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Fußbodenaufbau

Diskutiere Fußbodenaufbau im Forum Estrich und Bodenbeläge auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    Profi Benutzer Avatar von Markus Gräfe
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    Fußbodenaufbau

    Hallo Forum,

    möglicherweise wurde das Thema schon behandelt und ging verloren. Naja, ich poste mal:

    der Aufbau ist wie folgt:
    - Geschoßdecke (Beton)
    - Trittschalldämmung / Isolierung 12cm (EG) / 8cm (DG) Styropor
    - Kunststofffolie
    - Fußbodenheizung (Kunstoffrohr)
    - Estrich ZE 20 (geplant durch BT)
    - Fliesen / Parkett (Eigenleistung BH)

    Meine Fragen:
    - Entspricht dieser Aufbau den a.a.R.d.T.?
    - Muß da ggf. noch Bewehrung in den Estrich? Der BT hat mal anklingen lassen, das dies im zu verfliesenden Bereich notwendig wäre - wie ist das beim Parkett (Massiv, 15mm Nut & Feder)?
    - sonstige Zusätze wegen FB-Hzg.?

    Ich denke, der BT sucht sich die "billigste" Lösung aus, da ein Festpreis vereinbart ist. Ich (und das sollte auch im Sinne des BT's sein) möchte aber keine Rißbildung oder Aufschüsseln des Estrichs. Von da her interessiert mich, wie (wenn abweichend von oben) der Aufbau sein muß (Mindestanforderung gemäß a.a.R.d.T. oder DIN) und was man zusätzlich machen kann, um die beste Qualität zu erreichen.

    Danke schon mal für Eure Antworten

    Markus
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  2. Fußbodenaufbau

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  3. #2
    MB
    Gast

    Zwar nicht mein Fach...

    ... dennoch ein paar Nachfragen (muß ja nicht gleich in den Bereich "Billich-Bau" geschickt werden):
    Polystyrol: PS 20 oder PS 30?
    Wie dick soll der Estrich werden?
    Was ist mit Kunststoff-Folie gemeint? PE-Folie?

    Ach ja, bitte Vorsicht mit dem Begriff anerkannte Regeln der Technik. Der ist nicht so klar definiert, wie das meistens aufgefaßt wird. Verbindlich (naja, im technischen Sinne, die Juristen sehen es wieder etwas anders) sind Fachregeln und DIN.
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  4. #3
    Profi Benutzer
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    Avatar von Markus Gräfe
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    Ob PS 20 oder PS 30 muß ich klären. Es handelt sich im EG um 3 Lagen à 4cm (DG = 2 Lagen), wobei die obere eine schwarze Kunsstoffolie "aufgeklebt" hat (sieht wie PE aus, ist aber schon werkseitig auf dem Styropor drauf). Darauf ist das Kunsstoffrohr der FB Hzg. mit einer Art Krampen mit Widerhaken, die sich durch die Folie in die Styropor-Matten krallen, befestigt.

    Die Estrichdicke wurde mit 4,5 cm ab Oberkante FB-Hzg. (verbal) angegeben.

    Und noch etwas (möglicherweise von Bedeutung): Die max. Raumgröße (hier Parkett) beträgt ca. 56 m²

    Qualitativ ist ja auch nicht alles schlecht (wegen Billich-Bau), ich bin mit diversen Ausführungen auch sehr zufrieden . Allerdings stöhnt der BT durch die Arie mit der "tiefergelegtenm Garage (Thread ging leider verloren) doch zimelich und meint, er würde bei mir nichts mehr verdienen... deswegen die Vermutung nach Einsparpotenzialen, möglicherweise zu ungunsten der Qualität.

    Gruß, Markus
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  5. #4

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    Komentar

    Nach meinen bisherigen Erfahrungen würde ich heute keinen Zementestrich mehr für eine Fußbodenheizung einbauen. Halte den Anhydritfliesestrich mit Kiessand für besser.
    Ihre schwarze Folie ist die Trägermatte für das Rohrsystem der Fußbodenheizung.
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  6. #5
    Profi Benutzer
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    Avatar von Markus Gräfe
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    Fliesestrich

    wie sind denn die Vor-/ Nachteile zu bewerten. Ist der Anhydritestrich der mit den Glasfasern? Habe mal gehört, Zementestrich würde schneller trocknen. Wo liegt denn der Preisunterschied (ich kann mir vorstellen, daß ZE günstiger ist). Wir reden von ca. 220m² Fläche (zumindest für den Bereich mit FB-Hzg. Im Keller wird es wohl ohne FB-Hzg. bei ZE bleiben).

