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FBH-Berechnung: Verlegeabstand für eine kleine Vorlauftemperatur

Diskutiere FBH-Berechnung: Verlegeabstand für eine kleine Vorlauftemperatur im Forum Heizung 2 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Frage FBH-Berechnung: Verlegeabstand für eine kleine Vorlauftemperatur

    Für unser EFH-Neubau (mit GÜ) wurde jetzt eine FBH-Berechnung gemacht. Da die Heizung mit einer Erdwärmepumpe laufen soll, habe ich die FBH auf eine möglichst geringe Vorlauftemperatur auslegen lassen. BTW: Vertraglich vorgesehen ist ein FBH-System von Cosmoroll.

    Die Berechnung für VL 30° hat überraschend gezeigt, dass der Verlegeabstand 10 cm nicht ausreicht. Z.B. in unserem 34 qm großen Wohnraum mit einer Heizlast von 1444 Watt gibt die FBH laut Berechnung nur 782 Watt nach oben ab (gerechnet mit Oberflächendämmung von 0,12 m²K/W - mittlerer Teppichboden). Im WC und im Bad liegt der Deckungsanteil der FBH sogar bei nur 10-20%.

    Lohnt es sich in einer solchen Situation den Verlegeabstand weiter zu reduzieren? Entstehen dabei größere Verluste durch die zusätzliche Pumpleistung? Laut dem Ingenieurbüro, das die FBH rechnete, kann weniger als 10 cm eh nicht verlegt werden. Und bei dem Verlegeabstand von 10 cm kämen wir auf die VL von ca. 35-38°, damit die Heizlast gedeckt werden kann.
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  2. FBH-Berechnung: Verlegeabstand für eine kleine Vorlauftemperatur

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  3. #2
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    Yupp ... dem ist so und wer sich unter 10 Verlegeraster austoben will (Ausnahme mal ne kleine Rand- oder Bewegungszone) der soll den Quatsch verlegen ... Grausamkeit 1. Güte.

    Wenns ein anderes System sein darf geht u.U. auch noch ein 7.5 er Raster ... mit nem 14er Rohr ... bringt an der Temperatur übern Daumen 1 bis 2 Grad dann ist Ende Gelände erreicht.

    Wenn die Anlage mit 35 Grad MAXIMAL-Temperatur hinbekommen werden kann dann ist *gut*. Alle weiteren Klimmzüge kosten überproportional im Invest und bringen nur noch marginal was im Verbrauch.

    In den Bädern ist sowieso *immer* eine zusätzliche Heizquelle erforderlich bei dem Auslegungstemperaturniveau.
    Es empfielt sich den Handtuchheizkörper *nicht* an das FBH-System anzuschließen sondern als kurzzeitige Spitzenheizquelle *ZEIT und TEMPERATUR geregelt* (<---*wichtig*) rein elektrisch zu betreiben.

    Empfehlenswert ist die Auslegungsspreizung der DIN von 5K etwas kleiner zu wählen um einen hohen Wasserdurchsatz für die WP zu erreichen.
    Ideal ist wenn die Anlage so ausgelegt werden kann dass die Wassermenge und der Druckverlust der eingebauten Umwälzpumpe in mittlerer Leistungsstufe alles abnimmt was das Gerät liefert.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  4. #3

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Die Heizung wird für eine Außentemperatur und eine Mindestluftwechselzahl berechnet, die sehr selten auftritt.
    Wenn es trotzdem wirklich kalt ist, hält man die Fenster eher geschlossen. Also tritt dann die berechnete Leistung doch nicht auf.

    Wenn in einem solchen Fall die Wärmepumpe dann mal mit den unerwünschten 38 grad arbeiten kann, wird man nicht erfrieren. Den Rest des Jahres ist die Vorlauftemperatur wesentlich kleiner als berechnet.
    Damit sollte man leben können.

    Aber mit besserer Dämmung kann man natürlich auch die Vorlauftempertur senken. Sogar während der gesamten Heizperiode.

    Bisher konnten eben die Gu und GÜ mit einer bescheidenen Dämmung aber einer besonders "modernen" Heizung, wie Wärmepumpe, Pelettheizung oder Solarunterstützung die Anforderungen der EnEV erfüllen. Das wurde auch ausgenutzt. Bessere Dämmung wäre sinnvoller gewesen denn ein passives System ist weniger störanfällig.

    pauline
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  5. #4

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    Zitat Zitat von xelax Beitrag anzeigen
    ...Und bei dem Verlegeabstand von 10 cm kämen wir auf die VL von ca. 35-38°, damit die Heizlast gedeckt werden kann.
    Da scheint mir aber auch die Heizlast "relativ" hoch zu liegen.

    Aber sei es drum, Achim hat es schön beschrieben.

    Zitat Zitat von Achim Kaiser
    und wer sich unter 10 Verlegeraster austoben will (Ausnahme mal ne kleine Rand- oder Bewegungszone) der soll den Quatsch verlegen ... Grausamkeit 1. Güte.
    Ich habe schon oft geschrieben, daß man die Vorgabe "max. 30°C VL" vergessen kann, denn in den meisten Fällen wird das nicht funktionieren bzw. lässt sich das in der Praxis nicht umsetzen.

