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LWP nur für Grundwärme?

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  1. #1

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    LWP nur für Grundwärme?

    Hallo ich bins der Neue

    Ich bin momentan dabei mich über die verschiedenen Heizmoglichkeiten zu informieren. Mit meiner Planung zum Bauen stehe ich noch ganz am Anfang. Sicher ist nur das es ein gut gedämmtes "Effizienshaus 55 bzw. 70" sein Soll

    Interessant fand ich eine Aufstellung in der eine Lüftungswärmepunpe wenn man Verbrauch und Anschaffungskosten vergleicht am günstigsten währe. Jetzt zu meiner Frage: in einer Bechreibung wurde geschrieben,das die LWP nur für die Grundwärme sorgt und in den einzelnen Räumen elektrisch am Luftungsauslass "nachgeheizt" wird. Wie viel muss man denn noch zuheizen? 10% oder 50% und rechhet sich das wirklich?
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  2. LWP nur für Grundwärme?

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  3. #2

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    Vermutlich muss man da noch viel zuheizen....aber genau weiß das natürlich keiner weil niemand eure Gewohnheiten kennt
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  4. #3
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    Klasse Konzept ... man setzt ne WP ein um aus 1 kW Strom wenigestens ~3, irgendwas an Heizleistung zu erzielen ... anschliesend dimensioniert man die WP irgendwie .. um dann *rein elektrisch* nachheizen zu müssen ...

    Irgendwie erschließt sich mir der Sinn des Konzepts nicht wirklich.

    Es riecht aber nach teuer im Betrieb ...

    Gruß
    Achim Kaiser
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Klasse Konzept ...


    Also mir erschließt sich diese "Planung" auch noch nicht so richtig.
    Abluft-WP, L/L-WP, el. Nachheizung, das riecht tatsächlich nach.....

    Zitat Zitat von skil
    Wie viel muss man denn noch zuheizen? 10% oder 50% und rechhet sich das wirklich?
    Wie soll man diese Frage beantworten?

    Ob und wieviel nachgeheizt werden muss, hängt primär von der Heizlast und Leistung der WP ab.

    Zitat Zitat von skil
    Interessant fand ich eine Aufstellung in der eine Lüftungswärmepunpe wenn man Verbrauch und Anschaffungskosten vergleicht am günstigsten währe.
    Das kann man unter Umständen so hinrechnen.....aber auch ein Effizienzhaus55 (oder70) hat eine Heizlast die durch die Heizung gedeckt werden muss, und wenn die WP diese Leistung nicht bringt, dann muss die E-Nachheizung einspringen (und das kann teuer werden).

    Richtig ist, daß die effizienteste WP nicht unbedingt die wirtschaftlichste Lösung sein muss. Gerade bei Gebäuden mit geringem Wärmebedarf kann man höhere Investitionskosten durch geringere Verbrauchskosten kaum amortisieren. Da muss man schon mit spitzer Feder rechnen.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen


    Also mir erschließt sich diese "Planung" auch noch nicht so richtig.
    Abluft-WP, L/L-WP, el. Nachheizung, das riecht tatsächlich nach.....
    Ist nicht meine Planung, habe ich so in Fertighauskatalogen von mehreren Anbeitern gelesen. Die meisten umschreiben das mit dem elektrischen Zuheizen, das man die Temperatur so je Zimmer einstellen kann.

    Zuerst war ich begeistert von den Luftungswärmepunpen, da ich mir dachte, dass so durch die wärmere Abluft der Lüftungsanlage (was halt nach der Wärmerückgewinnung noch an Wärme vorhanden ist) für die WP verwendet wird und so ja auch der Wirkungsgrad steigen müsste.

