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Leistungsbeschreibung Bodenplatte ausreichend?

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  1. #1

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    Leistungsbeschreibung Bodenplatte ausreichend?

    Hallo Forum,

    leider hat mich die Suche nicht weiter gebracht, daher stelle ich einfach mal eine Frage ein, in der Hoffnung, dass Ihr mir helfen könnt.

    Worum geht es: wir planen einen Neubau: Einfamilienhaus ohne Keller, 2 Geschosse, Gasheizung mit FBH. Eine Bodenplatte ist im Angebot des GÜ enthalten, jedoch bin ich mir unsicher, ob die in der Leistungsbeschreibung aufgeführten Materialstärken und Ausführungsbeschreibungen sinnvoll sind oder nur eine Minimalbeschreibung sind, die in der Praxis nicht empfehlenswert ist.

    (Mit sinnvoll meine ich: - Bodenplatte ist gut genug isoliert, so dass wir keine unnötige Energie verschwenden und keine kalten Füße bekommen und diese zudem gut gegen aufsteigende Feuchtigkeit abgedichtet ist)

    Hier die Leistungsbeschreibung:
    -------------------------------
    ...wird eine 20cm dicke Stahlbeton-Bodenplatte mit Frostschürze, bis 20cm über das vorhandene Terrain ausgeführt. Sollte nach stat. Erfordernissen unter den tragenden Wänden Streifenfundamente ausgeführt werden müssen, hat die Bodenplatte eine Dicke von 15cm. Als Trennlage zw. Baugrund und Bodenplatte wird eine Sauberkeitsschicht aus ca. 5cm Magerbeton oder eine geeignete Noppenbahn eingebaut. Die Bodenplatte wird aus WU-Beton der Güteklasse C25/30 nach statischen Erfordernissen ausgeführt. Die Frostschürze wird entsprechend den statischen Erfordernissen ebenfalls aus Beton C25/30 hergestellt. Ein Fundamenterder aus verzinktem Bandeisen wird nach VDE-Vorschrift im Fundament eingebaut...
    Due Bodenplatte erhält eine Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit gemäß DIN.
    -------------------------------

    Auf Nachfrage wie denn die Bodenplatte gedämmt wird habe ich folgende Informationen bekommen:
    -------------------------------
    Auf die Betonplatte kommt Abdichtung (Bitumenbahn z.B.), dann die Wärmedämmung – Hartschaumdämmung ca. 50-70mm (je nach Berechnungen des Statikers, damit die EnEV2009 eingehalten wird), danach folgt die Trittschalldämmschicht ca. 20mm und zum Schluss Estrich ca. 50mm. Im Falle der Fußbodenheizung kommt noch einmal eine Trittschalldämmschicht 20mm z.B unter den Estrich.
    -------------------------------

    Nun die Frage: sind die aufgeführten Materialstärken und Ausführungsbeschreibungen sinnvoll oder sollte man bzgl. der Materialstärken dickere Mindestmaße festschreiben? Die Mehrkosten für dickeres Material werden sich ja vermutlich in bezahlbaren Regionen bewegen?

    Für Eure Antworten besten Dank im Voraus,
    Carl
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  2. Leistungsbeschreibung Bodenplatte ausreichend?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    JamesTKirk
    Gast
    Zum Thema Beton fehlt noch fast die gesamte Beschreibung:

    Expositionsklassen
    Feuchteklasse (wegen Alkali-Kieselsäure-Reaktion)
    Festigkeitsklasse Beton Sauberkeitsschicht etc. pp

    Soll das eine Weisse Wanne werden ?? Dann fehlt aber noch einiges mehr ...
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    für eine nichtunterkellerte gebäude ist es auf ersten blick in ordnung.
    @James und was ist mit größtkorn?
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  5. #4
    JamesTKirk
    Gast
    Zitat Zitat von Yilmaz Beitrag anzeigen
    für eine nichtunterkellerte gebäude ist es auf ersten blick in ordnung.
    @James und was ist mit größtkorn?
    Das meinte ich mit etc. pp

