
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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen

    Was bedeutet "Wände sind ca. 35mm innen hohl"?
    Zweischaliger Aufbau?
    kein zweischaliger Aufbau. Das sind Steine, die innen einn Hohlraum haben.

    Ich dachte, ungedämmt würde sich die Feuchtigkeit im Haus an alle Wände verteilen und wenn ich dämme, würde sich die Feuchtigkeit an den Kältebrücken (Rolladenkästen, Fensterleibung, Balkonecke innen,...) sammeln.
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  8. #7

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    Warum werden die Rolladenkästen nicht nachträglich gedämmt?
    (Dafür gibt es Systemlösungen ...)

    Warum werden die Fensterleibungen nicht von außen mit gedämmt?
    (Hier bringen bereits 1-2 cm Dämmstoff nachweisbare Effekte ...)

    Konstruktive Wärmebrücken können durch Teil-Innendämmungen spürbar reduziert werden ...

    Nicht vergessen: Luftdichtheit der Außenhülle prüfen (lassen)!

    Ein Fachmann vor Ort sollte die Details zuvor beurteilen!

    Für die nachträgliche Verbesserung an der wärmetauschenden Hülle gibt es einzuhaltende Grenzwerte (EnEV 2007 ... bald 2009)!

    KPS.EF
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  9. #8

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    hallo
    einfaches prinzip: du kaufst dir eine teure thermohose wenn du da immer den hosenschlitz aufstehen lässt ist der sinn futsch. wenn dämmung dann konsequent und einschließlich der wärmebrücken dann gibts auch keinen schimmel. die knackpunkte sind aus der ferne nicht lösbar das ist wie blinddarm am telefon operieren.

    gruss aus de pfalz.

    p.s julius zurückrudern dat war nix.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Robby Beitrag anzeigen
    ISt auch falsch...
    Warum erklärst du den nicht, was falsch ist und wie es richtig ist? Mit dieser Aussage ist zumindest keinem geholfen!

    Möglicherweise hat Julius die Sache provozierend formuliert aber so falsch liegt er gar nicht.
    Selbstverständlich gibt es immer einen Feuchtigkeitsausgleich aufgrund verschiedener Dampfdruckgefälle der unterschiedlichen Materialien. Na und???
    Und wenn halt mal ein Material undurchlässig ist (zB eine dicke Schicht Ölfarbe), wandert da halt keine Feuchtigkeit durch.

    Das Schimmelproblem ist in Zusammenhang mit der Lüftung zu sehen, was Julius ja schon erwähnte.
    D.h. es muss immer der entsprechende Luftwechsel gewährleitset sein, damit die Luftfeuchtigkeit des Innenraumes abgefüht werden kann.
    Die alten Fenster waren meist so undicht, dass dieser Luftwechsel dadurch automatisch gewährleistet war, ohne dass man sich einen Kopf machen musste.
    Die neuen Fenster sind halt dicht und genau da fängt dass Problem an und nicht bei der Dämmung. Ohne entsprechenden Mindestluftwechsel braucht man sich über Schimmel nicht zu wundern.

    Zitat Zitat von KPS.EF
    Nicht vergessen: Luftdichtheit der Außenhülle prüfen (lassen)!
    Dann sollte aber auch die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung nicht fehlen. Dann dürfte es zumindest keine Schimmelprobleme mehr geben.
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  12. #10
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    Erstmal vielen Dank für die Antworten!!!!

    Die Rolladenkästen und die Fensterleibung könnte ich ja auch noch dämmen, aber ich kann nicht alle Kältebrücken beseitigen.

    Würde sich dann aufgrund der Dämmung an den Kältebrücken Schimmel bilden?

    JA oder NEIN?

    Ob jetzt die "halbe" Sache einen Sinn macht odere nicht soll hier nicht diskutiert werden, weil mich die Dämmung nicht viel mehr kosten wird.
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  13. #11

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    Das kann man nicht pauschal beantworten!
    Das Kriterium für Schimmelpilzwachstum ist nicht die Wärmebrücke an Sich, sondern die Oberflächentemperatur auf der inneren Bauteiloberfläche. In Abhängigkeit zur Luftfeuchtigkeit weisen diese Stellen erhöhte Feuchte auf und es kann zu Schimmelpilzbildung kommen, schon bevor Wasser in tropfbarer Form an der Oberfläche auftritt.
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