    Da der Estrich Morgen oder Übermorgen rein soll, und ich Ende November einziehen möchte (muß), rennt mir nämlich auch etwas die Zeit davon.

    Wie sieht es denn bei den Fliesen aus? kann man da schon nach - sagen wir 3 Wochen - fliesen? Parkett braucht ja die bekannten <2% Restfeuchte und da habe ich hier gelernt, daß man bei entsprechender Heizkurve damit nach 6 Wochen rechnen kann.

    Gruß, Markus
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  7. #6

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    Meinen Senf dazu!

    1. Anhydrit muß keine Glasfasern als Zusatzmittel haben,weil die Biegezugfestigkeit ausreichen ist.
    2.Preisunterschied regional unterschiedlich. Bei uns bekommen Sie keinen ZE mehr. ZE ist der sogar noch teurer,wenn er überhaupt noch angeboten wird.
    3.Wenn sie den Estrich nicht ausreichend trocknen können ist jeder harte Belag darauf ein Problem.
    4. Fliesen nach 3 Wochen auf ZE halte ich für nicht möglich.
    5. Verwölbungen aus dehnungbehinderungen klingen erst nach 2-3 Jahren ab.
    5.Vor dem Belegen immer Feuchte messen und dann in Abhänigkeit vom Belag entscheiden.
    6. Wenn Sie keine Zeit haben,müssen Sie mit Schäden rechnen.

    Gruß
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  8. #7
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    Avatar von Markus Gräfe
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    Eindeutige Antwort wenn auch nicht gerade die, die ich hören wolte .

    zu 5 (1): Sind die Verwölbungen zu vermeiden, wenn man die vorgeschiebene Restfeuchte einhält bzw. treten die möglicherweise bei Anhydrit nicht mehr auf?
    zu 5 (2): Wie hoch sollte denn die Restfeuchte bei Fliesen sein?

    und: braucht man bei Anhydrit trotzdem Dehnfugen?

    und: was ist mit Bewehrung (bzw. AKS Matten)?

    Gruß, Markus
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  9. #8

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    Nochmals

    1. Verwölbungen treten nach meinen bisherigen Erfahrungen immer nur im ZE auf.
    2.Verwölbungen beim ZE sind auch bei einhaltung der Restfeuchte nicht zu vermeiden,es sei denn der Belag wird entkoppelt.
    3.Fugen auch im AFE ?. JA.
    4. Bewehrung(AKS) ist überflüssig.

    Gruß Jupp
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  10. #9
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    Avatar von Markus Gräfe
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    Gut. Verstanden.

    Mein BT sagte mit eben (weil ich jetzt eher zu Anhydrit Estrich tendiere, der wäre 1. teurer (so c. DM 3,- / m², mag sein), 2. muß er zwingend vor dem Verlegen der Bodenbeläge geschliffen werden, da er an der Oberfläche auskristalliert, was sich durch eine Grundierung nicht beheben lassen würde und außerdem wäre er 3. anfälliger, wenn er mal feucht würde. Dann würde dieser im Vergleich zum ZE anfangen zu faulen und müsste großflächig erneuert werden, während der ZE wieder austrocknet. Was ist da dran?

    Gruß, Markus
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  11. #10

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    Weiter gehts:)

    1. Teurer, mag sein muss nicht sein aber der BT macht den Preis!
    2. Wenn AEF, dann darauf achten,daß die Folie unter dem
    Rohrsystem der Fußbodenheizung so dicht wie eine Wanne ist.
    Das Zeugs ist wie Wasser. Tötlich wenns wegläuft.
    3. Abschleifen bei Keramischen- u.Nateinsteinböden erforderlich.
    4. AEF nur dort verlegen wo keine Feuchtigkeit hinkommt.
    Wohnzimmer kein Problem.
    Bad und Keller schon eher.

