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Dämmstoffe unter Estrich

Diskutiere Dämmstoffe unter Estrich im Forum Estrich und Bodenbeläge auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Dämmstoffe unter Estrich

    Hallo, ich brauche mal wieder die Hilfe der Forumsexperten. Es geht um die Wahl des richtigen Dämmmaterials für die Wärmedämmung unter dem Zementestrich unseres ausgebauten Kellergeschoßes. Die Dämmung wird von mir verlegt. Den Estrich macht ein Estrichleger.

    Vorgesehener Aufbau von oben nach unten:

    60 mm Zementestrich;
    30 mm Trittschalldämmung aus Styropor;
    40 mm Wärmedämmlage mit eingebetteten Installationsleitungen;
    50 mm Wärmedämmlage

    Für die beiden unteren Wärmedämmlagen will der Estrichleger Styrodurplatten haben. Er meint, bei dem hohen Dämmaufbau von insgesamt 120 mm bräuchte es ein Material mit geringster Zusammendrückbarkeit.

    Styrodur aber ist sehr teuer. Es gibt auf dem Markt auch noch ein um die Hälfte preiswerteres Styropor EPS 035 DEO (früher PS 30) mit 200 kPa zulässiger Druckspannung. Dieses Material macht einen recht harten Eindruck.

    Frage: Ist unser Dämmaufbau wirklich so außergewöhnlich dick, daß das teure Styrodur gebraucht wird oder würde auch das Styropor ausreichen?
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  2. Dämmstoffe unter Estrich

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  3. #2
    Avatar von bauhexe
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    Deine Dämmung ist schon extrem dick.

    1.) Welchen U-Wert muß sie denn bringen?

    2.) Ich könnte wetten, daß ein EnEV Nachweis die Kosten der überflüssigen Dämmung bei entsprechnder Fläche aufwiegt.

    3.) Wozu im Keller Trittschall, ist doch Quatsch!

    4.) Eine Extralage nur für Installation? Wozu? ... um Rohre ausschneiden und mit Staubex verfüllen.

    Vielleicht kannst Du den Hintergrund für den Aufbau erläutern, und dann könnte man/frau die Sache optimieren.

    Mit der Zusammendrückbarkeit der Dämmschicht, hat der Estrichleger recht. Die DIN 18 560 Teil 2 trifft da klare Aussagen.

    Auch zur Brauchbarkeit der Dämmstoffe noch die DIN: 18 164 Teil 1 od. 2 bzw. 18 165 Teil 1 od. 2. ... also mal schauen was auf der Verpackung steht.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Nur mal halblang mit den harschen Worten liebe Bauhexe. Ein wenig Überlegung steckt schon hinter dem Ganzen. Also:

    Zu 1) Angestrebter U-Wert kleiner 0,30
    Zu 2) Meinen EnEV-Nachweis kann man in der Pfeife rauchen. Er ist leider das Stück Papier nicht wert, auf dem er gedruckt ist.
    Zu 3) Im Keller wird eine Einliegerwohnung eingerichtet. Man kann anderer Meinung sein. Ich bin jedoch der Meinung, daß ohne Trittschalldämmung im Keller der Trittschall über den Fußboden in die Wände und damit nach oben gelangt.
    Zu 4) Natürlich bekommen die Rohre keine Extralage spendiert. Mit oder ohne Rohre würde sich an der Dämmdicke nichts ändern. Sie sind nur in dieser 2. Dämmplattenebene eingebaut. Das ist eine ganz gute Lage. Darunter 40 mm Dämmung, seitlich Dämmung und darüber nochmal 30 mm. So gut eingepackt übertrifft das die sog. 100-Prozent-Dämmung, die vom Installateur angestrebt ist.

    Ich möchte hier um Gottes Willen keine Grundsatzdiskusion über Sinn und Unsinn von Dämmmaßnahmen entfachen. Mir geht es einfach nur um die Frage nach Styrodur oder Styropor.
    Verweise auf DIN-Vorgaben helfen mir leider nicht weiter, weil ich keinen Zugang zu DIN's habe. Die werden ja irgendwo gehütet wie der Goldschatz von Fort Knox.