    Meine Befürchtung ist nun allerdings, dass bei diesem Konzept die Wärmepumpe bewusst unterdimensioniert wird und dann eben elektrisch nachgeheitzt werden muss.
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  7. #6

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    Hallo,
    vielleicht meint skil ja eine Kombination mit sg. Wärmepumpenheizkörpern, wie sie Bruno auch auf seiner HP beschreibt.

    http://www.bosy-online.de/Geblaese-V...rkonvektor.htm

    Könnte das - mal ungeachtet aller oben nicht genannten Details und Bedingungen - nicht funktionieren und einen einigermaßen kostengünstigen Betrieb sicherstellen?
    Die Anschaffungskosten liegen natürlich deutlich höher...

    Rein elektrisch nachheizen freut wohl vor allem den freundlichen Energieversorger.

    Gruß Budenzauber
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  8. #7

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    Zitat Zitat von skil Beitrag anzeigen
    I.....da ich mir dachte, dass so durch die wärmere Abluft der Lüftungsanlage (was halt nach der Wärmerückgewinnung noch an Wärme vorhanden ist) für die WP verwendet wird und so ja auch der Wirkungsgrad steigen müsste.
    .
    Der Denkansatz war im Prinzip richtig, aber überlege mal wieviel Luft eine LWP benötigt, und wieviel Luft durch die KWL zur Verfügung gestellt werden könnte (ohne dass Sturm im Wohnzimmer herrscht).

    Bei solchen Konzepten läuft man Gefahr, daß die WP extrem unterdimensioniert wird, und dann bleibt nur die E-Heizung übrig um das auszugleichen.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8
    Avatar von fmw6502
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    mal eine vereinfachte Betrachtung:
    Es ist Winter, draußen -10 °C, so daß ein normales Eff55-EFH so um 4-5kW verliert - Lüftungsverluste kämen zusätzlich oben drauf. Sonne kommt auch nicht raus, keine großen inneren Gewinne, da keiner zuhause.

    An einem solchen Tag werden rund 100 kWh zur Temperaturhaltung benötigt. Bei zB Strompreis 15ct/kWh macht das bei rein elektrischer Heizung 15 €. Bei einer schlechten Luft-WP geht der COP auch in die Knie, so daß vielleicht um die 1,5 rauskommt, ergäbe ca. 10 € Heizkosten.

    Zusätzlich sollte man bedenken, daß die 4-5 kW einzubringen entweder sehr hohe Luftströme oder hohe Temperaturen (ab 50° C Staubverschwellung...) bedingen. Es hat schon seinen Grund, warum das PH so stark dämmt...

    So jetzt darf einjeder nachdenken, wie kalt es bei ihm letzten Winter war. Auch in früheren Winter haben schon div. (Fertig-) Hausbesitzer die Grenzen der Physik kennengelernt.

    Gruß
    Frank Martin
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  11. #9

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    Wäre es keine Lösung, einen Kaminofen aufzustellen und ab -5°C zuzuheizen?
    Wenn man den abends 5 Stunden brennen lassen würde um die Temperatur im EG auf 23°C zu bringen. Danach 19h "abkühlen" auf 18°C mit eingeschalteter LWP.
    Viel sparen würde man wohl nicht, da die LWP dann trotzdem wohl 15h lang versucht, die Bude mit einem COP von 1,5 warm zu halten.
    Oder mache ich einen Denkfehler?
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  12. #10
    Avatar von fmw6502
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    über den Tag gemittelt könnte die gesamte Energiemenge reichen, aber zum Nachdenken:

    - jetzt ist jemand zuhause, wird er/sie den Temperaturverlauf als angenehm empfinden?
    - wie lange dauert es bis die punktelle hohe Wärme vom Ofen in alle Räume kommen, insb. Nordseite und Keller
    - bei Anstieg der Außentemp wird der Heizbedarf weniger (und der WP-COP besser), wie stark wird dann die Überhitzung des Aufstellungsortes durch den Ofen?
    - was macht der Hausbesitzer, wenn er 14 Tage in Urlaub ist?

    Kann evtl. irgendwie alles funktionieren, halte ich aber nicht für eine robuste Lösung.

    Gruß
    Frank Martin
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