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Wasser läuft nicht ab auf Bitumen

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  1. #1

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    Wasser läuft nicht ab auf Bitumen

    Hallo zusammen,

    nachdem ich in meinem anderen Beitrag hier sehr gute Antworten bekommen habe versuche ich auch für das aktuelle Problem beim Dach mein Glück.

    Wir bauen momentan eine Doppelhaushälfte vom BT. Auf den 1. Stock ist ein "Penthouse" mit Pultdach gesetzt, rundherum um das Penthouse ist Terrasse bzw. ein Stück Flachdach.

    Auf dem Terrassenbereich ist auf der Betondecke hier bereits immer Wasser gestanden, aber das sagt ja nichts. Nun wurde Bitumen aufgebracht, in der Mitte deutlich erhöht und mit Gefälle zu den Abflüssen hin. Direkt vor den Abflüssen (in allen Ecken) kommt aber eine 0.5-1cm hohe Erhöhung, so dass hier das Wasser in einer kleinen Wanne steht.
    Beim Nachbarhaus ist das nicht so ... verstehe ich hier etwas falsch oder sollte es auch auf keinen Fall so sein?
    Wasser beschleunigt ja den Verfall von Bitumen, und wofür sonst überhaupt ein Gefälle.

    Vielen Dank schon einmal für die Antworten!
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  2. Wasser läuft nicht ab auf Bitumen

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  3. #2

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    Zitat Zitat von ubat Beitrag anzeigen
    Wasser beschleunigt ja den Verfall von Bitumen,
    Nö !!!
    Es sind mittlerweile sofar gemäß Fachregeln 0°Dächer zulässig. Allerdings steigen dann die Materialanforderungen.

    Kann passen, muss aber nicht. Hängt auch am geplanten weiteren Aufbau.
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  4. #3
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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Nö !!!
    Es sind mittlerweile sofar gemäß Fachregeln 0°Dächer zulässig. Allerdings steigen dann die Materialanforderungen.

    Kann passen, muss aber nicht. Hängt auch am geplanten weiteren Aufbau.
    Auch nicht wenn das Wasser gefriert und verdunstet?

    Man findet überall die Information zu Bitumen:
    Bei Abdichtungen aus Bitumen sollte beachtet werden, dass diese mit einem Gefälle von mindestens zwei Prozent ausgeführt werden. Somit kann das Wasser abfließen. Ist dies nicht der Fall, wird der biologische und chemische Abbau von Bitumen durch das Wasser beschleunigt.
    Aber vielen Dank für die Antwort, wir bleiben dran und bemühen uns um bessere Informationen.
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  5. #4
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    MAn unterscheidet tatsächlich in Flachdächer mit und ohneGefälle. Hier gibt es die Klassen K1 und K2. Hierfür sind wiederum andere Bahnen erforderlich.

    Das mit dem Gefälle muss nicht und da vergammelt bei richtiger BAhn auch nichts.
    Ralfs Frage nach dem Folgeaufbau ist jedoch enorm wichtig denn hier kann ein Gefälle auch unabdingbar erforderlich werden
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von stefan ibold
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    nicht ganz

    Moin,

    auch ein Dach nach K1 kann ein Gefälle aufweisen.
    Bei Ihnen wird es noch komplizierter:
    Dachterrasse = hochgenutzte Dachfläche = Abdichtung nach DIN 18195-5. Und die DIN kennt kein Gefälle
    Dafür müssen andere Abdichtungsbahnen verwendet werden. Bezeichnung mit Zusatz BA.

    Der Zerfall von Bitumen, hmmm. naja, wenns schee macht.

    Grüße
    stefan ibold
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  7. #6
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    Auch eine Abdichtung nach DIN 18195 kann ein Gefälle erforderlich machen, wenn der Folgeaufbau dieses verlangt.
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von stefan ibold
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    @ robby

    Moin,

    latürlich KANN der nachfolgende Aufbau u. U. ein Gefälle erforderlich machen. Mir ging es ersteinmal darum festzustellen, dass eine Dachterrasse gem. der neuen Fachregel für Abdichtungen in den Bereich der DIN 18195-5 fällt.
    Dort steht aber nur, dass anfallendes Wasser auf kurzem Wege abgeleitet werden soll.
    Wenn der nachfolgende Aufbau ein Gefälle "verlangt", dann aber nicht aus einer Forderung aus der DIN 18195, sondern aus einer Forderung aus dem Belag bzw. der Unterkonstruktion oberhalb der Abdichtung heraus.

    Bitte zusätzlich nicht die Anforderungen aus den Anwendungskategorien K1 und K2 ausschließlich am Gefälle ausmachen. Sicherlich muss ein Dach nach K2 auch im Kehlbereich mindestens die 2% Gefälle aufweisen, ansonsten wird es automatisch K1. Andersherum wird nicht jedes Dach mit ausreichend Gefälle ein K2 Dach.

    Ich bleib bei meinen Dächern und Abdichtungen

    Grüße

    si
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  9. #8

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    hello,

    sowie ich das gelernt habe, sollte trotz DIN 18195 ein ordentliches Gefälle angelegt werden.
    Dieses sollte Toleranzen und übliche Ausführungsmängel (Gully = Hochpunkt etc) beachten.
    Ich hörte immer von vernünftigen Dachdeckermeistern, dass ein Gefälle sein muss.
    Dass die Regelwerke auch schon Dächer als Schwimmbäder zulassen, ist m.E. kritisch....und die (so meine ich) dafür nötigen Polymerbitumenbahnen sind auch keine Wundermaterialien. Die Nähte werden nun mal höher belastet, wenn ständig Wasser da ist bzw. der Trocken-Nass-Wechsel.

    Gruss
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  10. #9
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    Die müssen einem hydrostatischen Druck von 10 cm Wasser dauerhaft standhalten.
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10
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    Zwischenstand von mir: wo ich ein Gefälle sehe ist laut Bauleiter gar keines, das ist nur eine plane Bitumenschicht um nach unten abzudichten. Er hat mir auch den Plan geschickt, das eigentliche Gefälle mit nochmals Bitumen kommt erst noch.
    Ich verstehe zwar nicht warum dann bisher schon ein Gefälle da ist, aber ok.

    Danke für die Antworten auf jeden Fall!
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  13. #11
    Bauexpertenforum Avatar von stefan ibold
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    ähhhh

    Moin,

    Gefälle mittels Bitumen erstellt??????

    si
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