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Wärmepumpe geringere Tiefenbohrung als im Vertrag Rechtens???

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  1. #1

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    Wärmepumpe geringere Tiefenbohrung als im Vertrag Rechtens???

    Hi

    hab im Bauvertrag eine Tiefenbohrung 80-100m vereinbart

    die von der Baufirma beauftragte Sanitärfirma wird wenn überhaubt auf 60 m bohren lassen, wurde mir heute gesagt

    ist das OK

    hab ich irgendwelche Nachteile
    ich bin der Meinung das ich auf die vereinbarte Tiefe bestehen sollte
    weiß aber nicht ob das richtig oder falsch ist


    es handelt sich um ein KFW60 -Haus mit eine Junkers Erdwärmepumpe ich glaub mit 7,5 kw
    Wohnfläche sind 140m²
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  2. Wärmepumpe geringere Tiefenbohrung als im Vertrag Rechtens???

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  3. #2
    Avatar von fmw6502
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    die 80-100m haben wohl ihren Grund - basierend auf Heizlastberechnung DIN12831, Bodenentzugswerte...
    jetzt spart jemand Bohrmeter, wahrscheinlich bekommst Du keinen Ausgleich oder nur einen Bruchteil
    voraussichtlich wird sich der teure Heizstab mehr eingeschalten

    also ohne plausiblen Nachweis, daß es keine technischen wie wirtschaftlichen Nachteile hat und voller Weitergabe der Einsparung an Dich, würde ich es nicht machen
    Dann bliebe auch Die Frage, ob sie die erste Tiefe gewürfelt haben...

    Gruß
    Frank Martin
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  4. #3
    Bauexpertenforum
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    Was steht *genau* im Vertrag ?

    80-100 m ist schon eine sehr *schlappe* Vorgabe .... mit der Tendenz dass nur das vertragliche Minimum geleistet wird.

    Wird nun nur noch 60 m erbracht sind das 40% weniger als die max. Vorgabe ... und wenn ein Tauscher 40% kleiner gemacht wird, hat das sicherlich Auswirkungen auf die Leistungszahl, die Temperaturen und die Jahresnutzungszahl etc ... und in der Folge auf die Verbrauchskosten.

    Wie groß die Auswirkungen sind lässt sich nicht *einfach* beantworten.

    Eines lässt sich aber ziemlich sicher sagen ... 40% weniger Sonde kostet mit Sicherheit auch 25 bis 30% weniger Kohle ... und das ist die Triebfeder für den Blödsinn.

    Zu der Rechtsfrage kann dir ein Jurist nach Prufung des gesamten Vertrags tendenziell was dazu sagen ....

    Gruß
    Achim Kaiser
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Was steht *genau* im Vertrag ?
    Das würde mich auch interessieren.

    Hmmm....ca. 6kW benötigte Entzugsleistung und dann eine 60m Bohrung, da landen wir bei fast 100W/Bohrmeter. Das ist Unsinn im Quadrat, selbst ohne Kenntnis der Bodenverhältnisse.

    Immer daran denken, die Leistung und Effizienz der WP hängen maßgeblich von der Qualität des Kollektors (hier Bohrung) ab.

    Frage: Warum kein Flächenkollektor?
    Frage: Was ist vereinbart?

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
    Avatar von lordbauer
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    Zitat Zitat von BADU Beitrag anzeigen
    beauftragte Sanitärfirma
    Sanitärfirma? Sicher? Nicht Bohrunternehmen?
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  7. #6

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    Erstmal vorweg die Frage:

    Wirklich nur EINE Bohrung???? Wäre dann wohl auch mit 100 m sehr eng gewesen.

    Oder hat man statt 2* 90 m jetzt 3* 60 m gebohrt - was beides eine Gesamtlänge von 180 m ergäbe.
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  8. #7
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    @lordbauer

    die Sanitär - Heizungsfirma beauftragt den Tiefenbohrer
    über den läuft halt die Erdwärme Geschichte



    @Ralf

    es war von anfang an eine Bohrung geplant


    @ R.B.

    Flächenkollektor kommt nicht in Frage, da Gartenbereich schon in 1-2 m Tiefe felsig ist , vor dem Haus soll es das Problem nicht geben
    war aber sowieso von vorn herein nicht in betracht gezogen worden
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  9. #8

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    Zitat Zitat von BADU Beitrag anzeigen
    @Ralf

    es war von anfang an eine Bohrung geplant
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  10. #9
    Avatar von rainerS.punkt
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    die von der Baufirma beauftragte Sanitärfirma wird wenn überhaubt auf 60 m bohren lassen, wurde mir heute gesagt
    Wozu macht man denn einen Vertrag, wenn man sich am Ende nicht dran halten muss? Mit welcher Begründung bitteschön? Die Tiefe wird doch (hoffentlich) irgendein Fachmann geplant und festgelegt haben.