    Pi*Daumen liefern 10cm VA bei Fliesenbelag und 30/25 so zwischen 20W/qm und 50W/qm (je nach gewünschter Raumtemperatur).Bei Teppichboden mit Rl=0,10 m2K/W landen wir schnell bei 10W/qm bis 30W/qm.

    Da muss die Heizlast schon verdammt niedrig sein damit man mit so einer FBH die Hütte noch warm kriegt.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Wie wärs noch mit zusätzlichen Flächen für eine Wandheizung einzuplanen? Die läuft auch mit niedrigen VL-Temperaturen.

    Bestimmt besser, als wenn ihr noch überall Heizkörper einplant.
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  7. #6
    planfix
    Gast
    Die Berechnung für VL 30° hat überraschend gezeigt, dass der Verlegeabstand 10 cm nicht ausreicht.
    Ist das Haus sooo schlecht gedämmt?

    Da muss die Heizlast schon verdammt niedrig sein damit man mit so einer FBH die Hütte noch warm kriegt.
    Hallo??? Ralf, das funzt sogar in meiner alten Hütte, ok. BJ 1997, aber heut gehts problemlos besser, damals waren Fenster mit einem Uw-Wert von 1,5 schon spitze!

    Im Zweifelsfall bringt die WP sicherlich auch 35°C, das ändert nix an dem hier geschriebenen über Verlegeabstände. Die gehen mit den Drahtmatten nämlich richtig gut.
    Zur Erinnerung gibts mal wieder ein Foto:
    Raum 10cm, vor den Türen Zone mit 5cm
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  8. #7
    Themenstarter

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    Na, soo schlecht ist das Haus sicherlich nicht gedämmt. Wie geschrieben, beträgt die berechnete Heizlast z.B. im 34 qm großen Wohnraum 1444 Watt, davon ca. 500 Watt Transmission durch die Fenster (1.30) und 450 Watt durch die Normallüftung. Die FBH gibt bei VL 30 und VA 10 laut Berechnung leider jedoch nur 782 Watt ab. Das wurde für Teppichboden so ausgerechnet und ich denke mal, das stimmt so.
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  10. #8

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    Zitat Zitat von planfix Beitrag anzeigen
    Hallo??? Ralf, das funzt sogar in meiner alten Hütte, ok. BJ 1997, aber heut gehts problemlos besser, damals waren Fenster mit einem Uw-Wert von 1,5 schon spitze!
    Ich habe nicht bestritten daß es funktionieren kann, aber schau Dir mal die gelieferten Daten an. VA10cm, VL 30°C (5K Spreizung, d.h. mittl. Heizwassertemp. 27,5°C) und dann noch Teppichboden mit 0,1.
    Also Pi*Daumen 10-30W/qm (RT24°C-20°C).

    Die WP kriegt auch bei 35°C VL noch keine Bauchschmerzen, selbst wenn Sie mal für ein paar Stunden (oder Tage) 40°C liefern müsste, wäre das noch zu verschmerzen, aber der Teppichboden kostet richtig Leistung.

    Zitat Zitat von xelax
    Wie geschrieben, beträgt die berechnete Heizlast z.B. im 34 qm großen Wohnraum 1444 Watt,
    Das sind etwa 42W/qm, also muss man schauen, dass die FBH diese Leistung auch liefern kann, oder halt zusätzliche Heizflächen vorsehen. Oder, wenn´s mit 30°C nicht funktioniert, dann eben mit 35°C. Oder anstatt des Teppichbodens, doch über einen besseren Bodenbelag nachdenken.

    Gruß
    Ralf
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  11. #9
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    @Isa

    *Auslegungstemperatur* ist ein Rechenwert der in 20 Jahren 10x unterschritten wurde.

    Hier bei uns ist das z.B -16 Grad (--> genau DANN läuft die Anlage mit 35 Grad Vorlauf) ... die Jahresdurchschnittstemperatur liegt aber bei ~ +4.5 Grad heisst die WP läuft bei *Auslegungstemperatur VL 35 Grad* durchschnittlich mit 26,5 Grad VL ....

    Heisst jeder Betreiber sieht *normalerweise* was ganz anderes wenn er in den Keller marschiert ... nämlich Temperaturen so zwischen 25 und 30 Grad.

    5er Verlegeraster hat auch Nachteile.
    Der Mindestbiegeradius der Rohrleitungen wird regelmäsig unterschritten und ob die verbleibende Estrichschicht zwischen den Rohren mit ~3.5 cm Materialstärke die auftretenden Schubkräfte in jedem Betriebszustand noch vertragen darf jeder selbst rausfinden.

    Bevor ich 5er Verlegeabstände plane und verlege gibts zusätzliche Heizflächen.

    Gruß
    Achim Kaiser
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