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Bodenplatte gerissen

Diskutiere Bodenplatte gerissen im Forum Beton- und Stahlbetonarbeiten auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Ausrufezeichen Bodenplatte gerissen

    Hallo und guten Abend,

    wir haben ein Problem mit unserer Bodenplatte. (Stahlfaserbeton)

    Diese wurde am Montag 16 Uhr gegosssen und nicht mit Folie abgedeckt.
    Am nächsten Morgen haben wir bemerkt, dass die Platte eine menge Risse bekommen hat.
    Ist das normal oder läuft da was schief?
    Die Platte wurde am nächsten Tag 3x bewässert und ist auch nicht durch die Hitze verbrannt. Wir haben mit dem Bauleiter mal einen Riss aufgemeißelt. Ca. 5-6 cm tief und der Beton kommt mir noch recht nass vor. Als wenn dieser nicht richtig abbindet.
    Wurde hier vielleicht zuviel oder zuwenig Zement benutzt?

    Ist solch ein Fall bekannt und müssen wir uns Sorgen machen? Laut Statik kein Problem und morgen werden schon die ersten Steine auf die Platte gesetzt.

    Viele Grüße Alex
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  2. Bodenplatte gerissen

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  3. #2

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Wie dick ist die Platte?
    Wie breit sind die Risse?
    Gibt es auch eine Mattenbewehrung oder nur Fasern?
    Wurde gerüttelt oder nur ausgebreitet?
    Was ist unter der Platte?
    Welcher Zement?
    Welche Zusatzmittel?
    Welche Temperatur: Luft, Untergrund
    Foto?

    Alles das hat Einfluß , ist aber unbekannt.

    pauline
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  4. #3
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    Also die Platte ist wohl 16cm dick. Der Untergrund wurde geschoben und verdichtet, eine Kapilarschicht augebracht und ist auch verdichtet worden mit Protokoll wohl.
    Die Risse sind teilweise 1-2 mm breit und haben längen von ca. 50-100cm.
    Tief ca. 5-6 cm. Mann könnte also auch ein Cuttemesser einschieben.
    Eine Mattenbewehrung wurde wohl nicht eingezogen weil es Stahlfaserbeton ist. Lediglich in den Streifenfundamenten sind vereinzelt Moniereisen verlegt.
    Welcher Zement und welche Zusatzmittel verwendet worden sind, kann ich leider nicht sagen.
    Die Platte wurde bei ca. 26-30 Grad Außentemperatur gegossen. Die Nacht war auch sehr warm und am nächsten Tag wo 3x Wasser aufgebracht worden ist sind auch so 25-28 Grad gewesen.

    Gruß Alex

    Foto´s folgen.
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  5. #4

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    Ach paulinsche - schwätz ka Schmarn nett.

    Keine Nachbehandlung am ersten Tag, Risse in einer Breite von ?? mm, die 1/3 bis 1/4 der Plattendicke (oder mehr) haben - das ist mangelhaft, egal wieviel Wasser da JETZT draufkommt.

    Über die Betonrezeptur würde ich mir erstmal keine Gedanken machen und die Feuchte in der Tiefe ist völlig i.O.

    Eigenen Sachverstand auf die Baustelle holen - ganz schnell, bevor Tatsachen geschaffen werden.
    Klären, ob das saniert werden kann oder ob die Platte noch mal weg muss.

    Und nicht von pauline wuschig machen lassen
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  6. #5

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    Zitat Zitat von a18k07 Beitrag anzeigen
    .....weil es Stahlfaserbeton ist. Lediglich in den Streifenfundamenten sind vereinzelt Moniereisen verlegt.

    Sag doch gleich, was fürn Müll da verbaut wurde.
    Bei SFB dürfte wohl nur ein Abbruch in Frage kommen, weil die Stahlfasern selber keine Kräfte übertragen können.

    Wann verbietet endlich jemand den Einsatz von SFB für EFH.
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  7. #6
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    Guten Tag Herr Dühlmeyer,

    jetzt wird mir langsam Angst und Bange. Habe eben mit meinem Prüfstatiker telefoniert und der meinte von der Statik null Problem da Streifenfundament.
    Und die Risse selber sind zwar ein Schönheitsfehler, können aber später mit ggf. Dichtschlemme und doppelter Schweißbahn + Fußbodenaufbau behoben werden. Alternativ eine zusätzliche Betonschicht ins Haus einbringen. 5-8cm ca.