    Ist natürlich ein cooles Geschäftsmodell ...

    r.
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  11. #10
    MoRüBe
    Gast

    Öhöm...

    ... 140 qm, vermutlich über die Technik die kfw hingerechnet.

    Was issn mit Warmwasser? Sperrzeiten?

    Kommt mir a bisserl knapp vor.

    Gibts nen ENEV-Nachweis?
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  12. #11

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    Zitat Zitat von MoRüBe Beitrag anzeigen
    .
    Gibts nen ENEV-Nachweis?
    Oder noch besser, eine Heizlastermittlung.

    Zitat Zitat von BADU
    @Ralf

    es war von anfang an eine Bohrung geplant
    d.h. wir reden von EINER Bohrung, die nun 60m tief werden soll?
    und das bei einer 7,5kW Sole-WP?

    Das bestätigt ja meine schlimmsten Befürchtungen.

    Da treibt die WP die Bohrung schon im Herbst in die Vereisung.
    Und wenn Du Pech hast, ruinierst Du damit die Bohrung völlig, weil sie sich nicht mehr regenerieren kann.

    Das Ende von der Geschichte, "dafür haben wir ja einen Heizstab".

    Wer hat den Müll geplant?
    Was ist vertraglich vereinbart?

    Fahr´ schon mal das Bugfahrwerk aus, das gibt eine harte Landung.

    Gruß
    Ralf
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  13. #12
    Themenstarter

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    also hab nochmal mit der Heizungsfirma grade telefoniert

    die Bohrung wird von der Firma Geotherm (Hameln) durchgeführt

    die errechnen den genauen Wert wohl was notwendig ist , aber auf Grund der Erfahrung von der Heizungsfirma würde in diesem Bereich die 60 M reichen
    das hatte ich gestern nicht so verstanden

    ob es im endefekt 50 oder 80 meter oder noch mehr werden, hängt wohl vom errechneten wert ab

    lt. der erhaltenen Aussage ist wird das optimale Ergebnis garantiert
    die Firma sei sehr erfahren in dieser Sache und ich sollte da 100% vertrauen schenken

    ich frage mich aber wieso die Aussagen "hier" ganz ins gegenteilige laufen
    ich bin nach wie vor sehr beunruhigt in dieser Sache
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  14. #13
    planfix
    Gast
    t. der erhaltenen Aussage ist wird das optimale Ergebnis garantiert
    die Firma sei sehr erfahren in dieser Sache und ich sollte da 100% vertrauen schenken
    und manche nennen erfahrung, was sie schon immer falsch machen
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  16. #14

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    Zitat Zitat von BADU Beitrag anzeigen
    lt. der erhaltenen Aussage ist wird das optimale Ergebnis garantiert
    die Firma sei sehr erfahren in dieser Sache und ich sollte da 100% vertrauen schenken
    Ich sag nur blablabla...was soll das "optimale Ergebnis" denn sein?
    Jeder Autoverkäufer garantiert Dir ein optimales Fahrzeug, selbst wenn die Kiste kurz vor dem Abwracken steht.

    Kann Dir die Firma beispielsweise ganzjährig Soletemperaturen von min. x°C garantieren? Wird Dir eine JAZ von 4,x garantiert?
    Was für Berechnungen liegen vor? Nach welcher Norm?

    Ich hatte oben bereits über den Daumen gepeilt, und kam auf fast 90-100W/m. Das ist für die Bohrung eindeutig zu viel. Pi * Daumen wirst Du vermutlich deutlich mehr Länge/Tiefe benötigen. Für eine erste Schätzung rechnet man meist mit ca. 50W/m. Je nach Bodenverhältnissen kann es sein, daß man die Entzugsleistung noch erheblich niedriger ansetzen muss, unter sehr günstigen Umständen kann man vielleicht etwas höher gehen (aber nicht auf 100W/m).

    Ich würde im Vertrag mit denen selbst jedes Komma sehr sorgfältig wählen.

    Gruß
    Ralf
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  17. #15

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    Ich sehe grad - Ort Salzgitter - und da beschleicht mich ein Gedanke, der Da lautet
    Salzgitter - habt Ihr bei Eurer Baustelle irgendwo aktive oder aufgelassene Kalischächte in der Nähe oder Stollen drunter?

    Dann können die 60 m nämlich einen GANZ anderen Grund haben.

    Bohrungen > 100 m unterliegen dem Bergrecht. Aber in Gegenden mit Bergbautradition (gerade Kalisalz) wird von den Genehmigungsbehörden oft schon bei 60 m ein Riegel vorgeschoben, weil die Angst haben, dass alte Stollen angebohrt werden, wenn tiefer gegangen wird.
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