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  1. #1

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    Frage 150m² Effizienzhaus 70 (massiv) im Sauerland (nahe Lüdenscheid) welche Heizung?

    150m² Massivhaus im Sauerland (nahe Lüdenscheid) welche Heizung sinnig?

    Hallo zusammen,

    auch wenn wir zurzeit noch auf der Suche nach einem passenden Grundstück sind, würde ich mich gerne schon mal vorab informieren welche Möglichkeiten es bzgl. der Heizung gibt.

    Zur Info vorab. Wir planen ein ca. 150m² 1/2 geschossiges Massivhaus (Effizienzhaus 70) incl. Keller mit Verblenderfassade aus Klinker und Fußbodenheizung zu bauen.
    Das Haus soll auch noch eine Lüftung ggf. mit Wärmerückgewinnung bekommen, wenn dies sinnvoll ist. Angeblich wird dies Aufgrund der Luftdichtigkeit der Häuser heute oft empfohlen.

    Früher gab es ja nur Öl oder Gas. Heute sieht das wohl schon anders aus wie ich nach einigen Reserchen hier im Forum bereits lesen konnte.

    Neben den beiden bereits genannten gibt es soweit mir bis jetzt bekannt noch folgende:

    Pelletheizung
    Solarthermie (Warmwasser und Heizungsunterstützung)
    Photovoltaik (Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom)
    Scheitholzofen
    Wasserführender Kaminofen
    Wärmepumpe (Erdsole)
    Wärmepumpe (Erdkollektor)
    Wärmepumpe (Luft)

    Ich denke für uns fallen Wärmepumpe (Erdsole) ggf. Wärmepumpe (Erdkollektor), sowie Scheitholzofen schon mal flach.
    Eine Bohrung für Erdsole ist denke ich zu teuer (bei ca. 400m NN) und Felsen im Boden.
    Mit einem Erdkollektor kann ich mich nicht so recht anfreunden. Wir haben wahrscheinlich nicht so viel unbebauten Platz auf dem Grundstück.

    Nur mit einem Scheitholzofen wollen wir nicht heizen, so nervig immer Holz nachlegen zu müssen. Zudem benötigt man Lagerfläche und Holz ist auch nicht kostenlos.

    Photovoltaik ist glaube ich noch recht teuer im Vergleich zu Solarthermie oder irre ich mich da?
    Habe gelesen das neue Anlagen auch im Winter noch zwischen 40-50% ihrer Leistung erreichen. Je nach Grundstück wäre Solarthermie ggf. interessant, da wir eh Fußbodenheizung haben wollen.

    Einer Pelletheizung stehe ich eher skeptisch entgegen. Keiner garantiert uns, dass die Preise dafür günstig bleiben.
    Denn je mehr Nachfrage desto höher der Preis. Außerdem benötigt ein Vorratspeicher auch einiges an Platz, es sei denn er wird im Garten eingelassen.

    Da wir sowieso gern einen Ofen im Wohnzimmer hätten könnten wir da gleich einen Wasserführender Kaminofen kaufen der weniger Wärme in der Raum abgibt und stattdessen die Heizung unterstützt.

    Wie sieht es bei uns in der Gegend wohl mit einer Wärmepumpe (Luft) aus. Vielleicht ist so etwas interessant?

    Vielleicht mach am Ende eine Kombination aus mehreren Systemen Sinn.

    Würde mich freuen, wenn der ein oder andere mir dazu was schreiben könnte.
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  2. 150m² Effizienzhaus 70 (massiv) im Sauerland (nahe Lüdenscheid) welche Heizung?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Franken
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    "Sinn machen" kann man im Deutschen generell nicht.

    Welches System für Euch sinnvoll sein kann, solltet Ihr im Dialog mit Eurem Planer herausfinden.

    Eure angelesenen Halbweisheiten sind insoweit wenig hilfreich.
    Das fängt bei der unzutreffenden Behauptung "Früher gab es ja nur Öl oder Gas" an und hört mit der Annahme, daß man mit einer Fotovoltaikanlage heizen könne, sicher nicht auf.

    Zustimmen kann man allerdings der Überlegung, ne KWL-Anlage einzubauen!
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  4. #3
    MoRüBe
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    und bei ...

    ... Effizienzhaus 70 nach ENEV 2009 würd ich erst mal ganz besonders nachdenken....
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  5. #4

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  6. #5
    Avatar von MikeR
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    BaWü
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    Hmmm, Ihr habt wenig unüberbauten Raum, aber noch kein Grundstück und wollt ein 1/2 ( halb ) geschossiges Haus darauf stellen ??