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  8. #7
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    Jetzt wird es wieder interessant.
    Wenn die Bodenplatte keine tragende Bedeutung hat, kann keine Anforderungen (Rissweiten) aus der DIN 1045 abgeleitet werden.
    Welche Aufgabe hat denn die Bodenplatte in diesem Fall?
    Nur eine Lastenverteilende Betonsauberkeitsschicht unterm Estrich?
    Doch eine tragende Bedeutung? (Fundamente auch unter den Innenwänden, Außenfundamente untergehängt - oder auch tragend?)
    Wird die von unten mit Wasser beaufschlagt, oder liegt diese über dem Wasserbemessungsstand?

    Eine nichtgeschalte Betonoberfläche ist SOFORT nach dem Einbau nachzubehandeln. Nicht erst einen Tag später. Nur ist hier - evtl. - nun die Vorgehensweise eine andere.
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  9. #8

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    Ergänzung zu Mark

    * Sind die Streifenundamente statisch bewehrt oder nur Frostschürzen mit konstruktiver Bewehrung?? (Sollte der Statiker oder Prüfstatiker sagen können)
    * Wie ist der weitere Unterbau UNTER der gerissenen Platte? (nur wichtig, wenn unter ALLEN Wänden Streifenfundmente angeordnet sind)
    * Was sagt das Bodengutachten zu Setzungen?

    ********************

    @ Fragesteller
    Angst und Bange braucht Ihnen nicht zu werden. Sorry für die Panik. Entweder ist das Problem lösbar - dann gehts weiter.
    Oder es ist nicht sanierbar, dann ist es ja "zum Glück" nur die Bodenplatte.
    Wenn Grund zur Panik besteht, sagen wir Bescheid

    Unabhängig davon, ob die Platte so bleiben kann, saniert werden muss oder gar neu muss, sagt die Vorgehensweise viel über das Bauunternehmen.

    Sie sollten einmal SEHR ernsthaft über eine baubegleitende Qualitätskontrolle nachdenken. Diese müssen SIE bezahlen, die verhindert solche Korken auch nicht (oder zumindest nicht immer), zeigt Ihnen aber weniger augenfällige Mängel an, die Sie vielleicht nie bemerkt hätten.

    Die Kosten hierfür liegen i.d.R. je nach Hausgrösse und Aufwand zwischen 1.500 und 4.000 €
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  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    der "statiker" vertritt die interessen dessen, der ihn bezahlt - und in
    dem mass, in dem er bezahlt wird.
    damit ist geklärt, warum es "kollegen" gibt, die sich als sfb-fans outen:
    • wenig planungsaufwand, da wenig berechenbar
    • viel, anscheinend verzichtbarer, aufwand den bauherrn zu informieren
    • schmerzensgeld für "kopfhinhalten"
    • gute ertragsquote trotz geringem honorar (wegen geringem aufwand)


    der "prüfstatiker" (keine ahnung, ob der in jedem bundesland
    gleichermassen qualifiziert sein müsste oder ob nach proporz
    ernannt wird) prüft ausschliesslich standsicherheit - und zwar nicht
    (wie oft fälschlich angenommen) für den bauherren, sondern für die
    allgemeinheit (damit hrn. huber nicht die wand von frau meier auf
    den kopf fällt).

    jetzt kann sich jeder selbst überlegen, welche rahmenbedingungen den
    bauherren und sein interesse an einem nicht nur standsicheren, sondern
    auch gebrauchstauglichen bauwerk, schützen und ob die hier gegeben sind.
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  11. #10

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    Bodenplatte gerissen

    >Ist solch ein Fall bekannt und müssen wir uns Sorgen machen?
    Ja, ihr solltet euch große Sorgen machen.

    >Laut Statik...
    Was für eine Statik? Stahlfaser ist kein DIN zugelassenes Produkt.

    Es gibt keine Statik nach DIN 1045 mit der Du Stahlfaser bemessen kannst.
    Es gibt ein Merkblatt des DAfStb. Stahlfaser ist keine bewehrungsersetzende Alternative.
    Diesen Blödsinn erzählen alle, die keine Ahnung von Statik und Bewehrung haben. Stahlfaser hat eine Zulassung als Betonzusatzmittel, keine Zulassung als bewehrungsersetzende Funktion.