    Ich harre weiterer Antworten.
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  5. #4
    Avatar von JEST71
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    Also "harsch" fand ich Hexes Worte nun überhaupt nicht ... sie hat doch lediglich ihre Meinung zum Thema vertreten.

    Genau das ist es doch, was wir alle wollen ...oder?!? Wenn man nicht mal mehr das erwarten darf, könnte man hier ja gleich schließen ...

    Nichts für ungut
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  6. #5
    Lebski
    Gast
    Druckfestes EPS ist so gut wie XPS. Allerdings ist, in Verbindung mit Zementestrich, die Dicke von 12 cm schon heftig.
    Nur bekommen Wohnungen eh kaum nennenswerte Belastungen ab. Müsste demnach funzen, u. U. senkt sich der Estrich etwas mehr als üblich im laufe der Zeit. Ich würde in diesem Zusammenhang die Wandleisten mit Clips montieren, somit läßt sich das später besser ausgleichen.
    Kritisch sehe ich die Dicken des Estrichs (lange Trocknungszeit, empfindlich für Fehler in der Nachbehandlung). Wer nachlesen möchte:
    http://www.best-estrich.com/pdf/ast.art.skibba.290.PDF

    Mal ne ganz andere Frage: Ist die Dämmung gegen Wasserdampfdiffusion durch die Bodenplatte geschützt? Gerade bei Kellerwohnungen oft ein Problem...
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo Lebski, "druckfestes EPS ist so gut wie XPS". Diese Aussage reicht mir schon. Sie erspart mir viel Geld. Danke!

    Mit 12 cm Dämmung erreiche ich einen U-Wert von ca. 0,30. Das sollte heute nach verschiedenen Forumsmeinungen zum NEH-Standard schon angestrebt werden. Insofern denke ich, daß die Dämmstoffdicke in Zukunft nicht mehr ungewöhnlich sein wird.

    Gegen die Wasserdampfdiffusion wird auf die Bodenplatte eine Schweißbahnen mit Aluminiumfolie angebracht.

    Frage: Was sind Clips für Wandleisten?

    Nochmals vielen Dank.
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  8. #7
    Lebski
    Gast
    Meist dämmt man so einen Keller auch unter der Bodenplatte mit XPS (oder noch besser Foamglas), deshalb ist und bleibt der Aufbau ungewöhnlich.
    Schön, dass eine Schweißbahn drunter ist.
    Clips meine ich so:
    http://www.kgm-online.de/news/FussleistenEX3D.pdf
    Denn der Esrrich wird größere Bewegungen an den Rändern machen. Bei verdeckter Montage können diese wieder ausgeglichen werden, ohne die Leisten zu beschädigen.
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  9. #8
    Themenstarter

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    Ist angekommen, Lebski. Danke nochmal.

    Was die Dämmung unter der Bodenplatte anbelangt: dafür ist es natürlich jetzt zu spät. Wir haben uns mit dem Thema durchaus beschäftigt. In der Planungsphase sind wir fast zwei Jahre lang durch sämtliche Neubaugebiete im Umkreis von 20 km gestöbert um Ideen und Anregungen zu finden (Baugebietstouristen hat das mal jemand genannt). Wir haben unter einigen hundert Bauvorhaben in keinem einzigen Fall eine Perimeterdämmung kennengelernt. Also schien uns das fremd und evtl. mit Risiken belegt. Kurzum: wir haben uns nicht drangetraut. Aus heutiger Sicht, wo wir den Umgang mit allen Rohbaumaterialien - auch Styrodur - kennen, räumen wir ein, daß die unterlassene Perimeterdämmung falsch war. Insofern können wir neue Bauherren in dieser Richtung vielleicht ermutigen.
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  10. #9
    Lebski
    Gast


    Bevor ich es vergesse: Bitte erst streichen, dann Fußleiste!

    Sieht sonst doof aus, wenn man die Leiste weiter nach unten setzen will!

    Übrigens wird beim Einbau von XPS unter der Bodenplatte auch oft falsch gearbeitet. Ist also nicht so schlimm, wenn man innen die Dämmung für den Fußboden hat...
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  11. #10

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    Hallo zusammen,

    ich habe ebenfalls eine Frage zur Dämmung unterm Estrich.