    Aber mal im Ernst: Da ist der Planer überfordert. In der Regel legt das der Bauleiter oder der Polier fest, nachdem sie die Bewehrung im eingebauten Zustand gesehen haben.
    Aber Du hast recht: das ist eigentlich Planerleistung, genauso wie auch die Konsistenz des Frischbetons
    Geändert von JamesTKirk (25.08.2009 um 19:55 Uhr) Grund: Wort hat gefehlt
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    meistens steht das in der jeweiligen bauteilsberechnung im statik welche größtkorn.
    Bei decken und bodenplatten mit viel stahl ist 0-16 er einfach super zu einbauen.
    Weisse wanne wird es devinitiv nicht.
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  7. #6
    Baufuchs
    Gast

    Das

    hier:

    wird eine 20cm dicke Stahlbeton-Bodenplatte mit Frostschürze, bis 20cm über das vorhandene Terrain ausgeführt.
    würde ich mir mal näher erläutern lassen.

    Wie sich aus der weiteren Beschreibung ergibt ist zwischen "Baugrund" und Bodenplatte eine 5cm Sauberkeitsschicht + Noppenbahn vorgesehen.

    Zusamen mit der 20cm dicken Bodenplatte sind das 25cm.

    Wenn diese Bodenplatte nach Mutterbodenabtrag von i.d.R. ca. 30cm dann auf den Baugrund aufgebaut wird, liegt die OK Bodenplatte ca. 5cm unterhalb Terrain.

    Entweder fehlt das was, oder der BU will die Bodenplatte auf Mutterboden gründen...
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  8. #7

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    Tach auch,

    Wie sich aus der weiteren Beschreibung ergibt ist zwischen "Baugrund" und Bodenplatte eine 5cm Sauberkeitsschicht + Noppenbahn vorgesehen.
    Nö!

    ...wird eine Sauberkeitsschicht aus ca. 5cm Magerbeton oder eine geeignete Noppenbahn eingebaut
    Mal raten, was wirklich reinkommt?

    Gruss
    Sven
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  9. #8

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    Leistungsbeschreibung

    Moin Moin,

    die Leistungsbeschreibung ist durch und durch mangelhaft. Ich vermisse:

    - Oberflächenvergütung/Nachbehandlung,
    - es sind Eventualitäten darin enthalten, z. B. tragende Wände und Streifenfundamente, Dämmung 50 - 70 mm,
    - Abmessungen Fundamente und Frostschürzen fehlen,
    - es fehlen Einzelmengen Fundamenterder, Noppenbahn, Sauberkeitsschicht etc.
    - Qualität der Noppenbahn d = ?

    Es handelt sich um eine typische Tüddelkram-Ausschreibung eines GÜ in der Hoffnung einen billigen Suber zu finden, der das Ding nach dem All-Inclusive-Preis dann hinklotzt.

    Wenn die Qualität der Bopla nachher genau so gut wie die Beschreibung ist ............

    Freundliche Grüße aus Berlin
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  10. #9

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Zitat Zitat von Carl Beitrag anzeigen

    Auf Nachfrage wie denn die Bodenplatte gedämmt wird habe ich folgende Informationen bekommen:
    -------------------------------
    Auf die Betonplatte kommt Abdichtung (Bitumenbahn z.B.), dann die Wärmedämmung – Hartschaumdämmung ca. 50-70mm (je nach Berechnungen des Statikers, damit die EnEV2009 eingehalten wird), danach folgt die Trittschalldämmschicht ca. 20mm und zum Schluss Estrich ca. 50mm. Im Falle der Fußbodenheizung kommt noch einmal eine Trittschalldämmschicht 20mm z.B unter den Estrich.
    -------------------------------

    Nun die Frage: sind die aufgeführten Materialstärken und Ausführungsbeschreibungen sinnvoll oder sollte man bzgl. der Materialstärken dickere Mindestmaße festschreiben? Die Mehrkosten für dickeres Material werden sich ja vermutlich in bezahlbaren Regionen bewegen?

    Für Eure Antworten besten Dank im Voraus,
    Carl
    Also Carl,

    eine Dämmung in dieser Stärke habe ich vor jahrzehnten über dem Keller bei einer FBH angeordnet. Unter den heutigen Bedingungen und über einer erdberührten Betonplatte, wäre mir das zu wenig. Selbst wenn man das mit spitzem Bleistift noch hinbekommt.