    >...kein Problem und morgen werden schon die ersten Steine auf die Platte gesetzt.

    Bitte? Du willst Deine Wände (Dein Haus) auf eine nicht DIN 1045 bemessene Stahlfasersohle ohne Mattenbewehrung stellen? Eine Sohle hat nach DIN 1045 (Rissbreitenbeschränkung), bemessen zu werden, wenn tragende oder auch nicht tragende, aussteifende Bauteile auf dieser Sohle errichtet werden.

    Besorge Dir bitte die Zeitschrift Beton, Ausgabe 09/2008, Seite 376:
    Haftungstechnische Fragen zu Stahlfaser

    Ausgabe 04/2007:
    Anwendung und Qualitätssicherung von Stahlfaserbeton in Ortbetonbauweise.

    Danach wirst Du irgendjemanden verklagen müssen.
    Ich würde mir einen Gutachter zulegen, der dann wissen müsste wie man vorgeht. Kernbohrungen machen und Beton überprüfen. Statische Bemessung abfordern. Dein Planer sagt das ist nicht so schlimm?
    Grundsätzlich hat eine Leistung mängelfrei zu sein. Das bedeutet ungerissen und ohne Fehler.

    Geiz war noch nie geil und nichts ist so teuer wie billig einkaufen.

    Gruß

    Oliver
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  12. #11

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  13. #12

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    Öhhhh.... ich hab das im Mauerwerkforum schon gepostet. Aber ich bin ja sooo neugierig verflixt, ich bin eine Frau - ist also mein Job!

    Beim spazierengehen sehe ich ein Haus da wurde weder im Fundament noch in der Bodenplatte Bewehrung eingebaut. Es gab auch keine Sandschicht. Eigentlich haben die Bauherren nur ein wenig Gras weggeschoben, Fundamente gegraben, Schalung ringsrum und dann Fundamente und Bodenplatte gegossen. Allerdings war da ne Folie drin ausgelegt. Hab nen befreundeten Bau ing mal nach Stahfaserbeton gefragt und der meinte das tauge max. für Minibauvorhaben wie Gartenhäuser und Abstellräume.

    Jetzt steht dort an meinem Spazierweg ein Haus auf recht schwieriegem Grund (da gabs mal Tongruben) Posedonienschiefer, Ton/Lehmboden.
    Bei dem Haus ist die erste Steinschicht aus Kalksandsein und darüber kommt Poroton. Eine Folie unter der ersten oder irgendeiner Steinreihe gabs nicht.

    Sollte ich in Zukunft bei diesem zweigeschossigen Hau die Straßenseite Wechseln, nicht dass ich eines Tages vom umstürzenden Haus erschlagen werde?
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13

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    Ich gehe mal von einem nicht unterkellerten Gebäude aus, ansonsten nehme ich schonmal alles zurück, was ich unten schreibe.

    @Oliver V: Das ist wohl ein bisschen mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Ohne das weiter ausführen zu wollen, es gibt übrigens Zulassungen für Stahlfasern, die auch in tragenden Bauteilen eingebaut werden dürfen.

    @a18k07: Wenn die Bodenplatte nur als bessere Sauberkeitsschicht dient und der Lastabtrag über die Streifenfundamente passiert, ist das Problem mehr ein kosmetisches. Das Schließen mit Zementschlämme wäre dann i.O.

    Da es für die nichttragende BoPla keine Vorschrift (DIN 1045-1 ist hier schwerlich heranzuziehen) gibt, dürfte auch kein Mangel vorliegen, wenn die Funktion (bessere Sauberkeitsschicht) hergestellt ist.

    Für alle Interessierten hier mal eine kleine Ausführung zu Rissen: http://www.vdz-online.de/fileadmin/g...aetter/B18.pdf

    Habe jetzt erst gesehen, wie alt das Thema ist.
    Geändert von Thomas Traut (23.07.2010 um 10:02 Uhr) Grund: Ergänzung
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  16. #14

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    Habe jetzt erst gesehen, wie alt das Thema ist - so what.
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