    Baut Ihr bei den 7 Zwergen ??

    In diesem Falle würde ich mir echt mal einen Planer ( ich hasse dieses Wort und dass es aus meiner Tastatur hier her kommt ) suchen, der Euch berät. Ich glaube, da wurde einiges an Infos aus dem I-Net falsch verstanden. Außderdem steht ja eigentlich eh noch nichts genaues fest. Der Planer bringt dann alles in die richtige Reihenfolge
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  7. #6
    Avatar von matom
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    Hagen
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    Hallo,

    bei der Luft WP entstehen Störgeräusche ka in welchem Dezibelbereich jeder empfindent das anders könnte störend sein wenn die grad neben dem Schlafzimmer steht oder Terrasse.


    Photovoltaikstrom wird doch an die jeweilige Stadt verkauft/eingespeist?
    Selberspeichern und nutzen ist zu aufwändig bzw mit Verlusten verbunden.

    Bei der Erdbohrung musst du unterscheiden zwischen der WP die ins Grundwasser geht und die Bohrung die Erdwärme nutzt in 60-120 Meter Tiefe
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  8. #7
    Avatar von skydiver75
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    Ne gute Dämmung und gute Fenster sind schon mal eine sinnvolle Investition.

    Eine L/W Pumpe in Verbindung mit der KWL mit WRG ist sicherlich eine, im Vergleich zur Tiefenbohrung, preiswerte und energetisch sinnvolle Alternative, ist aber Geschmackssache.....

    PV erzeugt Strom, den du wie bereits gesagt einspeisen solltest.

    Prinzipiell, sollte das Paket aufeinander abgestimmt sein. Lass dir erstmal einen Heizwärmebedarf berechnen, ne Heizlast und dann kannst du eine Wirtschaftlichkeitsrechnung durchführen.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von mrquickly Beitrag anzeigen
    auch wenn wir zurzeit noch auf der Suche nach einem passenden Grundstück sind, würde ich mich gerne schon mal vorab informieren welche Möglichkeiten es bzgl. der Heizung gibt.
    Das ist einerseits lobenswert, andererseits aber ein Problem.
    Es gibt so viele Möglichkeiten ein Gebäude zu beheizen, und noch mehr Details die man beachten muss, da tippen wir uns die nächsten Wochen die Finger wund.

    Sinnvoll ist den Wärmebedarf möglichst niedrig zu halten, denn jede kWh die nicht gebraucht wird, muss man nicht erzeugen. Irgendwann kommt jedoch der Punkt, wo weitere Maßnahmen in die Senkung des Wärmebedarfs wirtschaftlich nicht mehr vertretbar sind. Dann muss man Prioritäten setzen, Geldbeutel oder Ökologie. In den meisten Fällen bestimmt dann der Geldbeutel die Marschrichtung.

    Neben der Senkung des Wärmebedarfs, ist auch das Temperaturniveau der Heizflächen von Bedeutung. Je geringer die notwendige Temperatur, um so mehr Optionen habe ich diese sinnvoll zu erzeugen. Das ist ein Grund warum heute Fußboden- oder Wandheizung favorisiert werden. Man kann aber auch bei der Dimensionierung einer FBH viel falsch machen.

    Wie Du merkst, habe ich noch kein Wort über die Wärmeerzeugung verloren.
    Dieses Thema kommt erst später sobald die Grundlagen geklärt sind.

    Wir haben also den Wärmebedarf und die Heizflächen angesprochen, jetzt kommen noch weitere Randparameter hinzu. Das wären Klimaverhältnisse, Grundstücks-/Bodenverhältnisse, Abstände zu Nachbarn, Verfügbarkeit von Holz, Gas, Trinkwasserversorgung, usw. usw. usw......und irgendwann kommt auch noch das verfügbare budget auf die Liste.

    Erst wenn alle Grundlagen geklärt sind, kann man sich über den Wärmeerzeuger Gedanken machen.

    Gas, Öl, Sole-WP, DV, LWP, Pellet, Holz, alles mit/ohne Solarthermie, da gibt es einige Ansatzpunkte. Lies Dich mal durch´s Forum, die meisten Themen wurden bereits ausführlich behandelt. Da findest Du sicher eine Menge Infos.