    Gruß Jupp
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  12. #11
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    Avatar von Markus Gräfe
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    jetzt bin ich wieder etwas schlauer. Danke Jupp!

    Aber noch eines: Muß der Estrich nicht in jedem Fall von der FB-Heizung entkoppelt werden (also auch bei ZE)? Ich stelle mir nur vor, daß - gerade bei Dehnfugen - sich der Estrich gegeneinander bewegen kann, was wiederum den Kunststoffrohren der FB-Hzg. schaden könnte (wenn sie mit dem Estrich "zugeschmiert" werden). Oder ist das so minimal, daß das die Rohre mitmachen?

    Gruß, Markus
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  13. #12

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    Un weider:-)

    Die Fussbodenheizung wird in das Estrichmaterial eingebettet.
    Entkopplung des Belages ist was anderes.
    Fugen MÜSSEN abhänig von der Raumgeometrie und der Fussbodenheizung geplant werden. Durch eine Dehnungsfuge läuft maximal der Vor-u.Rücklauf der Heizung . Die Rohre werden in den Fugenbereichen mit Schaumstoff ummantelt und somit partiell vom Estrich entkoppelt.

    Gruß Jupp
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  14. #13
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    Avatar von Markus Gräfe
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    jetzt isses klar. Nochmals Danke.

    Gruß, Markus
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Fliesen auf Anhydridestrich

    Hallo zusammen,

    ich habe selber Anhydridestrich und bin Ende März eingezogen (ohne Fliesen aus Zeitmangel zugunsten der Qualität).
    Rest feuchte des Estriches ist auch für den verwndeten Fliesenkleber sehr wichtig. Da ich Beziehungen zu Firma Schomburg/Detmold (Abdichtungs und Fliesenspezies) hatte, kam ein Fachberater vorbei, der die Estrichfeuchte gemessen hat (mit CM-Messmethode - einzig anerkanntes Verfahren!!!). Er hat mir dann einen speziellen Anhydridestrichfliesenkleber verkauft, der bis zu 1,5% Restfeuchte verarbeitbar ist. gewöhnliche Kleber meines Wissens i.d.Regel nur bis 0,5% Restfeuchte einsetzbar.
    Ansonsten natürlich Estrich geschliffen, grundiert , im Badbereich abgedichtet ("Flüssige Folie"), und gefließt - nach dem Einzug: also arbeitsreich, staubig - aber beruhigend.
    Und zum Parkett noch ein Wort (haben wir auch vor): meine Meinung bei Fußbodenheizung: möglichst dünn (8-10mm), massiv und vollflächig verklebt und nicht jede Holzart (Buche zum Beispiel arbeitet besonders stark) und noch mehr Zeit lassen. Nachbarn haben das Parkett nach ca.6 Wochen legen lassen und es ist zum Teil hochgekommen. Einige Fachleute meinen lieber ein zwei Jahre warten (machen wir auch, aber eher aus Geldmangel)

    Mit freundliche Grüßen und Spaß bei der Arbeit ihr lieben Bauherren (-leidensgenossen)
    Volker Ahlvers
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  17. #15
    Profi Benutzer
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    Avatar von Markus Gräfe
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    hmmmm...hat der Enzug ohne Belag den Estrich nicht ziemlich mitgenommen, oder habt Ihr vorübergehend Teppichboden verlegt? Auch daß mit den Fliesen überrascht mich....< 0,5% Restfeuchte....hätte ich nicht gedacht. Bin eher davon ausgegangen, daß es hier (bei entsprechendem Kleber) eher auch mehr als bei Holz sein darf. Ich bin davon ausgegangen, daß es bei Parkett nur deswegen <2% Restfeuchte sein muß, weil Holz nun mal Feuchtigkeit aufnimmt und dadurch entsprechend stärker arbeitet, wenn die diese zu hoch ist. Dies dürfte zumindest bei Fliesen kein Thema sein (wenn wie gesagt der Kleber stimmt...

    Gruß, Markus
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