    Aber eine stärkere Dämmung verkleinert entweder die Raumhöhe oder muß durch eine größere Rohbauhöhe und Rohbautürhöhe eingeplant werden. Nachher ist da nichts mehr änderbar.

    pauline
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Carl Beitrag anzeigen
    Die Mehrkosten für die Prüfung (des gesamten Angebotes) werden sich ja vermutlich in bezahlbaren Regionen bewegen?
    Ja
    KONTROLLE IST BESSER
    Wer mit einer mangelhaften oder unvollständigen Baubeschreibung ins Rennen geht, riskiert immense Nachzahlungen. Dagegen ist der Preis für eine professionelle Prüfung im Vorfeld meist lächerlich.
    MfG
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  12. #11
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    Hallo an alle,

    vielen Dank für die Antworten.
    Ich hatte hier im Kollegenkreis bereits die Aussage bekommen, dass die Dämmschicht von 50-70mm als zu dünn empfunden wird, schließlich sitzt man ja "direkt auf der Bodenplatte", sprich es ist kein Keller als Dämmung zwischen Erde und EG dazwischen.

    Zitat:
    KONTROLLE IST BESSER
    Wer mit einer mangelhaften oder unvollständigen Baubeschreibung ins Rennen geht, riskiert immense Nachzahlungen. Dagegen ist der Preis für eine
    professionelle Prüfung im Vorfeld meist lächerlich.

    Das klingt gut. Mal 'ne dumme Frage: wo kann man denn eine solche Prüfung in Auftrag geben? Und wie lange dauert sowas?

    Grüße,
    Carl
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  13. #12

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  14. #13
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    aha, aha, aha ..

    Zitat Zitat von Carl Beitrag anzeigen
    ..
    ...wird eine 20cm dicke Stahlbeton-Bodenplatte ..ausgeführt. Sollte nach stat. Erfordernissen unter den tragenden Wänden Streifenfundamente ausgeführt werden müssen, hat die Bodenplatte eine Dicke von 15cm..
    aha ..

    die "stat. erfordernisse" legt wer fest? aha.
    wer müsste und wer legt tatsächlich die expositionsklasse fest? aha.
    seit der derzeit gültigen massivbaunorm (2001) habe ich noch nie (!!)
    erlebt, dass ein architekt seiner pflicht nachgekommen wäre, die
    expositionsklasse(n) anzugeben.
    was demnächst kommt: abdichtung, sperrbahn etc.
    das alles beurteilen zu lassen, führt eher zu einem guten SV
    (aus dem maurer/betonbauerhandwerk oder aus der ingenieursriege) als
    zu einem planungs*künstler* oder universaldilletanten.

    der zug zu einer eigene vollplanung ist ja wohl schon abgefahren.
    das wäre die möglichkeit gewesen, alle technischen ansprüche gegenüber
    den auftragnehmern entsprechend eigener interessenlage zu spezifizieren.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    aha ..
    .....führt eher zu einem guten SV
    (aus dem maurer/betonbauerhandwerk oder aus der ingenieursriege) als
    zu einem planungs*künstler* oder universaldilletanten.
    markus - ich schätze ja die hier anwesenden (und den überwiegenden Teil der abwesenden) SV aus dem Maurer und Betonbereich, aber deren Wissen um Dach, Fenster, Elektro, Trockenbau, ............. ist doch fachgebietsbedingt eher eingeschränkt.
    Das artet dann wieder in den schon so oft beschriebenen SV-Marathon aus
    Einer für dies, einer für das, ein weiterer für jenes,......
    Und entsprechende Arbeitsgemeinschaften sind ja leider eher die Ausnahme!
    Da bin ich doch eher für einen GUTEN Universaldiletanten oder -onkel .

    Ein planungkünstler aus der *Bunte-Bildchen-Fraktion* wird sich mit so profanem Krimskrams sicher nicht abgeben (obwohl - )
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  17. #15
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    siehste
    genau dein "obwohl" macht mir sorgen.
    nix is unbeschränkter als die unkenntnis der eigenen beschränktheit ..
    oder so ähnlich, nicht von mir - aber passt manchmal zu gut.
    ich seh momentan thematisch gründung/bodenplatte/abdichtung - nicht
    mehr.
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