    Und zwar haben wir 6cm Styrodur-Perimeter-Dämmung unter unserer Beton-BoPla. Da wir den Keller auch als Party-Keller nutzen wollen und später eventuell sogar eine Dusche dort einbauen, möchten wir weitere Maßnahmen ergreifen. Randbedingung ist leider, dass unsere Deckenhöhe sehr begrenzt und somit jeder cm wertvoll ist.

    Wir haben jetzt an 1cm Styropor gedacht. Ziel soll einerseits eine Verbesserung des Trittschalls sein aber auch zusätzliche Wärmedämmung, damit es bei dem nur zeitweise beheizten Keller nicht tagelang dauert, bis der Fußboden angenehme Temperatur hat.

    Was mir jetzt aber völlig unklar ist: Wieviel dB Verbesserung in der Trittschalldämmung kann ich mit dem Styropor überhaupt erreichen?

    Styropor ist ja nicht so ideal für Trittschall, aber nirgendwo habe ich Infos gefunden, wieviel er nun bringt. Oder bringt er sogar Nachteile? Nachdem ich gelesen habe, dass Styropor auf Massivmauerwerk die Geräuschdämmung verschlechtert, bin ich etwas irritiert.

    Wer kann mir weiterhelfen?
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  12. #11

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    Ein Fall für Berni

    Trittschalldämmung unterm Estrich im Keller?

    ~1cm geht da schon, sowohl mit "Styropor"- als auch MiWo-Produkten.
    Ob n schwimmender Estrich sich im UG schalltechnisch gesehn besser verhält als ein Verbundestrich? Hmm...

    Ich denke hier sollte Berni, als Estrichfachmann antworten.


    Gruß Michael
    *Trittschalldämmung (Styropor) ist "weicher" als Styropor für die Fassadendämmung. Auch für die Fassade gibt es elastifizierte Polystyrol-Produkte, die sich schalltechnisch "günstiger" verhalten.
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  13. #12

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    Ich habe nochmal nachgeschaut, was das genau für ein Styropor ist, den wir gekauft haben:

    BFA QS 1213, EPS040 WI/DI mit blauem Stempel
    Innendämmplatte Zulassungs-Nr. Z-23.15-1411

    Außerdem haben wir vom Baustoffhändler noch anderen Styropor mit schwarzem Stempel.

    Sagt das einem was in Bezug auf die Eignung ? Wärmeleitung ist klar, aber Druckfestigkeit und Schalldämm-Maß?
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  14. #13
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    @ Totto

    Styropor ist nicht gleich Styropor! Hier ist das bewertetete Trittschallverbesserungsmaß, Dynamische Steifigkeit, interessanter.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Falsch!

    Das sind keine Platten für den Boden und erst recht keine Trittschalldämmplatten.
    EPS DEO 100 oder 150 KpA in WLG 040 oder die 150KpA in WLG 035 als Bodenausgleich oder Dämmplatten.

    EPS 045 DES sm 15mm oder
    EPS 045 DES sm 15-2mm wäre richtiger. In 1 cm gibt es das meines Wissens nicht.

    oder mineralisch: http://www.isover.de/PortalData/1/Re...ustic_ep_1.pdf

    Alles ohne Gewähr für die Richtigkeit, seit es die "neuen Abkürzungen" gibt is das nicht so einfach zu durchschauen. Ist Berni verreist?

    Gruß Michael
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  17. #15

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    Äh ja - aber ich habe nur die Infos, die oben stehen. Hast Du eine Idee, wie ich an mehr Infos kommen kann ?

    Unter der Zulassungsnr. finde ich einige Styroporplatten etwas anderen Typs, die >26dB haben. Nur unter der genauen Bezeichnung EPS040 WI/DI finde ich, dass dieses Material für nicht-druckbelastet Bauteile wie Wände einsetzbar ist. Daraus würde ich schließen, dass es noch "weicher" als das andere ist. Aber kann ich es dann überhaupt unter dem Estrich einsetzen?

    http://www.schwenk.de/dt/produktkata...nd.html?step=3
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