    Als WP Verkäufer würde ich versuchen Dir eine WP zu verkaufen, der Eine favorisiert DV, der Nächste Sole, und der Dritte eine LWP. Als Heizer würde ich Dir schon genügend Argument liefern um Dir eine Gastherme auf´s Auge drücken zu können, natürlich mit Solarthermie, als Pelletverkäufer wäre ein Pelletkessel mein klarer Favorit, und als PV-Verkäufer wüsste ich schon wie ich Dir eine PV-Anlage verkaufen kann. Ob´s in der Hütte warm wird oder nicht, ist doch mir egal, Hauptsache die Kohle wandert über die Ladentheke.

    Deswegen hatte ich oben auch geschrieben, daß es lobenswert ist wenn sich jemand bereits im Vorfeld ausführlich informiert. Aber zum aktuellen Zeitpunkt ist es sehr schwer hier brauchbare Informationen zu liefern, eben weil alle Randbedingungen noch offen sind.

    Gruß
    Ralf
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  10. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  11. #9
    Themenstarter

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    Das KfW-Effizienzhaus 70 (EnEV 2007) wird nun zum KfW-Effizienzhaus 100 (EnEV 2009).
    - Danke für den Tipp, wieder was dazu gelernt.

    Das Haus soll natürlich 1 1/2 geschossig groß sein. Habe wohl die 1 davor vergessen.

    Wusste auch noch nicht dass es bei einer Erdbohrung unterscheiden wird ob Grundwasser oder Erdwärme.
    Meine Vater hat einen Brunnen der musste 30m tief für Grundwasser. Ich würde mal tippen das man bei uns für Erdwärme mind. 80m tief runter muss.
    Das würde natürlich ensprechend teurer. Auch hier wieder was gelernt :-)

    @skydiver75
    Bzgl. der Dämmung und der guten Fenster möchten wir auch nicht sparen. Was ist denn von den neue 3-fach verglasten Fenstern zu halten, alles nur geldmacherei oder sinnvoll?

    Den Heizwärmebedarf berechnen zu lassen um darauf abbauen eine Wirtschaftlichkeitsrechnung durchführen zu lassen hört sich gut an.
    Werde das bei Gelegenheit in Betracht ziehen.

    Eine L/W Pumpe in Verbindung mit der KWL mit WRG ist sicherlich eine, im Vergleich zur Tiefenbohrung, preiswerte und energetisch sinnvolle Alternative.

    Ist es sinnvoll bei einer KWL einen Erdwärmetauscher zu verbauen? Würde mir davon z.B. im Sommer kühle Luft versprechen.
    Da wir höchstwahrscheinlich eh einen Keller ausschachten würde das verlegen der Rohre ja keinen exorbitanten Mehraufwand bedeuten oder sehe ich das falsch?

    @R.B.
    Vielen Dank Ralf für Deine ausführliche Antwort.

    Nun weiß ich jedefalls das ich erst mal die nötigen Randbedingungen brauche damit ich brauchbare Informationen bekommen kann.
    Dann heißt es noch etwas warten bis wir ein Grundstück haben.

    Trotzdem Danke.
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  12. #10
    Avatar von alex2008
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    bevor Du bzgl. Wärmepumpen noch mehr durcheinander bringst guck mal hier vorbei:
    http://www.fws.ch/downloads_01.html

    3-fach verglaste Fenster sind beides Geldmacherrei und sinnvoll. Wenn schon denn schon Nägel mit Köpfen machen und Rahmen wie Verglasung auf Passivhausstandard bringen.

    Der Vorteil von PH-Fenstern liegt nicht nur beim geringeren Wärmeverlust sondern auch bei Faktoren wie Oberflächentemperatur wodurch die Temperaturverteilung im Raum geringere Unterschiede aufweist.

    Die Wirtschaftlichkeit sollte man nicht bei Gelegenheit betrachten sondern früh damit anfangen.

    Bei http://www.passiv.de/ das PHVP runter und spiel mal etwas mit den Werten. (Den EnEV-Nachweis kann man damit allerdings nicht mehr machen) Mit etwas Geduld und Lernbereitschaft kapiert man die Zusammenhänge recht bald.

    Eine LWP halte ich nur bei sehr geringem Wärmebedarf (sowohl Heizlast wie Jahresbedarf) für sinnvoll.
    Erdwärme mit Flachkollektor kann durchaus sinnvoller sein.
    Bei kleinen Heizlasten halten sich auch die Bohrkosten für eine Erdsonde noch in Grenzen. Deshalb hierbei unbedingt nach Fördermitteln erkundigen!

    Der EWT lässt sich etwas preiswerter gestalten wenn man diesen im Arbeitsraum verbuddelt. Nur wird fürs Rohrmaterial immer noch ein nettes Sümmchen fällig. Energetisch bringt er keine weltbewegenden Vorteile.
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