Ergebnis 1 bis 9 von 9

Frage zur Zinsbindung

Diskutiere Frage zur Zinsbindung im Forum Baufinanzierung auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

    Registriert seit
    08.2009
    Ort
    Rhein-Pfalz-Kreis
    Beruf
    Lehrerchen
    Beiträge
    76

    Frage Frage zur Zinsbindung

    `Nabend Allerseits,


    was die Zinsbindung ist, hab ich schon mal verstanden.

    Was mir nicht klar ist, ob man bei der Bank auf 30 J Zinsbindung bestehen kann.
    Ist das nicht so, dass für die Banken eine kürzere Zinsbindung besser ist?

    Diverse Rechner lassen mich jetzt auf 30J Zinsbindung setzen. Ich sehe es doch richtig, dass das für mich als Finanzierer, besser ist, als nur 10J?

    Danke euch!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Frage zur Zinsbindung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    05.2009
    Ort
    Hessen
    Beruf
    Wirtschaftsinformatiker
    Beiträge
    600
    Die Bank interessiert an erster Stelle, ob Du die notwendige Bonität mitbringst. Wie lange dann die Zinsbindung läuft, dürfte der Bank eher egal sein. Eine lange Zinsbindung hat aus Banksicht immerhin den Vorteil, dass der Kreditnehmer nicht Gefahr läuft, bei einer Anschlussfinanzierung nach 5 oder 10 Jahren die dann evtl. deutlich gestiegenen Zinssätze nicht mehr finanzieren zu können.

    Da heute niemand sagen kann, wie sich die Zinsen in der Zukunft entwickeln werden, lässt sich keine objektiv richtige Strategie angeben. Ich persönlich finde, dass bei den aktuellen Konditionen eine langfristige Zinsbindung (min. 20 Jahre) am sinnvollsten ist. Das muss aber jeder für sich selbst entscheiden.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Themenstarter

    Registriert seit
    08.2009
    Ort
    Rhein-Pfalz-Kreis
    Beruf
    Lehrerchen
    Beiträge
    76
    vielen Dank , Bautz!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    10.2007
    Ort
    Grafenrheinfeld
    Beruf
    Finanzierungsberater
    Benutzertitelzusatz
    Baufinanzierungsvermittler
    Beiträge
    524
    Wenn die Bank keine 30 jährige Zinsbindung anbietet, kannst Du sie auch nicht dazu zwingen. Sparkassen z.B. bieten allerhöchstens 15, in Ausnahmefällen 20 jährige Zinsbindungen an. Das kommt dann aber nicht mehr aus ihrem Topf.

    Generell gilt, je weniger Du tilgen willst, oder kannst, desto länger sollte die Zinsbindung sein und umgekehrt.
    Sind Sondertilgungen im Spiel, verkürzt das ebenfalls die Laufzeit des Darlehens. Somit kann auch hier eine kürzere Zinsbindung gewählt werden, wenn die Sondertilgungen denn auch erbracht werden.

    Hängt alles vom persönlichen Konzept ab.

    Beste Grüße
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    05.2009
    Ort
    Regensburg
    Beruf
    IT-Branche
    Beiträge
    21
    Hängt das nicht auch mit dem Sonderkündigungsrecht zusammen?
    Unser Banker hat gesagt, dass Kreditnehmer einen längerfristigen Vertrag (15-30 Jahre) nach 10 Jahre auch jederzeit wieder kündigen können und woanders einen neuen abschließen können.
    Drum werden so lange Laufzeiten auch eher selten angeboten.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Themenstarter

    Registriert seit
    08.2009
    Ort
    Rhein-Pfalz-Kreis
    Beruf
    Lehrerchen
    Beiträge
    76
    Danke, genau die Antwort, die ich haben wollte.

    Die Frage von Armin, bzw. die Antwort drauf würde mich auc interessieren. DANKE
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7

    Registriert seit
    06.2009
    Ort
    München
    Beruf
    IT
    Beiträge
    67
    Zitat Zitat von ArminF Beitrag anzeigen
    Hängt das nicht auch mit dem Sonderkündigungsrecht zusammen?
    Unser Banker hat gesagt, dass Kreditnehmer einen längerfristigen Vertrag (15-30 Jahre) nach 10 Jahre auch jederzeit wieder kündigen können und woanders einen neuen abschließen können.
    Drum werden so lange Laufzeiten auch eher selten angeboten.
    Hallo,

    nach 10 Jahren gibt es ein Kündigungsrecht, gesetzlich verankert. Man kann dann mit 6 Monateh Frist den Darlehensvertrag kündigen. Allerdings werden bei länger vereinbarter Laufzeit in der Regel Vorfälligkeitsentschädigungen fällig (der Bank gehen ja die Zinsbeiträge flöten). Also muss sich es rechnen, ob der günstigere Kredit die Vorfälligkeitsentschädigung abfedern kann.


    Stefan
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  10. #8

    Registriert seit
    05.2009
    Ort
    Hessen
    Beruf
    Wirtschaftsinformatiker
    Beiträge
    600
    Zitat Zitat von StefanW Beitrag anzeigen
    nach 10 Jahren gibt es ein Kündigungsrecht, gesetzlich verankert. Man kann dann mit 6 Monateh Frist den Darlehensvertrag kündigen. Allerdings werden bei länger vereinbarter Laufzeit in der Regel Vorfälligkeitsentschädigungen fällig
    Falsch. Die Bank darf in diesem Fall keine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #9

    Registriert seit
    07.2009
    Ort
    Baden-Württemberg
    Beruf
    Privatier
    Beiträge
    18

    Bürgerliches Gesetzbuch

    Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch besteht die Möglichkeit (unter Einhaltung bestimmter Fristen und Bedingungen) bestehende und laufende Darlehensverträge zu kündigen. Diese Vorschrift gilt für alle Darlehensarten, unabhängig von den Finanzierungsgebern, also auch für Förderdarlehen.
    Beachte in Absatz (1) die Nr. -> 3

    §§§

    Gesetzestext

    § 489 BGB - Ordentliches Kündigungsrecht des Darlehensnehmers

    (1) Der Darlehensnehmer kann einen Darlehensvertrag, bei dem für einen bestimmten Zeitraum ein fester Zinssatz vereinbart ist, ganz oder teilweise kündigen,

    1. wenn die Zinsbindung vor der für die Rückzahlung bestimmten Zeit endet und keine neue Vereinbarung über den Zinssatz getroffen ist, unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von einem Monat frühestens für den Ablauf des Tages, an dem die Zinsbindung endet; ist eine Anpassung des Zinssatzes in bestimmten Zeiträumen bis zu einem Jahr vereinbart, so kann der Darlehensnehmer jeweils nur für den Ablauf des Tages, an dem die Zinsbindung endet, kündigen;

    2. wenn das Darlehen einem Verbraucher gewährt und nicht durch ein Grund- oder Schiffspfandrecht gesichert ist, nach Ablauf von sechs Monaten nach dem vollständigen Empfang unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten;

    -> 3. in jedem Fall nach Ablauf von zehn Jahren nach dem vollständigen Empfang unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten; wird nach dem Empfang des Darlehens eine neue Vereinbarung über die Zeit der Rückzahlung oder den Zinssatz getroffen, so tritt der Zeitpunkt dieser Vereinbarung an die Stelle des Zeitpunkts der Auszahlung.

    (2) Der Darlehensnehmer kann einen Darlehensvertrag mit veränderlichem Zinssatz jederzeit unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten kündigen.

    (3) Eine Kündigung des Darlehensnehmers nach Absatz 1 oder Absatz 2 gilt als nicht erfolgt, wenn er den geschuldeten Betrag nicht binnen zwei Wochen nach Wirksamwerden der Kündigung zurückzahlt.

    (4) Das Kündigungsrecht des Darlehensnehmers nach den Absätzen 1 und 2 kann nicht durch Vertrag ausgeschlossen oder erschwert werden. Dies gilt nicht bei Darlehen an den Bund, ein Sondervermögen des Bundes, ein Land, eine Gemeinde, einen Gemeindeverband, die Europäischen Gemeinschaften oder ausländische Gebietskörperschaften.

    §§§
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen